Seite 2 von 2 Erste 12
Zeige Ergebnis 11 bis 12 von 12

Diskutiere im Thema ADHS + Kindheitstraumata - Es geht alles den Bach runter im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 143

    AW: ADHS + Kindheitstraumata - Es geht alles den Bach runter

    Also ich sollte eigentlich schon am schlafen sein. Hatte so ziemlich das gleiche an Kindheit und sich krank schreiben lassen. Weiss jetzt nicht ob ich alles richtig verstanden habe, weil ich es zT überflogen habe. Aber für mich hört sich das ganz schwer nach einer Depression an? Das ist nicht mehr wirklich ADHS. Ich hatte das auch und, naja ich weiss ist jetzt nicht so aufbauend, aber ich habe es solange geleugnet bis es immer schlimmer wurde mit meiner Psyche und in einem Suizidversuch geendet hat. Ich hätte davor nie gedacht, dass ich sowas mache, weil ich als Kind echt so viel Scheiss erlebt habe, dass mehrere Psychologen geheult haben, als ich ihnen das erzählt habe. Hab mich dann direkt am nächsten Tag in die geschlossene Abteilung einweisen lassen und es war die beste Entscheidung die ich gemacht habe. Dort habe ich zB backen gelernt und ich mache das noch heute jeden Sonntag. Klingt jetzt doof ich weiss, aber sie haben mir echt geholfen.

    Ich dachte ich sei stark. Ich war es ja immer, ich war der Phoenix der immer und immer wieder aus der Asche auferstanden ist und auf der Arbeit wussten sie, dass ich auch in einer absolut unmöglichen Situation immer eine Lösungen gefunden habe.

    Das mit den Spannungs-Kopfschmerzen kenne ich. Ist bei mir nicht vorhanden wenn ich Concerta nehme. Sonst helfen auch starke Schmerzmittel nicht. Ist irgendwie lustig. Hatte die schon als Kind immer...(übrigens hat Medikinet und va Focalin meine Depression wahnsinnig verschlimmert. Evt mal mit Deinem Psychiater Rücksprache nehmen und anderen Wirkstoff oder Substanz ausprobieren. Es ist bekannt dass Methylphenidat unter Umständen depressiv machen kann)


    Mein Rat an Dich: drück die Pausentaste und organisier Deine Seele so, dass sie mit deinem inneren Kind klar kommt. Es schreit im Moment nach Aufmerksamkeit. Jetzt ist der Zeitpunkt um den ganzen Scheiss zu verarbeiten. Es wird nicht besser, wenn Du so tust als wäre nichts. Du wie ich wissen, dass im Nachhinein alles anders ist und wir uns immer wieder fragen wie wir das gemacht haben. In 5 Jahren wirst Du ganz einen anderen Blick darauf haben und stolz auf Dich sein, dass Du Dein kleines Ich, als es 5 Jahre alt war in die Arme genommen hast und ihm die Liebe und Geborgenheit gegeben hast die es braucht. Auch ich habe immernoch meine Problemchen, aber jeder hat irgendein Leiden im Leben.

    Ich bin mir sicher, dass Du das alles richtig machst und dass alles gut kommt. Mir hilft übrigens der Zen-Buddhismus und er gibt mir Kraft und dadurch kann ich mich selber gern haben und mich so akzeptieren wie ich bin. Das ist der Schlüssel (nicht zum ADHS, aber zum Selbsthass)

    Lass Dich nicht unterkriegen. "Du hast zu lange Entscheidungen aus Verzweiflung getroffen. Durchbrich das Muster! take control of your life!" Zitat aus Dirk Gentleys holistischer Detektei
    Geändert von lini (20.12.2016 um 01:45 Uhr)

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: ADHS + Kindheitstraumata - Es geht alles den Bach runter

    Lieber p@x,

    als ich Deinen ersten Post in diesem Thread gelesen habe musste ich ehrlich gesagt weinen. Das was Du da beschreibst, hätte auch von mir sein können, wenn ich es denn mal schaffen würde meine Gefühle und Probleme schriftlich auf den Punkt zu kriegen.

    Ich will jetzt auch gar nicht mehr viel über meinen "Werdegang" schreiben, ich denke es reicht wenn ich sage, er ist nahezu identisch mit Deinem.

    Ich mache seit knapp einem Jahr eine ambulante Therapie und war letztes Jahr als es mir akut sehr schlecht ging in einer Psychiatrischen Klinik. Danach noch eine Reha, die aber so gar nix gebracht hat, eher im Gegenteil. Die Therapie war zunächst hilfreich, vor allem beim Thema Angst machte ich gute Fortschritte. Doch seit einigen Monaten geht es mit mir auch wieder stetig abwärts. Selbst mein Therapeut bisher eher gegen einen weiteren Klinikaufenthalt war, spricht sich mittlerweile dafür aus. Also habe ich mich vor ca. 4 Wochen in einer Klinik angemeldet. Es hieß zunächst Wartezeit ca. 3 Monate. Dann die Überraschung, eine Einladung zu einem Vorgespräch. Da war ich letzte Woche Freitag. Das Gespräch war toll und der Arzt scheint sehr viel "ADHS-Erfahrung" zu haben. Es hat mir richtig gut getan, nicht nur Fragezeichen im Gesicht meines Gegenüber zu sehen, wenn ich meine Probleme schildere.

    Ich habe mich jetzt entschieden in diese Klinik zu gehen. Mitte Januar können sie mich aufnehmen. Und alleine diese Entscheidung hat mir schon eine schwere Last genommen und ich zähle schon die Tage. Unglaublich aber wahr.

    Ich kann gut verstehen, dass Du Angst hast in eine Klinik zu gehen und dass es der letzte Schritt ist den Du machen würdest. Das ging mir genau so, vor allem weil ich noch einen 15 jährigen Sohn habe.

    Die Frage die Du Dir aber mal stellen solltest, was noch passieren muss, damit Du eine Klinik in Erwägung ziehst? Ich habe mir diese Frage auch gestellt und musste feststellen, dass es viel schlimmer eigentlich gar nicht mehr werden kann, denn es ist schon schlimm genug.

    Da fällt mir gerade ein das der Arzt dazu auch was gesagt hat, ich krieg es nicht mehr wortwörtlich zusammen. Er meinte aber, dass es manchmal besser ist, aus dem Alltag rauszugehen und sich erst mal im geschützten Rahmen auffangen lassen und Kraft sammeln muss, um dann wieder aufzustehen und es anzugehen.

    Ich finde da hat er Recht.

    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und dass Du den für Dich richtigen Weg findest. Und Du musst Dich hier nicht entschuldigen. Dafür ist dieses Forum doch da.

    LG Lady

Seite 2 von 2 Erste 12

Ähnliche Themen

  1. TriggerTrigger! Mein Leben geht richtig den Bach hinunter!
    Von JTR666 im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 216
    Letzter Beitrag: 18.12.2014, 02:39
  2. Seit den ich mein studium angefangen habe geht alles den bach runter
    Von Dav im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 10.03.2013, 04:45
  3. Diagnose ADS, Ritalin, seit dem geht alles den Bach runter
    Von Explorer2000 im Forum ADHS Erwachsene Medikamente
    Antworten: 49
    Letzter Beitrag: 22.12.2012, 19:59
  4. Alles geht den Bach hinunter...Hilfe!!
    Von DummeNuss im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 12
    Letzter Beitrag: 14.10.2012, 15:51
  5. Berufliche Zukunft geht immer mehr den Bach runter
    Von Dennis22 im Forum ADS ADHS Studium Beruf und Ausbildung
    Antworten: 3
    Letzter Beitrag: 10.04.2011, 14:47
Thema: ADHS + Kindheitstraumata - Es geht alles den Bach runter im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum