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Diskutiere im Thema ADHS Vorstufe von Autismus? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.309

    AW: ADHS Vorstufe von Autismus?

    Bei mir passt vieles für ADS, aber halt auch vieles für Asperger. Bin ein wenig verunsichert, da ich auch noch andere Diagnosen habe, wo sich Symptome überschneiden.
    Werde das noch einmal abklären lassen.

  2. #12
    Gesperrt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 92

    AW: ADHS vorstufe von Autismus?

    spacetime schreibt:
    @Tim001: Ich kann Dein Posting vollkommen zustimmen.

    Mir kommen deine Postings auch besonders nah vor. Ich glaube wir haben exakt das selbe Problem.

  3. #13
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 445

    AW: ADHS Vorstufe von Autismus?

    Danke für die ausführliche Antwort, Fliegerlein. Ich hätte es nicht besser formulieren können!

    Ich z.B. kann mit Smalltalk absolut nichts anfangen. Genau so hab ich auch Probleme Gesprächsthemen zu finden. Nicht, weil ich zu nervös bin, sondern weil mir schlicht nichts in den Sinn kommen mag. Andererseits kann ich zu dem ein oder anderen Thema ganze "Bände" reden. Außerhalb davon bin ich seeeeeeeeeeeehr still und introvertiert.

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS vorstufe von Autismus?

    spacetime schreibt:
    Ein "Schock" wäre es gewesen, weil ich Autismus für eine Stufe zu hart empfunden hätte (kann es schlecht erklären).
    Ich denke, ich kann nachvollziehen was Du meinst und kann das auch verstehen.

    Wobei sich da allerdings leider vieles nur in den Köpfen der Menschen abspielt.

    Letztenendes sind beides, sowohl ADHS als auch Autismus sog. Spektrumsstörungen, sie gehen also von -> bis im Spektrum.

    Aber bei ADHS denken die Menschen imemr gleich "nur" an das zappelige Kind und dass das alles nicht so schlimm sein kann und sowieso nur alles Erziehu7ngssachen ist, während sie bei Autisums gleich die Schwerstbetroffenen oder allenfalls Rainman im Kopf haben und damit gleich eine schwere geistige Behinerung vor Augen haben, nicht aber die Tatsache, dass es sich auch hier um eine Spektrumsstörung handelt, die ganz unterschiedlich ausfallen kann.

    Aber so sind die Menschen nun mal und daher kann ich das recht gut verstehen.

    Für einen selbst aber kann es, wenn eben dieser Schock abgeklungen ist, eine große Hilfe sein.
    Es nützt ja nichts, sich an eine andere Diagnose zu klammern, weil die nicht so schwerwiegend klingt oder sich nicht so schwerwiegend anfühlt, sondern es sollte ja unbedingt die richtige Diagnose gestellt sein, damit einem auch richtig und wirksam geholfen werden kann.
    Ich denke nicht, dass das bei Dir der Fall Spacy, aber ich habe schon viele Betroffene gesehen, denen das so geht, daher erwähne ich das einfach mal extra.

    Und die Hilfe kann, trotz der ja eigentlich sehr ähnlichen Symptome (da sind wir dann wieder bei den Unterschiedlichen Ursachen ähnlicher Symptome ) sehr unterschidlich ausfallen.
    So würde man beim gegebenen Beispiel der zwischenmenschlichen Interaktion einem ADHS-Betroffenen Werkzeuge an die Hand geben, seinem Gegenüber m,ehr Aufmerksamkeit widmen zu können, so dass er die Signale, die er versteht, auch erkennt, während man dem von Autismus Betroffenen Menschen erstmal diese Regeln lehren muss, ihm also sozusagen die Schriftzeichen und die Sprache beibringen.

    Das ist ein bisschen wie, wenn jemand z.B. Chinesisch oder Russisch kommunizieren muss ... sowohl die Sprache, also auch die Schriftzeichen sind fremd, es hilft also nicht, wenn der Person (innerhalb des ihr möglichen Rahmens) beigebracht wird, genau hinzuschauen und zuzuhören, denn die Schriftzeichen sind trotzdem fremd.

    Aber ich verstehe trotzdem, warum und dass eine solche Diagnose einen Schock darstellen kann.
    Klingt aber ab und man kann das genauso akzeptieren wie ADHS

  5. #15
    ...das war mal..

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 265

    AW: ADHS vorstufe von Autismus?

    spacetime schreibt:
    Ich kann nur sagen, dass ich viele Parallelen zwischen ADHS und die leichte Form von Autismus (Asperger) bei mir "gefunden" habe.
    .....
    Auch wenn ich teilweise sehr "in meine eigene Welt lebe", so wäre die Diagnose "Autismus (Asperger)" ein ziemlicher Schock für mich gewesen.
    Hallo allerseits...
    Es ist inzwischen auch so, das einige "Fachleute" anzweifeln Asperger gehöre überhaupt in den Bereich Autismus.
    Viele sind inzwischen klar der Auffassung, das Asperger ein eigenes "Störungsbild" darstellt.

    @spacetime
    Warum sollte dich das denn schockieren ?
    Ich erlebe das Feedback gegenüber ADHS sehr viel negativer und stigmatisierender als bei Asperger.
    Asperger findet mehr Akzeptanz und Respekt als es bei ADHS der Fall ist.

    ADHSler sind eher verwirrt, unstrukturiert und gesellschaftlich nicht integrierbar.
    Menschen mit Asperger verstehen zwar vieles nicht bzgl. der sozialen Verhaltensweisen oder Empfindungen,
    lernen aber viel eher ihren Verstand gezielt einzusetzen um dieses trotz ihres Unverständnisses umzusetzten.

    Wenn sich bei mir anstatt ADHS mit Störung des Sozialverhaltens und später kombinierte Persönlichkeitsstörungen
    Asperger bestätigen ließen, würde ich mich mit Sicherheit besser fühlen.
    Meinem Selbstwertgefühl ginge es dabei ganz sicher nicht schlechter.

    Deshalb verstehe ich überhaupt nicht, warum es einen "bisherigen" ADHSler schockieren sollte bzw. könnte...

    Zumal früher in der gesellschaftlichen Wahrnehmung der ADHSler als kreative hyperaktive Nervensäge
    mit ungewöhnlichen Fähigkeiten wahrgenommen wurde.
    Während heutzutage nur noch das "Schlechte" und die "Störung" herausgestellt wird.

    Asperger ist längst nicht so negativ belegt, wie ADHS.

    lg vom Andy.

  6. #16
    Ehem. Mitglied

    Gast

    AW: ADHS vorstufe von Autismus?

    keineAhnung schreibt:
    Hallo allerseits...
    Es ist inzwischen auch so, das einige "Fachleute" anzweifeln Asperger gehöre überhaupt in den Bereich Autismus.
    Viele sind inzwischen klar der Auffassung, das Asperger ein eigenes "Störungsbild" darstellt.
    Ich bin/war bis vor kurzem im Bereich Autismus sehr aktiv und der Trend geht eigentlich in die Richtung, dass man atypischer Autismus, Asperger-Syndrom, Kanner-Autismus sowie hochfunktionaler Autismus (hab ich evtl. noch was vergessen?) zu einem einzigen Spektrum zusammenfasst, der Autismus-Spektrums-Störung (ASS).

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    keineAhnung schreibt:
    Wenn sich bei mir anstatt ADHS mit Störung des Sozialverhaltens und später kombinierte Persönlichkeitsstörungen
    Asperger bestätigen ließen, würde ich mich mit Sicherheit besser fühlen.
    Meinem Selbstwertgefühl ginge es dabei ganz sicher nicht schlechter.
    Dito. Ich würde es als befreiend empfinden endlich zu wissen, was los ist.

    keineAhnung schreibt:
    Während heutzutage nur noch das "Schlechte" und die "Störung" herausgestellt wird.
    Das mag zum Teil aber auch daran liegen, dass man Störungen in der Regel anhand der negativen Seiten diagnostiziert.

  7. #17
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS vorstufe von Autismus?

    Dreamwalker schreibt:
    Das mag zum Teil aber auch daran liegen, dass man Störungen in der Regel anhand der negativen Seiten diagnostiziert.
    Wobei der Begriff negative Seiten wieder ein wenig Wertung inne hat.
    Ich persönlich bevorzuge da den Begriff "Beeinträchtigungen" auch bei ADHS.
    Mag natürlich ein wenig Wortklauberei sein, aber es "fühlt sich" sozusagen "besser an" .

  8. #18
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: ADHS Vorstufe von Autismus?

    Beeinträchtigung, das Wort gefällt mir.

    nicht nur, weil es "schmeichelhafter" ist, sondern weil ich - ganz persönlich und nur für mich- alle Begriffe ablehne, die die Gefahr bergen, sich darauf auszuruhen. Adhs soll für mich heissen, dass ich mich zwar mehr anstrengen muss, aber sonst im Leben zwar nicht alles, aber dennoch vieles erreichen kann, wenn ich nur wirklich will und mir Mühe gebe. Klar weiß ich auch, dass ich für bestimmte Tätigkeiten nicht geeignet bin, aber das gilt ja für viele Menschen. Die wenigsten sind geborene Olympioniken oder Mathegenies. Aber ich will soweit wie irgend möglich ein völlig normales Leben führen und bevorzuge daher Begriffe, die dazu passen und mich motivieren, nicht desillusionieren oder gar resignieren lassen.

    Beeinträchtigung passt mir daher sehr gut.

  9. #19
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 52

    AW: ADHS Vorstufe von Autismus?

    Hallo
    Denke auch dass ADHS immer auch bestimmte authistische Verhaltensweisen mit sich bringt und von daher wenn es um Asberger geht, die Grenze recht schwammig ist. Bei mir sind es eingefahrene Routinen die mir sehr wichtig sind, um meinen Alltag mit all den Anforderung hinzubekommen, fahre beispielsweise fast auf die Minuten genau mit dem Fahrrad in die Arbeit, wird das Wetter zu schlecht nehme ich das Auto und ab dann steigt aber meine Nervosität. ordne dies als eher authistisch ein.

    Auch das Anstehen z.B. beim Bäcker find ich enorm schwierig, nicht wegen den Warten, (doch Warten ist auch sehr nervig) sondern vorallem (auch) wegen den Leuten die hinter mir stehen, find das kaum auszuhalten. Denke aber das die Ursache bei einen ADHSler eher in der enormen Reizoffenheit liegt und bei einem Authisten in der generellen Scheu von Menschen.

    Glaub aber nicht, dass man ADHS als Vorstufe zum Authismus sehen kann, würde ja dann heissen, wens ausgeprägter wird (zb bei zuviel Stress) wird man dann zum Authisten? Aber jetzt wo ich das schreibe kommt in mir doch die Frage auf, ob genau dann die authistischen Anteile wachsen?

    Auf jeden Fall interessant und sicherlich gibts viele Parallelen.

    Liebe Grüße

  10. #20
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: ADHS Vorstufe von Autismus?

    Nachtsturm schreibt:
    Denke auch dass ADHS immer auch bestimmte authistische Verhaltensweisen mit sich bringt und von daher wenn es um Asberger geht, die Grenze recht schwammig ist. Bei mir sind es eingefahrene Routinen die mir sehr wichtig sind, um meinen Alltag mit all den Anforderung hinzubekommen,
    Das ist ein weiteres schönes Beispiel dafür, dass man es mit gleichen oder ähnlichen Symptomen mit jeweils unterschiedlichen Ursachen zu tun hat.

    Bei einem ADHS Betroffenen können sich solche Routinen, mitunter bis zur Zwanghaftigkeit/ Zwanghaften PS ausbilden, weil er damit versucht, im wahrsten Sinne des Wortes, sein inneres und äußeres Chaos zu bezwingen.
    Wenn ich etwas streng kontolliert nach einem präzisen Plan mit einem präzisen Ablauf mache, kann ich weniger übersehen, verlieren, vergessen, verzetteln etc.

    Das sind Kompensationsstrategien.

    Seine Autoschlüssel und Hausschlüssel immer an einem festen Platz und immer in der selben Tasche zu haben, schützt den ADHS-Betroffenen davor, sie zu verlieren oder zu verlegen oder zu vergessen, wo er sie hingetan hat.
    Das kann sich soweit festigen, dass es zu erheblichen Störungen bis hin zu Panik kommen kann, wenn davon abgewichen wird.
    Zwanghaftigkeit und Zwanghafte PS sind gern genommene Komorbiditäten einer ADHS.

    Bei einem Menschen im Autistischen Spektrum dagegen bedeutet dieser Zwang nichts ... er macht das nicht aus einem solchen Hintergrund heraus, für ihn sind das keine Kompensationen von Vergesslichkeit etc., er wird in vielen Fällen nicht mal erklären können, warum etwas genau so sein, stehen, platziert, ablaufen muss etc. und nicht anders.
    Das ist ihm von innen heraus vorgegeben, es hat sich nicht so entwickelt.
    Bei ADHS Betroffenen dagegen wird man bei genauer Betrachtung in sehr vielen Fällen erkennen können, dass sich diese Verhaltensweisen entwickelt haben.

    Nachtsturm schreibt:
    Glaub aber nicht, dass man ADHS als Vorstufe zum Authismus sehen kann, würde ja dann heissen, wens ausgeprägter wird (zb bei zuviel Stress) wird man dann zum Authisten?
    Das ist mit dem Begriff "Vorstufe" nicht gemeint
    Wenn sich eine Störung, egal ob psychisch oder somatisch, unter gewissen Bedingungen verschlechtert, ändert das nichts an der eigentlich Störung.
    Jemand, der bei einem geringen Stresslevel schon ein zerstreuter Professor ist und ADHS hat, der wird unter Stress noch viel zerstreuter, weil der Stress die Symptomatik verstärkt, bzw. die gleichen Symptome hervorruft (bei Menschen ohne ADHS hat Stress die gleiche Wirkung, die werden unter Stress ja nicht zum ADHS-Betroffenen, sondern sind einfach nur gestresst und überlastet)

    Jemand, der ADHS hat und unter Stress ausgeprägtere Symptome bekommt, ist ein gestresster ADHS-Betroffener, wird aber nicht temporär zum autistischen Menschen.
    Was würde denn dann ein autistischer Mensch, der unter Stress steht?

    Man vergleicht die Symptome und deren mögliche Ursachen im möglichst ungestressten Zustand und da schaut man dann, ob man es mit einem von Autismus oder von ADHS betroffenen Menschen zu tun hat.

    Temporäre äußere Einflüsse verändern nicht eine Diagnose oder die Störung als solche.

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