ikka schreibt:
Wenn Du jetzt Depressiv wärst, oder ein totales burnout hättest, würd ich sofort sagen, setz Dich ins Auto, ich fahr mit Dir zur Ambulanz.
Nach allem, was du bisher beschrieben hast, hast du ja nicht einfach nur ADS ohne H, sondern du kämpfst ja auch täglich mit den Folgen: Ob man das jetzt Überforderung, Depression oder Burnout nennt, ist ja erstmal wurscht - du merkst selbst, dass du Unterstützung brauchst, um klarzukommen. Kann das deine Freundin nicht verstehen?

Ich finde es gut, dass du Therapie machen willst. Die Erfolgsaussichten sind dabei deutlich besser, wenn du zusätzlich Medikamente einnimmst.

Grundsätzlich musst du deine Freundin ja gar nicht weiter in den Prozess, den du jetzt angeschoben hast, einbeziehen. Ich denke, du solltest ihr nur noch den Fragenbogen zum Ausfüllen geben, und die Sache danach nicht mehr mit ihr besprechen - es sei denn, sie hat von sich aus Interesse daran.

Ich finde, die Haltung deiner Freundin hat aber auch etwas Gutes: Sie akzeptiert dich doch so wie du bist. D.h. du musst dich in der Therapie gar nicht so sehr darauf stürzen, so zu funktionieren wie sie und all die anderen "Leistungsträger".