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Diskutiere im Thema Einfach mal Luft machen.... im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Ich hab schon ambulante Therapien hinter mir und muss sagen, dass mir diese auch viel gebracht haben.. Aber an ein paar ganz speziellen Themen kann man in meinem Fall in der ambulanten Therapie wenn überhaupt leider nur unzureichend etwas tun. Da diese Themen, wenn sie mal bearbeitet würden, aber ein wichtiger Meilenstein für mich sein könnten (bzw. sicher sein werden), würde ich gern intensiver daran arbeiten. Das geht aber nur in einer Klinik.

    Ich selbst wollte gern einen weiteren ADS-Test, das hatte mir die Klinik jetzt nicht aufgedrängt oder so. Ich habe zwar die Diagnose, diese wurde aber in 20 Minuten im Schnelltest gestellt. Ich bin mir selbst zwar auch ziemlich sicher, dass die Diagnose absolut zu mir passt, aber ein Fünkchen Unsicherheit ist leider noch immer vorhanden und geht nicht weg. Ich lese halt hier von viel ausführlicherer Diagnostik und mein gesunder Menschenverstand sagt mir, dass es auch schwer ist, so ein komplexes Thema wie ADS / ADHS in einen Fragebogen von 30 Fragen verpacken zu können... Aber ich bin natürlich auch kein Arzt.

    Ich denke inzwischen, der Psychiater wollte mich aus der Reserve locken. Aber doch bitte nicht so???

    Ich hab in meinem Job auch oft mit psychisch kranken Menschen zu tun. Einer von diesen Menschen war heute bei mir und erzählte, dass er in diese Klinik gehen möchte. Ich war echt hin und hergerissen von meinen Erlebnissen dort zu erzählen, denn dieser Mensch ist so labil.. wenn der Doc das hier genauso macht, dann prost Mahlzeit!

    Am ärgerlichsten fand ich die Aussage, dass man sich als ADSler auf GAR NICHTS konzentrieren könne. Auch nicht auf Dinge, die einem Spass machen. Das wäre einfach nicht möglich.

    Und das, obwohl er mir vorher noch erzählt hatte, er hätte gar keine Ahnung von ADS.

    Tja.. das hab ich dann wohl gemerkt! Das fand ich schon echt unverschämt. Wenn ich keine Ahnung habe, lehne ich mich auch nicht aus dem Fenster!

    Aber wie gesagt, vielleicht wollte er mich einfach provozieren. Er hatte schon gemerkt, dass ich ärgerlich wurde, was er mir später auch sagte. Aber meine gute Erziehung hat mir verboten ihm eine zu knallen und ihn wüst zu beschimpfen

  2. #12
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Ich selbst wollte gern einen weiteren ADS-Test, das hatte mir die Klinik jetzt nicht aufgedrängt oder so. Ich habe zwar die Diagnose, diese wurde aber in 20 Minuten im Schnelltest gestellt. Ich bin mir selbst zwar auch ziemlich sicher, dass die Diagnose absolut zu mir passt, aber ein Fünkchen Unsicherheit ist leider noch immer vorhanden und geht nicht weg.
    Jepp, bei mir war es das Gleiche.

    Ich denke inzwischen, der Psychiater wollte mich aus der Reserve locken. Aber doch bitte nicht so???
    Nein. So was geht gar nicht. Die Aussagen, die du von ihm schilderst, gehen für mich weit über normale Provokation hinaus.

    Er hatte schon gemerkt, dass ich ärgerlich wurde, was er mir später auch sagte. Aber meine gute Erziehung hat mir verboten ihm eine zu knallen und ihn wüst zu beschimpfen
    Naja, Ersteres hätte dir evtl. eine Anzeige eingebracht, aber Letzteres hätte ihm vielleicht mal die Augen geöffnet. Man hat ja noch Hoffnung.

    Ich hab in meinem Job auch oft mit psychisch kranken Menschen zu tun. Einer von diesen Menschen war heute bei mir und erzählte, dass er in diese Klinik gehen möchte. Ich war echt hin und hergerissen von meinen Erlebnissen dort zu erzählen, denn dieser Mensch ist so labil.. wenn der Doc das hier genauso macht, dann prost Mahlzeit!
    Hier würde mich interessieren, in welcher Beziehung du dann zu diesen Menschen stehst. Sind sie deine Kollegen, Vorgesetzten oder Klienten? Wenn es ein Klient wäre, würdest du ihm dann von deinen Erfahrungen berichten? Ich stelle mir das sehr heikel vor.

  3. #13
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Jekatarina, hast du dich dann noch weitergehend diagnostizieren lassen? Ich denke, ich werde wohl doch die Warteliste der Ambulanz ansteuern und eben ein Jahr warten. Aber da weiß ich, dass die sich wirklich Zeit nehmen und dann auch entsprechende Gruppen etc.. anbieten. Das finde ich ganz klasse. Dauerte mir ungeduldigem Menschlein nur zu lange. Naja, dann übe ich das halt mal, das mit der Geduld

    Naja, Ersteres hätte dir evtl. eine Anzeige eingebracht, aber Letzteres hätte ihm vielleicht mal die Augen geöffnet. Man hat ja noch Hoffnung.
    Da hast du Recht.. aber ich fühlte mich mega unwohl, weil mir solche Menschen ein Stück weit Angst machen. Ich fühle mich da total gläsern und habe das Gefühl, ich sitze auf dem Präsentierteller und jede meiner Regungen und Äusserungen wird analysiert und bei ihm dann auch noch sofort in eine Schublade gesteckt. Ob sie passt oder nicht, der Stempel sitzt!
    Als er mir quasi eine "Beziehungsunfähigkeit" unterstellte, war's ganz aus. Da hatte ich dann absolut keinen Nerv mehr, mehr von mir Preis zu geben als nötig. Ich hatte keine Lust mehr auf sein Stereotypes Denken und weitere Schubladen... Ich merkte wie die Panik in mir hochstieg, die immer gern kommt, wenn ich mich aufrege und mein Herz schneller schlägt. Ich hab mir die Panikattacke dann gespart, denn da hätte DER mich nicht rausholen können. DER hätte sie nur noch schlimmer gemacht fürchte ich....

    Hier würde mich interessieren, in welcher Beziehung du dann zu diesen Menschen stehst. Sind sie deine Kollegen, Vorgesetzten oder Klienten? Wenn es ein Klient wäre, würdest du ihm dann von deinen Erfahrungen berichten? Ich stelle mir das sehr heikel vor.
    Ich bin Betriebsrätin und somit sind es also Kolleginnen und Kollegen, die zu mir kommen. Und die psychischen Erkrankungen nehmen immer mehr zu und das berufliche Umfeld ist da ja leider oft eine große Baustelle in Bezug auf die Psyche.

    Wären es Klienten, würde ich definitiv nichts zu meinen eigenen Probleme sagen, das wäre kontraproduktiv. Aber auch in meinem Job ist es eine Gratwanderung. Manche Kollegin / Kollegen betreue ich schon über Jahre, da hat sich inzwischen schon sowas wie ein freundschaftlicher Umgang entwickelt. Einige wissen auch davon und begrüssen das ganz besonders, weil sie sich von mir verstanden fühlen. Aber jedem würde ich das auch nicht sagen, schnell werden daraus Gerüchte, üble Nachrede...

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 250

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Jekatarina, hast du dich dann noch weitergehend diagnostizieren lassen?
    Ich bin noch dabei, da ich im ZI noch weitere Termine habe. Ich hatte Glück und habe nach nur 6 Monaten Wartezeit einen Termin im ZI bekommen. Die Wartezeiten sind einfach sehr lang, auch bei Ambulanzen. Ich hoffe, sie bieten dir dafür wirklich die Hilfe, die du brauchst.

    Ich fühle mich da total gläsern und habe das Gefühl, ich sitze auf dem Präsentierteller und jede meiner Regungen und Äusserungen wird analysiert und bei ihm dann auch noch sofort in eine Schublade gesteckt. Ob sie passt oder nicht, der Stempel sitzt!
    Ja, ich denke, dass ich verstehe was du meinst. Er nimmt dich dann auch nicht als Gegenüber ernst, sondern als "Analysegegenstand". Ich schätze, da hätte auh ich mich nicht weiter geöffnet - von einem solchen Menschen möchte ich auch nicht therapiert werden. Schafft er sowieso nicht, wenn schon die Antipathie so heftig ist.

    Und die psychischen Erkrankungen nehmen immer mehr zu und das berufliche Umfeld ist da ja leider oft eine große Baustelle in Bezug auf die Psyche.
    Ich weiß nicht, ob psychische Erkrankungen mehr zunehmen oder ob man heute einfach offener darüber spricht und es auch mehr Heilungsmöglichkeiten gibt als früher. Am Arbeitsplatz sind sie aber nach wie vor oft genug ein Tabu. Auch für dich in der Position als Betriebsrätin ist es sicher gefährlich, da allzu offen zu sein.

  5. #15
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 141

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Ich bin noch dabei, da ich im ZI noch weitere Termine habe. Ich hatte Glück und habe nach nur 6 Monaten Wartezeit einen Termin im ZI bekommen. Die Wartezeiten sind einfach sehr lang, auch bei Ambulanzen. Ich hoffe, sie bieten dir dafür wirklich die Hilfe, die du brauchst.
    Vielen Dank und ich wünsche dir viel Erfolg bei der weiteren Diagnostik und eine Diagnose, mit der du dich nachher auch identifizieren kannst und bei der du dir sicher sein kannst, dass diese sorgfältig gestellt wurde. ist ja leider nicht immer so ganz einfach..

    Schafft er sowieso nicht, wenn schon die Antipathie so heftig ist.
    Stimmt, da macht man recht schnell zu. Meine Therapeutin in der ambulanten Therapie ist da zum Glück ganz anders. Bei ihr fühlte ich mich gleich sehr wohl und gut aufgehoben, da fällt es einem leicht, auch über unangenehme Dinge, oder sehr persönliche Dinge offen zu sprechen. So sollte es sein, denke ich.

    Ich weiß nicht, ob psychische Erkrankungen mehr zunehmen oder ob man heute einfach offener darüber spricht und es auch mehr Heilungsmöglichkeiten gibt als früher. Am Arbeitsplatz sind sie aber nach wie vor oft genug ein Tabu. Auch für dich in der Position als Betriebsrätin ist es sicher gefährlich, da allzu offen zu sein.
    Du hast Recht, da muss man vorsichtig sein. Andererseits hat es mir in der Zusammenarbeit mit manchem Kollegen schon sehr geholfen. Ich betreue einen Kollegen, der über mehrere Wochen immer wieder Termine ausgemacht hat, die er ganz kurz vorher absagte, oder gar nicht erst erschienen ist. Es war ihm hoch peinlich und irgendwann erzählte er mir, dass er Panikattacken hat und WIRKLICH zu diesem Termin kommen möchte, aber kurz vorher vor Panik das Gebäude zu betreten einfach nicht kann und wieder rumdreht. Ihm hab ich dann erzählt, dass ich ein ähnliches Problem habe und habe ihm angeboten, mich ausserhalb in einem geschützten Raum mit ihm zu treffen. Inzwischen kommt er auch hierher zu mir in's Büro, wir treffen uns draussen und wenn er Panik bekommt, gehen wir erstmal eine Runde spazieren, bevor wir zu mir in's Büro gehen und das Eigentliche besprechen. Er sagt mir immer wie dankbar er mir ist, dass er sich bei mir nicht verstecken muss und ihm da nichts peinlich sein muss. In solchen Situationen ist es also durchaus hilfreich.

    Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich selbst aus der Phase raus bin, wo es mir peinlich ist zuzugeben, dass ich eine psychische Erkrankung habe. Klar, eine Panikattacke vor versammelter Mannschaft wäre mir durchaus noch immer peinlich. Aber ich verstecke mich mit diesen Problemen auch nicht mehr. Dadurch habe ich schon so oft von Menschen gehört, dass sie auch so ihre Probleme haben, oft auch ähnliche Probleme, von denen ich das nie gedacht hätte. Und wer damit nicht zurecht kommt, es nicht verstehen kann.. dem kann ich nur sagen.. Gott sei DAnk! Und wer meint, er müsse darüber lästern, oder Gerüchte verbreiten.. Nun, auch da stehe ich inzwischen drüber! Das sind für mich Menschen, die ich einfach nicht ernst nehmen kann. Beruflich hat mir das bisher noch nicht geschadet. Aber ich bin auch kein Karrieretyp. Da sähe es sicher anders aus, denn da darf man sich gerade als Frau wohl keine Schwächen erlauben. Traurig aber wahr.

    Und klar, du hast schon Recht, das sehe ich auch so, dass heute die psychischen ERkrankungen anerkannter sind als früher. Meine Mutter stammt aus der Nachkriegsgeneration. Da ging man nicht zum Psychiater! Auch wenn einige, die aus dieser Zeit stammen es gerade sehr dringend gebraucht hätten, um das Trauma aufzuarbeiten, dass sie in diesen schlimmen Zeiten erleben mussten.

  6. #16
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 250

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Ich muss auch ehrlich gestehen, dass ich selbst aus der Phase raus bin, wo es mir peinlich ist zuzugeben, dass ich eine psychische Erkrankung habe.
    Dann bist du da schon einen Schritt weiter als ich Wobei es bei mir nicht immer etwas mit Scham zu tun hat, sondern auch oft einfach mit Misstrauen - und das finde ich nicht unberechtigt.

    Inzwischen kommt er auch hierher zu mir in's Büro, wir treffen uns draussen und wenn er Panik bekommt, gehen wir erstmal eine Runde spazieren, bevor wir zu mir in's Büro gehen und das Eigentliche besprechen. Er sagt mir immer wie dankbar er mir ist, dass er sich bei mir nicht verstecken muss und ihm da nichts peinlich sein muss. In solchen Situationen ist es also durchaus hilfreich.
    Ja, das ist eine der Situationen, in der das Sich-Öffnen gute Auswirkungen hatte. Eine solche Situation wäre für mich auch in Ordnung. Allerdings gebe ich dir auch bei der Sache mit der Karriere Recht. Ein prominentes Beispiel ist ja Robert Enke. Ich denke, auch für Männer, nicht nur für Frauen, ist es im Berufsleben - gerade bei einer "Karriere" - ein Tabu, sie können nicht ohne negative Konsequenzen zu psychischen Problemen und Erkrankungen stehen.

    Und klar, du hast schon Recht, das sehe ich auch so, dass heute die psychischen ERkrankungen anerkannter sind als früher. Meine Mutter stammt aus der Nachkriegsgeneration. Da ging man nicht zum Psychiater! Auch wenn einige, die aus dieser Zeit stammen es gerade sehr dringend gebraucht hätten, um das Trauma aufzuarbeiten, dass sie in diesen schlimmen Zeiten erleben mussten.
    Eben. Sowas gab es nicht. Und diese Verdrängung geht soweit, dass viele Menschen psychische Erkrankungen für ein modernes Luxusproblem halten. Den Leuten geht es heute zu gut, deshalb werden sie psychisch krank...so in etwa.

    Meine Therapeutin in der ambulanten Therapie ist da zum Glück ganz anders. Bei ihr fühlte ich mich gleich sehr wohl und gut aufgehoben, da fällt es einem leicht, auch über unangenehme Dinge, oder sehr persönliche Dinge offen zu sprechen. So sollte es sein, denke ich.
    Auf jeden Fall sollte es so sein! Das Schlimme ist ja, dass man "froh sein muss", wenn man überhaupt einen Therapieplatz bekommt. Also werden psychische Probleme zum Luxus bzw. die Behandlung wird zum Luxus - welch eine Ironie.

  7. #17
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 141

    AW: Einfach mal Luft machen....

    sondern auch oft einfach mit Misstrauen - und das finde ich nicht unberechtigt.
    Nein da hast du Recht, ein Misstrauen an der Stelle kann ich absolut nachvollziehen. Ich würd's auch nicht jedem auf die Nase binden, aber wenn's "rauskommt", wär's mir am Ende auch egal. Soll der / die doch denken, lästern, sagen was er/sie will. Aber ich bin natürlich beruflich auch in einer Position, wo es mir letztendlich wirklich auch egal sein kann.

    Eben. Sowas gab es nicht. Und diese Verdrängung geht soweit, dass viele Menschen psychische Erkrankungen für ein modernes Luxusproblem halten. Den Leuten geht es heute zu gut, deshalb werden sie psychisch krank...so in etwa.
    Das ist ja leider mit Vielem so, was den Leuten "neu" vorkommt, weil es früher eben nie so bekannt war. Ich habe z. B. von Geburt an eine Lactoseintoleranz. Muttermilch ging noch, aber dann war's vorbei. Diagnostiziert wurde das erst mit anfang 20 und ich war heilfroh endlich zu wissen, was los ist und wie ich die höllischen Krämpfe umgehen kann. Damals gab's lactosefreie Milch im Reformhaus und nur seeehr vereinzelt im Supermarkt der namhaften Ketten. Heute bekommt man eine breite Produktpalette geboten und die Milch bekommt man nahezu überall.
    Erst gestern bei einem Firmenevent kamen blöde Sprüche, als ich die Tabletten auspackte, um mein Joghurteis essen zu können. "Damals, in den 60igern hatte das in meiner Klasse niemand!"
    Tja.. ich bin sicher, auch damals hatte es jemand, doch wußte es nur keiner...
    AD(H)S wird ja leider auch als Modekrankheit angesehen....

    Das Schlimme ist ja, dass man "froh sein muss", wenn man überhaupt einen Therapieplatz bekommt. Also werden psychische Probleme zum Luxus bzw. die Behandlung wird zum Luxus - welch eine Ironie.
    Ich hatte komischer Weise nie ein Problem, einen Therapieplatz zu bekommen. Das ging immer sehr schnell. Bei meiner jetzigen Therapeutin hatte ich gleich am nächsten Tag einen Termin, weil da jemand abgesagt hatte. Einen festen Platz mit Terminen eimal die Woche habe ich jetzt noch nicht, aber spätestens alle zwei Wochen kann ich zu ihr. Und sobald ein fester Termin frei wird, bekomme ich diesen. Vielleicht liegt es daran, dass ich Großstadtnah wohne und es hier wirklich viele Therapeuten gibt.

  8. #18
    Ist öfter hier

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    Forum-Beiträge: 250

    AW: Einfach mal Luft machen....

    Nein da hast du Recht, ein Misstrauen an der Stelle kann ich absolut nachvollziehen. Ich würd's auch nicht jedem auf die Nase binden, aber wenn's "rauskommt", wär's mir am Ende auch egal. Soll der / die doch denken, lästern, sagen was er/sie will. Aber ich bin natürlich beruflich auch in einer Position, wo es mir letztendlich wirklich auch egal sein kann.
    Ja, ich habe gerade mit meinem Mann über das Thema gesprochen. Die Arbeit wäre natürlich so eine Sache für mich (ok, ich "musste" es dort auch sagen UND hatte noch Glück!), wo ich das nicht einfach so erzählen möchte. Mein Mann meinte, dass das aber eine Erklärung für die Leute wäre, denn letztlich leben sie mit mir und meiner Erkrankung, also könne da Aufklärung helfen. Und ich denke, es kommt auf die Situation an, ob sie hilft oder eher dafür sorgt, dass man rausgekickt oder rausgemobbt wird. Ist nicht so einfach. Ich lese hier ja auch oft im Forum, wieviele von genau dieser Frage betroffen sind.

    Das ist ja leider mit Vielem so, was den Leuten "neu" vorkommt, weil es früher eben nie so bekannt war.
    Ja, genau, der ganze neumodische Kram

    "Damals, in den 60igern hatte das in meiner Klasse niemand!"
    Tja.. ich bin sicher, auch damals hatte es jemand, doch wußte es nur keiner...
    Ich vertrage Laktose auch nicht so gut, wobei es bei mir keine komplette Intoleranz ist. Und bei uns war es so, dass wir sehr ländlich lebten und auch die Milch direkt vom Bauernhof bekamen, ich habe sie immer gerne abgekocht und getrunken und irgendwann kamen die Bauchschmerzen...

    Zur "Modekrankheit" ADHS: Du kennst doch sicher den Zappelphilipp und den Hans-guck-in-die-Luft. Die Geschichten sind aus dem 19. Jahrhundert, also keineswegs so neu. Also ist ADHS sicher keine Modekrankheit. Was ich aber für möglich halte, ist, dass unser heutiger Lebensstil - Bewegungsarmut und sehr hohe Informationsdichte - die Symptome verstärkt. Aber die Veranlagung ist nicht "neumodisch"!

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