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Diskutiere im Thema ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 2.862

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Wenn AD(H)S keine Störung ist, warum bestehen wir(ich meine alle die das tun, mich eingeschlossen) dann darauf als Betroffene anerkannt und akzeptiert zu werden?
    Der Leidensdruck entsteht doch nicht nur durch das Unverständnis der Nicht- ADSler Gesellschaft, sondern die ganz banalen Alltagsproblemchen die wir nicht meistern können sind daran hauptsächlich Schuld. Da nützt auch keine Hochbegabung, die ohne ADS vermutlich noch deutlicher zum Ausdruck käme .

  2. #32
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.181

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Sunpirate,ich glaube,@Dropkick muss Dir das auch nochmal ERKLÄREN! Und zwar ganz langsam. Zum Mit-und Abschreiben...das geht doch so nicht!!

    Ich kann Dir sagen: Das wirkt wahre Wunder! Die Milliönchen sprießen nur so! Öhm,also sie floppen! Nee,ploppen...ach menno! Dingens eben! Weißt schon. Bist ja hochbegabt!


    p.s. Ich habe OT fertig!
    Geändert von luftkopf33 ( 3.07.2016 um 14:29 Uhr)

  3. #33
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 2.862

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Menno die Milliönchen auf dem Konto der öööhh Wie hieß die Bank in Dings nochmal ? Ich meine diese Insel. Das fällt mir gleich wieder ein.
    Jedenfalls hätte ich Milliönchen beinah vergessen. Herzlichen Dank Lufti
    Antwort auf OTbeendet

  4. #34
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 50
    Forum-Beiträge: 214

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Hier meine Theorie:

    Dopaminmangel:
    das menschliche Gehirn unterliegt einer permanenten Entwicklung. Die weiterentwickelten Gehirne von adhs-ler belassen das Dopamin im System nur solange es tatsächlich benötigt wird. Die Mehrheit der Menschen verfügen über ein Gehirn, das diese Fähigkeit noch nicht entwickelt hat und befindet sich in einem Stand der hin etwa dem des Mittelalters entspricht. Also zu der Zeit wo der Mensch viele Tatigkeiten noch "zu Fuss" verrichten musste. Wir sind aber im Zeitalter des Internets und IT-Technologie und diese Blockade der Dopamin im Gehirn (Unterbrechung des Informationsflusses) hat eine verherrende Auswirkung;

    Nämlich das

    Reizfiltersyndrom:
    diese Menschen sind eingeschränkt in ihrer Wahrnehmung und wollen das nicht wahrhaben. Pathologisch wirkt sich das so aus, dass die Patienten stumpfsinnige Beschäftigungen nachgehen (Arbeit, Haushalt usw,) und nach und nach die gesunde Wahrnehmung für die einzig wichtige Aufgabe verlieren (Stimulis jagen). Es kann soweit gehen, dass die Verkennung der Realität sie dazu verführt, gesunde adhs-ler zu versuchen davon zu überzeugen, dass diese krank sind. Dieses Syndrom führt im weit entwickelten Stadium zu einem

    Zwanghaften Kontroll der Impulsivität:
    Sie haben die Bindung zu einem gesunden Ausleben ihrer Impulsivität verloren. Sie überlegen anstatt zu handeln, sie berücksichtigen übermässig die Folge jeder Handlungen und stellen dem subjektiven Nutzen einer Entscheidung über die befreiende Wirkung des spontanen Handeln.

    Im Erwachsenenalter stecken die Patienten meistens in trostlosen Situationen. Sie gehen arbeiten, kümmern sich um ihre Familien, müssen Freunden haben. Viele davon wissen nicht mehr wohin mit ihren finanziellen Mitteln und bauen Häuser, kaufen Wohnungen, Autos usw. ohne auch nur das Gespür zu haben, was sie alles verpassen.

    Zum jetzigen Stand ist eine Heilung nicht in Sicht. Es empfehlt sich jeden Betroffenen eindringlich zu erläutern, wie es um ihm tatsächlich steht.

    Für weitere Anregungen wäre ich sehr dankbar.

  5. #35
    Impulsbombe

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 57
    Forum-Beiträge: 2.862

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Ich und meine Familie (mit einiger Sicherheit 4 weitere ADSler) können praktische Hilfe anbieten.
    Ich persönlich würde Kurse im vernachlässigen der Hausarbeit und Geld für sinnlose aber lustige
    Dinge ausgeben übernehmen.

  6. #36
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.181

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen


    Ich empfehle die Einrichtung des "Komitees zur Rettung des Normalmenschen vor sich selbst" als einen notwendigen ersten Schritt in die richtige Richtung.

    Ich setz' mich dann demnächst mal an die Charta! Gleich.

  7. #37
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 57

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    happypill schreibt:
    Dazu kann ich nur eines sagen (beobachtet bei mir, aber auch einigen anderen Menschen)

    Wenn man ANDERE als DAS Problem definiert, kommt man im Leben kein Stück weiter.
    @happypill: ...erstmal sorry, dass meine Antwort dazu erst jetzt kommt, hab den Beitrag vorher nicht gesehen (ausgeblendet? darin bin ich soooo gut...).

    Auf jeden Fall habe ich das keinesfalls so gemeint, dass wir andere als das Problem definieren und damit jegliche Eigenverantwortung ablegen sollen!!!

    Was ich meinte ist, dass Probleme wie z. B. meine Vergesslichkeit für mich erstmal kein Problem darstellen, da ich das so erstmal nicht empfinde. Erst wenn ich einen Bezug herstelle, z. B. ich möchte mich an irgendetwas erinnern, kann es aber nicht - shit! oder jemand Nahestehendes erzählt mir was von einer gemeinsamen Unternehmung vor X Jahren und ich hab keinen blassen Schimmer - peinlich! oder beruflich fällt mir was Wichtiges einfach nicht ein oder ich verlege Sachen, die ich auf die Schnelle nicht finde und evtl. durch das dann folgende Suchen irgendwo (z. B. auf Arbeit) zu spät komme - das sind nur paar Beispiele, wo durch den Bezug zu anderen mein für AD(H)S beispielhaftes Vergessen sehr schnell zu leidhaften Empfindungen führt. Also nicht primär durch die Vergesslichkeit, sondern durch die Auswirkungen, die diese in Bezug auf andere hat.

    Zum Thema Eigenverantwortung ist mir absolut klar, dass zwar weder die anderen noch ich an meiner Vergesslichkeit (als Beispiel für die problematischen syndromtypischen Verhaltensweisen) schuld sind, aber ich (spätestens, sobald ich in Bezug zu anderen bin) höchstselbst dafür verantwortlich bin!

  8. #38
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    Nur um noch mal ein paar Argumente/Beispiele für Luftkopfs Position anzuführen. ADHS hat Eigenschaften, die sowohl positiv als auch negativ sein können, beispielsweise:

    Reizoffenheit: Kann total nerven, kann aber auch dazu führen, dass man um die Ecke denkt (nicht dasselbe wie Kreativität) und Zusammenhänge erkennt, die noch keiner gesehen hat.

    Impulsivität/ Unfähigkeit, Regeln zu akzeptieren: Kann gefährlich und schädlich sein, kann in Zeiten, in denen angepasste Menschen sich nicht trauen, etwas zu sagen, aber auch dringend Not tun.

    Das sind nich ausschließlich positive Eigenschaften. Sie haben eine Schattenseite. Ein ausschließlich postiver Aspekt von ADHS fällt mir nicht ein.
    Nun gehören diese Dinge zwar zu ADHS, können aber auch Eigenschaften einer völlig gesunden oder nur minimal „adhsigen“ Person sein (es wurde schon gesagt und ich betone es nochmal: Spektrum). Jedenfalls kann man diese positiven Eigenschaften ohne die Diagnose ADHS haben. ADHS ist nicht die Bedingung dafür, individuell und anders zu denken. Ich würde sofort mit einer Person tauschen, die das kann ohne ADHS zu haben, damit ich die Sachen loswerden, an denen ich nichts Gutes finden kann, z.B.:

    Schlechtes Arbeitsgedächtnis und Gedächtnis allgemein: Was bringt mir das? Dass ich nicht mehr weiß, wie die Person hieß, nach deren Adresse ich unbedingt fragen wollte und jetzt nie Kontakt zu ihr haben werde? Dass mir in wichtigen Situationen Daten und Namen nicht einfallen, obwohl ich sie kenne, ich rumstottere und den Eindruck völliger Inkompetenz vermittele? „Hier...der Dings... der damals...hm wann war das nochmal…ich meine… sie wissen schon… der mit dem Pferd, dieser kleine Franzose…“ Dass ich ständig Wege doppelt zurücklegen muss, weil ich etwas vergessen habe, was mich wertvolle Lebenszeit kostet? Dass ich Unmengen an Geld für Mahnungen und Säumnis-Gebühren bezahle? Dass ich unbewusst Schwarzfahre, meine Miete zu spät überweise, Fristen verpasse und Ideen nicht umsetze, weil ich sie vergessen habe und nicht rechtzeitig aufschreiben konnte, weil ich schon wieder den Kugelschreiber verlegt habe?

    Erhöhtes Unfallrisiko im Haushalt und Straßenverkehr (Grund: Verminderte Konzentrationsfähigkeit, leichte Ablenkbarkeit und Impulsivität): Seh nichts positives daran, dass ich mich ständig verbrenne, schneide und irgendwo gegenrenne - meine Klamotten schneller schmutzig und kaputt mache, Möbel demoliere und Geschirr zerbreche. Einen Führerschein zu machen trau ich mich gar nicht. Bevor jetzt jemand sagt "ich kann aber super Auto fahren" - Mit Sicherheit gibt es ADHSler, die das gut können, vor allem wenn sie’s mögen und im Hyperfokus sind. Gefährlich ist es vor allem für diejenigen mit einer sehr ausgeprägten Symptomatik. Hier wieder: Spektrum! Weil es ein Spektrum ist, haben wir verschiedene Leidenserfahrungen.

    Menschen mit ADHS haben ein doppelt so hohes Risiko, vorzeitig zu sterben, zeigt eine dänische Studie, die gerade im renommierten Fachmagazin "The Lancet" veröffentlicht wurde. Søren Dalsgaard von der Universität Aarhus verglich in der Untersuchung die Lebensläufe von knapp zwei Millionen Dänen mit denen von 32.000 ADHS-Patienten. Resultat: Überdurchschnittlich viele von diesen starben, etwa nach Unfällen.
    http://www.welt.de/gesundheit/articl...zu-leiden.html

    (Der Artikel ist ansonsten ziemlich mau, perpetuiert genau dieses ADHS-Genie Klischee)


    Dann muss ich mich kurz aufregen, nämlich über die Rede von den „ollen Stinos“, die mit einer Idealisierung von ADHS Hand in Hand geht. Ich bin SO froh, dass es Menschen gibt, die ruhig bleiben während ich wie ein kopfloses Huhn durch die Gegend renne. Die mich auf den Teppich bringen. Die zuhören statt einen nur vollzuquasseln. Die meine Gedanken ordnen. Die mich nicht unterbrechen. Die mich an Dinge erinnern. Die meine Weltsicht gerade rücken.

    Disclaimer: Für jedes Beispiel, das ich gebracht hab, wird es hier eine Person geben, die sagt „so bin ich doch gar nicht“ - Klar! ADHS ist ein Spektrum. Ich hab hier zwecks Unterhaltungswert ein bisschen mit Klischees gespielt, aber vieles betrifft mich real.
    Geändert von Persephone ( 3.07.2016 um 17:52 Uhr)

  9. #39
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.181

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    @Persephone: Vielen Dank,dass Du Dir die Mühe gemacht hast,meinen Standpunkt inhaltlich ein bisschen aufzudröseln!

    Das "passiert" mir recht selten...

  10. #40
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 26
    Forum-Beiträge: 465

    AW: ADHS Akzeptieren und es nicht als Krankheit sehen

    luftkopf33 schreibt:
    @Persephone: Vielen Dank,dass Du Dir die Mühe gemacht hast,meinen Standpunkt inhaltlich ein bisschen aufzudröseln!

    Das "passiert" mir recht selten...
    Da ich mit deinem Standpunkt völlig übereinstimme und die damit verbundene Zerrissenheit angesichts der ADHS-Überhöhung gut kenne (man will es den anderen ja auch nicht verderben…), war es mir ein Bedürfnis

    Vor 5 Jahren war ich in einer Selbsthilfegruppe. Viele dort hatten diese „Wir sind besonders/besser“-Attitüde und oft waren es gescheiterte Existenzen bzw. Personen, die es besonders schwer hatten, sehr hohe Dosen MPH/Amphetamin nahmen und weitere Komorbiditäten hatten. Ich hab das als Schutzmechanismus interpretiert. Die anderen sind halt doof, verstehen einen nicht, deswegen scheitert man obwohl man doch eigentlich genial ist. Die Welt ist noch nicht bereit für dich. Bis zu einem gewissen Grad mag das sogar stimmen, aber diese Haltung verunmöglicht es, irgendwas an der Situation zu ändern.

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