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Diskutiere im Thema Ich schaffe den Haushalt nicht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 5

    Ich schaffe den Haushalt nicht

    Zwar habe ich nur einen Singlehaushalt. Hab schon alles ausprobiert Wochenplan etc. komme aber nicht damit klar. Teilweise würde ich es sogar als verwahrlost bezeichen. ich weiß nicht mehr weiter. Das Aufräumen dauert Ewig (die ADS bekannte Ablenkbarkeit).
    und nach 2-4 h bin ich K.O. und kann nicht mehr weitermachen. Bis vor Kurzem hat mir meine Schwester immer wieder geholfen, wenn ich um Hilfe gerufen habe. Da sie jetzt auch eigene familie hat kann ich verstehen, dass sie das nicht und und kann.

    Daher muss ich das selbst auf die reihe bekommen. Ich weiß nur nicht wie...

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 398

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    wenig Dinge haben hilft mir ...

    Simplifiy your life lesen ...

    Jemand zur Hilfe holen, mit dem man zusammen aufräumt (statt Schwester Freund?) und danach Pizza isst ...

    viele freie Flächen, wenig putzen

    Dinge immer an die gleiche Stelle stellen, feste Plätze haben ...

    nicht aufgeben ...

    Jeden Tag ein Raum ...

    Jeden Tag ein Regalbrett ...

    Viel Glück!!

  3. #3
    Stefanie8464

    Gast

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    Wie Lydia sagt, wenig Dinge anpacken. Man muss als Single nicht jeden Tag Wäsche waschen, oder aufräumen. Setze dir kleine Ziele, die du erreichen kannst.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    Ich werde 40 und habe es langam geschafft mit gewissen Strategien gegen das Chaos vorzugehen.

    1. Kabellose Kopfhörer mit Musik oder irgendein Beitrag von Youtube hören.
    2. Abfallsack nehmen und in einer Ecke anfangen den Müll reinzuschaufeln.
    3. Wenn aller Müll weg ist, Zigarette rauchen, ausruhen und mich freuen.
    4. Den Rest sortieren/wegräumen, ev. neuer Müll. Ort für Ort. eines nach dem anderen.
    5. Staubsaugen
    6. Abwaschen. Dreckiges Geschirr auf eine Seite stellen und vorsortieren.
    7. Dort wo es zum abtropfen hinkommt putzen
    8. Abwaschen / Pause
    9. Abtrocknen

    Danach sieht die Wohnung wieder gut aus. Ich mache dies 1x pro Woche, dann geht es nicht zu lange und es kommt gar nicht zu Verwahrlosungszuständen.

    Gegen Verwahrlosungsvermüllung helfen nur grosse Abfallsäcke und radikales ausmisten.

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    Ich habe eine App auf dem Handy (Tody), die mir hilft und mich täglich daran erinnert, was wieder fällig wäre. Man kann damit selber einstellen in welchem Intervall man die Wiederholung haben möchte.

    So putzte ich z.B. alle 2 Wochen den Mülleimer, weil es mir die App sagt. Nicht, weil ich diesen schmutzig finde. Nein, ich würde es womöglich nicht mal bemerken.

    Aber so habe ich nach und nach Dinge eingetragen, die in meinen selbst bestimmen Zeitabständen erledigt werden können. Und es entspannt... Ich mache nur noch das was mir die App sagt und das tägliche Geschäft natürlich.

    Ich war auch verzweifelte Chaotin.


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  6. #6
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 863

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    In einem Singlehaushalt musst du ja nicht jeden Tag alles machen. Zum Anfang würde ich in ganz kleinen Schritten anfangen, also nur sehr wenig machen.
    Wenn der Müll schon zu viel ist, hilft es nur einen großen Müllsack und alles wie schon Arjuna schrieb ausmisten. Wenn du mit Musik auf den Ohren
    besser arbeiten kannst, dann mach es. Hast du etwas geschafft und man sieht es auch, belohne dich mit etwas, z.B. Kaffee trinken usw. Mache ich
    auch immer so. Wenn ich etwas geschafft habe mache ich eine Pause und gönne mir etwas gutes. Ansonsten kann ich mich da mit den Ratschlägen
    auch nur meinen Vorschreibern anschließen.

  7. #7
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 46

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    Ach und noch 2 Dinge:

    1. Sich selber annehmen damit, dass man nicht perfekt ist, nicht perfekt sein kann (und vielleicht auch nicht will... - wer und was ist schon perfekt?)

    2. Nie den Berg anschauen den einem schier erschlägt, sondern schauen was man geschafft hat. So zu sagen den positiven Effekt am ganzen!

    Glaub an dich!


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk Pro

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 404

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    Kann mich Lydia nur anschließen, und das Buch simplify your Life kann ich auch nur empfehlen, mir hat es echt geholfen, denn Ordnung beginnt im Kopf sagt man.
    Wegen dem Müll Chaos, alles beginnt schon beim Einkaufen, kaufe wirklich nur das was Du brauchst, werde ein Minimalist, glaube mir das wirkt Wunder!.
    Musste mir das auch alles erst mal klar machen aber wenn man es verstanden hat ist die Umsetzung nicht mal wirklich so schlimm wie man sich das zuerst vorstellt.
    Mit der Zeit geht Dir der Minimalismus in Fleisch und Blut über, ganz einfach weil es wie ein Befreiungsschlag wirkt sich alles unnötige vom Hals zu schaffen und auch nicht mehr neu anzuschaffen. Außerdem tust Du was gutes Für die Umwelt wenn Du weniger Müll produzierst .
    Natürlich sollten sich alle die im Haushalt leben an die abgesprochenen Regeln halten, denn wenn Du dann nachher den Dreck von anderen wegräumen musst funktioniert auch der Minimalismus nicht.
    Lieber Gruß
    yuna

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.194

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    @Themenstarter, hattest Du schon geschrieben, wie es um Deine Medikation/Einstellung steht?
    Verhalten bzw V.Therapie ist die eine Schiene, die andere Schiene ist die Medikation...

  10. #10
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Ich schaffe den Haushalt nicht

    Mir geht es haargenauso. Seit Ende 2014 weiß ich, dass ich ADHS habe und habe damit einen Ansatz gefunden, wie ich an meinem enormen Ordnungsproblem arbeiten kann. Trotzdem habe ich noch keine funktionierende Dauerlösung gefunden.

    Ich habe immer neue Ideen, wie ich mir helfen kann, aber irgendwann (spätestens während einer depressiven Phase) haben alle versagt.

    Eine dieser Ideen war eine Notizapp auf dem Handy. Damit kann ich mir nach Priorität Aufgaben stellen und abarbeiten. In der ersten Woche lief es am besten, aber meine Motivation überstieg meine Leistungsfähigkeit. Ich fing früh mit dem Abarbeiten an. Ein Punkt nach dem anderen. Ich war extrem fleißig, mein Freund war stolz auf mich und ich sogar auch.

    Ich freute mich über die stetig zunehmende Ordnung, begann immer mit den täglich wichtigsten Dingen und erledigte danach die vielen Arbeiten, die noch komplett unangerührt waren. Abends kam ich nicht zur Ruhe, weil mir immer neue Aufgaben für meine App einfielen.

    Nach ca. einer Woche war ich fix und fertig, komplett demotiviert und depressiv (der Lieblingszustand meines Körpers, wie mir scheint). Ich wollte nichts mehr vom Haushalt wissen. Besonders die Routineaufgaben zerrten an meiner Willenskraft. Es demotiviert mich enorn, eine Aufgabe immer wieder zu erledigen.
    Dazu kam, dass ich alles, was nicht in meiner App stand, vergessen habe. Ich konnte gar nicht mehr richtig selbstständig denken, außer beim Erweitern der Notizen.

    Nach der Woche vernachlässigte ich meinen Haushalt wieder, weil ich einfach keine Kraft mehr hatte und meine App wurde zum größten Chaos auf meinem Handy. Sie einfach zu löschen, gelingt mir nicht. Seit fast zwei Jahren versuche ich mir die wichtigsten Dinge daraus herauszuschreiben, die ich darauf notiert habe, aber ich komme nicht nach. Solange das nix wird, kann ich sie nicht löschen.

    Später habe ich es mit Casablanka versucht und mit diversen Tipps von Sozialpädagogen und Therapeuten.
    Mein "Lieblingstipp" ist der meines ersten Psychotherapeuten, der mir vorschlug, ich solle ein Photo meiner sauberen Küche machen und gut sichtbar an die Wand oder den Kühlschrank hängen.
    Das erste Problem dabei war, dass ich überhaupt erst einmal Ordnung schaffen musste, um ein solches Photo zu bekommen. Das zweite, was mich nicht losließ, war, dass ich mir recht sicher war und bin, dass ein Photo nichts bringt, weil ich weiß, wie schön meine ordentliche Küche ist. Ich weiß nicht, wie mich das Photo hätte motivieren sollen, wenn mein Problem in meiner Antriebslosigkeit und verhasster Routine liegt.

    Inzwischen versuche ich seit ca. einem einen halbwegs minimalistischen Zustand zu erreichen, um weniger Kram fürs Chaos zu haben. Einiges auszusortieren ist mir auch schon gelungen, nur ist es mir zu schade, es einfach zu entsorgen, ich möchte es gern verkaufen. Spenden deshalb nur ungern, weil ich das Geld gut gebrauchen kann. Aber wenn ich hier niemanden spontan rein lassen kann, wie soll ich dann was verkaufen?
    Also stagniert dieser Plan vor sich hin.

    Außerdem habe ich mir eine Exceltabelle angelegt. Ich liebe Excel und kann mich stundenlang damit beschäftigen. In meiner Haushaltstabelle habe ich einzelne Aufgaben notiert (wie damals auch in der App schon). Jede Aufgabe bekommt einen Prioritätsstatus, der sich in Tagen darstellt. Sprich: Abwaschen = täglich, Fußboden aufräumen/kehren = täglich, Fußboden aufräumen/wischen = 1 mal pro Woche, Schrankfach oben rechts aufräumen/säubern = 1 mal pro Monat.
    Durch die Prioritäten kann ich mir in Prozent anzeigen lassen, was als nächstes am wichtigsten ist. Dadurch kommt keine Reihenfolge nach zuletzt abgearbeitetem Status zustande, wie es bei der Notizapp der Fall war, sondern tägliches hatte erst mal ewig tägliche Priorität. Zwar habe ich nie alle Aufgaben, die an einem Tag dastehen geschafft, aber ist vollkommen ok. Um nicbt genauso kaputt zu gehen, wie bei der App, habe ich mich nicht so gestresst, sondern mir vorgenommen, täglich mindestens eine Aufgabe, aber maximal so viel, wie ich Lust habe zu machen. Das hat super geklappt. Ich war motivierter und habe meine Aufgaben gerne gemacht. Ja, ich habe mich manchmal fast schon drauf gefreut. Einfach weil ich wieder einen Punkt meiner Tabelle mit einem aktuellen Datum versehen konnte und dadurch eine Veränderung darin bewirkte (die Prozente auf 0 gebracht, den erledigten Tagesdurchschnitt verbessert, was wie ein Belohnungssystem funktionierte).

    Bis meine transportable Festplatte kaputt ging und ich seither nur noch eine veraltete Version meiner Haushaltsplanung auf dem PC habe. Ich habe mir Sicherheitskopien angelegt, aber diese war zum Zeitpunkt des verschwindens meines Originals bereits zwei Monate alt und ich bastel ja gerne also auch viel an den Funktionen meiner Tabelle herum.
    Meine Motivation war wieder dahin. Dinge von vorn zu beginnen, die längst fertig oder auf einem besseren Stand waren, habe ich schon immer gehasst.
    Das ist nun ca. 3 Monate her und es läuft wieder schlechter.

    ABER ich habe dennoch in den zwei Jahren ständiger Bemühungen, meine Bude in einem Gesellschaftstauglichen Zustand zu bekommen, eine viel bessere Grundordnung! Sprich: ich bekomme durchaus schneller Ordnung zustande, wenn ich aus Dringlichkeit aufräumen muss, als vor diesen zwei Jahren. Nur mein Abwasch ist wie eh und je eine dauernde Katastrophe. Ich bin einfach nur überfordert vom abwaschen. Dabei ist es eigentlich toll, zu erleben, wie etwas dreckiges sauber wird, ich liebe das! Ich hasse nur diese Unendlichkeit. Ich verliere das Gefühl, dass es was bringt, genau wie staubwischen.

    Einmal in meinem Leben (mit oben genanter App) habe ich nach einer Woche schon wieder Staub gewischt. Es ist einfach nur sinnlos! Der Dreco schien mir genauso stark, wie nach wochenlangem nicht entstauben. Sicher ist das eine falsche Wahrnehmung von mir, aber das reicht mir, es einfach zu lassen!

    Mit dem Abwasch ist es schwieriger, es einfach zu lassen. Mir geht nach einer Weile das Geschirr aus, die Küche ist dreckig und manchmal stinkt sie sogar, aufgrund der stehengebliebenen Essensreste. Und trotzdem reicht mir das absolut nicht als Motivation es besser zu machen. Es ist einfach nur frustrierend, wie unfähig und hilflos ich diesbezüglich bin.
    Für meinen Therapeuten war ich vermutlich nur extrem faul. Ich bezweifle, dass der mich verstanden hat.

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