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Diskutiere im Thema " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 415

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Pegasus001 schreibt:
    ...
    Und Thema Superlogisch: Naja, in der Medizin ist leider nicht alles, was auf dem ersten Blick logisch ist, auch richtig. Ist ja bestenfalls, wenn überhaupt, eine Arbeitshypothese eines Laien. Wenn natürlich ein Experte aufgrund dieser Hypothese eine spezielle Eigenschaft eines ADHSlers ableiten würde, die noch nicht bekannt wäre, und Untersuchungen von ADHSlern dann das Ergebnis bringen würde, dass dieses zutrifft, würde aus der Hypothese erst eine Theorie werden.

    Was aber dazukommt, ist eben das Bauchgefühl eines ADHSlers, dass die Hypothese stimmt, wenngleich das Wort superlogisch dann mit dem Kaffeesatz vermischt Kaffeelogisch wird.

  2. #62
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 415

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Addy Haller schreibt:
    Zum Thema Routinearbeiten geht mir schon länger etwas durch den Kopf:

    Wo man auch in der Fachliteratur hinliest, "langweilige Routinearbeiten" scheinen so etwas wie der natürliche Feind des ADHSlers im Beruf zu sein. Allerdings habe ich den Eindruck, dass damit etwas anderes gemeint sein muss als das, was ich unter einer Routinearbeit verstehe. Klar, langweilige Aufgaben sind doof, aber für eine schöne niederschwellige, gut einstudierte Routine bin ich eigentlich immer zu haben.

    Ähnlich wie oben geäußert sehe ich für mich den Vorteil von Routinearbeiten, dass diese Arbeiten - vorausgesetzt, der Anschaltknopf ist gedrückt - mehr oder weniger automatisch ablaufen, man weiß was man zu tun hat und muss keinen großen gedanklichen und organisatorischen Aufwand betreiben.

    Besonders spannend mag es nicht sein, dafür kommt ein eher sportlicher Aspekt zum tragen: möglichst viele Abläufe am Laufen zu halten und sich drüber zu freuen, dass ein Rädchen perfekt ins andere greift.

    Wehe aber, ich muss mich auf eine neue Situation einstellen, einen Plan machen, welche Schritte zum Ziel führen, und mich dabei womöglich noch mit Kollegen herumschlagen - forget it.

    Oder habe ich da was mit der Routine grundsätzlich missverstanden?
    Wenn du Routinearbeiten so definierst, hört sich das gut an, und ja, es gibt Routinearbeiten, bei denen ich so fühle, zum Beispiel Kochen oder manche Arbeiten im Geschäft.
    Ich versuche zu Hause und auf der Arbeit zwischen diesen "spannenden Routineaufgaben" und strategischen Zielplanungen hin und herzuwechseln, beides allzulange tut mir nicht gut. Überhaupt brauche ich oft Abwechslung. NEue Situationen, Pläne, Zielstrategien machen mir aber nur Spaß, wenn ich das Ziel als lohnenswert erachte, das muss ich also gut als Vision vor mir haben oder wenn nicht: Es schaffen.

  3. #63
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.049

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Addy Haller schreibt:
    Zum Thema Routinearbeiten geht mir schon länger etwas durch den Kopf:

    Wo man auch in der Fachliteratur hinliest, "langweilige Routinearbeiten" scheinen so etwas wie der natürliche Feind des ADHSlers im Beruf zu sein. Allerdings habe ich den Eindruck, dass damit etwas anderes gemeint sein muss als das, was ich unter einer Routinearbeit verstehe. Klar, langweilige Aufgaben sind doof, aber für eine schöne niederschwellige, gut einstudierte Routine bin ich eigentlich immer zu haben.

    Ähnlich wie oben geäußert sehe ich für mich den Vorteil von Routinearbeiten, dass diese Arbeiten - vorausgesetzt, der Anschaltknopf ist gedrückt - mehr oder weniger automatisch ablaufen, man weiß was man zu tun hat und muss keinen großen gedanklichen und organisatorischen Aufwand betreiben.

    Besonders spannend mag es nicht sein, dafür kommt ein eher sportlicher Aspekt zum tragen: möglichst viele Abläufe am Laufen zu halten und sich drüber zu freuen, dass ein Rädchen perfekt ins andere greift.

    Wehe aber, ich muss mich auf eine neue Situation einstellen, einen Plan machen, welche Schritte zum Ziel führen, und mich dabei womöglich noch mit Kollegen herumschlagen - forget it.

    Oder habe ich da was mit der Routine grundsätzlich missverstanden?
    Nein, ich denke hast du nicht.
    Allerdings bin ich der Meinung, wenn Routinearbeit der Feind der ADS Symptome ist, dann tut sie dem Ich gut. Siehe Struktur.
    Bei der Arbeit bin ich auch bei der Planung und sogar in der Organisation gut.
    Alles was im Privatleben so gar nicht funktionieren will.

  4. #64
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Sofern jedoch meine Hypothese korrekt ist, würde das jedoch auch bedeuten, dass unsere "Vorteile" bei Stress-Situationen unter Einnahme von MPH wegfallen...Man kann halt nicht beides haben.

  5. #65
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.049

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Pegasus001 schreibt:
    Sofern jedoch meine Hypothese korrekt ist, würde das jedoch auch bedeuten, dass unsere "Vorteile" bei Stress-Situationen unter Einnahme von MPH wegfallen...Man kann halt nicht beides haben.
    Kann ich so nicht bestätigen. Ich reagiere noch genau so schnell.
    Und mit noch mehr Übersicht, da ich die Situation klarer wahrnehme.

  6. #66
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 109

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Wirklich unter Stress, Sunpirate?

    Dies würde ja meine Hypothese widerlegen, es sei denn, der Noradrenalinspiegel, der von MPH ja nicht beeinflusst wird, spielt da noch eine entscheidende Rolle...

  7. #67
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 58
    Forum-Beiträge: 3.049

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Ich empfinde es so und die Backfeeds der Kollegen sowie meines Vorgesetzten gehen in diese Richtung.

  8. #68
    Löwe

    Gast

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Ich habe auch schon gemerkt, dass ich schneller reagieren kann wenn es drauf ankommt, weil ich dann einen hyperfokus bekomme in dem Moment. Gefahrensituationen durchschaue ich viel schneller, für andere mag das paranoid klingen. Ich denke dass liegt daran, dass ich in dem Moment zu weit denke und nicht nur das hier und jetzt sehe. Und mir gleich Erklärungen suche, was mich teils auch überfordert.

    Ich nehme in Gefahrensituationen alle Signale die abgesendet werden wahr, was andere vielleicht nicht erkennen. das kann aber auch zu sozialen Problemen führen, weil man diese Signale in anderen Situationen falsch interpretiert, weil man mit zu vielen Reizen nicht klar kommt und vieles gleich negativ bewertet.

    Ich wünschte ich würde auch einfach mal alles locker sehen, mich nicht gleich so erschlagen fühlen von sozialen Interaktionen und auch nicht so viel auf mich beziehen.

    ich glaube dieser Hyperfokus ist in Gefahrensituationen normal. Der Unterschied liegt eher darin, ab wann man etwas als Gefahrensituation für sich definiert. Vielleicht hat man wie gesagt die Gabe, eine "Gefahr" schneller zu entlarven. Solange das nicht aus dem Ruder läuft, ist das nur von Nutzen.
    Geändert von Löwe (13.07.2016 um 09:28 Uhr)

  9. #69
    Fühlt sich hier wohl

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    Forum-Beiträge: 388

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Sunpirate schreibt:
    Kann ich so nicht bestätigen. Ich reagiere noch genau so schnell.
    Und mit noch mehr Übersicht, da ich die Situation klarer wahrnehme.
    Nicht wahr? Mit Medikation werden wir zu echten Helden ! (Gibt's hier keinen Superman-Smiley?)

    Spaß beiseite, ich habe auch oft diesen Eindruck, speziell bei der Arbeit. Ich kann der Fels in der Brandung sein und gleichzeitig auf Zack. (Oh, da fällt es mir schwer, ernst zu bleiben )
    Wie oder ob das jetzt mit der oben postulierten (ist ja die Frage, wie und wo wirken sie genau mit welchen Effekten...) Wirkung von Stimulanzien auf die Neurotransmission bei ADHSlern zusammenpasst weiß ich nicht . Ob die verbesserte domaminerge und noradrenerge Signalübertragung im Frontalhirn automatisch die Reizfilterung so erhöht, dass wichtige Reize nicht mehr durchkommen...? Das wäre m.E. nicht sinnvoll und vermutlich in der Praxis eher mit Überdosierung verbunden (die ja mit Lethargie einhergeht, soweit ich das weiß?).

    Ich finde es ohne größere Probleme vorstellbar, dass eine bestimmte Menge Reize, besonders die relevanten, beim ADHLSer trotz Verbesserung des Reizfilters durchkommen, nur nicht mehr der Überschuss an Reizen wie sonst. Und schnelle, zielgerichtete Reaktion ist ja trotzdem trainiert. Medikation, du uns zur Schlaftablette machen würde ? Nein danke.

    Alles das beziehe ich jetzt aber eher auf Akutsituation oder die täglichen Herausforderungen (wenn diese als solche empfunden werden).
    Gut, das konnte ich bei der Arbeit schon immer besser als im Privaten. Dort ist es (leider) noch eine andere Sache.

    Schwierig wird's bei mir persönlich nach wie vor unter - verhältnismäßig niedrigem oder schwer lösbarem - Dauerstress, der eben im Privaten und oft auch mit der Ausbildung (dem formalen Teil davon) vorkommt. Der aber glücklicherweise seit Medikation erst deutlich später entsteht, da ich ich alltäglichen Herausfordungen, weil weniger reizüberflutet, besser gewachsen bin.

    Manchmal befürchte ich noch, unter unvorhergesehenen Stresssituationen, die nicht im Hau-Ruck-Verfahren lösbar sind, zusammenzubrechen - und dann geht es erstaunlich gut. Neulich habe ich z.B. gravierende Probleme in meiner Ausbildungsorganisation bemerkt (eine Ausbildung, die auch Nicht-ADHSler an ihre Grenzen bringen kann und bei manchem ADHSler-Kollegen zu überlastungsbedingten Krankheitsphasen führt), und bin dann froh zu sehen, einiege Tage später, wie ich es doch verhältnismäßig gut wieder auffangen und sinnvolle Lösungen anpeilen konnte (und noch nicht auf dem Friedhof liege mit der Inschrift "Hier liegt alice_s, die versuchte, einem reizüberfluteten und stressreichen Leben standhaft zu trotzen, schließlich aber durch die Widrigkeiten der Psychotherapeutenausbildung von uns gerissen wurde..." )

    Wenn ich's genau überlege, bin ich für überschießende Stressreaktionen oft abends nach langem Tag und nach Wirkung von MPH anfällig, und morgens davor ist auch nicht unbedingt meine Zeit. Kein Wunder.

  10. #70
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 388

    AW: " AD(H)Sler reagieren in Gefahrensituationen schneller als Andere" Oder?

    Ach ja, ich wollte noch auf die Suche gehen nach Fakten (oder das was man bisher fachlicherseits annimmt) zur dopaminergen / noradrenergen Siganlübertragung bei ADHS... wann ich dazukomme, weiß ich noch nicht.

    @ Pegasus
    Im Übrigen ist das ein netter flapsiger Spruch des Arztes (EEG-Kurven lesen = Kaffeesatzlesen), aber ich würde es als understatement auffassen. Es ist tatsächlich mehr als das.
    Wenn in den Aufzeichnungen typsiche Aktivierungsmuster (die auf Schwankungen in der Aufmerksamkeit schließen lassen) zu finden sind, hat es hohe Aussagekraft. Aber es ist nicht gesagt, dass genau in der verhältnismäßig kurzen Ableitungszeit ADHS-typische Muster auftreten und diese auch zuverlässig erfasst werden. Je jünger der Proband, umso eher werden typische Muster gefunden, aber auch dann nicht immer.
    Geändert von alice_s (13.07.2016 um 10:24 Uhr)

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