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Diskutiere im Thema Hyperaktivität bei Erwachsenen. Äußert sich wie bei einem Kind. Warum? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 947

    AW: Hyperaktivität bei Erwachsenen. Äußert sich wie bei einem Kind. Warum?

    Stefanie8464 schreibt:
    Es mag vielleicht nicht schlimm klingen, aber für mich war das eine Blamasche, weil ich mir bei ihm eigentlich eine gute Zwischenmenschliche Atmosphäre halten möchte.
    Ich bin erstmal durch den Hof gerannt an ihm vorbei, weil ich etwas wichtig fand und dann habe ich ihm erzählt, dass an Silvester ein Hakenkreuz auf seinem Auto im Schnee war. Ich weiss, das hört sich lächerlich an, aber ich finde es traurig, dass ich so reagiere. Ich habe ihn an einem anderen Tag 3 Mal angesprochen. Wegen Kleinigkeiten. Ich denke immer, er wäre sauer und genervt, obwohl er mich auch ab und zu fragt, wie es in der Arbeit läuft. Ich gebe dann nur knappe Antworten. Und sobald mir dann etwas einfällt, renne ich zu demjenigen und erzähle ihm das. Ohne darüber nachzudenken, wie ich dabei auf andere wirke. Ich wirke glaube ich verrückt, obwohl ich das nicht bin. Ich bin schon gescheit, aber das wirkt dann anders. Ich mache mir sehr viele Gedanken wie ich vor ihm wirke.
    Das "Problem" habe ich auch sehr stark

    Nein verrückt sind wir deswegen nicht

  2. #22
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.452

    AW: Hyperaktivität bei Erwachsenen. Äußert sich wie bei einem Kind. Warum?

    nimms nicht persönlich (ich kenne dich ja auch gar nicht) aber vielleicht ist da was wahres dran

    ich bin nicht nur selbst betroffen, ich arbeite auch mit Adhs-Jugendlichen und weiß daher auch von fachlicher Seite, dass Adhsler oft auch einfach reifeverzögert sind. das ist gerade bei Adhslern besonders krass. Sehr viele davon haben dazu noch das Handicap, dass ihre körperliche Entwicklung sehr früh ist, sie sind dann oft ihrem Alter voraus, aber emotional sind sie noch Kinder (werden aber aufgrund ihrer Statur schon fast als erwachsene behandelt, selbst dann, wenn ihr Gegenüber rational weiß, dass er einem 14jährigen im Körper eines 17jährigen gegenübersteht, der emotional aber bestenfalls 8 ist). Ein echtes Handicap, weil die Welt von ihnen aber erwartet, die Weichen für die Zukunft zu stellen in einer Zeit, Inder sie die Zukunft und Vernunft als allerletztes interessiert. ich denke mir, das ist mit auch ein großes Problem für viele gescheiterte Schullaufbahnen von Adhslern.

    Aber auch, wenn du Menschen ohne Adhs, die 30, 40 sind befragst, ob sie mit 18 oder 21 oder sogar 25 sind (und vielleicht noch lange studierten etc) schon so richtig erwachsen waren, wirst du oft ein Lächeln bis Grinsen erfahren und sie berichten, wieviel Kind noch in ihnen noch in dem Alter war, auch wenn man sich natürlich, wenn man 21 ist sich furchtbar erwachsen fühlte. fast schon altklug und weise.

    bei Adhslern ist das noch viel ausgeprägter. ich habe eine Verwandte mit Adhs , die 25 ist, auch noch lange für Schule und Ausbildung benötigte und in der noch sehr viel "Kind" ist.

    ích will dir damit nicht zu Nahe treten, sondern nur erläutern, dass es immer noch viel "Kind" und damit eben auch "adhs-Kind" in dir sein wird, auch wenn du das vielleicht anders siehst. wenn du dich ein bisschen im Forum umschaust und andere Threads liest, wirst du oft lesen, dass wir oft ein viel jüngeres "gefühltes" Alter angeben und uns auch noch mit Mitte 30 wie Teenager fühlen. interessanterweise werden anscheinend auch viele Adhsler für jünger eingeschätzt als sie es sind. Adhs scheint da irgendwie auch eine Art "Altersbremse" zu sein. Das merkst du jetzt noch nachteilig, wirst dich hoffentlich aber irgendwann drüber freuen- Also akzeptiere das Kind in dir, auch wenn es dir manches Mal peinlich ist.

    (ich bin 50 und manchmal, wenn auch zunehmend seltener noch ab und an ein Kindkopf)

  3. #23
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 947

    AW: Hyperaktivität bei Erwachsenen. Äußert sich wie bei einem Kind. Warum?

    Moselpirat schreibt:
    ......Ein echtes Handicap, weil die Welt von ihnen aber erwartet, die Weichen für die Zukunft zu stellen in einer Zeit, Inder sie die Zukunft und Vernunft als allerletztes interessiert. ich denke mir, das ist mit auch ein großes Problem für viele gescheiterte Schullaufbahnen von Adhslern.

    ........ Also akzeptiere das Kind in dir, auch wenn es dir manches Mal peinlich ist......

    Wenn ich etwas dazu sagen darf? Ich gebe dir in vielen Punkten Recht, was in dein Thread steht. Ich würde aber nicht sagen, dass ich zu deinen genannten Zeitpunkt mich weder für Vernunft noch für die Zukunft interessiert habe. Im Gegenteil, da ich mir nichts andere gewünscht habe aus meinen Leben etwas zu machen. Gescheichtert bin ich nicht in der Schule weil ich angeblich keine Lust hatte oder nicht vernünftig gewesen wäre - im Gegenteil (behauptet ich auch mal von vielen anderen). Gescheichtert bin ich weil dieses System zu dumm, zu hart oder einfach kein Interesse hat eine bestimmte Klientel in einer richtigen Weise zu unterstützen. Dies erlebe ich grade seit Monaten aktuell, wo ich jeden Tag jüngere sehe, die in Instituten gesteckt werden, wo die angeblichen Versprechen in keinsterweise eingehalten bzw erfühlt werden. Sind wir mal ehrlich.....braucht dieses System nicht auch "verlierer" wie mich / uns, die den "Dreck" der anderen wegmacht? Das war schon vor Jahrhunderte so und es wird auch noch in den nächsten Jahrhunderte so sein.


    Ich selbst war und werde immer ein teil einges Kindes in mir haben, da mir die Welt der anderen einfach zu hart ist. Peinlich ist und war es mir nicht, da es keine Alternative gab, wenn ich nicht hätte "durchdrechen" wollten.

    Ich denke, dass es vollkommen egal ist ob man ADHS hat oder nicht, was die Lebenssituation angeht. Man kann und man könnte mit beiden sehr gut leben (ADHS und Co hat ja auch viele Vorteile, die ich wahrscheinlich unter anderen Bedingungen viel besser hätte nutzen können). Trotz meiner Defizite, was meiner Erkrankung und Gesellscht angeht, bin ich relativ glücklich und habe mich mit dieser Situation abgefunden. Nicht abgefunden habe ich mich damit, wie dumm oder kalt ein "fettes"-Land sein kann.


    ich habe es vor 40 oder 30 Jahren erlebt, und auch jetzt aktuell, dass viel, viel, viel ausgegeben wird, was wenig bringt. Umso schlimmer, da es meiner Meinung nach eine gewisse Absicht dahinter steck.
    Geändert von spacetime ( 6.01.2017 um 17:55 Uhr)

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