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Diskutiere im Thema ADHS und Tiere im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    ADHS und Tiere

    Hallo ihr Lieben,
    mein Sohn (ADHS) bettelt schon lange darum, ein Haustier zu haben. Ich sträube mich dagegen, weil mir bewusst ist, dass es für mich viel zusätzliche Arbeit bedeutet.
    Nun habe ich von einem Erwachsenen ADHSler gehört, dass ihm sein Hund sehr viel gibt. Dass er ihm hilft runter zu kommen, seine Gedanken zu sortieren und ruhiger zu werden.
    Kennt das sonst noch jemand von sich? Würdet ihr sagen, dass ein Haustier sich positiv auf eure Symptome wie z.B. Unruhe auswirkt?
    Freue mich auf eure Erfahrungen.

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 509

    AW: ADHS und Tiere

    Ein Haustier bringt Ruhe ins Leben, gibt Antrieb, Struktur und Selbstbewußtsein, lehrt Verantwortung zu übernehmen und ist ein guter Freund.
    Allerdings muss schon sicher gestellt sein, dass er sich um den Hund kümmert und nicht alles an Dir hängenbleibt.

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: ADHS und Tiere

    Darina schreibt:
    ...... Würdet ihr sagen, dass ein Haustier sich positiv auf eure Symptome wie z.B. Unruhe auswirkt?
    Freue mich auf eure Erfahrungen.
    ......

    Auf jeden Fall wirkt sich ein Haustier positiv auf einen Menschen aus. Das ist ja auch meines wissens wissenschaftlich belegt. Grade in meine aktuelle TV-Zeitung gibt es einen Bericht darüber, wie wichtig Tiere sein können. Ich bin mit Haustieren aufgewachen (Katzen) und hatte eine sehr enge Bindung zu einen der Katze, die einen einfach vom Alltag ablenkt. Noch heute denke ich an sie, abwohl sie seit einigen Jahren verstorben ist. Meine Mutter hat immer viel und hart gearbeitet, dennoch war es, dass erste was zu tat, wenn sie nach Hause kam, dass sie die Katze / zen versorgte. Ich denke meine Mutter war es auch sehr wichtig bzw. es hat ihr gut getan, dass sie sich mit den Tieren von Alltag ablenken konnte.

    Ich selbst habe heute keine Haustiere, finde es aber immer wieder schön, wenn ich beim Einkaufen ein Hund sehe, der auf sein Herrchen wartet. Ich gehe dann oft hin und streichel ihn, da es einen einfach gut tut.

    Sicherlich muss es einen bewusst sein, dass das Tier auch viel Arbeit macht - besonders ein Hund. Vielleicht gibt es ja sie Möglichkeit ins Tierheim zu gehen und sich um ein Tier zu kümmern (Spaziergang....). Probeweise um zu sehen, wie dein Sohn damit umgehen kann.

    TIPP: Man findet auch einiges darüber im Internet.

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 41

    AW: ADHS und Tiere

    Es gibt wissenschaftiche Untersuchungen, dass sich z.B. das Streicheln eines Hundes blutdrucksenkend auswirkt - auf beide übrigens.
    Der Hund legt sich z.B. erst ruhig hin, wenn auch vom Menschen, der ihn streichelt, Ruhe ausgeht. Sonst wird sich ein Hund nicht entspannt hinlegen können. Ich könnte noch mehr Beispiele geben. Alles in Allem hilft der Hund dabei, dass man als Mensch seine Energie besser kontrollieren kann. Dazu gehört eine Menge Disziplin und Geduld seitens des Menschen, wodurch er dies lernt. Für beide - Hund und Tier - eine win-win-Situation.

    Ich weiß nicht mehr wo es war. Irgendwo las ich, dass man mittlerweile sogar Hunde ausbilden lassen kann zu ADHS-Hunden... Allerdings sind solche Ausbildungen auch recht teuer. Obige Effekte stellen sich zum Beispiel auch ein, wenn man anfangs regelmäßig eine Hundeschule besucht. Da bekommt man viele Tipps und direkt Rückmeldung, wie man ein gutes Team wird.
    Wichtig wäre, dass dein Sohn Bindung zu dem Tier herstellt.
    Manche Rassen sind gut geeignet, manche weniger. Vorher sollte man sich genau informieren. Es gibt übrigens auch Bücher speziell zu dem Thema Hund und Kind mit ADHS. Kann ich in den nächsten Tagen mal hier hereinstellen, wenn ich mehr Zeit habe.

  5. #5
    Lo4


    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: ADHS und Tiere

    Also ich hatte den Plan mit unserem Hund eine Therapiebegleithundeausbildung zu machen. Habe den Theorieteil auch abgeschlossen. Es ist faszinierend, was Hunde einem geben können, gerade auch therapeutisch. Wie sehr sie Menschen mit Demenz, Kindern etc pp helfen können, Strukturen und Regeln zu befolgen usw.
    Eine Freundin hat einen Sohn, der Autist ist (Asperger). Deren Hund fungiert absolut als Mediator, begleitet bei Arztbesuchen etc pp. es hilft ungemein.

    ABER: es muss der richtige Hund sein. Meiner entpuppte sich leider als ähnlicher Psycho wie ich, somit haben wir das ganze ad acta gelegt. Er hat eine Schilddrüsenunterfunktion und ist dadurch oft völlig neben der Spur. Dennoch hilft er mir ungemein, gerade weil er eben noch mehr Struktur etc benötigt, als ein gesunder Hund. Er zeigt mir auch immer wieder, wenn ich nicht auf Spur laufe. Dennoch ist er megaanstrengend. Sowas würde ich mit Kind niemals durchhalten.

    Was ich damit sagen will: ein Hund macht Arbeit, gerade wenn ihr einen jungen Hund holt. Wenn er aber der richtige ist und evtl schon etwas älter und aus dem gröbsten raus (die Tierheime/Pflegestellen sitzen ja voll mit solchen Hunden) ist er eine wunderbare Unterstützung. Ich würde euch raten einen etwas gesetzteren Hund zu suchen, der Ruhe reinbringt, keinen aufgedrehten Terrier oder sowas. Es gibt ja auch Hundetrainer, die beim Kauf beraten usw.

  6. #6
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 24
    Forum-Beiträge: 47

    AW: ADHS und Tiere

    Ich denke auch, dass sich Haustiere positiv auf die Symptome auswirken. Aber wie schon geschrieben wurde, bringt jedes Tier viel Arbeit mit sich. Ihr solltet daher auf jeden Fall vorher gut überlegen, ob ihr das schaffen könnt (sowohl finanziell, als auch zeitlich) und welches Tier und welche Rasse und welches Alter es sein soll.

    Ich bin mit vielen Tieren aufgewachsen (Landwirtschaft mit ganz viel Kleintieren ) und möchte Tiere nicht mehr missen. Ohne Katzen zum Beispiel kann ich nicht leben. Nachdem ich zuhause ausgezogen bin, habe ich mir auch wieder eine zugelegt, weil es einfach nicht ging. Die beruhigen mich einfach ungemein. Selbst mein Freund mit Katzenhaarallergie hat eingesehen, dass mir das gut tut (und seine Allergie ist mittlerweile so gut wie weg). Außerdem habe ich noch ein Pferd, das mir auch sehr gut tut. Hier habe ich allerdings noch eine Reitbeteiligung, weil das sonst zu viel Stress für mich wäre, zeitlich gesehen.

    Wenn wir mal ein größeres Grundstück und mehr Zeit haben, möchten wir auch unbedingt einen Hund, aber da wir beide zurzeit vollzeit arbeiten, wäre das nur Quälerei, da man den nicht wie eine Katze einfach streunern lassen kann.

    Also überlegt es euch gut, es kommt viel Verantwortung mit euch, aber meiner Meinung nach lohnt es sich.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: ADHS und Tiere

    Ich glaube meine Eltern haben es ganz gut gelöst. Sie haben mit einem kleinen Tier für mich angefangen, und dann wurden die Tiere und die Verantwortung größer. In der Reihenfolge: Wellensittich, Hamster, Meerschweinchen, Katzen, Hund.

    Mir bekam das sehr gut, es war keine völlige Umstellung, und ich und meine Eltern konnten auch irgendwann besser abschätzen, was da auf uns zukommen könnte. Geliebt habe ich jedes einzelne, und mit jedem Tier, egal welcher Größe musste ich auch Verantwortung lernen, wobei das natürlich altersgerecht war.

    Zur Schulzeit (meine Eltern sind beide berufstätig gewesen) hätte ein Hund uns glaube ich alle überfordert, ich hatte aber auch keine Geschwister, und meine Großeltern kamen dafür nicht in Frage. Er wäre einfach zu lange allein gewesen, und ich war nach der Schule zu erschöpft um wirklich artgerecht zu handeln.

    Gerade bei Kindern darf man halt nicht unterschätzen, das die Anforderungen ja tendenziell größer werden, sowie die Zeit, die für Schule draufgeht, und dann gibt es evtl. noch Hobbys, Freunde, irgendwann mal Freund/Freundin, eventuell sogar eine Ausbildung ....... die Zeit die das Tier braucht, muss also von den Eltern mit allen Eventualitäten irgendwie abgesichert sein, je nachdem wie lange so ein Tier lebt.

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: ADHS und Tiere

    Hallo!

    mein Sohn (ADHS) bettelt schon lange darum, ein Haustier zu haben.
    Ein Haustier ist für Kinder sicher immer eine Bereicherung. Sie lernen Verantwortung zu übernehmen und sich zu kümmern. Aber ich weiß ja nicht, wie alt dein Sohn ist und wie weit er schon Verantwortung übernehmen könnte und dass für sehr lange Zeit. Da bist wirklich du gefragt und musst zuallererst das Tier wollen, sonst wird es schnell zur Belastung.

    Einen Hund würde ich nur dann aufnehmen, wenn alle Familienmitglieder damit einverstanden sind und auch bereit, dafür mitzusorgen. Denn es ist nicht getan, zweimal am Tag, auch Sonntagsmorgen um sieben Jahr bei Minustemperaturen und strömenden Regen, um den Block zu gehen.

    Er muss versorgt werden, egal was ansteht, ob Urlaub, Krankheit (auch deine eigene betreffend) und andere Situationen und dass viele Jahre lang.
    Er kostet Geld, wie schnell kommen mal 1000,- Euro zusammen, weil eine OP ansteht, Magendrehung, ein Muskelriss, Gebärmuttervereiterung, Allergien. Da gibt es etliche Möglichkeiten ganz schnell ganz viel Geld loszuwerden. Haftpflichtversicherung, Hundesteuer, selbst Urlaub kann teurer werden, wenn entweder eine Pension oder auch der Hund mitgebucht werden kann. Es ist auch nicht mehr überall möglich zu buchen, weil nicht überall Hunde gerne gesehen sind.

    Könnt ihr damit leben, dass Hunde Zecken anschleppen und könnt ihr die entfernen, Erbrochenes vom Teppich wischen, nachts um drei in den Garten tappeln, weil Hund einen empfindlichen Magen hat? Den Postboten und die Nachbarn beruhigen, weil der kleine Wächter, mal wieder ungezogen war, Hundeschule also auch noch als Kosten- und Zeitfaktor und das nicht zu knapp.

    Klar, ein Hund macht natürlich viel Freude, aber er sollte in meinen Augen nicht Mittel zum Zweck werden. Z.B. weil der Besitzer dadurch evtl. mehr Ruhe für sich erhofft. Wenn das nicht klappt, oder wenn der Hund noch eher Unruhe hineinbringt.Muss er dann wieder weg?

    Und wäre zum Anfang nicht ein Tier besser, dass auch viele Anforderungen stellt, aber doch zeitlich überschaubar. Ich denke da ganz sicher nicht an sowas Herausforderndes wie Kaninchen, oder ähnliches, eher an Ratten, die nicht so lange leben und es daher abzusehen ist, wie lange die Verantwortung noch übernommen werden muss.

    Wenn du dir alle Eventualitäten, vor allem die negativen durch den Kopf gehen läßt und dann immer noch sagst, ja ich will das im Fall eines jungen Hundes die nächsten 15 Jahre 365 Tage im Jahr mit Vergnügen durchziehen, dann herzlichen Glückwunsch zum neuen Familienmitglied.
    Sind da aber doch irgendwo kleine Zweifel, bei irgend jemanden in der Familie, würde ich, im Sinne des Hundes, darauf verzichten.

    Liebe Grüße!
    lillith

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: ADHS und Tiere

    Hallo,
    es haben ja jetzt schon viele ihre für und wieders geschrieben und ich finde es auch sehr wichtig,
    diese alle zu beachten. Es ist nun mal so, das da eben nicht nur ein kleines oder großes niedliches Tier ist, sondern
    eben auch eine enorme Verantwortung. Und Hunde binden sich sehr an IHRE Menschen, das heißt, sie leiden auch sehr, wenn
    sie grad von diesem vernachlässigt werden.
    Ich habe das grade in meinem Freundeskreis erlebt. Der Junge wollte unbedingt einen Hund haben und nach allen für und wieder Überlegungen
    wurde einer angeschafft. Ein 5 jähriger Verschnitt von Labrador und Neufundländer. Ein absolut ruhiges Tier, sehr angenehmes Wesen.
    Es hat genau ein halbes Jahr gedauert, dann waren die Freunde wichtiger. Dann wurde Filou immer mehr lästig, weil er ja auch raus mußte.
    Eben auch sonntags morgens bei Schnee und Kälte. Meine Freundin ist dann mit ihm raus und inzwischen ist sie für Filou ein Bezugspunkt geworden.
    Man hat aber selbst bei Filou gemerkt, er leidet darunter, das der Junge keine Zeit mehr hatte. Und nachdem dann auch schon mal Druck kam, er aggressiv wurde, das war schon
    viel für den Hund. Inzwischen hat sich alles beruhigt, aber jetzt ist es eben der Hund meiner Freundin und die wollte eigentlich keinen Hund.
    Das soll jetzt nicht heißen, das es bei Deinem Kind so sein muß, aber vielleicht ist das wirklich eine Idee, im Tierheim sich erstmal um einen Hund zu kümmern. Dann siehst Du
    zumindest, ob bei Deinem Sohn genug Ausdauer vorhanden ist für so ein Lebewesen.

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 19

    AW: ADHS und Tiere

    Also ich habe zz leider keine Haustiere, aber wenn ich so zurück denke war ich mit mein hamster viel ausgelassener und ruhiger als ich es jetzt bin. Klar war ich dadurch kein anderer Mensch. V.a kein besser organisierter etc. Aber besser ging es mir schon.
    Leider ist er vor einem Jahr gestorben

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