Seite 4 von 6 Erste 123456 Letzte
Zeige Ergebnis 31 bis 40 von 56

Diskutiere im Thema Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion" im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 18

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Ich denke es ist auch ein Problem (was mich betrifft)
    das ich teilweise nicht loslassen kann obwohl es nach außen schwachsinnig ist. Ich denke immerzu negativ was die Sache auch nicht besser macht und beim ersten Rückschlag verfallen ich öfters in das alte und falsche Verhaltensmuster.

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.816

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Unbehandelt und frei von entsprechender Vorahnung und / oder Diagnose ist das durchaus möglich.

    Und selbst später muss man erst einmal dahinter kommen. Tatsache ist, dass das EF-Problem mir echt lange (zumindest in voller Wirkung) nicht bekannt war.

    *mit Erbsen wirft*

  3. #33
    Plüschpinguin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.657

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Du hast natürlich recht. Plödes Perspektivenwechsel-Problemchendingsbums!!




    Sorry @all! OT meinerseits ist nun offiziell beendet!
    Versprochen.

  4. #34
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 496

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Addy Haller schreibt:
    aus gegebenem Anlass beschäftige ich mich aktuell mit der Frage, warum Menschen mit ADHS oft kaum in der Lage sind, einen wohl gemeinten Ratschlag anzunehmen, ja regelrecht beratungsresistent sind.
    Also entweder kenne ich verdammt viele Leute mit ADHS oder das Problem ist alles andere als spezifisch für ADHS.

  5. #35
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.154

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Ich denke auch, dass nicht nur ADHSler u.U. beratungsresistent sind, sondern auch ganz normale Menschen auch.

  6. #36
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 339

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Ich kann nur über mich reden. Bei manchen Menschen reagiere ich in der Tat allergisch auf Ratschläge. O-Ton meiner Mutter: "Du lässt dir nichts sagen!"

    Ein "wohlmeinender" Ratschlag muss nicht immer wohl gemeint sein. Manchmal stecken dahinter auch Überheblichkeit, Besserwisserei, mangelnde Selbstkritik und die Unfähigkeit, MEINE Situation verstehen zu wollen. Ich fühle mich dann unverstanden und öfter auch beschämt oder bloßgestellt.
    Manchmal ist aber auch mangelndes Zuhören und Konzentration meinerseits die Ursache.

    Übrigens gehe ich konform mit den Leuten, die meinen, dass das keineswegs ein reines ADHS-Problem ist.

  7. #37
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 49
    Forum-Beiträge: 121

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Kann es auch sein, dass unsereins manchmal nicht mitbekommt, wenn jemand einen "gutgemeinten Ratschlag" gibt,
    oder ihn (also den Rat) erst garnicht versteht?

  8. #38
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.651

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Addy Haller schreibt:
    warum Menschen mit ADHS oft kaum in der Lage sind, einen wohl gemeinten Ratschlag anzunehmen, ja regelrecht beratungsresistent sind.
    Bei solchen Pauschalisierungen kräuseln sich mir spontan die Zehennägel ...

    Zunächst will ich mal unterscheiden zwischen "konsequent Beratungsresistent" und "Erst mal NEIN sagen, um sich Luft zu verschaffen und die Sache zu überdenken".

    Wirklich beratungsresistente Menschen sind mir in diesem Sinne bisher sehr selten untergekommen. Nach meiner Erfahrung sind das Leute, die aus welchen Gründen auch immer in einer Leidensschleife festklemmen, immer nach gleichen Mustern handeln. Die zwar immer wieder um Hilfe bitten, letzten Endes aber nichts davon umsetzen.
    Die Gründe liegen da weitaus tiefer, sind wesentlich schwerwiegender, als dass man sie einfach auf die ADHS zurückführen könnte.

    Im Fall von NEiN-zum-Luft-verschaffen sind meiner Erfahrung nach immer mehrere Personen beteiligt, mindestens ein "Berater" mit bestimmten Ansprüchen und ein "zu Beratender" mit eigenen Bedürfnissen.

    Der erste Fehler liegt da schon in dem Anspruch unbedingt helfen zu wollen und zu meinen, dass diese Hilfe genau das ist, was die andere Person braucht.

    Wenn die andere Person nicht selber nach Hilfe gefragt hat kann man fragen, ob man einen Vorschlag machen darf. Wird an dieser Stelle geblock, sollte man das respektieren.

    Ich nehme kurz das Beispiel des Wohnung-suchenden Studies auf:
    Bestimmt gibt es ökonomisch schlüssige Gründe, die für eine WG sprechen. Aber es gibt auch ganz sicher in der Person verwurzelte Bedürfnisse, die zunächst nach einer eigenen Höhle rufen.
    Eine eigene Wohnung mit einer Tür, über die man die alleinige Kontrolle hat, wen man in sein Hoheitsgebiet reinlassen möchte und wen nicht, ist mit Geld oder pragmatischen Vereinfachungen zwecks Lernen oder so dabei nicht aufzuwiegen.

    Es gibt für alles seine Zeit und seine Gründe und jemandem einen Rat-Schlag aufzupfropfen ist da alles andere als hilfreich.

    Desweiteren macht der Ton die Musik ... und es muss ein Urvertrauen der Person gegenüber bestehen, um Hilfen annehmen zu können.
    Dazu gehört in aller erster Linie, dass man darauf vertrauen kann, dass die eigenen Bedürfnisse respektiert werden.

    Wenn sich jemand darüber beklagt, dass ein "wohl gemeinter Ratschlag" nicht widerstandslos angenommen wird, geht es dem Rat-Schläger eigentlich gar nicht um die andere Person, sondern darum, dass das eigene Selbstbild verrutscht wird. Man glaubt von sich selber, absolut im Recht zu sein. Und man fühlt sich persönlich abgelehnt, wenn der Ratschlag als solcher abgelehnt wird.

    Beide Parteien sollten bei Differenzen bezüglich der Hilfestellung klären, ob die Hilfe als solche nicht funktioniert, oder ob es sich um ein grundlegendes zwischenmenschliches Problem handelt!

  9. #39
    Iam


    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 199

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Addy Haller schreibt:

    1. Die Ratschläge dringen erst gar nicht durch, weil der Gesprächspartner gerade in Gedanken woanders ist.
    2. Die Ratschläge werden einfach vergessen.
    3. Die Ratschläge werden bewusst ignoriert (Eigensinnigkeit, Bedürfnis nach Autonomie)

    Wie seht ihr das, welche Erfahrungen habt ihr gemacht .....
    1. Oh ja sehr oft
    2. Ähm.... Ja
    3.eher weniger, das kommt eher vor, wenn es als "Erziehungsversuch" bewertet wird oder sehr aufdrängen rüber kommt.

    Wie wäre es mit

    4. Es klingt zu kompliziert.
    5. Es fühlt sich nicht richtig an.
    6. Man hat mit ähnlichen Lösungsansätze schon mehrfach Schiffbruch erlitten.

    Mein Hauptproblem ist, meiner Meinung nach, dass ich zu vertieft bin um die Lösungsvorschläge bewusst wahrzunehmen.
    Das ich einen Ratschlag vergesse, wenn er "zu lange" her ist, kommt auch oft vor. Wobei das "zu lange" von wenigen Sekunden bis zu mehreren Tagen variiert, je nach dem.

    Meistens ist es aber wirklich so, dass ich einen Vorschlag/Rat/Hilfe ablehne oder blockieren, wenn ich mit einem ähnlichen Vorschlag gar nicht zurecht gekommen bin. Zum Beispiel wenn ein Therapeut mir Lösungen vorschlägt, die ähnlich klingen, wie die, die mich ja erst in die jetzige Lage gebracht haben ( wenn ich also befürchte, er hat bei seinem Vorschlag nicht bedacht, dass ich doch ein bisschen anders ticke)
    Ich habe anfangs fast alles ausprobiert, was mir in der Therapie vorgeschlagen wurde. Das Ergebnis war leider, das ich mit meinem Leben überhaupt nicht mehr klar kam (komme) und deshalb bin ich da extrem überirdisch geworden.

    Ratschläge von Betroffenen kann ich dagegen sehr gut annehmen, weil ich mir da sicher bin, dass die aus eigener Erfahrung sprechen. Aber auch da macht meistens der Ton aus, ob mir es leicht fällt.

  10. #40
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 237

    AW: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion"

    Ich empfinde mich nicht schon seit jeher als Beratungsressistent, ich habe schon oft Rat angenommen.

    In den letzten Jahren war es aber so, dass ich keine neuen Tips bekam, nichts, was ich nicht schon ausprobiert habe.
    So wurde mir nach einer Maßnahme in der Beurteilung geschrieben, dass ich die gegebenen Ratschläge nicht umsetze. Mich hat das maßlos geärgert, eben aus oben genanntem Grund. Es wurde mir empfohlen, dass ich Yoga mache. Ich habe aber schon sooo viele Kurse begonnen und keinen habe ich beendet, meistens weil ich mich irgendwann nicht mehr wohl fühlte, weil ich immer nach einiger Zeit denke, dass ich unerwünscht, Fehl am Platz sei. Yoga hat mir sehr gut gefallen, ich würde gerne wieder anfangen, aber ich höre ja doch zu früh wieder auf und dann bezahle ich noch bis zu monatelang Geld für die Kurse, ohne sie zu nutzen.

    Diese Probleme habe ich auch genannt, aber das wurde ignoriert.

    Auch gab man mir Tips zu Strukturierungen, die ich aber dauerhaft nicht unsetzen konnte. Ich bastle seit Jahren an Ordnungssystemen, die sich auch langsam immer als immer besser funktionierend erweisen.

    Ich habe mich vor zwei Wochen das erste mal allein an meinen Papierkram gesetzt. Seitdem habe ich einen Hyperfokus darauf. Ich habe unheimlich Lust darauf, weiter zu machen und mein eigenes System in den Ordnern endlich zu stabilisieren.
    Bisher hat das immer jemand mit mir zusammen gemacht und ich habe es gehasst! Es war unerträglich anstrengend für mich. So sehr, dass ich mich alleine erst recht nie rangetraut habe.
    Jetzt mache ich es alleine und habe das Gefühl, hätte ich das immer gemacht, hätte ich nie eine solch starke Aversion davor entwickelt.
    Aktuell ordne ich lieber meine Akten, als meinen Abwasch zu machen.

    Vorm Wochenende las ich in einem Thread in diesem Forum von einem Aufräumtrick. Einem System, dass meinem eigenen sehr ähnlich ist, nur dass ich dazu nicht erst den PC einschalten muss. Am Samstag (Haushaltstag) entschloss ich mich spontan diese Methode anzuwenden. Derjenige verwendet Stäbchen die er beschreibt und per Zufallssystem aus einem Kästchen zieht. Da ich keine Stäbchen habe, beschrieb ich mir Lose. Das tat ich vor allem, um meiner Tochter nicht ständig sagen zu müssen, was sie als nächstes tun kann.
    Ich fand diese Methode so super, dass ich sie definitiv in den Alltag integriere. Auf meinem nächsten Los wird dann erst mal "Aufgaben auf Lose schreiben" stehen XD
    Leider finde ich den Thread nicht :/ Ich würde mich gerne noch bedanken. Wenn also jemand weiß, was ich meine, verlinkt mir bitte den Thread.

    Tips anderer bringen mir also nur was, wenn mir jemand seine Methoden erzählt oder ich sie lese und ich dann ganz von mir aus diese Methode ausprobieren will.

    Ein weiteres Problem, warum ich mit doch recht neuen Tips, die ich noch nicht probierte habe, ist, dass ich mich lange nicht dazu aufraffen kann und es dann vergesse.
    Wenn ich im Internet direkt nach Tips suche, kann ich sie auch sofort ausprobieren, denn dann bin ich ja in der notwendigen Grundstimmung und außerdem ist das alles selbstiniziiert. Ich MUSS eine Problemlösung selbst wollen und selbst angehen.
    Wenn mir dagegen in einer Maßnahme etwas empfohlen wird, fühle ich mich meistens nicht gut, um es sofort umzusetzen. Des weiteren ist die Zeitspanne vom Rat bis nach Hause sehr lang. Zu Hause bin ich dann erschöpft und fühle mich nicht in der Lage direkt weiter zu arbeiten.

Seite 4 von 6 Erste 123456 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Antworten: 2
    Letzter Beitrag: 5.12.2014, 20:18
  2. Wie schnell könnt ihr auf die Aufforderung "links" oder "rechts" reagieren ?
    Von IonTichy im Forum ADS ADHS Erwachsene: Umfragen
    Antworten: 48
    Letzter Beitrag: 18.10.2013, 11:45
  3. Antworten: 54
    Letzter Beitrag: 25.05.2013, 19:45
Thema: Beratungsresistenz / "Ratschläge-Aversion" im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum