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Diskutiere im Thema Probleme mit mir bei der Kindererziehung im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 381

    AW: Probleme mit Kind

    Seelentier schreibt:
    Mir persönlich hat immer das Müttermantra geholfen.....

    Einfach vor dich hinflüstern "es ist nur eine Phase.... es ist nur eine Phase"
    Oh ja, derartiges habe ich auch mein Mutterleben lang gemacht. Das Problem war: Es hat nicht gestimmt. Es war mehr als eine Phase. Nur wusste ich lange nicht, dass sowohl ich als auch meine Töchter von ADHS betroffen sind und die Lage dadurch erschwert und die endlose Wiederholung der ewig gleichen Problemsituationen quasi vorprogrammiert war.

    Inzwischen kann ich, wenn's gut läuft wohlgemerkt und erheblich verbessert seit meiner Medikation, gelassener und vermutlich sinnvoller mit manchem umgehen, was mir die beiden (jetzt 16 und 14) so liefern. Und das unterscheidet sich inhaltlich, aber definitiv nicht in Impulsivität oder Emotionalität von den Auftritten vor 10 oder 12 Jahren, traurig, aber wahr.

    Ich helfe mir da schon noch mit Mantren, die lauten aber eher "Ich werde es überleben, ich werde es überleben..." oder "Tüdel di dü, rutsch mir mal elegant den Buckel runter, junge Dame...", wenn ganz üble Provokationen oder Anwürfe kommen. Hinterher kommt das ein oder andere Kind dann doch kleinlaut und entschuldigt sich, wir können uns dann leichter wieder vertragen/verständigen. Früher war das eine ganz andere Sache, wenn ich selbst eingestiegen bin, laut und oder unfair wurde, natürlich habe ich da trotz all der Provokation und dem unmöglichen Verhalten des Kindes diesem unrecht getan und dann mit meinen eigenen Schuldgefühlen zu tun gehabt. Was ich denke/fühle und was ich sage/tue muss nicht mehr das gleiche sein und ich muss nicht mehr jedesmal mit einsteigen.

    Außerdem habe ich lange Zeit mit den Kindern zu sehr verausgabt habe und vernachlässigt, dass ich meine Kraftreserven wieder auffüllen muss, mich um mich selbst kümmern oder einfach nur Pause machen.

    Ich wünsch dir viel Kraft!
    Geändert von alice_s (18.01.2017 um 23:01 Uhr)

  2. #22
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.756

    AW: Probleme mit mir bei der Kindererziehung

    Man sollte doch gleich Großmutter werden - mich stören die "Emotionsregulationsproble me" gar nicht mehr. Ich bin sowas von gechillt.

    Aber Spaß bei Seite, ich habe noch ein kleines Heftchen mit Tipps, was helfen kann, wenn der Nachwuchs tatsächlich nach einem selbst kommt und die Trotzphase besonders heftig und langanhaltend ist. Wer mag, kann mir eine PM schreiben,

    Außerdem - man kann sie mögen oder nicht - mir hat Cordula Neuhaus gerade während der Pubertät meiner Beiden sehr geholfen. Ist wahrscheinlich leichter, wenn man es schon mal in einem Vortrag gehört hat. Natürlich gibt es auch andere Eltern-Trainingskurse, wie z. B. Optimind.

  3. #23
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.402

    AW: Probleme mit mir bei der Kindererziehung

    Gretchen schreibt:
    Man sollte doch gleich Großmutter werden
    jupp - wosse Recht hast, haste Recht

  4. #24
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.460

    AW: Probleme mit mir bei der Kindererziehung

    Doreen, auch wenn wir eigentlich nicht über die Probleme mit minderjährigen Adhslern sprechen, ich fand wie Gretchen das Buch von der Neuhaus zu dem Thema Adhs-jugendliche klasse.


    auch bei Kleinkindern (mit denen ich weniger Erfahrung habe ) würde ich ein gutes Buch über die Entwicklungsphase in der sich das Kind gerade befindet (oder auch ein Buch über alle Entwicklungsphasen eines Kindes) empfehlen, einfach schon um zu verstehen, warum das Kind eigentlich mit 2,3 Jahren trotzt und was und warum diese Phase so wichtig ist im Leben des Kindes und warum es eigentlich dasunddas Verhalten gerade an den Tag legt.
    dann hat man einen weniger emotionalen, etwas distanzierten BLick auf ein Kind


    sorry, wenn ich meiner Vorrednerin ein bisschen widerspreche, aber ich hab das Gefühl, dass in Konflikten die Kinder oft viel zu "klug" wahrgenommen werden. nicht intellektuell, sondern zu "erwachsen". Was für einen Erwachsenen selbstverständlich ist, gilt nicht für Kinder. Kinder können einfach aufgrund ihrer Hirnreifung mit 3 Jahren vieles noch nicht, was ihre Eltern ihnen mitunter abverlangen, sie scheinen oft eher überfordert als unterfordert zu sein.
    Blödes Beispiel ,aber es ist völliger Blödsinn, das Kind "Sauber" erziehen zu wollen, bevor es überhaupt in der Lage ist, seine Schließmuskel zu steuern, das geht oft erst mit ca 18 Monaten. wer das versucht, bevor die Muskel soweit herausgebildet sind überfordert sein Kind. so ist es auch mit dem Gehirn. Das kommt nicht fix und fertig als kleines erwachsenenhirn (nur leer) auf die Welt, da entwickelt sich nach der Geburt immer wieder große Prozesse. das muss man einfach berücksichtigen.
    ich widerspreche dir damit nicht grundsätzlich, sondern nur deswegen, weil das in die falsche Richtung führen könnte. ich erlebe oft, dass Eltern in solchen Situationen oft viel zu viel von ihren Kindern fordern und ihre Kinder überfordern und überfrachten.

    éin weiterer Rat, der sich leider nicht immer umsetzen lässt (aber auch wenn es ab und an nur geht, hat er doch Wirkung auf jeden deiner Konflikte): in jeden Konflikt, wenn es irgend geht "vorbereitet" gehen. wenn du kannst, plane ihn. Führe ihn, wenn du "stark" bist, zB Zeit hast, ausgeschlafen bist und das Kind eigentlich viel mehr Interesse hat, nachzugeben als du. also wenn zB heute die beste Freundin im KiGa Geburtstag feiert und Kuchen mitbringt wird sie vermutlich weniger stark beim Anziehen bocken als an Tagen, an denen es zu Hause kuschelig ist, sie es sowieso zu Hause gemütlicher hat und du in Eile bist und deine Nerven wegen irgendwelchem Streß sowieso blank liegen und der Kaffee heute Morgen alle war und du deine Tage hast und dich elendig fühlst. geh möglichst wenig emotional-spontan in einen Konfikt (ja, ich weiß, das ssagt sich leicht, aber zumindest bei prinzipiellen Dingen ist es eine Möglichkeit) das gilt im Alltagsleben mit Erwachsenen ebenso wie mit Kindern. auch wenn es nur ab und an gelingt: ein gut geführter Konflikt wirkt sich positiv auf den nächsten oder vielleicht eerst den übernächsten Konflikt aus, an dem dein Kind dich sonst zur Weißglut bringen könnte. Also wenn dir heute die Nerven blank liegen, weil dein Kind zum xten Mal sich weigert sich anziehen zu lassen: flippe nicht aus, wenn du nicht stark genug bist, den Konflikt zu "gewinnen". nicht ausgerechnet heute muss das Thema ein für alle mal vom Tisch, morgen ist ein besserer Tag, du ruhiger und vorbereiteter. und du hast vielleicht einen Trumpf im Ärmel.

    Versuche es mit folgendem Bild: ein Kind braucht das Gefühl, dass seine Mutter stark und souverän ist. Ein Kind, welches erlebt, dass eine Mutter schon von einer 3jährigen zu einem kreischenden hysterischen ausflippenden Weib (pardon, ich übertreibe, aber solche Bilder sind am besten comichaft übertrieben) manipuliert und gesteuert werden kann, bekommt weniger das Gefühl, dass sie auch vor echten Gefahren gut und souverän beschützt wird.

    und was mir mitunter hilft (ich arbeite ja oft mit Kollegen): versuche dich durch die Augen eines Betrachters zu sehen. Das, was du zu sehen bekommst ist selten schön und könntest du dich bei der Supernanny dabei im Fernsehen sehen, würdest du dich schämen oder wäre es eine Fremde Frau darüber den Kopf schütteln (dabei hat sicherlich auch die beste Mütter solche Momente)
    Geändert von Moselpirat (19.01.2017 um 16:47 Uhr)

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