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Diskutiere im Thema unterschätzt auch von eigenen freunden?? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Hallo,

    bin nun in diesem Textfeld gelandet und schreibe euch in der Hoffnung, dass mir jemand helfen kann oder sogar ähnliche Erfahrung gemacht hat. Es geht um ADS was es mit mir macht und noch andere merkwürdige Effekte, dies nach sich zieht

    ich gehöre hier wahrscheinlich noch zu den Kücken, habe vor kurzem mit der Schule aufgehört, da ich vielerlei Probleme hatte. Konnte z.B. morgens nur schwer aufstehen, bin oft abgedriftet während des Unterrichts, hatte auch viele paranoide Gedanken, dass andere wissen was ich denke (aber in einer abgeschwächten Form, sodass da eigentlich kein Grund zur Sorge besteht), Selbstzweifel, habe Aufgaben immer wieder abgebrochen, obwohl ich eigentlich wusste dass ich es kann! Spontane Änderung meiner Prioritäten, leider auch während der Klausuren -> plötzlicher Abbruch, weil überfordert von vielen sprunghaften Gedanken, wurde auch mit Medikament nicht besser.

    Habe die Klassen sogar mehrmals wiederholt, weshalb eine Lehrerin meinte sie wisse auch nicht wie mir zu helfen sei. Dass ich ein hoffnungsloser Fall bin, denke ich nicht, mit Disziplin würde ich das hinkriegen. Nur krieg ich das mit der Disziplin nicht hin..

    Ich weiß jetzt, dass mir im Gegensatz zu anderen eine Art roter Faden fehlt. Dass ich mich in Details verliere und mich auch aus recht einfachen Situationen nicht so schnell befreien kann. Aber das ist jetzt halt so und ich versuche das zu akzeptieren! Auch wenn man sich manchmal denkt, ich könnte doch eigentlich so viel mehr erreichen! Aber für die Fachhochschulreife reichts und ich werde zusehen, dass ich einen Beruf finde, der Spaß macht.

    Allerdings fällt es mir weniger leicht meine Probleme zu akzeptieren, wenn es um die sozialen emotionalen Dinge geht. Da komme ich leider auch nur recht selten zu befriedigenden Ergebnissen, meine Freundschaften sind meist nicht so intensiv und irgendwie fehlt es an Bezug. Meine Freunde sagen mir, dass ich mich so aus dem Nichts melde, aber ich weiß nicht so wirklich wie ich das sonst machen soll?

    Nach gemeinsamen Treffen fahr ich meist erst mal überfordert nach Hause und kann meine Emotionen nicht regulieren. Komischerweise fühle ich mich nach Treffen mit meinen Liebsten "ausgebrannt" und leer Ich habe auch schon überlegt, dass es daran liegt, dass ich mich über mich selbst ärgere. Weil ich gerne öfter in einen Dialog mit ihnen gegangen wäre. Das allerdings nicht schaffe, weil ich oft abdrifte und mich nur schwer in das Geschehen einbringen kann. Was halt dazu beiträgt, dass wir nicht wirklich verbunden sind. Ähnlich wie bei einem Telefonat, die Mailbox/Autopilot geht ran, wenn überhaupt.

    Unter Menschen habe ich generell das Gefühl nur eine leere Hülle zu sein, ich verliere mich irgendwie nicht nur in Gedanken, sondern auch in anderer Form. Früher habe ich das so erklärt, dass ich mich wie in einer Seifenblase fühle. Ich bin von allem um mich herum getrennt und spiegel das Geschehen einfach nur wieder. Das Selbst, welches Informationen verarbeitet und einen individuelle Standpunkt entwickelt ist einfach nicht da. Weshalb ich meine Mitmenschen und ihre Reaktionen wiedergebe, aber meinen eigenen Teil nicht beitragen kann.. versteht ihr was ich meine?

    Meine Mutter und eine Person, die ich mal traf, hat das auch. Sie sehen dann aus wie hypnotisiert bzw. in Starre gefallen, so als wären sie gar nicht richtig da. Und so sehe ich dann wahrscheinlich auch aus (Dissoziation?). Kann schon verstehen, dass das mein Umfeld verwirrt. Hat mich an meiner Mutter auch immer sehr geärgert, sie ist sich dessen aber nicht bewusst, weil einfach keine Interesse an Selbstreflexion, ist auch ok. Bei ihr ist das so, dass sie z.B. bestimmte Dinge vergisst, wie meine ADS Diagnose.
    Ich find das zwar nicht normal, aber ich habe mich daran gewöhnt, dass sie ihr ganzes Leben wie vom Nebel umhüllt ist, heute das sagt und morgen kann es schon wieder geresetet sein. Aber das nur nebenbei.

    Wie gehe ich in meinem sozialen Umfeld also am besten vor und wie auf neue Menschen zu? Mit ihnen darüber reden kann ich nicht, die lehnen alles was mit AD(H)S zu tun hat ab. Voruteile halt. Abgesehen davon darüber reden ist auch komisch, so wirklich interessiert sich ja keiner für mich, warum das also so aufziehen? Fühle mich einfach irgendwie nicht richtig verstanden und auch unterschätzt. Ich werde oft belächelt, egal ob von Freunden oder neuen Menschen. Und das, ja, geht an mein Selbstwertgefühl...

    Würde Momente mit Freunden gerne wieder genießen, ziehe mich aber in letzter Zeit von Menschen zurück, weil die Konfrontationen mich immer wieder an meine Defizite erinnern.. Bin deswegen halt auch über Wochen nur zu Haus.. was mich dann traurig macht, weil ich allein bin und nichts erlebe.. will doch auch nicht son Griesgram werden, bin gerade aber auf dem besten Weg dahin..

    Falls sprunghaft, ausschweifend oder unpassende Überschrift, bitte verzeiht.

    Beste Grüße, Goldkäfer



  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 121

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Das mit dem unterschätzen kenne ich nur zu gut , fühle mich auch oft unterschätz da ich auch ein wenig naiv und tollpatschig wirke.

    Mit neuen Freundschaften tue ich mich besonders schwer, habe einige sehr sehr gute Freunde aus meiner Kindergarten/Schulzeit.

    Da bei mir ADS mit möglicher Hochbegabung festgestellt wurde und ich über meine ständige geistige Unterforderung auf der Arbeit geredet habe , wurde mir nahegelegt mir einen anderen Job zu suchen.

  3. #3
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Hallo Goldkäfer,

    ich kenne das Gefühl was du beschreibst auch. Ich habe oft an mir gezweifelt was mit mir nicht stimmt.
    Wenn ich mit Menschen zusammen bin die nicht auf mich eingehen bzw. wenig Interesse zeigen dann ist dies besonders schlimm. Dann stehe ich da und bringe kein logisches Gespräch zu stande obwohl ich sonst sehr schlau bin.

    Das beste Beispiel ist gerade meine Fortbildungsklasse. Bei einigen komme ich einfach nicht durch, also habe ich mir Leute gesucht die mich mögen. Und trotzdem stört mich der Gedanke des nicht angenommen seins (der Ignoranten). Und das ist wieder auf mein mangelndes Selbstwertgefühl zurück zu führen. Ja was tun ? Ich versuche anzunehmen das nicht jeder einen mag.

    Ich arbeite schon sehr lange an mir und dem Selbstwertgefühl.
    Was habe ich bisher getan? Ich war in einer super Klinik in Waldmünchen. Diese arbeitet ganzeinheitlich und alles ist wie eine Gruppentherapie aufgebaut. Aber es ist eine enorme Herausforderung dort sich selbst zu begegnen. Ich kann sagen das sich dadurch mein Freundeskreis positiv verändert hat da bei mir eine Veränderung stattgefunden hatte. Ich fühlte mich dann eher zu Menschen hingezogen die mich und auch meine Besonderheiten lieben und schätzen. Und dazu gehört auch sich über AD(H) S zu unterhalten etc.

    Ansonsten bin ich seit 2009 medikamentös eingestellt und das hat bei mir auch Wahrnehmung sowie mit den ganzen Reizen im Alltag umzugehen verbessert .

    Auch besuche ich einmal im Monat eine Gruppe damit es mir in Zukunft noch besser geht.

    Hast du auch eine medikamentöse Unterstützung oder Therapie?

    LG Blueskyvine

  4. #4
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Hey Blueskyvine,

    Ja das stimmt, es bleibt einem ja nicht viel übrig, als es zu akzeptieren. Und wenn einer einen nicht mag, nunja, bleibt man ja trotzdem noch die selbe Person :-) Nur darf man da nicht in die Falle tappen und sich über das Urteil der anderen definieren.. denn etwas draußen zu suchen, was man nur innen finden kann, ist Zeitverschwendung.. (sowas weiß ich dann auch, nur es umzusetzen ist schwierig)


    Habe gerade außerdem in einem Nachbarsstrang über das Totanalysieren bestimmter Situationen gelesen, vielleicht kennst du das auch? Zumindest bei mir ist das so, wenn ich Ablehnung erfahre, gerate ich in eine negative Gedankenschleife, wo sich alles nur noch um die eine Situation dreht.. mit dem Analysieren kann ich dann gar nicht mehr aufhören. Anstatt sich dem Gefühl einfach zu stellen.. Wieder eine Sache der Akzeptanz..

    Aber natürlich geht nichts drumrum, sich die Leute zu suchen, die einen wirklich annehmen, wie man eben ist. Ich glaube wenn man die erst mal gefunden hat, gibt das einem Kraft!

    Ja mit MPH aber das wirkt die ersten zwei Wochen und dann ist es nur noch nervig. deswegen nehme ich es unregelmäßig, so wurde es mir auch von der Ärztin empfohlen, nach Bedarf halt. Und in Therapie bin ich auch... Vielleicht schau ich auch mal nach ner Gruppe oder so...

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 143

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Goldkäfer schreibt:

    ich oft abdrifte und mich nur schwer in das Geschehen einbringen kann. Was halt dazu beiträgt, dass wir nicht wirklich verbunden sind. Ähnlich wie bei einem Telefonat, die Mailbox/Autopilot geht ran, wenn überhaupt.

    Unter Menschen habe ich generell das Gefühl nur eine leere Hülle zu sein, ich verliere mich irgendwie nicht nur in Gedanken, sondern auch in anderer Form. Früher habe ich das so erklärt, dass ich mich wie in einer Seifenblase fühle. Ich bin von allem um mich herum getrennt und spiegel das Geschehen einfach nur wieder. Das Selbst, welches Informationen verarbeitet und einen individuelle Standpunkt entwickelt ist einfach nicht da. Weshalb ich meine Mitmenschen und ihre Reaktionen wiedergebe, aber meinen eigenen Teil nicht beitragen kann.. versteht ihr was ich meine?

    Meine Mutter und eine Person, die ich mal traf, hat das auch. Sie sehen dann aus wie hypnotisiert bzw. in Starre gefallen, so als wären sie gar nicht richtig da. Und so sehe ich dann wahrscheinlich auch aus (Dissoziation?). Kann schon verstehen, dass das mein Umfeld verwirrt. Hat mich an meiner Mutter auch immer sehr geärgert, sie ist sich dessen aber nicht bewusst, weil einfach keine Interesse an Selbstreflexion, ist auch ok. Bei ihr ist das so, dass sie z.B. bestimmte Dinge vergisst, wie meine ADS Diagnose.
    Ich find das zwar nicht normal, aber ich habe mich daran gewöhnt, dass sie ihr ganzes Leben wie vom Nebel umhüllt ist, heute das sagt und morgen kann es schon wieder geresetet sein. Aber das nur nebenbei.




    OMG! Du hast mir gerade eine der Möglichkeiten erklärt, was in meinem Freund vorgeht! Das beschreibt ihn 1 zu 1 (jedenfalls, das was von aussen sichtbar ist). Der verhält sich auch immer so und ich kann das so nicht nachvollziehen. Er plappert immer alles wie ein Papagei nach, wenn er eine Antwort geben muss. Ich konnte Dir zwar nicht helfen, aber Du hast mir gerade sowas von geholfen :-) danke viel Mal!!!

  6. #6
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 1.564

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Unterschätzt ist ein "dummes" Wort... ^^
    ohne den Kontext dahinter, kann hier keine objektive Betrachtung statt finden...

    Man müsste eine Norm definieren, um dem subjektiven Bild einer empfundenen Unterschätzung, überhaupt erst eine Möglichkeit der Annahme zu gewähren...

    Man sollte sich selbst mit seinen Talenten betrachten und sich NIEMALS an anderen messen...
    Das zieht einen nur runter....dabei hat man oft sehr viele unentdeckte Talente ^^

    Grüße..

  7. #7
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    ich gehöre hier wahrscheinlich noch zu den Kücken, habe vor kurzem mit der Schule aufgehört, da ich vielerlei Probleme hatte. Konnte z.B. morgens nur schwer aufstehen, bin oft abgedriftet während des Unterrichts, hatte auch viele paranoide Gedanken, dass andere wissen was ich denke (aber in einer abgeschwächten Form, sodass da eigentlich kein Grund zur Sorge besteht), Selbstzweifel, habe Aufgaben immer wieder abgebrochen, obwohl ich eigentlich wusste dass ich es kann! Spontane Änderung meiner Prioritäten, leider auch während der Klausuren -> plötzlicher Abbruch, weil überfordert von vielen sprunghaften Gedanken, wurde auch mit Medikament nicht besser.

    Habe die Klassen sogar mehrmals wiederholt, weshalb eine Lehrerin meinte sie wisse auch nicht wie mir zu helfen sei. Dass ich ein hoffnungsloser Fall bin, denke ich nicht, mit Disziplin würde ich das hinkriegen. Nur krieg ich das mit der Disziplin nicht hin..

    Ich weiß jetzt, dass mir im Gegensatz zu anderen eine Art roter Faden fehlt. Dass ich mich in Details verliere und mich auch aus recht einfachen Situationen nicht so schnell befreien kann. Aber das ist jetzt halt so und ich versuche das zu akzeptieren! Auch wenn man sich manchmal denkt, ich könnte doch eigentlich so viel mehr erreichen! Aber für die Fachhochschulreife reichts und ich werde zusehen, dass ich einen Beruf finde, der Spaß macht.

    Allerdings fällt es mir weniger leicht meine Probleme zu akzeptieren, wenn es um die sozialen emotionalen Dinge geht. Da komme ich leider auch nur recht selten zu befriedigenden Ergebnissen, meine Freundschaften sind meist nicht so intensiv und irgendwie fehlt es an Bezug. Meine Freunde sagen mir, dass ich mich so aus dem Nichts melde, aber ich weiß nicht so wirklich wie ich das sonst machen soll?

    Nach gemeinsamen Treffen fahr ich meist erst mal überfordert nach Hause und kann meine Emotionen nicht regulieren. Komischerweise fühle ich mich nach Treffen mit meinen Liebsten "ausgebrannt" und leer Ich habe auch schon überlegt, dass es daran liegt, dass ich mich über mich selbst ärgere. Weil ich gerne öfter in einen Dialog mit ihnen gegangen wäre. Das allerdings nicht schaffe, weil ich oft abdrifte und mich nur schwer in das Geschehen einbringen kann. Was halt dazu beiträgt, dass wir nicht wirklich verbunden sind. Ähnlich wie bei einem Telefonat, die Mailbox/Autopilot geht ran, wenn überhaupt
    Also bis hier hin hätte das mein jüngeres Ich auch sagen können. Kenne ich echt nur zu gut, zum Thema Freundschaften werd ich auch mal noch ein Thema aufmachen.
    Also ich kann dir auf jeden Fall sagen, dass es sich bei mir mit steigendem Alter und viel reflektieren auch ohne Medikamente gebessert hat- ich weiß natürlich nicht wie alt du bist, aber da du noch von der Schule schreibst, wahrscheinlich noch jünger. Irgendwann hab ich angefangen mir Leute nach gemeinsamen Interessen zu suchen, damit war genau dieser gemeinsame Bezug geschaffen- der Rest hat sich eigentlich dann von selbst erledigt, sobald der gemeinsame Nenner da war.

    Was mir etwas zu denken gibt, ist das mit dem Gedanken lesen... ich bin, was die Thematik angeht, vom Fach und erlebe das und ähnliches regelmäßig in der Arbeit. Auch am eigenen Leib hab ich das schon erlebt, und das fing auch "harmlos" und "kontrollierbar" an. Letztlich ist das oft Anzeichen für eine substanzinduzierte Störung, meistens Amphetaminpsychosen. Auch die Dissoziation von dir und deiner Mutter könnte unter Umständen auf eine genetische Veranlagung hindeuten. Sei hier vorsichtig, was bekommst du für Medikamente und nimmst du irgendwelche psychotropen Substanzen? Schläfst du genug? Diese Dinge sind kein Beinbruch und die vergehen in der Regel (wenn Substanzinduziert), aber man sollte bei frühen Warnzeichen durchaus reagieren. Allerdings kann es sich hier auch um schizophrene Störungsbilder handeln, auch hier sollte man abklären (der Begriff wird allerdings überstrapaziert- hier fällt oft alles drunter, für das man keine andere Bezeichnung findet)
    Geändert von Born2Rebel (22.12.2016 um 00:26 Uhr)

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Mir ging es immer genauso, bis auf Ausnahmesituationen. Seit ich Elvanse nehme, ist das allerdings weg. Von den Reizen her sehr seperiert von der Umwelt, vom "Mind" aber mittendrin. Sehr angenehm...
    Fühle mich auch nicht mehr ausgebrannt nachdem ich etwas mit anderen mache, mir gibt das fast schon Energie. Ich denke, die Menschen in meinem Umfeld merken das auch.

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 72

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    Goldkäfer schreibt:

    Unter Menschen habe ich generell das Gefühl nur eine leere Hülle zu sein, ich verliere mich irgendwie nicht nur in Gedanken, sondern auch in anderer Form. Früher habe ich das so erklärt, dass ich mich wie in einer Seifenblase fühle. Ich bin von allem um mich herum getrennt und spiegel das Geschehen einfach nur wieder. Das Selbst, welches Informationen verarbeitet und einen individuelle Standpunkt entwickelt ist einfach nicht da. Weshalb ich meine Mitmenschen und ihre Reaktionen wiedergebe, aber meinen eigenen Teil nicht beitragen kann.. versteht ihr was ich meine?
    Das verstehe ich zu 100%!
    Ich habe oft das Gefühl, dass alles an mir vorbeirauscht, weil ich gar nicht hinterherkomme und auf der Suche nach irgendeinem Zipfel bin, den ich zu fassen bekomme, um mich aus dem tiefen Brunnen wieder herauszukommen, in den ich gefallen bin. Ich hoffe dann, dass andere Leute das nicht mitbekommen, weil ich die Frage "was ist denn los mit dir?" in solch einer SItuation überhaupt nicht gebrauchen kann, und ich genau weiß, dass ich darauf zornig reagieren könnte.

    Ich werde auch immer mehr zum Eigenbrötler. Früher habe ich mich noch öfters von anderen mitziehen lassen, aber ich nehme an, dass ich durch negative Erfahrungen vorsichtiger geworden bin. Je älter ich werde, desto dünnhäutiger komme ich mir vor. Ist vermutlich einfach die Natur.

    Ich habe momentan leider keine konkreten Tipps. Meine Diagnose war erst vor kurzem. Ich bin schon Mitte Vierzig und habe gefühlt einige Jahrzehnte verloren durch meine Planlosigkeit. Wenn du jetzt erst aus der Schule raus bist, dann hast du noch den größten Teil des Lebens vor dir. Ich bin aber auch dankbar dafür, dass ich in der Mitte des Lebens dahinterkomme, was die ganze Zeit meine Schwierigkeiten verursacht hat.

    Was ist mein Plan? Viel lesen und verstehen. Einmal im Monat zur Selbsthilfegruppe gehen. Das hilft mir auch, mich nicht so allein zu fühlen. Hin und wieder treffe ich mich mit alten Freunden, die ich schon ewig kenne. Da kann ich entspannt sein. Ich glaube nicht, dass ich mich jemals auf großen Partys oder bei Gruppenreisen wohlfühlen kann. Lieber hin und wieder mit wenigen Menschen zusammen sein, die ich mir gezielt ausgesucht habe. Das Ideal, das von den Medien propagiert wird, ist nicht ideal für mich.
    Geändert von gonzales (22.12.2016 um 13:07 Uhr)

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: unterschätzt auch von eigenen freunden??

    hallo born2rebel,

    habe das meinem Thera zum ersten Mal erzählt, fiel mir sehr schwer, hab n Zettel gemacht, kam mir richtig blöd dabei vor. Ich habe das Gefühl es sind nur meine Kopfspinnereien. Ich mag nicht darüber zu erzählen, damit identifiziert zu werden. Mein Thera meinte ist leicht psychotisch. Danke für deinen Beitrag, ich überleg mir das noch mal mit einem Klinikaufenthalt. Haben mir meine Freunde heute jedenfalls auch geraten.

    MPH ist erst mal gestrichen, Alkohol dann wohl auch.. Wie siehts mit Meditation aus?

    Würdest du mir von deinen Erfahrung berichten wollen? Ich bin interessiert
    Geändert von Goldkäfer (23.12.2016 um 04:14 Uhr)

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