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Diskutiere im Thema Leben umkrempeln im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    Leben umkrempeln

    Hallo Ihr,

    Bei mir wurde die Diagnose vor etwa einem halben Jahr gestellt. Ich arbeite mit Kindern, habe leider keine Freunde und wohne mit meinen 34 bei meinen Eltern. Ich bin sehr unsicher, ängstlich, zurückhaltend und abhängig von meinen Eltern. Nun hat mir meine Therapeutin geraten meine Stelle zu kündigen und weiter weg zu ziehen. Neu anfangen, weg von meinen Eltern. Ich weiss, dass sie recht hat, um weiterzukommen muss ich was ändern. Aber ich habe nette Kolleginnen und mag die Kinder, ich habe Angst zu kündigen, Angst zu versagen, angst das es schiefgeht, wenn ich woanders mir eine Stelle suche. Ich weiss nicht, was ich machen soll. bin grad so am verzweifen und zweifeln.

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 477

    AW: Leben umkrempeln

    Liebe nicki82,

    ich halte das auch für zu viel auf einmal.

    Und einen sicheren Job kündigen der mir auch noch Spaß macht? Das würde ich auch nicht machen.

    Vielleicht wäre es für den Anfang ja eine Option, Dir erst mal "nur" eine eigene Wohnung zu suchen und so aus der Abhängigkeit Deiner Eltern zu kommen.

    Das wäre doch auch schon eine Veränderung und könnte ein guter Anfang sein.

    Ich wünsche Dir alles Gute!

    LG Lady

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 288

    AW: Leben umkrempeln

    Das sehe ich auch so, warum solltest du einen Job kündigen, wenn du dich dort wohlfühlst? Oder bist du auch finanziell von deinen Eltern abhängig, verdienst du auf deiner Arbeit nicht genug Geld für eine eigene Wohnung?
    Denn ich finde auch, dass du mit 34 Jahren von deinen Eltern wegziehen solltest.
    Hilft deine Therapeutin dir bei der Aufarbeitung deiner Probleme?

    Liebe Grüße
    Jekaterina

  4. #4
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 10

    AW: Leben umkrempeln

    Hallo Ihr,

    ich bin immer noch nicht weiter gekommen. Ich habe so große Hoffnungen auf die Unterstützung meiner Therapeutin gesetzt. Leider ist eher das Gegenteil der Fall. Ich bin nun innerlich so weit, dass ich mir eine neue Arbeitsstelle suchen möchte, da ich nur noch ungern zur Arbeit gehe. Leider habe ich bis jetzt noch keine neue Stelle gefunden. Ich hab überlegt, mcih weiterweg zu bewerben, aber ich habe Angst ohne meine Eltern mein Leben nicht zu schaffen, alleine und einsam zu sein. Ich habe meiner Therapeutin gesagt, dass ich Angst habe es ohne meine Eltern nicht zu schaffe, weil ich sie brauche, da hat sie mich total angemeckert, die Therapie bringt nix, wenn ich nicht was ändern will und wenn ich sage ich brache meine Eltern würde ich mich wie ein Kind im Strampelanzug verhalten. Mich hat das total verletzt. Ich bin alleine und daher brauche ich einfach meine Eltern. Nun weiss ich gar nicht mehr, was ich will und was ich machen soll. Ich habe erst überlegt, 900 km weg von meinen Eltern richtung Hamburg zu ziehen, dann kann ich nicht mal schnell nach Hause und muss dort bleiben und mir was aufbauen. Aber mir steht, trotzt meines Wunsches nach Veränderung meine Angst und die Angst ohne meine Eltern leben zu müssen im weg.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.472

    AW: Leben umkrempeln

    Es gibt ja vllt.die Möglichkeit dir in der Nähe deiner Eltern was eigenes aufzubauen? 50- 100 km reichen ja auch!
    Ich würde da auch meinem eigenen Instinkt trauen und nichts übers Knie brechen-Therapeut können ihre Meinung sagen aber du entscheidest was sich für dich richtig anfühlt!

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 560

    AW: Leben umkrempeln

    Ich würde erst einmal für den Anfang vllt. nicht so weit von den Eltern entfernt mir eine Wohnung suchen, wie es hypie1 auch schon vorgeschlagen hat. Wenn es nicht
    zu weit weg ist, brauchst du auch deine Stelle nicht aufzugeben. Ja, Therapeuten können ihre Meinung sagen, aber entscheiden musst du es alleine. Wenn die
    Therapie dir im Moment nichts bringt, sondern es dir im Gegenteil schlechter geht würde ich über eine Beendigung oder zumindest darüber nachdenken, die Termine
    nicht mehr wöchentlich, sondern vllt. nur 1x im Monat zu vereinbaren. Da hättest du erst einmal nicht den Stress mit der Therapie, denn ich denke dich macht es
    fertig, was die Therapeutin da zu dir sagt.
    Drücke dir die Daumen.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 2.000

    AW: Leben umkrempeln

    nicki82 schreibt:
    Hallo Ihr,

    Bei mir wurde die Diagnose vor etwa einem halben Jahr gestellt. Ich arbeite mit Kindern, habe leider keine Freunde und wohne mit meinen 34 bei meinen Eltern. Ich bin sehr unsicher, ängstlich, zurückhaltend und abhängig von meinen Eltern. Nun hat mir meine Therapeutin geraten meine Stelle zu kündigen und weiter weg zu ziehen. Neu anfangen, weg von meinen Eltern. Ich weiss, dass sie recht hat, um weiterzukommen muss ich was ändern. Aber ich habe nette Kolleginnen und mag die Kinder, ich habe Angst zu kündigen, Angst zu versagen, angst das es schiefgeht, wenn ich woanders mir eine Stelle suche. Ich weiss nicht, was ich machen soll. bin grad so am verzweifen und zweifeln.
    vielleicht fängst du etwas "kleiner" an und machst erst mal eine Reha. Dann behälst du deine Stelle und bist für ein paar Wochen von deinen Eltern weg.
    Ich selber finde es auch ungewöhnlich, wenn man mit 34 noch bei den Eltern lebt, kann aber verstehen, dass du von dem Vorschlag der Therapeutin überfordert bist-

  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 102

    AW: Leben umkrempeln

    Therapeuten sind auch nur Menschen. Und es ist nirgendwo in Stein gemeißelt, dass sie mit ihren Ratschlägen immer Recht haben.

    Ich würde diesen Ratschlag (mehr ist es nicht) auch wirklich ernsthaft überdenken. Wenn Du diesen Weg gehen willst, würde ich, vorausgesetzt, deine finanzielle Situation erlaubt dies, zunächst eine eigene Wohnung suchen. Dazu muss man aber auch mehr wissen.

    Bist Du in der Lage, trotz ADHS eine eigene Wohnung zu halten und zu führen? Mit Sicherheit hast Du bei deinen Eltern zuhause ein entsprechendes Refugium, ist dieses schon von Dir geführt? Wenn nicht, wäre es eine gute Idee, dieses erst mal selber zuhause zu übernehmen. Selber Ordnung halten. Ansonsten, falls Du dies schon machst, wirst Du dies auch in einer eigenen Wohnung machen können.

    Als ich von zu Hause ausgezogen bin (und das war faktisch mit kurzen Unterbrechungen schon mit 16) sah man den Buden/Wohnungen durchaus an, dass ich das nicht konnte. Meine Freunde kannten das schon. Wenn Sie zu Besuch kamen, schaute es aus, als hätte eine Bombe eingeschlagen. Es war Usus, dass sie so ganz nebenbei mal grob durchgeräumt haben, wenn sie da waren. Peinlich, aber wahr.

    Erst meine damalige Freundin (und jetzige Frau) hat es geschafft, ein System zu schaffen, in dem ich gut funktioniere und alles seinen festen Platz hat. Und erst jetzt mit fast 53, nach dem ich vor einigen Wochen die Diagnose hatte, bin ich in der Lage, dies nach und nach in meinen privaten Refugien einzuführen und ein System zu schaffen.

    Ich bin eher der Freund der kleinen Schritte. Nicht alles auf einmal. Vom Saulus zum Paulus wird man nicht über Nacht.

    Der wichtigste Schritt ist ja schon mal getan. Du hast ADHS diagnostiziert bekommen. Das setzt voraus, dass Du Dir irgendwann mal eingestanden hast, dass da was nicht stimmt. Und dass Du was unternommen hast, es zu ändern.

    Nach dem mir klar wurde, dass ich wohl auch zu den 5% Betroffenen dieser Varianz gehöre, habe ich mich eingehend mit der Thematik auseinander gesetzt und damit gelernt, den Hebel an der richtigen Stelle anzusetzen.

    Mir ist klar geworden, dass mich das auf eine lange (und nebenbei bemerkt aufregende) Reise schickt, wenn ich mich darauf einlasse. Im Moment verzichte ich noch auf Medikamentation und versuche raus zu finden, wie weit ich es auch so schaffen kann. Da werde ich wohl auch noch eine Weile für brauchen.

    Aber die ersten Schritte sind getan, und mein Büro, insbesondere mein Schreibtisch, ist seit Mitte September aufgeräumt und übersichtlich. Und das ist für mich Rekord.

    Ähnliches, ob mit oder ohne Medikamente, würde ich Dir auch empfehlen. Fang mit kleinen Schritten an und versuche kleine Teilprobleme anzugehen. Das bringt meiner Meinung nach mehr als die empfohlene Holzhammermethode deiner Therapeutin.

    Nebenbei bemerkt, falls Du weit weg ziehst, müsstest Du ja auch die Therapeutin wechseln. Und deine jetzige Therapeutin würde wohl nie erfahren, ob diese von ihr vorgeschlagene Methode Erfolg hatte oder nicht...

    Und immer daran denken...Du bist nicht nur ihr Patient, sondern vor allen ist sie Deine Therapeutin. Also sie muss dir helfen, dafür wird sie bezahlt. Du wirst nicht dafür bezahlt, ihr gefällig zu sein.

  9. #9
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.614

    AW: Leben umkrempeln

    nicki82 schreibt:
    Hallo Ihr,

    ich bin immer noch nicht weiter gekommen. Ich habe so große Hoffnungen auf die Unterstützung meiner Therapeutin gesetzt. Leider ist eher das Gegenteil der Fall. Ich bin nun innerlich so weit, dass ich mir eine neue Arbeitsstelle suchen möchte, da ich nur noch ungern zur Arbeit gehe. Leider habe ich bis jetzt noch keine neue Stelle gefunden. Ich hab überlegt, mcih weiterweg zu bewerben, aber ich habe Angst ohne meine Eltern mein Leben nicht zu schaffen, alleine und einsam zu sein. Ich habe meiner Therapeutin gesagt, dass ich Angst habe es ohne meine Eltern nicht zu schaffe, weil ich sie brauche, da hat sie mich total angemeckert, die Therapie bringt nix, wenn ich nicht was ändern will und wenn ich sage ich brache meine Eltern würde ich mich wie ein Kind im Strampelanzug verhalten. Mich hat das total verletzt. Ich bin alleine und daher brauche ich einfach meine Eltern. Nun weiss ich gar nicht mehr, was ich will und was ich machen soll. Ich habe erst überlegt, 900 km weg von meinen Eltern richtung Hamburg zu ziehen, dann kann ich nicht mal schnell nach Hause und muss dort bleiben und mir was aufbauen. Aber mir steht, trotzt meines Wunsches nach Veränderung meine Angst und die Angst ohne meine Eltern leben zu müssen im weg.
    Guten Morgen, Nicky,

    du scheinst ja eine Therapeutin zu haben, die sich mit ADHS nicht auskennt.

    Auch wenn du 900 km weg ziehst, die ADHS bleibt dir. Auch im nächsten Kindrrgarten wird es laut sein.

    Was hat dir eigentlich der Arzt empfohlen, der dich diagnostiziert hat?
    Hast du schon Medikamente ausprobiert?

    Ich finde die Idee mit der Reha gut.
    Schau dich hier im Forum um oder frag beim ADHS Deutschland e. V. nach.

    Alles Gute!
    Gretchen

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 560

    AW: Leben umkrempeln

    Also die Vorschläge von Elwirrwarr und Gretchen finde ich sehr gut. Das solltest du dir für den Anfang wirklich überlegen.

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