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Diskutiere im Thema ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 20

    ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Ich hab eine Theorie über ADHS und wollte mal eure Meinungen dazu hören =)

    Dann Fagen wir mal an =)

    ------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------
    Als erstes möchte ich als kleine Einleitung von Mir etwas persönliches zu meiner ADHS Vergangenheit erzählen:

    Mir wurde es immer als Krankheit eingeredet, ich hab darunter gelitten weil ich wusste Krankheit ist ja im grunde nichts gutes...
    ich hab mich dagegen gewehrt was die Ärzte behaupteten,

    Meine Mama war immer bei den Terminen dabei als ich klein war...
    manchmal hat sie auch geweint, das hat mich sehr traurig gemacht, ich wollte nicht das Meine Mama wegen mir traurig ist.

    EINES TAGES:

    Ich weiß nicht mehr wie alt ich war ich glaube mit 17/18 oder 19

    Ich hatte einen Furchtbaren Tag gehabt das weiß ich noch, ich lang in meinem Bett und könnte einfach nicht Einschlafen, dann hab ich in dem Dokumenten-Ordner von meinen Eltern rumgeschnüffelt, und meine Mutter hatte eine Mappe in der alles von Mir drin Stand,

    Diagnosen, Krankenberichte, irgendwas vom Jugendamt irgendwelche Hilfe-Plan Gespräche,
    ich war oft in Stationärer Behandlung, und das Jugendamt hat mich ins Heim gesteckt und alle haben immer was von mir aufgeschrieben

    Als ich alles so durchgelesen hatte bemerkte ich das ich immer ein ganz Spizielles Verhaltensshema hatte von Klein auf es stand im grunde überall das gleiche drin.



    Dann fing ich an zu Weinen, weil ich dachte ich werde mich nie bessern, ich werde nie gesund... ich hab lange nach gedacht... und dann war ich so wütend auf alles
    alles ging mir durch den Kopf, die ganze vergangenheit alles was ich erlebt hab, und dann Sagte ich zu mir :

    Ich bin nicht Krank, das ADHS gehört zu mir es ist etwas was mich ausmacht, was mich anders macht, was mein Leben zwar auf einen anderen Weg führen wird aber dieser Weg muss nicht schlecht sein

    er kann gut sein oder sogar Besser, ich beschloss es ein für alle mal zu Akzeptieren, Nicht als Krankheit sondern Als Eigenschaft!
    Danach war Alles auf einmal Anders! ich hab mich Akzeptiert und das hat dazu gefürht das es mir nicht mehr im weg stand, Ich stand mir nicht mehr im Weg...

    -----------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------------


    Jetzt zur Theorie:

    Wenn ADHS keine Krankheit ist ist es einfach nur etwas was benannt wurde, und zwar sind alle Menschen Unterschiedlich
    und die Menschen aus anderen Ländern haben eine ganz andere Mentalität , das ist zwar nicht damit zu vergleichen, aber ihr wisst glaubich schon was ich meine...

    Der Urinstinkt des Menschen passt zu den eigenschaften von ADHS, Urmenschen mit ADHS hätten gar keine einschränkungen
    das bnedeutet jetzt nicht das wir alle urmenschen sind aber unsere Instinkte sind besser... ist doch so?

    1. Die Wahrnehmung, die äusseren Reize werden viel stärker wahrgenommen, das Musste damals auch so sein weil die Menschen immer auf der Hut vor gefahren sein mussten.

    2.Die Hyperaktivität , ein Zeichen von der Ständigen Bewegung um vor Gefahren fliehen zu können oder was auch immer die Menschen mussten auch schnell sein...

    3. Die Starke Konzentration auf Beschäftigungen die uns Spaß machen, oder die uns Wichtig sind... das verbiende ich z.B. mit der Jagd
    seien wir mal erlich Wir können uns auf sachen wo wir Bock drauf haben viel mehr Konzentieren als ein Normalo XD

    4. Kreativität das ist mit dem Bauen und Visualisieren verbunden wie sonst sollte man etwas erschaffen ohne Kreativität?

    5. Wir sind alle Hilfsbereit, das helfen gegenseitig ist eine Art zusammen halt in Zeiten die schwer sind.


    Ich glaube das es Einfach nur verlorene Instinkte sind oder eine Sammlung von Eigenschaften die in uns stecken es kann eine Krankheit sein aber wieso sollte es ?
    es gibt doch nichts was einen Einschränkt? wir machen zwar manche sachen anders sind aber auf unseren Spezialisierten Gebieten unschlagbar

    Ich bin Nicht Massen kompatibel aber die Masse um mich kann mir die Chance geben Ich zu sein, jeder ist doch Anders und ich bin halt so,
    manchmal ist das halt so und ich hab meine Freunde die genau das an mir lieben! und die mich als Mensch lieben....


    wenn ich mal paar tage Krank war höre ich von meinen Kollegen...

    Sascha du bist zwar die Anstrengendste Nervensäge die wir kennen Aber ohne dich ist es noch schlimmer!



    also was ist eure Meinung dazu?
    also was denkt ihr?

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    1. Die Wahrnehmung, die äusseren Reize werden viel stärker wahrgenommen, das Musste damals auch so sein weil die Menschen immer auf der Hut vor gefahren sein mussten.
    Joa, geht so. Frauen sind da besser... Wie lange und wie fest schläfst du? ...
    2.Die Hyperaktivität , ein Zeichen von der Ständigen Bewegung um vor Gefahren fliehen zu können oder was auch immer die Menschen mussten auch schnell sein...
    Wohl eher um Kleinvieh zu verjagen, essbare Pilze vertrampeln, vor Freude den schönen roten Pilz mit weißen Punkten probieren
    3. Die Starke Konzentration auf Beschäftigungen die uns Spaß machen, oder die uns Wichtig sind... das verbiende ich z.B. mit der Jagd
    seien wir mal erlich Wir können uns auf sachen wo wir Bock drauf haben viel mehr Konzentieren als ein Normalo XD
    5 Jäger erlegen ein Wild und danach hat niemand Lust das schwere Vieh zu tragen, zerlegen, verwerten, kochen, Leder entfetten, gerben, nähen, Knochen zu Werkzeugen, Fett zu Salben, Sehnen rausholen dehnen behandeln zum Halbzeug verwerten...
    4. Kreativität das ist mit dem Bauen und Visualisieren verbunden wie sonst sollte man etwas erschaffen ohne Kreativität?
    Das ist Design. Bauen ist stupides Berechnen in infinitesimalen Einheiten mit anschließendem Integrieren und vielen anderen
    Sachen die ADHSler zum verzweifeln bringen würde, weil der kleinste Fehler (damals) die Berechnungen von Wochen zunichte
    machen könnte.

    So Baut ein ADHSler eine Brücke: Schätzt Pi mal Daumen Länge ab, fängt den höchsten und dicksten Baum an zu fällen, merkt nach kurzer Zeit, dass er keine Lust hat so lange zu hacken. Geht zum dünneren Baum, fängt an, merkt wieder dauert zu lange, suchst sich einen dünnen Baum, fällt ihn. Merkt dann er kann ihn nicht dahin tragen. Schneidet ihn klein und trägt zum Fluß. Merkt dann der Baum zu kurz nun ist... Fällt den nächsten, schneidet nun richtig zu, trägt dort hin und merkt, dass sich doch etwas zu sehr durchbiegt. Geht wieder zum dicken Baum... verliert wieder die Lust. Nimmt dann einen alten Dicken Baum, der schon paar Jahre liegt, denkt sich, hält schon. Trägt dort hin. Und merkt, wenn ich den alten Dicken drunter packe, bricht er. Packe ich die dünnen drunter, bricht alles... Lässt alles liegen. Nächsten Tag geht er nochmal zum dicksten Baum und macht weiter... Merkt, die Axt ist mittlerweile stumpft und geht die schärfen. Dabei schärft er die Äxte und Messer des ganzen Dorfes und schnitzt dann eine Holzfigur mit dem schönen scharfen Messer. Dann wird die Figur mit verfügbarer Farbe bemalt. Macht sich auf die Suche nach neuen Farben, nach ner Woche findet er die Beeren. Dabei sieht er wieder den Baum. Schmeißt die Farbbeeren mit der Figur in die Ecke und nimmt sich eine Axt. Macht beim dicken Baum weiter. Fällt ihn endlich... und macht dabei die Hütte vom Dorfmeister kaputt... Merkt, da die Hütte ehe kaputt ist und die Balken die richte Länge haben und schön kompakt sind, nimmt er die mit. Aus den zu kurzen Balken macht er die Stützstruktur und und legt die Dorfmeisterslatten als Weg aus. Voller Freunde berichtet er von seiner Arbeit. Denn ist es aber egal, weil ehe schon immer durch das Wasser gegangen sind. Ein Monat später bricht die Brücke zusammen, weil er nicht abwarten konnte, dass Holz vorher zu trocknen und 1000 Nädel reingehauen hat und sich alle verzogen hat. Mittlerweile ist auch der Dorfmeister von seiner Reise zurück und der Dorftrottel freut sich, weil der Wirt sein Kerbholz nicht finden kann. Daraus hat unser Phillip die Figur geschnitzt






    Deine Überlegungen müssen noch etwas reifen, in dir. Sind etwas einseitig und naiv beschönigend.
    Da hättest du alleine noch etwas dran feilen können und danach zur Diskussion freigeben um Input
    für weitere Blickwinkel zu kriegen

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 20

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Hay Addon

    Ja du hast recht, ich denke ich schlafe 6-7 stunden manchmal reciht es manchmal nicht so...
    aber die Gesichte von dir ist Gut , das stimmt aber wirklich mit der Brücke so würde ich das machen XDDD

  4. #4
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.807

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Noch n bisschen Input gefällig?

    Wieso sollte ADHS nur deshalb keine Krankheit oder Störung,sondern einfach eine Eigenschaft sein,weil Du sie von Klein auf an hast/damit geboren wurdest?

    Man wird ja beispielsweise auch mit Typ 1 Diabetes geboren und das ist doch trotzdem eine Erkrankung oder? Ohne deswegen Angst zu haben,das eigene Wesen zu pathologisieren.

    Und: Aus welchem Grund sollte Akzeptanz quasi zwangsweise mit der Leugnung des Störungscharakters beginnen (müssen)? Das finde ich ganz persönlich nicht nur kontraproduktiv sondern sogar heuchlerisch.
    Geändert von luftkopf33 ( 2.07.2016 um 06:05 Uhr)

  5. #5
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 57

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    ...und nochmal ganz eine andere Frage: WAS ist eigentlich Krankheit? Oder Störung? Wie definieren sich diese Begriffe?
    Hab im Internet folgende Definition gefunden, gibt vielleicht noch mehr, fand ich aber auf die Schnelle nicht. Reicht mir eig. auch:
    Krạnk·heit
    Substantiv [die]

    • ein Zustand, in dem ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze nicht gesund ist, da die normalen körperlichen oder seelischen Vorgänge gestört sind und man sich unwohl fühlt.
      "eine akute/chronische Krankheit"
    • die Zeit, in der jmd. krank ist.
      "Während seiner Krankheit konnte er kaum etwas essen."

    kranksein bedeutet also: die normalen körperlichen oder seelischen Vorgänge sind gestört und man fühlt sich unwohl. Worauf sich die nächste Frage nur so aufdrängt: was ist normal? Hat was mit der Menge an Menschen zu tun, die irgendwelche Merkmale haben. So ganz allgemein gesagt. Und mit unserer Sprache, mit der wir viable Konstrukte bilden (bitte ggf. selber googeln)... Und Störung ist ja eigentlich nur das, was im Kontakt mit der Umwelt (Menschen, Tiere und Dinge) zu eigenem oder anderer Unwohlsein führt, weil wir irgendwann für solche Verhaltensoriginalitäten diesen Begriff eingeführt haben. Schlimm ist nur, was viele Menschen daraus machen, uns pathologisieren, weil sie mit unserer anstrengenden Art einfach überfordert sind, Vorurteile haben, dumm sind, etc.,etc. UND fühlen wir uns unwohl? Doch nur, wenn wir im Kontakt mit anderen Schwierigkeiten bekommen oder unser Leben so gar nicht auf die Reihe kriegen.

    Worauf ich hinaus will ist, dass wir nichts als Krankheit oder Störung bezeichnen müssen, wenn wir nicht wollen! Nun gibt es Krankheiten, deren Nutzen klar auf der Hand liegt, wenn wir beispielsweise einer regelmäßigen Erwerbstätigkeit nachgehen und Fieber bekommen, sollten wir zuhause bleiben und das auskurieren können. Dafür braucht's aber eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinig ung vom Arzt. Womit wir bei der sehr viablen Übereinkunft sind, wo der Begriff "Krankheit" oder "Ich bin krank" einfach Sinn macht. Genauso für spezielle Leistungen seitens der KK o.ä., die wir zur Erleichterung unseres Lebens, so es krankheitsbedingt eingeschränkt ist, brauchen u.v.m..

    Was AD(H)S betrifft finde ich, dass auch hier jedeR für sich das bestimmen kann, ob er oder sie das als Krankheit oder Störung bezeichnen möchte. Ich persönlich muss es nicht so sehen, kann aber damit leben, dass andere es so sehen. Was ich eben schon bemerke, sind Verhaltensspezifika, die wir mit dem Etikett "AD(H)S"-versehenen Menschen einfach nunmal haben und andere nicht, und die uns das Leben manchmal nicht einfach bis sehr schwer machen.

    Solange ich keine Ahnung von meinem Etikett "ADS" hatte, dachte ich einfach, ich sei halt anders als die meisten Menschen, hatte so meine Probleme mit der Impulsivität und dem "von Stöckchen auf Hölzchen auf...", wenn ich was erledigen will (u.a. problematische syndromtypische Verhaltensweisen...). Nach der EVD konnte ich aber meine Probleme mal so ganz anders angehen, d.h. mir für AD(H)S hilfreiche Strategien anschauen und ausprobieren. Und dadurch endlich mal Probleme lösen, die ich schon immer mit mir herumtrage.

    @Sascha: ich finde es völlig legitim, wie du mit dem Thema umgehst, vor allem, dass du dir endlich nicht mehr im Weg stehst und vor allem dich besser akzeptieren kannst. Das ist doch erstmal das wichtigste, worauf es ankommt! Zu deiner Theorie: die haben andere auch schon aufgestellt und es gibt genauso andere Ansichten. Hab das alles auch schon im Internet gelesen (und ganz viel davon wieder vergessen.

    @ AddON: finde nicht unbedingt, dass Sascha das noch mehr hätte ausfeilen müssen, dafür stellte er es ja hier zur Diskussion ein und fragt nach unserer Einschätzung, um es mehr auszufeilen.

    @luftkopf: ich sehe das bei Sascha so, dass er durch diesen Perspektivwechsel vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen mit den Erwachsenen, die ihn sehr pathologisiert haben, zu einen anderen, sehr viel besseren und aus meiner Sicht sehr produktiven Umgang mit sich selber finden konnte. Sehe das als einen wichtigen Schritt zur Selbstakzeptanz und nicht als heuchlerisch oder kontraproduktiv. Kommt doch immer darauf an, worauf man was bezieht und was das alles mit einem oder einer macht!
    Geändert von samo ( 2.07.2016 um 09:02 Uhr) Grund: Formatierungsgründe

  6. #6


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 8.931

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    ADHS ist für mich in erster Linie eine teils schwere Störung. Darüber möchte ich
    auch an dieser Stelle gar nicht diskutieren.
    Wichtig fand ich in Saschas Text, den Punkt, dass plötzlich eine Akzeptanz für die
    Störung da war und sich daraus auch ein größeres Wohlbefinden entwickelte. Das
    ist etwas was ich auch erkannt habe. Bei mir ging es weniger darum, dass ich überall
    als krank oder gestört bezeichnet wurde. Das habe ich von alleine gemerkt und bin nicht
    damit klargekommen, aber seit der Diagnose habe ich gelernt, mir meine "Mängel" auch
    mal nicht so übel zu nehmen. Ich leide immer noch darunter, aber bei weitem nicht mehr
    so stark wie früher.

  7. #7
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 891

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    minzi schreibt:
    ADHS ist für mich in erster Linie eine teils schwere Störung. Darüber möchte ich
    auch an dieser Stelle gar nicht diskutieren.
    Wichtig fand ich in Saschas Text, den Punkt, dass plötzlich eine Akzeptanz für die
    Störung da war und sich daraus auch ein größeres Wohlbefinden entwickelte. Das
    ist etwas was ich auch erkannt habe. Bei mir ging es weniger darum, dass ich überall
    als krank oder gestört bezeichnet wurde. Das habe ich von alleine gemerkt und bin nicht
    damit klargekommen, aber seit der Diagnose habe ich gelernt, mir meine "Mängel" auch
    mal nicht so übel zu nehmen. Ich leide immer noch darunter, aber bei weitem nicht mehr
    so stark wie früher.
    genau so sehe ich das auch ... seit meiner diagnose hat sich bei mir vieles geändert und das ist gut so ..

    verstehe vieles besser

  8. #8
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.807

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    samo schreibt:
    ...und nochmal ganz eine andere Frage: WAS ist eigentlich Krankheit? Oder Störung? Wie definieren sich diese Begriffe?
    Hab im Internet folgende Definition gefunden, gibt vielleicht noch mehr, fand ich aber auf die Schnelle nicht. Reicht mir eig. auch:
    Krạnk·heit
    Substantiv [die]

    • ein Zustand, in dem ein Mensch, ein Tier oder eine Pflanze nicht gesund ist, da die normalen körperlichen oder seelischen Vorgänge gestört sind und man sich unwohl fühlt.
      "eine akute/chronische Krankheit"
    • die Zeit, in der jmd. krank ist.
      "Während seiner Krankheit konnte er kaum etwas essen."

    kranksein bedeutet also: die normalen körperlichen oder seelischen Vorgänge sind gestört und man fühlt sich unwohl. Worauf sich die nächste Frage nur so aufdrängt: was ist normal? Hat was mit der Menge an Menschen zu tun, die irgendwelche Merkmale haben.
    Man beachte das UND. Vorgänge SIND gestört UND man fühlt sich unwohl.Normalität definiert sich selbst über den Zustand der Mehrheit. Da ist kein großartiges Philosophieren notwendig.

    Demnach IST ADHS eine Störung/Krankheit.
    Das Problem sind nicht DIE ANDEREN,die (mich und mein Verhalten) etwa aktiv pathologisieren. Mein Problem IST mein Verhalten. IST meine Impulsivität. IST meine Unaufmerksamkeit. IST meine Zeitblindheit...

    Hätte dieses Verhalten kein pathologisches/den ALLTAG erschwerendes Ausmaß,bräuchte ich mich auch in keiner "Krankheitsschublade" häuslich einzurichten.

    Ich fürchte allerdings,damit begeben wir und wieder einmal auf den Boden der Grundsatzdiskussion und danach steht mir der Sinn nun so gar nicht.

    samo schreibt:
    @luftkopf: ich sehe das bei Sascha so, dass er durch diesen Perspektivwechsel vor dem Hintergrund seiner Erfahrungen mit den Erwachsenen, die ihn sehr pathologisiert haben, zu einen anderen, sehr viel besseren und aus meiner Sicht sehr produktiven Umgang mit sich selber finden konnte. Sehe das als einen wichtigen Schritt zur Selbstakzeptanz und nicht als heuchlerisch oder kontraproduktiv. Kommt doch immer darauf an, worauf man was bezieht und was das alles mit einem oder einer macht!
    Ich beschrieb MEIN Empfinden. Da hilft es auch nichts,dem DEINES entgegenzustellen. Ich finde diese Vorgehensweise kontraproduktiv und heuchlerisch.

  9. #9
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 57

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    luftkopf33 schreibt:
    Das Problem sind nicht DIE ANDEREN,die (mich und mein Verhalten) etwa aktiv pathologisieren. Mein Problem IST mein Verhalten. IST meine Impulsivität. IST meine Unaufmerksamkeit. IST meine Zeitblindheit...

    Hätte dieses Verhalten kein pathologisches/den ALLTAG erschwerendes Ausmaß,bräuchte ich mich auch in keiner "Krankheitsschublade" häuslich einzurichten.

    Ich fürchte allerdings,damit begeben wir und wieder einmal auf den Boden der Grundsatzdiskussion und danach steht mir der Sinn nun so gar nicht.
    Ich beschrieb MEIN Empfinden. Da hilft es auch nichts,dem DEINES entgegenzustellen. Ich finde diese Vorgehensweise kontraproduktiv und heuchlerisch.
    Das Problem können aber die anderen sein, weil es auch möglich ist, dass wir unsere Verhaltensoriginalitäten eben erstmal NICHT als Problem empfinden! Das und nichts anderes wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.

    ...und bei meiner Bemerkung zu "kontraproduktiv und heuchlerisch" habe ich auch nur lediglich MEIN Empfinden beschrieben ("Sehe das als...). Wobei hätte da was helfen sollen? Habe da einfach eine andere Meinung

  10. #10
    mit Nebenwirkung

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 47
    Forum-Beiträge: 4.658

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    samo schreibt:
    Das Problem können aber die anderen sein, weil es auch möglich ist, dass wir unsere Verhaltensoriginalitäten eben erstmal NICHT als Problem empfinden! Das und nichts anderes wollte ich eigentlich zum Ausdruck bringen.

    ...und bei meiner Bemerkung zu "kontraproduktiv und heuchlerisch" habe ich auch nur lediglich MEIN Empfinden beschrieben ("Sehe das als...). Wobei hätte da was helfen sollen? Habe da einfach eine andere Meinung
    Dazu kann ich nur eines sagen (beobachtet bei mir, aber auch einigen anderen Menschen)

    Wenn man ANDERE als DAS Problem definiert, kommt man im Leben kein Stück weiter.

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