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Diskutiere im Thema Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Hallo,
    ich bin Ende 30 und wurde vor etwa 20 Jahren bei meinem ersten (und letztebn) stationären Aufenthalt im Bereich "Schizophrenie" diagnostiziert ohne typische Symptome zu haben. Wie ich später feststellte wurde da auch ein wenig "modifiziert", zb. standen im Arztbrief Dinge die ich nie behauptet oder immer abgestritten habe.
    Die Diagnose wurde auch permanent geändert, mal schizoaffektiv oder hebephren, paranoid usw. - die meisten Ärzte meinten das wäre aber alles sehr unklar.
    Ich habe über 10 Jahre Neuroleptika genommen ohne irgendwelche Vorteile, so richtig hat sich bei mir nie was getan. Erst ein Antidepressivum hatte für einige Zeit geholfen.
    In den letzten jahren haben mich Ärzte und ein Psychotherapeut auf ADHS hingewisen auch weil man Lebsnlauf typisch dafür ist (auch Hyperaktivität in Kindheitstagen).
    Ich habe starke Probleme im sozialen Bereich, mit meiner Konzentration, Ordnung, Organisation und Lernvermögen. Das Aufschieben ist ganz extrem bei mir ausgeprägt.
    Ich habe bisher keinen Job länger als ein halbes Jahr gemacht, immer wurden die Konzentrationsprobleme übermächtig und das Selbstvertrauen ging gegen Null. Jetzt habe ich die Situation wieder und stehe vor der Kündigung. Und ich w iß dass sich das immer wieder wiederholen wird weil ich einfach keinen Weg bisher gefunden habe um da etwas zu ändern, meine psychiatrische Behandlung, die mit der Zeit aus persönlichem Frust immer unregelmäßiger geworden ist hat mir da nie wirklich geholfen. Die letzten jahre habe ich nur Antidepressiva getestet. Zwei davon hatten eine Wirkung, aber nicht länger als ein Jahr. Auch Psychotherapie war nicht wirkungsvoll, nichtmal ein Placeboeffekt.

    Ein Test hat ergeben dass ich alle Kriterien für ADHS erfülle, was in Gesprächen aber vorher schon klar war.

    Etwas spät das Ganze... Habe oft Selbstmordgedanken und sehe nie ein Licht am Ende oder zumindest mal einen Weg. Es ist wie verbarrikadiert in alle Richtungen. Und ich höre eben auch ständig dass ich in meinem Alter ja reifer sein müsste, "das alles" ja können sollte und vernünftiger sein sollte usw.
    Aber ich sehe absolut keinen Sinn in diesem Leben, ohne Basis, Rückhalt, Freunde, Selbstliebe, Glücksempfinden usw.
    Und ich mache mir eben auch noch ordentlich Druck weil ich denke dass ich keine Zeit mehr habe.

    Ich frage mich einfach was man jetzt (noch) machen kann.

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.870

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Was war das für ein Test? Hast du eine richtige Diagnostik durchlaufen? Im Internet einen Onlinetest gemacht? Oder was?

    Sorry, aber das kommt hier nicht richtig raus.

    Wenn du die Diagnostik durchlaufen hast und nun tatsächlich die Diagnose hast, wäre meine Frage: Warum hast du dich diagnostizieren lassen? - Ich mein, das macht man ja für gewöhnlich nicht mal eben so, weil man gerade nichts besseres vor hat. - Was war dein Grund?

  3. #3
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.646

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Du solltest nicht aufgeben ,aber ich würde an deiner Stelle auch nicht weiter machen wie bisher,sondern versuchen in eine ADHS Klinik zu kommen und da sozusagen noch mal von vorne mit der Kombi ADHS Medikamente und Therapie beginnen jetzt wo du auf der richtigen Fährte bist?
    Ambulant ist das schwieriger.Man kann in jedem Alter was verändern,manchmal bewirken auch Kleinigkeiten einiges.Die Grundprobleme bleiben zwar bestehen aber mit mehr Wissen darüber,den Umgang damit kann man versuchen sein Leben etwas lebenswerter gestalten,mit Hilfe.

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 185

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Hey, du bist gerade mal Ende dreißig. Das ist das neue Mitte zwanzig

    Lass den Kopf nicht hängen. Lass dich ordentlich diagnostizieren und dann gehe medikamentös und therapeutisch dagegen an. Du packst das!


    Gesendet von iPhone mit Tapatalk

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.308

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Mit Ende 30 bist du doch noch nicht alt. Geh zu einem Spezialisten und lass dich da genau diagnostizieren und medikamentös einstellen. Und such dir einen
    Therapeuten.

  6. #6
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.109

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Hey JohnnyCrash. Schau dich hier um. Es gibt jede Menge ältere Chaoten als du und die ihre Diagnose auch spät erhalten haben. Also auch mehr als einmal den Karren volle Kanne an die Stahlbetonwand gefahren haben. Ich sage nicht dass die Diagnose, mit späterer Medikation und Therapie Wunder bewirken. Aber sie haben mir und ich denke vielen Betroffenen eine neue Perspektive eröffnet. Das kann auch auf dich zutreffen, wenn du es zulässt.


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  7. #7
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.173

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Hallo JohnnyCrash,

    jedenfalls bist du schon mal im richtigen Forum gelandet.

    Alles Gute!

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 7

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Danke allen hier.

    Wer oder was ist ein Spezialist in diesem Sinne?
    Jemand der dann die finale Diagnose vornimmt?

    Bei mir kommt auch noch eine Depression dazu, mal weniger schlimm mal richtig übel, deswegen bin ich in "Standard-Psychiatrischer Behandlung"..

    @ChaosQueeny
    Test bei einem Psychiater (der sich auch schockiert über meine zugrundeliegende Diagnose und falsche Behandlung zeigte) : Gespräch, Fragebögen..
    Also eher auf seine Initiative.
    Aber mich hatten ja ,wie ich ja schrieb ,vorher schon einige drauf hingewiesen. Der letzte Psychotherapeut meinte ich solle mir da unbedingt Klarheit holen.

    Psychotherapie/Verhaltenstherapie hatte bei mir nie eine Wirkung oder Sinn. Wie also eine wirksame Therapie finden?
    Eine Ärztin wollte mir vor 4 Jahren gerne ein Medikament (Medikinet oder ähnlich) verschreiben welches für Erwachsene noch nicht zugelassen war.
    Geändert von JohnnyCrash ( 9.12.2016 um 02:18 Uhr)

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 40

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Ein Spezialist ist jemand der sich damit auskennt, also ein Facharzt der vorwiegend Erwachsene ADS Patienten hat.
    Nicht der Ortsübliche Neurologe/Psychologe.

    Ich habe schon vor 15 Jahren Medikinet eingenommen, war witzig ein Privatrezept über BTM. Da ADS bei erwachsenen nicht als Krankheit anerkannt war, erst seit 2-3 Jahren. Musste man die Medis selber bezahlen.

    Und Depressionen sind relativ normal bei nicht diagnostiezierten oder unbehandelten ADSlern. OK, auch bei diagnostizierten behandelten, kommt auf einen selber an und wie stark und selbstbewusst man mit dem ADS umgeht.
    NEIN wir sind nicht KRANK, wir sind halt ANDERS !!!!, was durchaus auch ganz viele Vorteile haben kann. Aber Manchmal einfach auch Nerft.

    Also Kopf hoch das wird schon, erst mal richtig über "nette Bücher" wie " Zwanghaft Zerstreut" über das Thema informieren. Ordentlich auf Medikamente einstellen lassen,
    Einen job finden den du so richtig gut kannst und vor allem Spass macht. Wenn das nicht klappt ein Hobby worin so richtig aufgehst.

    Dann sieht in einem Jahr alles ganz anders aus

    P.S ich war auch 30 bei der Diagnose, und mein leben ist (jetzt auch ohne medis) vieeeeeeel einfacher, besser, schöner geworden, nicht immer aber meistens.

    lass dich trösten - wird schon

  10. #10
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.173

    AW: Späte Diagnose - was kann man jetzt noch tun?

    Hallo JohnnyCrash,

    du kannst hier im Forum nach einem ADHS-Spezialisten in deiner Gegend fragen oder
    Dich beim ADHS Deutschland e. V. erkundigen.

    Medikinet adult ist seit 2011 zugelassen, also seit über sechs Jahren, Mitte 2014 kam dann noch Ritalin adult dazu.

    Aber auch vorher durften die Ärzte Methylphenidat verschreiben, nur haben es die meisten GKVs nicht übernommen.

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