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Diskutiere im Thema Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen??? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.315

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Das habe ich leider sogar schon persönlich beobachten müssen. Fürchterlich! Alle Symptome passten wie Faust aufst Auge-und die Diagnose?

    Borderline!! Reihenweise.


    Da stimmt doch was nicht...


    p.s.es war nicht meine Absicht,zu provozieren,in der Formulierung ergiebt die von mir hinterfragte Aussage einfach nur keinen Sinn. Es liest sich so ungefähr als:

    "Zwei Leute gehen mit vergleichbaren Voraussetzungen durch's Leben,einer bekommt die ADHS-Diagnose,weil..keine Ahnung!willkürlich entschieden wurde,er hätte sein Potential nicht verwirklichen können...ansonsten hat er keine Probleme.

    Dieser bekommt nun Medis und Therapie,worauf der Gesunde neidisch ist." Und zu Recht bin ich geneigt zu sagen!

    Die Lektüre des "Neid-Threads"(immer wieder gerne @ChaotSchland ) erschien mir als sinnvoll,da dieser unter vielen anderen Strängen dieser oder ähnlicher Art durch seine Kürze hervorsticht; das Ergebnis dennoch recht deutlich ausfiel.

    Mit Bezug auf eben jenen Thread ist denn schließlich meine Aussage zu Charisma und Co zu verstehen. Uff. So. Ich hoffe,jetzt ist alles verständlich? Sonst einfach nochmal nachhaken und bitte nichts persönlich nehmen! Das ist hier gar nichts!

  2. #22
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    luftkopf33 schreibt:


    p.s.es war nicht meine Absicht,zu provozieren,in der Formulierung ergiebt die von mir hinterfragte Aussage einfach nur keinen Sinn. Es liest sich so ungefähr als:

    "Zwei Leute gehen mit vergleichbaren Voraussetzungen durch's Leben,einer bekommt die ADHS-Diagnose,weil..keine Ahnung!willkürlich entschieden wurde,er hätte sein Potential nicht verwirklichen können...ansonsten hat er keine!
    Das habe ich aber so nirgendswo hingeschrieben. Von Willkür war auch nicht die Rede. Durchs Abitur fallen oder beruflich nicht erfolgreich sein sind keine Krankheiten oder Defizite. Solche Umstände können aber, wenn es einen ergänzend dazu passenden Kontext gibt, Anhaltspunkte für Ad(h)s oder sonst eine Störung sein. Man wird bei dem Diagnoseverfahren ja nicht umsonst zur Schule und Beruf befragt.
    Für sich gesehen sind meine genannten Beispiele einzeln betrachtet aber nicht pathologisch, sondern betreffen auch gesunde Teile der Bevölkerung. Auch ein gesunder Mensch kann in der Schule oder im Beruf Pech haben, mangels Intelligenz, oder Begabung oder was auch immer.

    "Einer bekommt die Diagnose weil..."

    Bei einer ad(h)s Diagnose müssen Hinweise auf Impulsivität, Unaufmerksamkeit und Hyperaktivität (nicht bei ads) vorliegen, zudem müssen sie vor dem 16ten Lebensjahr auftreten und seit mindestens 6 Monaten vorliegen (mal grad schnell Barkley aufgeschlagen). "Einer" bekommt diese Diagnose aus genau diesen Gründen.
    Ich habe die Diagnosekriterien in meinem vorigen Thread nicht ausführlich erwähnt, weil ich dachte, dass es sich von selbst versteht.

    Das Problem besteht desweiteren häufig darin, dem gesunden Zweiten zu erklären, warum bei dem gestörten Ersten eine Diagnose vorliegt. Denn oftmals sagt der Gesunde Zweite dann: "Ad(h)s habe ich auch, ich war nicht gut in der Schule und im Beruf bin ich mittelmäßig und manchmal kann ich mich nicht konzentrieren etc."
    Das sind aber nicht hinreichende Kriterien für Ad(h)s. Subjektiv empfundenes Versagen reicht nicht aus, um eine Ad(h)s zu diagnostizieren. Und das sich Gesunde manchmal nicht konzentrieren können, ist auch normal. Bei den Konzentrationsschwierigkeiten ist die Häufigkeit ein Kriterium für die Diagnose (schreibt Barkley, andere Autoren habe ich gerade nicht zur Hand).

    Kurz gesagt: Ich wollte bei den Beispielen darauf hinweisen, wie es zum Unverständnis für die Ad(h)s-Diagnose seitens von gesunden Personen kommen kann. Und erklären, dass eben aus dem Unverständnis auch Neid resultieren kann.

  3. #23
    Chef - Knuddler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.315

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Ah okay,vielen Dank für die Erklärung! Jetzt bin ich ganz und gar bei Dir!Aus irgendeinem Grund hat mein Gehirn sich da vorhin "verknotet" und ich hab' das völlig anders verstanden. Keine Ahnung,wieso. Entschuldige bitte!

  4. #24
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 66

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Ach ja, und Neid eben darauf, dass "Einer" durch seine Diagnose Therapie- und Coachingangebote, sowie Medikamente gestellt bekommt, mit denen er seine vergangenen Probleme und biographischen Mißerfolge kompensieren kann, während "Zweiter" sich mit seinem Leben wie es ist, abfinden muss.
    Das ist natürlich jetzt sehr modellhaft gedacht. Nicht alle Ad(h)sler können nach der Diagnose, die Probleme die sie haben, durch Medikamente und Therapieangebote lösen. Aber bei den Meisten ergibt sich eine positive Veränderung. Ebenso kann auch ein gesunder Mensch einen Coach einstellen, wenn derjenige in bestimmten Bereichen seines Lebens nicht zufrieden ist ( nur die wenigsten Menschen denken bestimmt an sowas).

    Darüber hinaus könnte auch Neid auf das medial verbreitete Bild der Ad(h)s-Ressourcen bestehen. Also die Kreativität, überdurchschnittliche Intelligenz, der Hyperfokus, die Eigensinnigkeit, der Hype um die Medikamente... Das sind natürlich alles teilweise romantisierte Klischees, aber sie zeigen, dass von dem Bild Ad(h)s eben eine Faszination ausgeht.

    Mir ist schon klar, dass diese Sichtweise nicht jeder teilt. Ich Habe es jetzt nur nochmal erläutert.

    Wollte jetzt aber eigentlich nicht weiter den Thread hier fremdentzwecken

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ah okay!

    Ich hab jetzt nur mal schnell noch ergänzt grad. Müsste aber selbst das Neidthema eh nochmal überdenken.

  5. #25
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Mach es auf jeden Fall, du hast nichts zu verlieren. Wenn du mit ADHS diagnostiziert wirst, dann weißt du endlich, warum dein Leben so läuft, wie es läuft und kannst es gezielt angehen mit psychiatrischer und evt. verhaltenstherapeutischer Hilfe. Wenn du es nicht hast, ist es umso besser
    Auf alle Fälle weißt du es dann aber genau.

    Kann dir bis zum Diagnosetermin übrigens das hier empfehlen: https://www.amazon.de/Das-gro%C3%9Fe.../dp/3456849796
    Geändert von klippklar ( 7.10.2016 um 11:50 Uhr)

  6. #26


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.642

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Kurze moderatorische Anmerkung an einige von euch: Bitte führt hier keine ADHS Grundsatzdiskussion, dass hilft ikka nicht weiter. Sie ist sehr unsicher was die Diagnosestellung betrifft.

    Hallo ikka,

    auch ich habe lange gebraucht, um mich zu trauen eine Diagnostik machen zu lassen. Heutzutage bin ich froh, das ich weiß was los ist. Das mein persönliches Umfeld damit Probleme hatte lag, glaube ich größtenteils daran, das es sich um etwas handelt, was ja bedeutet, das etwas im Kopf nicht stimmt. Das dies aber auch positive Eigenschaften hat, konnten sie lange nicht annehmen. Mitlerweile ist es aber völlig okay, weil sie gemerkt haben, dass ich ja nach wie vor ich bin und es ja auch Erklärungen gibt, warum einiges anders gelaufen ist. Es ist für mich auch immer noch nicht einfach zu erleben, wie sich über ADHS lustig gemacht wird oder es gar geleugnet wird. Ich denke das beim sozialen Umfeld eines ADHSlers viel Unsicherheit dabei ist und sie lieber nicht wissen wollen, was mit dir los ist.

    Es ist dein Leben, Du solltest selbst entscheiden, was Du machen möchtest und alles dafür tun, damit dein Leben wieder schön ist und dich nicht von anderen beeinflussen lassen. Das ist nicht einfach, ich weiß, aber ich bin mir sicher, das Du aufatmen wirst, wenn Du weißt woran Du bist und dann kannst Du immer in Gänsefüsschenschritte alles wieder ordnen, evtl. eine Therapie machen und wir sind ja auch noch für dich da, soweit wir das leisten können.

    Ich wünsche dir viel Kraft und die Parole ist: nicht aufgeben


    Liebe Grüße
    Sunshine

  7. #27
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    [ ... ] Gelöscht. Siehe oben

    Kurze moderatorische Anmerkung an einige von euch: Bitte führt hier keine ADHS Grundsatzdiskussion, dass hilft ikka nicht weiter. Sie ist sehr unsicher was die Diagnosestellung betrifft.
    Geändert von Alex ( 7.10.2016 um 21:24 Uhr) Grund: Siehe Edit

  8. #28
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 152

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    hey Ihr Chaoten,
    ich danke Euch fürs lesen und für die zahlreichen antworten.

    Wie gut, dass es das Internet gibt...


  9. #29
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 2.900

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Ich würde mich bezüglich Diagnose und falls nötig einer Therapie und Medikation ebenfalls auf keine Diskussion einlassen.Egal wie teuer mir
    die Person ist. Das erhöht nur wieder die (Selbst)Zweifel.

  10. #30
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 91

    AW: Warum wollen sie mir ausreden, eine Diagnose machen zu lassen???

    Hallo Ikka,

    deine Geschichte hat bei mir ziemliche Betroffenheit ausgelöst. Zu deiner eigentlichen Frage folgendes: Ich hab die Erfahrung gemacht, dass es nicht direkt Neid deiner Freundin ist, die sie so reagieren lässt, aber bisher war sie dein Helfer, mit Rat hast du dich an sie gewandt, sie hat dir zu Seite gestanden.

    Vlt. hat sie auch Angst diesen Status zu verlieren. Da es eine gute Freundin ist, kannst du bestimmt mit ihr sprechen, ihr sagen, dass sie dir sehr geholfen hat und wichtig für dich ist, aber jetzt kommt eine neuer Schritt und du wirst alle Hilfe brauchen, auch ihre.



    Noch ein paar persönliche Dankanstöße (alles subjektiv, was gut für dich ist, weißt du am besten!):

    Du scheinst ziemlich klar zu reflektieren, das ist bei dem Ganzen schon eine Leistung.

    Jeder hat sein "Päckchen", aber deines ist schon ganz schönes Packet. Ich bin nur Betroffener, keine Fachperson, aber das sollte angegangen werden. Ich würde Dir ebenfalls raten, eine Diagnose stellen zu lassen.

    Nach meinen Erfahrungen dabei sogar in einer auf ADHS spezialisierten Klinik ( z.B Bad Arolsen kann ich wärmstens emfehlen) dort kann man oft auch als privater Zahler, direkt eine 3-4 stündige Abklärung machen, kostet etwas um 300 Euro, geht aber von jetzt auf gleich. Ansonsten muss man sich halt in der Schlange anstellen, geht auch.

    Aber wie auch immer, wenn du die Diagnose hast, würde ich an deiner Stelle (will dir nichts einreden, wäre mein Vorgehen heute mit der Erfahrung von meiner Diagnose-Zeit) gleich in eine solche Klinik gehen für einige Wochen, dich dort ggf. mit Medikamenten einstellen lassen, dort bekommst du die Betreuung, die Du mit deinem Packet auf dem Rücken brauchst.

    Ich habe selbst so ein großes Packet und weiß wovon ich rede. Ich kann mir vorstellen, dass dir eine Klinik mit deinem Sohn undenkbar scheint. Aber auch da gibt es Möglichkeiten zur Unterstützung.

    Lass dich beim sozialen psychatrischen Dienst beraten. Der wird oft von der Charitas oder ähnlichem Träger getragen. Die Leute wissen in der Regel was geht. Such dir Hilfe von allen Seite, die gibt es auch kostenlos.

    Und dein Umfeld solltest du nur dann involvieren, wenn es dir hilft, du brauchts im Moment nur Hilfe, alles andere sollte schweigen oder du solltest darüber nachdenken dich zurück zu ziehen.Die Diagnose ist eines, aber dann kommts und da brauchst du jede Unterstützung.

    Ich persönlich denke, dass es ambulant sehr schwer wird, das aufzufangen, was da erstmal kommen könnte. Was du erlebt hast und die Last die du seit Jahren getragen hast, könnte dich ziemlich umreißen. Muss nicht sein, bei mir war es so.

    ADHS ist meist nur die Spitze des Eisbergs. Wenn man die abgetragen hat, kommt die Kindheit und die Jahre die mit der Krankheit erlebt wurden, evtl. Verhaltenstörungen, evtl. Trauma, evtl. Depression, die ganze Aufarbeitung.
    Ich würde heute diese Arbeit und es ist eine, nicht mehr ambulant beginnen, später natürlich, aber den Beginn würde ich nur noch in einer spezialisierten Klinik machen. Das ist meine persönliche Erkenntniss.



    Aber eines hast Du schon geschafft, du stehst und du kümmerst dich, dann wird alles gut!

    Beste Grüße Sebastian
    Geändert von Hyppie ( 8.10.2016 um 17:51 Uhr)

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