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Diskutiere im Thema ADHS leben im Unterbewusstsein? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 420

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    hm... ich bin mir zwar unsicher ob ich ADS hab, allerdings hatte ich schonmal eine ähnliche Theorie.

    Ich weiß nicht mehr was bei mir genau der Anlass war. Ich hab was "kreatives" Studiert, mir sagte man allerdings immer ich sei irgendwie zu verkopft.
    Man sagte mir ich sollte die Sachen machen ohne nachzudenken.
    Und das kam mir komisch vor, denn für mich ist bewusstes Denken und unbewusstes Denken beides Denken. Also man kann nicht nicht denken.
    Vielleicht wollte man mir was anderes mitteilen. Aber ich häng dann manchmal in sowas fest, wenn man mir keine klaren ansagen macht sondern versucht das Problem zu umschiffen.
    (Also meine Anweisungen: man vermeidet es auf weise X und auf weise Y, man sollte auch nicht Y (weil bla)... aber wie man es macht wird nicht formuliert, man weiß eigetlich nur was "falsch" ist, und nicht was richtig ist. Und wenn ich das Wort "falsch" benutzen würde, würde man mir sagen dass es kein richtig und falsch gibt. Komisch, aber ich merke doch an den Reaktionen dass es "besser" und "schlechter" geben muss, ganz egal wie man das formuliert)


    Und da hab ich mir auch zig tausend Theorien überlegt. Und eine wahr einfach, dass manche Menschen sich möglicherweise einfach treiben lassen können und ohne Denken (im Flow) etwas schaffen können, und andere nicht ohne bewusstes Steuern ihren kram gemacht kriegen. (Vielleicht war ich aber auch zu verschieden von dem, was ich machen wollte und dem, was verlangt wurde. Aber es gibt wohl kaum einen Job, eine Ausbildung oder ein Studium in dem man immer exakt das machen kann was einen interessiert. An so ziemlich jedem "Traumjob" gibt es bereiche die Unbequem sind und zu denen man sich zwingen muss. Aber vielleicht merken manche das nicht mehr, oder die machen sich keine Gedanken darum, weil sie ja nicht gucken müssen wie sie ihr weiteres Leben finanziert bekommen)


    Okay, mal von meinem persönlichen Problem weggehend:
    Es gibt ja die Theorie wie sich die Hirnlappen über die Evolution hinweg entwickelt haben, und dass die natürlich immernoch genau so beim Menschen "wachsen", wie sie sich entwickelt haben.
    Da hat man den hinteren Hirnbereich, weiß grad nicht ob das "Echsenhirn" heißt, was die Körperlichen Grundfunktionen steuert usw.
    Dann den Bereich Mittelhirn und den Bereich Frontalhirn.
    Das Frontalhirn ist für die "Exekutiven Funktionen" da, entwicklungsgeschichtlich eher neu. Das ist quasi die Steuerzentrale
    Ich glaube der Bereich Mittelhirn funktioniert eher "Instinktiv", "Intuitiv", "Unbewusst gesteuert".

    Und da kommt man genau zu dem Problem: Bei ADHS heißt es, dass gerade das "dopamingesteuerte" Frontalhirn die Probleme verursacht, die Aufmerksamkeitssteuerung sitzt ja dort. Also das langfristige Planen usw.

    Das heißt: deine Theorie würde gut zu den anderen Theorien um ADHS passen, denn genau im Frontalhirn greift MPH an, damit das Frontalhirn quasi nicht mehr diesen Wackelkontakt hat und das Ding zusammenhängend läuft, statt im Stakkato.



    Also daraus könnte man schon annehmen: wenn der vordere Hirnbereich nicht konstant läuft wie er "soll", dass sich dann das Mittelhirn mehr in den Vordergrund drängt.

    Oder dass das Mittelhirn sich Tätigkeiten sucht, die es konstant ausführen kann, weil die vordere Schaltzentrale zu "unzuverlässig" ist.
    Hm...vielleicht muss das Mittelhirn erstmal lernen dem Frontalhirn zu vertrauen *grübel* (Also bezogen darauf: wenn man sein ganzes Leben damit klarkommen musste.)

    Okay, rumspekulieren kann ich viel, also stoppe ich hier mal

  2. #12
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    Addy Haller schreibt:
    Hallo mitspeed!

    Offensichtlich stellst du gerade fest, dass Dinge, die du mal gelernt hast, nicht im Langzeitgedächtnis abgespeichert wurden.

    In diesem Link geht es zwar um Hochbegabung, vielleicht findest du hier aber auch die Antwort auf deine Frage, warum das so ist:

    ADHS-Deutschland - AD(H)S und Hochbegabung

    Viele Grüße

    Addy

    P.S.: Mit dem Unterbewusstsein hat das - glaube ich - nichts zu tun.
    hm also hab mir den Text jetzt mal durchgelesen aber kann mir beim besten Willen nicht vorstellen das ich hochbegabt sein soll

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 230

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    Wie gesagt, darum ging es mir auch gar nicht.

    Aber in dem Text wird imho ganz gut deutlich, warum Lernen und das Behalten des Gelernten bei ADHS trotz vorhandener Intelligenz erschwert sein kann, z.B. bezogen auf den Transfer vom Kurzzeit- in das Langzeitgedächtnis.

    Dazu passt die Beobachtung vieler Lehrer ganz gut, dass Kinder mit ADHS doppelt soviel üben müssen wie neurotypische Kinder, dazu aber mehr als doppelt so schwer zu motivieren sind.

  4. #14
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 952

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    Streuner schreibt:
    interessante Theorie.
    Es war mehr als nur Theorie, da es das einzige war das mir "geholfen" hat - seit ich denken kann. Gesellschaftlich eher weniger, aber privat war es meine "Rettung".

    Addy Haller schreibt:
    ..........

    P.S.: Mit dem Unterbewusstsein hat das - glaube ich - nichts zu tun.
    Denke ich auch, dass es mit den Unterbewusstsein weniger zu tun hat.

  5. #15
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 952

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    Addy Haller schreibt:

    Dazu passt die Beobachtung vieler Lehrer ganz gut, dass Kinder mit ADHS doppelt soviel üben müssen wie neurotypische Kinder, dazu aber mehr als doppelt so schwer zu motivieren sind.
    Ist es heute so, dass angeblich viele Lehrer heute darauf achten? Ehrlich gesagt kann ich es mir nicht vorstellen, dass sich da seit meiner Zeit wirklich viel getan hat.

    Ich habe meine Schulzeit erlebt (heute 53 j) und die meines Neffen (heute 35 j (?) und von den Kind meines Freundes (8 j). Ich habe keineswegs den Eindruck, dass sich da wirklich etwas getan hat.

    - Wenn es nach der Lehrerin meines Neffen gegangen wäre, dann wäre er heute arbeitslos und ein "nichts", da er ja angeblich nicht richtig sprechen kann und seine Mutter (100% behindert - Kinderlähmung) eh nur von Sozialamt lebt.

    Zwei Jahre später war er bei Daimler-Benz und war der einzige der sofort eine Ausbildung aus der Klasse bekam und als bester die Prüfung bei DB abgelegt hat (seit zwei Jahren Meister dort). Das Glück meines Neffen war, dass er ein starkes Selbstbewusssein hatte und sich nicht von eine dumme Lehrerin beeinflussen ließ.

    - Kind (8 Jahre) von Freund: Überhaupt nicht "dumm" und nicht unbegab. Er hat aber wohl auch eine gewisse Aufmerksamkeitsstörung. Statt den Kind zu helfen, stellt der Lehrer es vor der Klasse "da" und schickt es in zweiwöchiger Zwangspause.

    Die Mutter (Akademikerin) kommt an den Lehrer nicht "dran", der einfach stur bleibt.

    Ich halte übrigens die Behörden-Aussage für sehr fatal, dass die Schule nicht das nachholen kann was dass Elternhaus versäumt hat:

    1. Trifft es auf diese beiden Fälle nicht zu....

    2. Würde es ja heißen, dass man von vorherein "aussortiert" (was eh mein Verdacht ist)

    Sicherlich gibt es auch tolle Lehrer. Ich selbst habe sie aber leider nicht wirklich kennen gelernt.

    Ich denke, dass der Anfang von Ende meine Schulzeit eingeläutet hat, wo ich einfach nur noch abgeschaltet habe, da mich keiner erhört hat oder auch nicht wollte.

    Bis heute kritisiere ich dieses Schulsystem, dass jährlich viele, viele Schüler zu seelischen Wracks macht.

    Eine wirkliche Schulreform hat es bis heute nie gegeben und wird es wohl auch vorläufig nicht geben. Der großteil der Nachhilfe finanzieren die Privathaushalte selbst (Eltern), wenn sie es sich leisten können.


    Leider konnte ich mir nur sehr kurz Private-Nachhilfestunden selbst leisten, wo ich bemerkte und als Feetback bekam, dass ich überhaupt nicht dumm bin und eigentlich keine Nachhilfe benötige, sondern eine Förderung, für die ja angeblich nie Geld da war.

    Umso "interessanter", dass heute umso mehr Geld da ist um schwachsinnige Maßnahmen zu bezahlen, die selbst nach Aussagen der Sachbearbeiter (Jobcenter) keine große Bedeutung haben

    Besonders "interessant", wenn man auch noch in ein Bundesland lebt - Bremen - das nicht nur pleite ist, sondern eines der schlechtesten Schulsysteme hat, und sich dennoch damit brüstet, dass das Arbeitsamt / Jobcenter genug Geld hat um diese "unnützen" Maßnahmen zu bezahlen. Wirklich armseelig und "kriminell" wie man bewusst so mit öffentliche Mittel umgeht

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 230

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    spacetime schreibt:
    Ist es heute so, dass angeblich viele Lehrer heute darauf achten? Ehrlich gesagt kann ich es mir nicht vorstellen, dass sich da seit meiner Zeit wirklich viel getan hat.

    Ich habe meine Schulzeit erlebt (heute 53 j) und die meines Neffen (heute 35 j (?) und von den Kind meines Freundes (8 j). Ich habe keineswegs den Eindruck, dass sich da wirklich etwas getan hat.
    Dass Lehrer darauf achten (im Sinne von Rücksicht nehmen), habe ich ja gar nicht gesagt. Was grundsätzlich nichts an der Beobachtung ändert, die ja für den Unterricht doch eine Relevanz haben dürfte, wenn man als Lehrer einen Schüler mit ADHS in der Klasse hat.

    Ansonsten gebe ich dir recht, und ich würde sogar behaupten, dass das Schulsystem vor ein paar Jahrzehnten sogar noch wesentlich ADHS-freundlicher war als heute - wie die ganze Gesellschaft.

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 436

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    Hallo mitspeed,

    ich bin bei Beobachtung meines Innenlebens zu aehnlichen Schlussfolgerungen gelangt.

    Wenn Du jetzt dein Aufwachen bewusst sehen kannst, herzlichen Glueckwunsch.
    Ist bei mir selten laenger als wenige Sekunden.
    Mir reicht das aber.

    Nach dieser Beobachtung kam eine Phase, in der ich immer wieder den Finger in die Wunde gelegt habe.
    Inzwischen ist das konstruktiver geworden, loesungsorientierter.

    Indirekt kann ich da ja doch eine ganze Menge beeinflussen.

    Und ich lasse mir nicht einreden, dass ich unbedingt mehr aus meinen Dissos auftauchen muss oder durch Routine mehr Alltags-Taetigkeiten in die Disso integrieren muss.
    Einige dieser Kraftakte halte ich naemlich fuer pure Energieverschwendung:-)

    Persoenlich setze ich alles daran, eine Balance aus Disso und Praesenz finden, in der ich mich wohl fuehle.

    Wenn ich bestimmtes Wissen nur in bestimmten Dissos abrufen kann, brauche ich eben feste Orte an denen ich gut in diese Disso komme.
    Ich habe zum Beispiel eine Autofahr-Disso, nur wenige Dinge entspannen mich wie Autofahren.
    Oder eine feste Umgebung zum Programmieren, an der ich nichts anderes mache, niemals.

    Wenn ich nach 20min Baumarkt oder Supermarkt nur noch fluchtreflex-gesteuerter Disso-Roboter bin,
    sollte ich alle Kaufentscheidungen bereits vorher getroffen haben oder zu allererst treffen, bevor ich vorhersehbar abtauche.

    Wenn ich mich mit meinem Psychiater unterhalten will oder bei einem Amtsbesuch Praesenz gefragt ist,
    muss ich vorher fuer Reizarmut sorgen, d.h. nicht in einem lauten Wartezimmer warten, wo ich danach nicht mal
    eben so aus der Disso komme.

    Wenn ich es nicht schaffe, meine Kueche zu putzen, gucke ich mir die nochmal neu an und gehe im Kopf durch,
    was davon beim Putzen Praesenz erfordert und ich das in Dissos deswegen oft ausfallen lasse.
    Also weg mit schwierig zu putzenden E-Kochfeldern oder gar Gas-Kochfeldern, her mit glattem Ceran-Kochfeld,
    das putze ich auch in meinem Disso-Schlaf.

    Mich hat sehr beruhigt, mal all die Normalos zu beobachten, die sind naemlich auch am liebsten in ihren Dissos, die koennen da nur leichter raus.

  8. #18
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 36

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    DonBoleta schreibt:
    Hallo mitspeed,

    ich bin bei Beobachtung meines Innenlebens zu aehnlichen Schlussfolgerungen gelangt.

    Wenn Du jetzt dein Aufwachen bewusst sehen kannst, herzlichen Glueckwunsch.
    Ist bei mir selten laenger als wenige Sekunden.
    Mir reicht das aber.

    Nach dieser Beobachtung kam eine Phase, in der ich immer wieder den Finger in die Wunde gelegt habe.
    Inzwischen ist das konstruktiver geworden, loesungsorientierter.

    Indirekt kann ich da ja doch eine ganze Menge beeinflussen.

    Und ich lasse mir nicht einreden, dass ich unbedingt mehr aus meinen Dissos auftauchen muss oder durch Routine mehr Alltags-Taetigkeiten in die Disso integrieren muss.
    Einige dieser Kraftakte halte ich naemlich fuer pure Energieverschwendung:-)

    Persoenlich setze ich alles daran, eine Balance aus Disso und Praesenz finden, in der ich mich wohl fuehle.

    Wenn ich bestimmtes Wissen nur in bestimmten Dissos abrufen kann, brauche ich eben feste Orte an denen ich gut in diese Disso komme.
    Ich habe zum Beispiel eine Autofahr-Disso, nur wenige Dinge entspannen mich wie Autofahren.
    Oder eine feste Umgebung zum Programmieren, an der ich nichts anderes mache, niemals.

    Wenn ich nach 20min Baumarkt oder Supermarkt nur noch fluchtreflex-gesteuerter Disso-Roboter bin,
    sollte ich alle Kaufentscheidungen bereits vorher getroffen haben oder zu allererst treffen, bevor ich vorhersehbar abtauche.

    Wenn ich mich mit meinem Psychiater unterhalten will oder bei einem Amtsbesuch Praesenz gefragt ist,
    muss ich vorher fuer Reizarmut sorgen, d.h. nicht in einem lauten Wartezimmer warten, wo ich danach nicht mal
    eben so aus der Disso komme.

    Wenn ich es nicht schaffe, meine Kueche zu putzen, gucke ich mir die nochmal neu an und gehe im Kopf durch,
    was davon beim Putzen Praesenz erfordert und ich das in Dissos deswegen oft ausfallen lasse.
    Also weg mit schwierig zu putzenden E-Kochfeldern oder gar Gas-Kochfeldern, her mit glattem Ceran-Kochfeld,
    das putze ich auch in meinem Disso-Schlaf.

    Mich hat sehr beruhigt, mal all die Normalos zu beobachten, die sind naemlich auch am liebsten in ihren Dissos, die koennen da nur leichter raus.
    Moin DonBoleta,

    wollte zu aller erst mal sagen das dein Filmchen bei Youtube über Dissos aller erste Sahne ist, bist nen feiner Kerl. Ich bin auch heilfroh das ich mich beim Aufwachen oder sonst irgendwann noch nie selber gesehen habe, das muss ja mega beängstigend sein sich aus der 3. Perspektive zu sehen. Ist ja glaube auch schon nen psychotisches Symtom.

    Hm der Rest wie du es beschreibst ist fast genauso wie bei mir. Wenn ich z.b früher ne Prüfung hatte vom dem Zeug das ich im HF ohne MPH gelernt hatte, dann musste ich mich vom Uni Prüfungsraum in mein Studentenzimmer geistig beamen und hatte dann all mein Lernzeug, Formelsammlung usw. geistig vor Augen, also so wie ich es praktisch gelernt hatte. Wenn ich geistig im Uni raum geblieben wäre, hätt ich gleich nen leeren Zettel abgeben können Das ganze war mir aber damals noch gar nicht bewusst.

    Also wenn du willentlich echt Probleme hast aus der Disso wieder raus zukommen, kann es eventuell sein, das deine MPH Dosis zu hoch oder niedrig ist? Bei mir war das mal so. Ansonsten hilft mir persönlich einmal fest die Augen zusammen kneifen oder wenns nicht anders geht bzw. Situation zulässt einfach mal motorisch Vollgas geben

    GRuss

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 436

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    mitspeed schreibt:
    Ich bin auch heilfroh das ich mich beim Aufwachen oder sonst irgendwann noch nie selber gesehen habe, das muss ja mega beängstigend sein sich aus der 3. Perspektive zu sehen. Ist ja glaube auch schon nen psychotisches Symtom.
    Oops, dann habe ich das wohl zu dramatisch formuliert. Mit "Aufwachen" meine nichts ungewoehnliches oder psychotisches. Diesen Wechsel der Perspektive habe ich jahrelang mit Achtsamkeitstraining erlernt, ist leider so eine Sache, die man nur mit regelmaessigem Ueben erlernen kann, nicht durch verstehen oder lesen.
    Wenn Du z.B. aus Gedanken aufwachst, und kriegst mit, dass vor Dir jemand sitzt und etwas gesagt hat, und den kurzen Moment, in dem Du dein Gegenueber wahrnimmst, anguckst, dich in der Situation orientierst.
    Bevor du im Kopf erstmal zurueck spulst, was gesagt wurde.
    Die ein zwei Sekunden meine ich mit Aufwachen. Alle, auch gesunde Menschem dissoziieren ja ganz oft.

    mitspeed schreibt:
    Also wenn du willentlich echt Probleme hast aus der Disso wieder raus zukommen, kann es eventuell sein, das deine MPH Dosis zu hoch oder niedrig ist? Bei mir war das mal so. Ansonsten hilft mir persönlich einmal fest die Augen zusammen kneifen oder wenns nicht anders geht bzw. Situation zulässt einfach mal motorisch Vollgas geben
    Also wenn ich wirklich unbedingt will, geht es ja meist (Ausnahme: Reizueberflutung). Aber manchmal empfinde ich das einfach als unnuetzen Kraftakt. Ich will nicht...

    Und es kostet Zeit. So ein "umswitchen" kann durchaus mal zehn Sekunden dauern.

    Inzwischen kriege ich in der Disso mit, dass ich in der Disso bin. Und manchmal finde ich es einfacher, anstatt aufzutauchen, meinen Mitmenschen zu sagen, "Du, ich bin gerade weg, erzaehl mir das mal ein Andermal, ich kann mir gerade nichts merken."

    Sowas. Ganz pragmatisch. Ich bin ab und an einfach faul:-)

    Deine Methode, dir dein Studentenzimmer vorzustellen, ist sehr interessant. Vielleicht kann ich das selber sogar irgendwie fuer mich adaptieren.
    Geändert von DonBoleta ( 4.11.2016 um 18:06 Uhr) Grund: 1. Absatz war missverstaendlich formuliert

  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 436

    AW: ADHS leben im Unterbewusstsein?

    @mitspeed, was ich dir mit alldem eigentlich sagen will:

    Ich kann nachempfinden, dass das, was du da gerade an dir beobachtet hast, ein ganz einschneidendes Erlebnis ist.

    Das ist eine ganz grosse Sache, die ganz sicher deine Wahrnehmung, und nach und nach auch dein Handeln entscheidend veraendern wird.

    Das ist wie die rote Pille in der Matrix, du kannst jetzt nie wieder zurueck.
    Geändert von DonBoleta ( 4.11.2016 um 18:07 Uhr)

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