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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 59

    Chaoten-Leitlinie

    Hi, mir war mal gerade wieder danach zu notieren, was man mit ADHS wirklich braucht.

    Dabei war mir gerade in den Sinn gekommen, ob es nicht sinnvoll wäre, so etwas wie eine ADHS-Chaoten-Leitlinie zu erstellen, falls sowas nicht schon auf die eine oder andere Art schon existiert...

    Ich fang einfach mal an:
    *Was brauchen ADHS'ler?*

    -solides Grundwissen zum eigenen Krankheitsbild sowie langfristig eine Akzeptanz dieses.
    -das Vorhandensein ganz klarer Strukturen im häuslichen und beruflichen Rahmen
    -verständnisvolles Umfeld und ein erhöhtes Maß an positiver Wertschätzung (da es ADHS'lern schwerer fällt sich an entsprechende Strukturen zu halten und sie insgesamt auch weniger Wertschätzung erfahren als andere), also idealerweise sehr nette Freunde, Familie und Partner
    - aufgeklärte Partner/Eltern, psychisch gesund Eltern ( das kann zB bei Kindern auch die Mitbehandlung des ADHS eines Elternteils bedeuten, ggf. hierbei auch Elterntraining, Familientherapie)
    -hinsichtlich Behandlungsansatz sollte dieser multimodal sein (therapeutischer Ansatz kann neben einer Aktivierung von Ressourcen auch pädagogische Maßnahmen, wie Wenn-dann-Pläne und Verstärkerpläne beinhalten - zB sollten Rückmeldungen immer klar und zeitnah erfolgen; darüberhinaus: Besuch einer Selbsthilfegruppe oder Einsatz eines Coach insbesondere bei jüngeren Erwachsenen während der Verselbstständigungsphase
    -medikamentöse Behandlung ist in den meisten Fällen sehr zu empfehlen: Mittel der ersten Wahl: Stimulanzien (also Methylphenidat, ggf auch Amphetamin), evt auch Atomoxetin/Guanfacin
    -Therapeut/Vertrauensperson, der sich eher als eine Art Lotse/Coach versteht (Hilfe bei Umsetzung von Zielen, Strukturhilfe z.B.zum Erstellen von Plänen, das Aufbau eines stabilen Selbstwertgefühls kann dabei anspruchsvollste Aufgabe sein)
    -therapeutischer Grundsatz sollte sein: herauszufinden, was denn gut läuft - aufgrund der häufig vorhandenen dissoziativen Symptomatik, evt sowas wie Imaginationsverfahren?
    -falls vorliegend: Behandlung der Komorbiditäten wie zB Entwicklungsstörungen , sozialphobische Züge , Erlernen von sozialen Kompetenzen, Behandlung von Trauma, Schlafstörungen, Suchterkrankungen, Depression etc.
    to be continued...

  2. #2
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 158

    AW: Chaoten-Leitlinie

    Strukturiertes Arbeitsumfeld

    Geregelter Tagesablauf

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Chaoten-Leitlinie

    Howard schreibt:
    -verständnisvolles Umfeld und ein erhöhtes Maß an positiver Wertschätzung (da es ADHS'lern schwerer fällt sich an entsprechende Strukturen zu halten und sie insgesamt auch weniger Wertschätzung erfahren als andere), also idealerweise sehr nette Freunde, Familie und Partner.
    Ich hab keine Freunde, keine Familie und mein Ehemann ist mit der Situation sehr überfordert.

    Ich bin mit meinem Hausarzt sehr zufrieden. Bis jetzt. Bis das Thema ADS aufkam.
    Mein Mann befürwortet es, das ich unseren Hausarzt mit meinen Gedanken konfrontiere und das Anliegen besprechen.

    Jetzt macht sich der Drang nach Behandlung, Veränderung, Besserung usw. breit und im selben Augenblick habe ich Angst davor, das er mich nicht ernst nimmt, meine Vermutung einfach abwinkt und mir die selbe Reaktion zeigt wie meine Eltern, Lehrer, Bekannte, ehemalige Freunde usw. getan haben.

    Dann kann ich nie wieder zu diesem Arzt gehen, nie wjeder. Egal ob es um ADS ginge oder eine Grippe. Eine weitere Behandlung wäre für mich ausgeschlossen. Verlustangst macht sich breit.

    Ich habe so oft schon gehört, das Allgemeinmediziner nicht sensibel genug auf diesen Gebieten sind.
    Sobald es um psychische Dinge geht.


    Ich fühle mich so hilflos, so allein. Vorhin hatte ich gute Laune, jetzt habe ich Tränen in den Augen, weil ich mal wieder an meine Grenzen komme.

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