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Diskutiere im Thema Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS?? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Hallo!

    Bei mir besteht der Verdacht auf ADS, ohne dem H. Die Ärzte meinen, es wäre so ne Mischung aus ADS, Depression und Ängsten.
    Was mich jedoch beunruhigt ist, dass viele von euch berichten, dass ihr so ne Überflutung habt von Gedanken, Geräuschen und visuellen Reizen.
    Also ihr hört alles gleichzeitig und seht alles gleichzeitig. So habe ich das von einigen gelesen.
    Hier ein Video dazu: https://www.youtube.com/watch?v=TCbg0HckGfs
    Vermutlich siehts bei euch im Kopf wirklich so aus.

    Ich hingegen fühle mich wie wenn mein Kopf "leer" wäre, sprich "Leere im Kopf". Das heißt, ich habe KAUM EINE Gedankenflut und bin auch NICHT übererregt von äußeren und inneren Reizen. (außer wenn ich extrem müde bin)
    Lustigerweise hatte ich früher sehr wohl eine Art "Gedankenflut", also habe über vieles gedacht, so wie ein Film der abläuft. Meist vorm Schlafengehen habe ich den Tag im Schnelldurchlauf im Kopf, aber das passierte alles unbewusst.
    Vermutlich war das einfach Pubertät.
    ---
    Jedoch behaupten meine Ärzte, dass ich unter diesem Syndrom leide, weil ich laut meinen Eltern in meiner frühen Kindheit mit meiner Hyperaktivität und Impulsivität auffällig gewesen bin.
    Heute leide ich unter Konzentrationsschwäche und kann nicht klar denken, bin oft impulsiv, fühle mich leicht gekränkt, erkenne oft schwer den Inhalt eines Textes z.B. bei Geschichtenbüchern. In der Schule bin ich in uninteressanten Stunden tatsächlich unaufmerksam und schaue in die Luft und wenn ich mich konzentrieren versuche, dann verstehe ich es meist eh nicht (sofort).
    Als Kind hatte ich kaum Konzentrationsschwächen, d.h. der Lernerfolg war meist gegeben.
    >>Der Arzt meint, ich hätte das bis dato kompensiert, aber nun gehe das leider nicht mehr, wie man an meiner jetzigen Leistung sehen mag.

    Bald werde ich Ritalin bekommen. Dennoch bezweifle ich irgendwie, dass das helfen würde. Ritalin hilft ja nur bei Reizüberflutung, aber ich hab doch keine!?!? Denkschwierigkeiten, Merkschwierigkeiten, lange Aufmerksamkeit bei uninteressanten Dingen in der Schule & Zuhause sind meine hauptsächlichen Schwierigkeiten bzgl. dem Lernen.


    Ist es möglich, dass AD(H)S auch mit einer "inneren Leere", sprich keine Gedankenflut, einhergeht aber dennoch Denkschwierigkeiten und Konzentrationsschwierigkeiten auftreten?? Oder spricht man hier schon von einer Depression oder andere psychische Störung??

    Ich bin langsam echt am Verzweifeln. Ich habe schon selber geglaubt, ich hätte die Antwort meines Leidens gefunden, und die würde "ADS" lauten.
    Aber nach Recherchen komme ich langsam drauf, dass die Kernsymptomatik eine ganz andere ist... Zumindest denke ich mir das jetzt.


    Aber wenn es die Depression wäre, dann hätten doch all die Anti-Depressiva dagegen geholfen.
    Wieso sollte mir jetzt Ritalin helfen obwohl ich keine Reizüberflutung habe im Sinne vom Wahrnehmen all den Geräuschen, visuellen Reizen um mich????

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 338

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Hallo Tomberry,

    grundsätzlich würde ich an deiner Stelle erstmal darauf vertrauen, was die Ärzte dir gesagt haben.

    Das, was hier im Forum über das subjektive Erleben bei ADHS geäußert wird, ist eben - genau - subjektiv und muss auf dich nicht unbedingt zutreffen.

    AD(H)S hat viele Facetten und kann sich recht unterschiedlich äußern. DEN AD(H)Sler an sich gibt es nicht.

    Wenn du bald Ritalin bekommst, warum probierst du nicht einfach aus, ob es dir hilft?

    Beste Grüße!

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Ich finde auch.

    Ich würde es ausprobieren, eine Weile lang, in Kooperation mit dem verschreibenden Arzt, dann wirst du merken, ob es dir eine Verbesserung bringt oder nicht. Das wird in nicht ganz eindeutigen Fällen auch oft als Art Diagnostikum verwendet. Wenn du gut darauf anspricht (auch wenn du bei niedrigem Einstieg nicht gleich völlig überwältigt ob der positiven Wirkung sein wirst, eher so einen kleinen "Hinweis in die richgie Richtung" merken wirst) ist die Wahrscheinlichkeit, dass du ADHS hast groß. Allerdings ist es anderherum nicht so einfach, d.h. wenn es nicht gut wirkt oder unangenehme Nebenwirkungen auftreten, heißt es noch nicht, dass du kein ADHS hast (sondern dann wäre Ritalin/Methylphenidat evtl. nicht das richtige von mehreren medikamentösen.Optionen)

    [OT: Kann übrigens sein, dass andere anderes behaupten, von wegen Ritalin / MPH wäre grundsätzlich leistungssteigernd etc. Nach allem was ich weiß, ist es das bei "Normalen" nicht, es kommt ihnen nur so vor. Wenn man ihre Leistungen unter Ritalin mit ihren Leistungen ohne vergleicht gibt es keinen qualitativen Unterschied. Den gibt es bei geeignet mit Rialin eigenstellten ADHSlern sehr wohl (heißt aber nicht, dass Leistungsprobleme nicht ab MPH komplett der Vergangeheit angehören)]

    Viel falschmachen kann man jedenfalls mit einem Mediakemntenversuch nicht.

    Und: Versuch dich nicht verrückt zu machen. Du hörst dich an, als hättest du einen langem Leidensweg hinter dir. Aber: Aktuell wird ja mit dir zusammen gesucht, in welche Richtig es gehn kann. Ich drück dir die Daumen!

  4. #4
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Dein Text liest sich für mich schon etwas chaotisch. Du wiederholst dich oft, wirkst aufgeregt (leicht panisch; auf mich wirkt es, als hättest du Angst vor Rivalin).
    Von bekannten Nicht-ADHSlern bin ich es gewohnt, dass sie eine klare Linie beim Schreiben haben. Bei ADHSlern erlebe ich es unterschiedlich. Manche schweifen in ihren eigenen Themen immer wieder ab (was meistens für einen lebhaften Erzählstil sorgt) oder sie wiederholen sich häufig, wie ich es bei dir wahrnehme.
    Auf mich wirkt es wie Chaos im Kopf, den du schreibenderweise nicht 100% ordnen kannst.
    Ich schreibe betont aus meiner Sicht. Bitte korrigiere mich, wenn du selbst das anders erlebst.

    Wie wirkt sich die Leere denn aus? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Jeder Mensch denkt doch immer irgendetwas, oder nicht?
    Wir schaffen es ja vorrangig nicht, Prioritäten zu setzen und das geht eben im Kopf los.
    Chaos heißt in meinem Fall nicht, dass ich unentwegt durcheinander denke, das heißt, dass wenn verschiedene Reize auf mich wirken, ich bei diesen keine Priorität setzen kann. Ich nehme nur alles genau gleichzeitig wahr, wenn ich mich meditativ darauf konzentriere, tue ich das nicht, springt mich jeder Reiz einzeln an aber kurz nacheinander und durcheinander, so dass ich mich nicht bewusst dafür entscheiden kann, mich auf einen bestimmten zu konzentrieren.
    Das passiert aber auch nicht unentwegt. Beim computern bekomme ich meine Umwelt kaum mit. Sehr oft, wenn ich abends den PC ausmache und mich hinlege, wundere ich mich, wie laut meine Aquarienpumpen sind. Das fällt mir während der PC-Arbeit nicht auf, da ist meine volle Konzentration auf den Bildschirm gerichtet.

    Aber Leere herrscht tatsächlich nie in meinem Kopf, nicht einmal wenn ich meditiere. So weit habe ich es noch nicht geschafft. Aber nahe ran. Erkläre mir das bitte unbedingt.

    Teile deine Sorge am besten Mal mit dem Arzt! Wenn du ein schlechtes Gefühl bei ihm hast nach der Unterhaltung, dann suche nach einem neuen, aber für mich klingt es vertrauenswürdig, was du über ihn geschrieben hast.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Blaustern schreibt:
    Dein Text liest sich für mich schon etwas chaotisch. Du wiederholst dich oft, wirkst aufgeregt (leicht panisch; auf mich wirkt es, als hättest du Angst vor Rivalin).
    Von bekannten Nicht-ADHSlern bin ich es gewohnt, dass sie eine klare Linie beim Schreiben haben. Bei ADHSlern erlebe ich es unterschiedlich. Manche schweifen in ihren eigenen Themen immer wieder ab (was meistens für einen lebhaften Erzählstil sorgt) oder sie wiederholen sich häufig, wie ich es bei dir wahrnehme.
    Auf mich wirkt es wie Chaos im Kopf, den du schreibenderweise nicht 100% ordnen kannst.
    Ich schreibe betont aus meiner Sicht. Bitte korrigiere mich, wenn du selbst das anders erlebst.

    Wie wirkt sich die Leere denn aus? Ich kann mir das gar nicht vorstellen. Jeder Mensch denkt doch immer irgendetwas, oder nicht?
    Wir schaffen es ja vorrangig nicht, Prioritäten zu setzen und das geht eben im Kopf los.
    Chaos heißt in meinem Fall nicht, dass ich unentwegt durcheinander denke, das heißt, dass wenn verschiedene Reize auf mich wirken, ich bei diesen keine Priorität setzen kann. Ich nehme nur alles genau gleichzeitig wahr, wenn ich mich meditativ darauf konzentriere, tue ich das nicht, springt mich jeder Reiz einzeln an aber kurz nacheinander und durcheinander, so dass ich mich nicht bewusst dafür entscheiden kann, mich auf einen bestimmten zu konzentrieren.
    Das passiert aber auch nicht unentwegt. Beim computern bekomme ich meine Umwelt kaum mit. Sehr oft, wenn ich abends den PC ausmache und mich hinlege, wundere ich mich, wie laut meine Aquarienpumpen sind. Das fällt mir während der PC-Arbeit nicht auf, da ist meine volle Konzentration auf den Bildschirm gerichtet.

    Aber Leere herrscht tatsächlich nie in meinem Kopf, nicht einmal wenn ich meditiere. So weit habe ich es noch nicht geschafft. Aber nahe ran. Erkläre mir das bitte unbedingt.

    Teile deine Sorge am besten Mal mit dem Arzt! Wenn du ein schlechtes Gefühl bei ihm hast nach der Unterhaltung, dann suche nach einem neuen, aber für mich klingt es vertrauenswürdig, was du über ihn geschrieben hast.

    Also ich bin mir selber nicht sicher, ob diese Leere von den Medikamenten wie Venlafaxin und Seroquel kommt. Aber bei mir ist es halt so, dass ich sehr wohl Schwierigkeiten hatte, meinen Gedankenfluss zu kontrollieren. Ich konnte zu dieser Zeit gar nicht meditieren. Meine Gedanken kamen und gingen. Das war vor ca. 1-2 Jahren.
    Nun ist es aber so, dass ich nicht mehr dieses Gedankenrasen habe. Es kommen mir sehr wohl noch Gedanken, also ganz ohne ist's ja auch wieder nicht, aber ich habe nicht mehr dieses Rasen der Gedanken.


    Ob das jetzt wirklich das ADS ist, kann ich nicht sagen. Bei mir würde eher der englische Begriff "Brain Fog" zutreffen. Dazu gehören Verständnisprobleme, "was habe ich da gerade gelesen??", den Satz nochmal und nochmal lesen und dann der Ahah-Effekt. Dann mal wieder weiterlesen und dann wieder nicht mehr geistig dabei sein.
    So ist es meist in der Schule. Dann oft Müdigkeit, kaum Motivation und kaum Antrieb etwas anzupacken oder mich zum Lernen zu motivieren und dann wirklich dabeisitzen und das Gelernte verstehen. Das sind meine Schwierigkeiten!!!

    Meine Kernsymptomatik ist NICHT wirklich diese Abgelenktheit oder so, was hier viele von euch beschreiben. Bei mir ist es so, als wäre ich hier passiv auf der Erde und bekäme oft nichts mit. In der Schule bin ich nur anwesend und gehe mit keinem Wissen mehr als vorher nach Hause. Die Informationen werden von "meinem Gehirn" einfach nicht verstanden bzw. aufgenommen.
    Lest einfach mal hier auf Reddit, jemand der das so Ähnlich beschreibt (auf Englisch): https://www.reddit.com/r/ADHD/commen...oughts_at_all/

    Dann gibt es diesen Tunnelblick, wo ich manchmal dauerhaft einen "Hyperfokus" habe. Da kann es schon passieren, dass ich etwas suche und dabei liegt das Gesuchte gleich neben mir nur habe ich es nicht gesehen, wegen diesem Hyperfokus. Geht es euch auch so?????? Ist Ritalin nicht kontraproduktiv beim Hyperfokus???
    Dann gibt es wieder Zeiten wo ich z.B. in der Schule ständig durch den Raum blicke, also mal nach links und dann nach rechts, nur nicht Richtung Lehrer. Also das wäre so typisch AD(H)S, meiner Meinung nach.

    Ich mache mir schon sorgen, dass mein IQ immer weiter sinkt. Wäre das alles die Depression, hätten schon längst AntiDepressiva geholfen.

  6. #6
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 238

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    "Nun ist es aber so, dass ich nicht mehr dieses Gedankenrasen habe. Es kommen mir sehr wohl noch Gedanken, also ganz ohne ist's ja auch wieder nicht, aber ich habe nicht mehr dieses Rasen der Gedanken. "

    Ich bin der Meinung, dass das tatsächlich antrainierbar ist. Durch Metidation habe ich dabei Erfolge und ich habe auch gelesen, dass Medikamente diese Wirkung haben - auch wenn man sie nicht mehr einnahm. Und zwar so, dass das Gehirn, wie auch bei Neurofeedback, durch die neuen Eindrücke, die man durch Medikamente erlebt, lernt, diese auch ohne Medikamente anzuwenden. Eventuell nicht so stark, aber es könnte möglich sein.
    Das ist aber nur eine Theorie von der ich hörte. Ich selber habe bislang noch keine Medikamente genommen und kann nicht aus eigener Erfahrung schreiben.


    "
    Ob das jetzt wirklich das ADS ist, kann ich nicht sagen. Bei mir würde eher der englische Begriff "Brain Fog" zutreffen. Dazu gehören Verständnisprobleme, "was habe ich da gerade gelesen??", den Satz nochmal und nochmal lesen und dann der Ahah-Effekt. Dann mal wieder weiterlesen und dann wieder nicht mehr geistig dabei sein.
    So ist es meist in der Schule. Dann oft Müdigkeit, kaum Motivation und kaum Antrieb etwas anzupacken oder mich zum Lernen zu motivieren und dann wirklich dabeisitzen und das Gelernte verstehen. Das sind meine Schwierigkeiten!!!"

    "Die Informationen werden von "meinem Gehirn" einfach nicht verstanden bzw. aufgenommen. "

    Ist allessamt absolut ADHS-typisch.
    Ich hatte sogar schon bei Bücher, die mich tatsächlich interessieren, lange gebraucht, bis ich mich nicht mehr durchkämpfen musste. Das Buch hatte zwar mein Interesse geweckt, aber mich noch nicht gefesselt. Solange ich nicht gefesselt bin, kann ich mir kaum merken, was ich gelesen habe. Außerdem lege ich das Buch dann ständig weg. So habe ich bei 1000-seitigen Büchern bereits 3 Monate gebraucht, bis ich die Hälfte geschafft habe, um dann die zweite Hälfte in einer Woche durchzulesen. Wenn ich gefesselt bin, kann ich das Buch dann aber auch nicht mehr aus der Hand legen.
    Ich empfinde mich als stark internetsüchtig (allgemein gesprochen), eigentlich ist es viel mehr die Suche nach Beschäftigung für meinen Kopf. Das Internet ist der einzige Ort, wo ich immer erfolgreich bei der Suche bin.
    Wenn ich ein Buch habe, bin ich nicht mehr im Internet. Ich bin dann tagelang offline und kann das Buch nicht mehr aus der Hand legen. Es quält mich richtig, wenn ich eine Lesepause machen muss! Dann bin ich genauso süchtig nach dem Buch, wie sonst nach dem Internet.
    Aber wenn es mich nur interessiert, aber ohne mich zu fesseln .. keine Chance. Dann ist es fast wie Hausarbeit und ich muss die Sätze mehrmals lesen, um sie zu verarbeiten und sie mir zu merken.

    "
    Bei mir ist es so, als wäre ich hier passiv auf der Erde und bekäme oft nichts mit."

    Klingt nach Hypoaktiv. War bei mir in der Schule oft genauso.

  7. #7
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Hmm. Was Du beschreibst,Tomberry,klingt für mich zusammengenommen (auch andere Threads nachgelesen) eher gar nicht nach ADHS-auch nicht Hypo-sondern eher nach einer bipolaren Störung vom Typ 2.

    U.a. fällt mir auf,dass Du von Phasen sprichst,in denen Du dieses Gedankenchaos und die Schwierigkeiten mit der Meditation hattest(Vergangenheit).

    Bei Dir scheinen sich eher solche Phasen abzuwechseln,während eine ADHS nicht in Phasen verläuft-wenn auch die Probleme natürlich nicht zu jeder Zeit gleich "schlimm" sein müssen.

    In der Depri-Phase ist das Erleben eher auf Gedankenleere fixiert, Informationen werden nicht aufgenommen und irrationale Ängste um einen IQ-Verfall kommen zum Vorschein. Auf der anderen Seite wird hierdurch aber Meditation gefühlt erleichtert,Leere ist ja schon da.

    In der (Hypo-)Manie kippt das dann in's Gegenteil. Du erlebst Kopfchaos pur und Konzentrationsprobleme.

    Das würde ebenfalls das bisherige nicht-Ansprechen auf normale AD ein stückweit erklären und auch warum Seroquel so positiv auf das Gedankenchaos wirkt. Wobei es auch Fakt ist,dass man manchmal sehr lange nach einem wirkenden AD suchen muss und längst nicht jeder überhaupt auf solche anspricht.

    Ganz allgemein gilt: AD sind fast nur bei mittelgradigen eigentlich sogar nur schweren Depressionen signifikant wirksam und bei rein reaktiven Episoden bringt Medikation allein praktisch gar nichts.

    Man kann also nicht-so der langen Rede kurzer Sinn-von der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie auf die Richtigkeit einer Diagnose schließen.
    Geändert von luftkopf33 ( 2.07.2016 um 12:55 Uhr)

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Naja, für mich klingt das teilweise schon nach ADS-Symptomen. Kann auch was anderes sein, kann auch mehreres sein aber total unwahrscheinlich ist es mMn erstmal nicht. Würde auf jeden Fall auch erstmal auf den Arzt vertrauen und sehen wie es mit Medikation läuft (auch wenn die Nichtwirksamkeit keinen Beweis für irgendwas darstellen würde).

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 26

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    luftkopf33 schreibt:
    Hmm. Was Du beschreibst,Tomberry,klingt für mich zusammengenommen (auch andere Threads nachgelesen) eher gar nicht nach ADHS-auch nicht Hypo-sondern eher nach einer bipolaren Störung vom Typ 2.

    U.a. fällt mir auf,dass Du von Phasen sprichst,in denen Du dieses Gedankenchaos und die Schwierigkeiten mit der Meditation hattest(Vergangenheit).

    Bei Dir scheinen sich eher solche Phasen abzuwechseln,während eine ADHS nicht in Phasen verläuft-wenn auch die Probleme natürlich nicht zu jeder Zeit gleich "schlimm" sein müssen.

    In der Depri-Phase ist das Erleben eher auf Gedankenleere fixiert, Informationen werden nicht aufgenommen und irrationale Ängste um einen IQ-Verfall kommen zum Vorschein. Auf der anderen Seite wird hierdurch aber Meditation gefühlt erleichtert,Leere ist ja schon da.

    In der (Hypo-)Manie kippt das dann in's Gegenteil. Du erlebst Kopfchaos pur und Konzentrationsprobleme.

    Das würde ebenfalls das bisherige nicht-Ansprechen auf normale AD ein stückweit erklären und auch warum Seroquel so positiv auf das Gedankenchaos wirkt. Wobei es auch Fakt ist,dass man manchmal sehr lange nach einem wirkenden AD suchen muss und längst nicht jeder überhaupt auf solche anspricht.

    Ganz allgemein gilt: AD sind fast nur bei mittelgradigen eigentlich sogar nur schweren Depressionen signifikant wirksam und bei rein reaktiven Episoden bringt Medikation allein praktisch gar nichts.

    Man kann also nicht-so der langen Rede kurzer Sinn-von der Wirksamkeit einer medikamentösen Therapie auf die Richtigkeit einer Diagnose schließen.

    Also Stimmungsschwankungen habe ich schon, aber bin von Manie /Hypomanie weit entfernt. Manchmal bzw. eher selten kommt da eine kleine innere Euphorie hoch, was ich selber mit dem Dopamin-Spiegel zu erklären versuche, und dann sieht die Welt für mich ein wenig anders aus. Aber dies ist für mich nicht manisch, sondern dann fühle ich mich eher "normal", sprich einfach gut gelaunt und halt so wie die meisten Menschen.
    Wobei diese "gute Laune" oft durch 1-2 Tassen Kaffee ausgelöst werden kann oder meine Ängste werden durch das Koffein schlimmer.
    Ritalin erhöht ja auch den Dopamin-Spiegel so, dass man sich wieder "normal" fühlt und gut drauf (nicht "high" oder so) und man sich wieder besser konzentrieren kann, so würde ich das von Ritalin erwarten.

    Ob dieser niedrige Dopamin-Spiegel unbedingt mit ADS jetzt zusammenhängt, kann ich nicht sagen, aber auf jeden Fall stimmen viele der AD(H)S Symptome überein, vor allem als Kind hatte ich viele Symptome, ich war auch hyperaktiv und aufgedreht (laut Eltern untypisch für ein "normales" Kleinkind). War aber auch eher introvertiert in Gruppen, und da hatten Ärzte dann von Teile des Asperger-Syndroms gesprochen, also einige Symptome halt. Heute spricht der Doktor von einer Mischdiagnose von ADS, bissi Asperger und Depression sowie Ängsten.

    Aber Bipolar bin ich (noch) nicht. Habe dafür auch keine Diagnose bekommen. Die Diagnose bekam ich nur für die Depression. AD(H)S wurde auch angezweifelt, weil ich den Aufmerksamkeits-Test, wo man Buchstaben sieht und bei diesem einen Buchstaben die Leertaste drückt, gut bestanden habe. Aber ganz ehrlich, dieser Test war sicher nur für Kleinkinder und nicht für einen 17-Jährigen, oder??? Oder sind ADSler wirklich so unaufmerksam, dass diese den Buchstaben übersehen??????????
    Ich weiß nicht so recht. Ich hoffe halt wirklich, dass mir Ritalin oder so ein ähnliches Stimulans mir unterstützt, vor allem in meiner jetzigen Schule, sonst weiß ich echt nicht mehr weiter was ich mit meinem Leben anfangen soll........
    Beim jetzigen Arzt wird bald eine Ritalin-Testung durchgeführt, und der benötigt keine Diagnose (zum Glück). Der meint, dass soll man gleich austesten...


    Bei mir ist alles so ein Mischmasch und da haben auch die Ärzte leichte Probleme beim Zuordnen der Symptome.
    Geändert von Tomberry ( 2.07.2016 um 15:25 Uhr)

  10. #10
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 49

    AW: Leere im Kopf bei ADS? Doch kein ADS??

    Was mich mal interessieren würde ist:

    Ich las irgendwo das du 17 bist, ja?
    Bist du eig bei einem Kjp oder bei einem Erwachsenenpsychiater?
    Ist derjenige auch fachkundig?
    Bist du in Therapie wegen den Depressionen?
    Geändert von Jupiter94 ( 2.07.2016 um 20:00 Uhr)

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