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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 39

    Immer verhaltensauffälliger!

    Hallo Leute,
    ich bins mal wieder und wieder mit einer neuen Frage.

    Irgendwie weiß ich nicht mehr wohin mit mir... ich komme manchmal mit mir selber nicht klar, denn irgendwie verhalte ich mich immer auffälliger, ist das bei Euch auch so?
    Also ich meine, ich lasse mich immer mehr fallen, weil ich einfach nicht der Norm entspreche, ich kann mich einfach nicht anpassen und es kommen vor allem Kommentare von Leuten, die mich schon sehr lange kennen, von wegen "so kenne ich dich gar nicht mehr". Ich habe es satt, ich kann einfach nicht so tun als ob ich dazu gehöre, ich schaffe es nicht mehr. Ich bin jetzt noch hyperaktiver denn je, aber andererseits trete ich ständig weg und lebe noch mehr in meiner Welt als vorher, sodass ich, wenn ich irgendwie in großen Gemeinschaften bin irgendwann nicht mehr spreche, gar nicht mehr geistlich da bin und ständig "weglaufe". Also das heißt, ich fange an irgendwie Faxen zu machen, wie mit Armen wedeln, flattern zu summen und mich im Kreis zu bewegen oder auf und ab zu gehen, so fühle ich mich am wohlsten. Das klingt irgendwie bescheuert, weil es komisch aussieht, wenn sich einer von den anderen abkapselt und sich alleine im Kreis dreht und nicht mehr ansprechbar ist, aber so ist es nicht mehr anstrengend und ich bin weniger frustriert, dass ich mich nicht so benommen habe, so wie es sich gehört.

    Ich bin auch gestern zurück vom Seminar, weil ich ein FSJ mache und auch dort habe ich mich fallen gelassen und war wirklich so wie ich bin und das Bedürfnis habe mich zu verhalten, weil es nun mal ich bin. Da wurde ich aber auch angesprochen, ob ich ein Problem habe, weil ich ständig weg bin und wenn es mir zu viel war, ich mich im Hintergrund aufgehalten habe und irgendwelche Faxen gemacht habe, aber ich muss echt sagen, ich habe mich nicht mehr schlecht gefühlt, weil ich alles rausgelassen habe und nicht mehr mit Zwang irgendwie dabei war und ich wurde trotzdem nicht ausgeschlossen, ich wurde sogar immer angetippt, wenn es weiter geht und und und....

    Ist das bei Euch auch so? Ich kann nicht mehr schreiben, weil ich kein Plan habe wie ich mich weiter ausdrücken soll, aber ich hoffe es ist verständlich!

    P.S.: Irgendwie habe ich Angst, dass ich unbewusst simuliere, kp warum, aber weil es immer schlimmer wird mit meinem Verhalten.

    LG Dani_97

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 223

    AW: Immer verhaltensauffälliger!

    Hallo Dani_97!

    Dass die Symptome stärker werden mit den zunehmenden Anforderungen des "Erwachsenen-seins", kommt ja häufig vor. Was du schilderst, scheint mit außerdem auf eine deutliche Krise hinauszulaufen.

    Da ich sonst nichts über dich weiß, kann ich nur ins Blaue empfehlen, dir professionelle Hilfe zu suchen. Du bist ja offenbar noch jung und kannst den weiteren Verlauf deines Lebens noch beeinflussen. Außerdem wäre es sinnvoll, die Verdachtsdiagnose bestätigen zu lassen. Vielleicht ist es ja auch etwas anderes und du brauchst ganz andere Hilfe.

    Beste Grüße

    Addy

  3. #3
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Immer verhaltensauffälliger!

    Danke für die Antwort! Ich habe den nächsten Termin am 26.09., mal schauen was sie sagen wird.

    Es ist nur so alles schwierig zu beschreiben, was man fühlt... mir ist auch aufgefallen, seitdem ich ein FSJ im Kindergarten mache, hat sich das nochmals alles verschlimmert. Eigentlich geht es mir etwas besser, seit ich anfange mich zu akzeptieren, aber je mehr ich mich weiter akzeptiere desto weiter falle ich in die Symptomatik rein. Wenn es ganz stressig ist, habe ich das Gefühl, dass ich alles verlernt habe, was das soziale und kommunikative angeht. Ich schaue keinem Menschen mehr in die Augen (ok, das fiel mir schon immer schwer), kann keine Emotionen mehr zeigen, ein Lächeln fällt mir schwer oder ich habe Angst, dass ich jemanden trösten muss( ok, das war auch schon immer ein Problem). Außerdem zeige ich irgendwie noch weniger Interesse an anderen Menschen. Mit meinen Arbeitskollegen unterhalte ich mich gar nicht, ich blende sie aus und bin nur in meiner Welt.

    Ich habe das Gefühl, dass ich mir mein ganzes Leben lang was vorgemacht habe. Ich rede mir ein, dass ich als Kind offen und neugierig war, aber meine Mutter meinte, das war nicht so und ich rede mir ein, dass ich ja so extrovertiert bin -manchmal bin ich es-, aber in echt, also die meiste Zeit, dass was mir mein Inneres sagt ist, dass ich mich eigentlich von der Umwelt abkapsele und lieber in meiner Welt bin. Vieles, was ich eigentlich schon immer hatte, sehe ich immer deutlicher, weil ich darauf irgendwie jetzt immer achte.

    Ich weiß auch nicht, was ihr mir dazu schreiben solltet, aber es musste einfach raus!

    LG Dani_97

  4. #4
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.319

    AW: Immer verhaltensauffälliger!

    Hallo Dani_97,

    Ich weiß auch nicht, was ihr mir dazu schreiben solltet, aber es musste einfach raus!
    Ich schreib dir mal ne PM.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 124

    AW: Immer verhaltensauffälliger!

    Hi Dani_97,

    Dani_97 schreibt:
    Ich habe das Gefühl, dass ich mir mein ganzes Leben lang was vorgemacht habe. Ich rede mir ein, dass ich als Kind offen und neugierig war, aber meine Mutter meinte, das war nicht so und ich rede mir ein, dass ich ja so extrovertiert bin -manchmal bin ich es-, aber in echt, also die meiste Zeit, dass was mir mein Inneres sagt ist, dass ich mich eigentlich von der Umwelt abkapsele und lieber in meiner Welt bin. Vieles, was ich eigentlich schon immer hatte, sehe ich immer deutlicher, weil ich darauf irgendwie jetzt immer achte.
    ich erkenne mich in den Schilderungen von dir durchaus wieder, gerade was den Punkt mit der Differenz zwischen Selbsteinschätzung und Fremdeinschätzung anbelangt - die kann manchmal wirklich krass auseinander driften. Nach außen wirke ich z.B. für viele sehr selbstbewusst, gefühlsneutral bis kühl und ausgeglichen. In meinem Innern sieht das aber ganz entschieden anders aus; meist wirke ich auch dann noch äußerlich ruhig, wenn in mir drin bereits die Hölle losbricht. Leider trifft das sowohl für negative wie positive Emotionen zu, was die Beziehungsebene nicht gerade einfacher macht - meine Frau kann meine Liebe nunmal nicht nachfühlen oder (wie ich es mir immer wieder wünsche) irgendwie auf wundersame Weise "erspüren". Ich müsste es ihr frei heraus häufiger sagen, sie einfach spontan umarmen, beim Spazierengehen wie selbstverständlich die Hand halten usf. Alles Dinge, die ich gerne täte, aber all dies kostet Überwindung, obwohl ich vom Gefühl her gar kein Problem damit hätte, praktisch aber leider schon.

    Damit wären wir wieder bei diesem verflixten Problem: Die Hassliebe bezüglich Körperlichkeit. In der Fantasie ist das alles erstrebenswert und stellt gar keine Schwierigkeit dar; im Gegenteil: ist sogar ein Bedürfnis, eine Sehnsucht! Aber sobald die Praxis an der Tür klingelt, stellen sich Widerstände ein, die man sich selbst nicht erklären kann. Bis ich endlich verstand, dass ich KEIN Beziehungstyp bin (Sehnsucht und Fantasie sowie gute Absichten machen noch keine Beziehungsfähigkeit aus), dauerte es geraume Zeit. Erst seit relativ kurzer Zeit verstehe ich außerdem, dass meine Mitmenschen meine inneren Verfassungen nicht nachvollziehen können, ebenso sehen sie mir nicht an, wenn ich mich unsicher und verletzlich fühle. Das müsste ich nämlich zeigen!

    Du bist nicht allein.

    Herzlich grüßt
    HS

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