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Diskutiere im Thema Leben umkrempeln im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Leben umkrempeln

    mich würde interessieren, warum die Therapeutin so einen radikalen Schritt vorschlägt. sie hat natürlich Recht damit, dass eine Therapie zwecklos ist, wenn du dich nicht änderst. also, was schlägst du stattdessen vor ?
    du schreibst, du brauchst deine Eltern und ich denke, das ist der entscheidende Knackpunkt. sie meint, du solltest dich von deinen Eltern abnabeln und ich vermute, sie schlägt dir einen radikalen Schritt vor, weil es bei dir in kleinen Schritten nicht geht.

    du musst dir schon genau die Frage stellen, was du mit der Therapie überhaupt erreichen möchtest. ist es ernsthaft dein ziel, auch weiterhin deine Eltern zu brauchen ? was genau möchtest du eigentlich aus deinem Leben machen?

    Dass du Angst hast ist verständlich. aber die werden nicht gehen, wenn du weiterhin Sicherheit im Elternhause suchst und dich vor jeder Veränderung in deinem Leben fürchtest. Du muss mal etwas wagen, damit du lernst, was du kannst und was nicht und was du auch aus eigener Kraft schaffst

    sorry, aber ich denke, es gibt einen guten Grund, warum sie so radikale Veränderungen vorschlägt. eine Nabelschnur kann man nicht langsam über Jahre trennen, man muss sie durchschneiden. eigentlich hätte das schon vor Jahren passieren müssen.

    Es gibt keine wirklichen Sicherheiten, aber wir sind hier in Deutschland, nicht im Dschungel, du riskierst nicht dein Unglück und dein Leben, wenn du mal flügge wirst und das elterliche haus verlässt.

    Küken müssen irgendwann auch mal ihre Flügel spreizen und was wagen. willst du noch mit 40 zu Hause leben? oder wartest du darauf, einen Mann zu finden, der deine Eltern ersetzt ? oder erwartest du von deiner Therapeutin, dass sie für dich das Leben in die Hand nimmt ? das wäre der falsche Weg. das musst du schon selbst machen

    Werde dir klar, was du vom Leben erwartest. Es ist beängsitgend, aber es ist nunmal so, dass du das Nest eines Tages verlassen musst. Ganz besonders, wenn du davor Angst hast und meinst, du brauchst noch deine Eltern. irgendwie klingt das alles so, als wolltest du gar keine Veränderung.

    Veränderungen tun erstmal weh, ich weiß, aber langfristig sind sie einfach die bessere Lösung.

    ich glaube, du bremst dich gerade selbst sehr aus.

    Du bist 34. Es ist an der Zeit, erwachsen zu werden. Nur Mut, andere haben das auch geschafft.

    ich weiß, harte Worte und sie werden dir nicht so gefallen wie die anderer. Aber du schadest dir selbst, wenn du dich ewig in Watte packst und versuchst, alles möglichst "komfortabel" zu erreichen. Wenn du Ängste überwinden willst, so musst du dich ihnen stellen, sonst gewinnen sie Macht über dich.

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Leben umkrempeln

    Ich habe immer noch nix geändert. Doch etwas ,meine innere Einstellung zur Arbeit habe ich geändert. Mir gefällt die Arbeit im Kiga nicht mehr und ich möchte gerne die Stelle wechseln. Nun mit tausend Möglichkeiten im Kopf bin ich komplett überfordert. Heute so, morgen so und immer ohne Plan vergeht die Zeit und ich komme nicht vorwärts. Ich möchte mich von meinen Eltern lösen, also weiter weg ziehen, dann aber doch wieder Angst und vielleicht im Umkreis von einer Stunde suchen, zum Freunde finden passt eher die Großstadt, aber ich mag lieber das Landleben, da gibt es aber nicht viele Freunde zum kennenlernen, außerdem ist meine Sehnsucht nach einer Beziehung sehr groß, ich möchte Familie, aber ich möchte meine Kinder mit ihren Großeltern auswachsen sehen. Oh mann, so geht das doch nicht. Habt ihr mir einen Tip`? Bin für jede Hilfe dankbar

  3. #13
    OMMM-Beauftragte

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 5.735

    AW: Leben umkrempeln

    hm, mal eine ganz andere Denkweise: Kannst du mit deinen Eltern darüber sprechen, dass du total unglücklich so bist? Das du lieber auf eigenen Beinen stehen möchtest, aber so große Angst hast, ohne sie nicht klar zu kommen? Kannst du sie bitten, dir zu helfen, flügge zu werden?

  4. #14
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADS / ADHS
    Forum-Beiträge: 1.309

    AW: Leben umkrempeln

    Was hat denn deinen Sinneswandel bezüglich der Arbeit ausgelöst. Dir gefiel es doch dort sehr gut. Hängt das mit dem Gespräch mit deiner Therapeutin zusammen.?
    Ich denke du solltest erst einmal einen kleinen Schritt machen und dir eine kleine eigene Wohnung suchen und die Arbeitsstelle erst einmal behalten. Sicher, du kannst
    dich inzwischen ja mal umschauen nach einer anderen Stelle, aber da würde ich nichts überstürzen. Sprich auch ruhig, wie schon einige Vorschreiber geschrieben haben
    mit deinen Eltern und sag ihnen, du möchtest gerne eine eigene Wohnung. Ich würde da an deiner Stelle nichts überstürzen. Vielleicht hilft dir auch eine Pro- und Contraliste
    weiter. Schreib auf welche Vor- und Nachteile z.B ein Stellenwechsel hat usw. Ich hoffe, du verstehst was ich damit sagen will.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 601

    AW: Leben umkrempeln

    Also ganz ehrlich, bevor Du 900 Km weit weg ziehst solltest Du Dir vielleicht ehr eine neue Therapeutin suchen , da kann ich mich nur der Meinung meiner Vorredner anschliessen.
    Sorry, aber die Frau hat einen an der Waffel. Ich meine welcher vernünftige Mensch rät jemandem der einen guten Arbeitsplatz hat an dem er sich wohl fühlt , aufzugeben ?.
    Mach das nicht!, ich meine geht's noch ?. Und das wegen bei den Eltern ausziehen ist ja o.k, aber warum denn sooo weit weg?, langt es nicht in der eigenen Stadt/Dorf was zu suchen, ich meine für Dich wird das eine total neue Lebenserfahrung werden, welches sicher kein Fehler ist, aber immer langsam mit den jungen Pferden.
    Ich bin auch der Meinung das Du die Sache langsam , aber sicher angehen solltest, Step by Step. Und die Therapeutin könnte Dir dann zum Beispiel dabei helfen eine Wohnung zu finden, wie wäre denn das? wenn sie Dir "aktiv" dabei hilft und Dir Mut macht und Dir hilft Dein Selbstvertrauen zu stärken, das wäre doch super, oder?.
    Aber eine Therapeutin die einer ADHS/ADS' lerin eine Holzhammer Therapie vorschlägt ist glaube ich nicht die richtige Therapeutin für Dich, dann suche Dir lieber eine neue Therapeutin die Fähig ist auf Dich und Deine Bedürfnisse einzugehen, ganz ehrlich und auch hier kann ich mich der Meinung von meinen Vorrednern nur anschließen, die Frau wird bezahlt um Dir zu helfen, nicht um Dich arbeitslos zu machen .
    Wenn Du gute Freunde hast , weihe sie doch in Dein Vorhaben Dir eine eigene Wohnung zu suchen ein, die/der ein oder andere hilft Dir vielleicht gerne dabei Dein Vorhaben in die Tat um zu setzen.
    Ich wünsche Dir jedenfalls alles Gute und gutes Gelingen.
    Lieber Gruß
    yuna


    Do what's right for you, as long as it don't hurt no one (Elvis Presley)

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Leben umkrempeln

    Liebe nicki!

    Meiner persönlichen Meinung nach, denkst du in viel zu großen Schritten.
    Wegziehen, Arbeit aufgeben, Freunde finden, Familie gründen, Eltern zu Großeltern zu machen, mir wird ja beim Lesen schon ganz schwindelig.
    Fang doch mit dem ersten Schritt an, dem Auszug, wenn der gerade das Wichtigste ist.
    Du fällst da aber auch von einem Extrem ins andere. Eben wohnst du noch abhängig von den Eltern und nun willst du gleich fast 1000 km weit weg alleine leben. Das das Angst auslöst, kann ich mir lebhaft vorstellen.
    Ich kenne deine Eltern nicht. Von ihrem Verhalten würde ich aber abhängig machen, ob ich im gleichen Ort bleibe, oder ob ich ein paar Kilometer in Kauf nehme, damit sie nicht alle naselang bei mir auf der Matte stehen.

    Dann die Entscheidung, ob Grostadt oder Land. Beides hat seine Vor- und Nachteile um Freunde zu finden.
    Anonymität der Großstadt, wo ein Nachbar, den anderen nicht kennt, auf der anderen Seite ein schweres Hineinkommen in gewachsene Gemeinschaften, wie es das dorfleben aufweisen kann. Was es dann besonders schwer macht Freunde zu finden, wenn du eher zurückhaltend bist.
    Aber auch da gibt es ja ein Zwischending, wie eine kleinere Kleinstadt oder ländlicher Stadtrand.

    Ich frage mich auch, warum es dir an der bisherigen Arbeit nicht mehr gefällt? Du hattest es doch als sehr angenehm beschrieben. Ist es etwas , was dich verfolgen könnte, wie die Arbeit mit Kindern nun mal mit sich bringt. Der Lärm, die Unruhe z.B. dann wird sich das auch in einem anderen Kiga nicht ändern. Stress mit Kollegen könnte auch wieder auftreten, egal, wo du arbeitest, ist abhängig, wodurch der Stress entstanden ist.

    Der Wunsch Familie zu haben, ist verständlich, wer will das nicht? Solange es nicht der Versuch ist, die Abhängigkeit zu den Eltern durch eine Abhängigkeit an einen Partner auszutauschen, der dann den Part der Eltern übernimmt und für dich sorgen soll!
    Also lieber erst mal eine Weile alleine leben, was nicht bedeutet keinen Partner zu haben, aber eben in getrennten Wohnungen.

    Deine Th. verstehe ich auch nicht so recht, wenn sie dir da die Pistole auf die Brust setzt. Wenn dir alles so leicht fiele und es keine Gründe dafür gäbe, dass du noch in einem Abhängigkeitsverhältnis lebst, würdest du das ja längst ändern und nicht in Therapie sein.
    Ein Therapeut sollte mit dir Wege erarbeiten, dir Möglichkeiten für veränderungen zeigen, dich dabei durch Unterstützung begleiten und nicht dich mit Erpressung in eine Lebensform pressen wollen, für die du scheinbar nicht nicht weit genug bist.

    LG lillith

  7. #17
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 1.647

    AW: Leben umkrempeln

    Sehe ich auch so.Kleine Veränderungsschritte mit Begleitung können teilweise viel mehr bewirken als das Leben auf den Kopf zu stellen und damit dann evtl.zu scheitern.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Leben umkrempeln

    Hallo

    Ich danke euch für eure Antworten. Mein Problem ist einfach, dass ich so vieles ändern möchte und nicht weiss, wo ich anfangen soll das ich leider nix mache. Das kritisiert meine Therapeutin auch. ich muss was ändern, damit sie mir helfen kann und ich will auch was ändern, ich will selbstständig und erwachsen werden, ich will Freunde finden und glücklich sein. Ich will von der Arbeitsstelle weg und eine neue suchen, ich komme mit den Kolleginnen nicht mehr klar und gehe jeden Tag ungern zur Arbeit.

  9. #19
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 113

    AW: Leben umkrempeln

    Ja, dass sehe ich genauso , viel zu viele Ziele auf einmal.
    Mach dir doch eine Prioritätenliste, also, dass was dir am Wichtigsten erscheint an erster Stelle, dann das 2-Wichtigste usw.!
    Und dann arbeite das Schrittchen für Schrittchen ab.

    Es kann ja sein, dass die Arbeitsstelle zu wechseln, für dich wichtiger ist, als aus dem Elternhaus auszuziehen. Dann schau, wo du dich bewerben kannst. Willst du auf jeden Fall von Zuhause weg, dann wäre es natürlich wichtig, dass du dich auch an deinem neuen Wohnort bewirbst und umziehst, wenn du die Stelle hast.
    Es kann ja auch sein, dass du dich zwar in HH bewerben möchtest, dort aber nichts findest, aber in deiner Nachbarstadt ist gerade was frei, dann nützt dir ein Umzug nach HH rein gar nichts.
    Es geht also alles ein bisschen ineinander über.

    Na gut und die Therapeutin müsstest du ja auch wechseln, wenn du zu weit weg ziehst. Schaffst du es schon ohne therapeutischen Unterstützung in einer für dich so anstrengenden Zeit?
    Das heißt, wenn du weit wegziehst, verlierst du erst mal alle wichtigen Beziehungen, deshalb vielleicht doch eher eine Lösung suchen, die dich nicht gleich so ganz ins eisige Wasser wirft.

    Irgendwie denke ich gerade, ich verwirre dich noch mehr. Das aufzudröseln und für dich das Beste zu finden, könnt ihr aber in der Th. bearbeiten. Eine Veränderung braucht nun mal eine gute Planung und die kann eine Therapeutin gut begleiten.
    Eine Veränderung tritt ja schon ein, wenn du dich mit dem Verändern befasst und nicht erst, wenn du es durchziehst. das heißt, du bist schon mittendrin im Verändern!

    LG lillith

  10. #20
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.750

    AW: Leben umkrempeln

    jede Reise beginnt mit einem Schritt.
    Wenn ich lese, dass du dir einen Kopf machst, wohin du jetzt ziehst, du hast noch keinen Partner,ziehst gerade erst von zu Hause aus und wirst flügge, planst aber schon, wo deine Kinder aufwachsen, dann machst du dir viel zu viele Gedanken. Für die Kinder ist es übrigens erstmal wichtig, dass ihre Mutter auf eigenen Füßen steht, oder ? viel wichtiger als die Nähe ihrer Großeltern. Wenn deine Therapeutin meint, es sei ein richtiger Schritt, dann vertraue ihr doch mal und gehe den Umzug an. dort suchst du dir dann halt irgendwann, wenn du angekommen bist eine schöne Stelle. Es muss doch gar nicht so weit weg sein, nur eben weit genug zum Abnabeln. dann kannst du auch erstmal weiter arbeiten gehen, bis du eine Idee hast, was du beruflich ändern möchtest. wenn du bisher auf dem Land gewohnt hast, dann probiere doch mal das Stadtleben aus oder umgekehrt. du musst dich nicht für den rest deines Lebens festlegen, du bis noch auf der suche und darfst noch ein paar Mal Stelle und Wohnung wechseln, also suche nicht gleich die perfektionistische Lösung, manchmal muss man erstmal ausprobieren, was für einen das richtige ist, das kann man nicht vorher planen, das muss man tun und dann Erfahrungen sammeln. niemand bleibt eigentlich in der ersten Wohnung, die ern ach dem auszug zu Hause bezogen hat. Ich habe das GEfühl, du kannst nicht allzuviel falsch machen, _jede_ Veränderung ist eine Verbesserung, da du eine Menge über dich lernst, was du nicht kannst, so lange du zu Hause lebst. Wenn ein küken aus dem Nest fliegt, dann baut es auch nicht als erstes ein neues Nest und legt Eier, nein, es testet erstmal seine FLügel und genießt das Neue und Aufregende.

    mach einfach, es wird schon nicht falsch sein und wenn doch, so korrigierst du es halt. Das Leben ist ein einziges Try and error. Nur: verändere was, es wird Zeit !

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