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Diskutiere im Thema AD(H)S - eine Glaubenssache im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 49

    AD(H)S - eine Glaubenssache

    Hallo :-)

    da ich mich seit zwei Jahren mit Adhs auseinandersetze ist mir aufgefallen, dass es anscheinend eine Glaubensfrage des jeweiligen Psychiaters ist, ob es Adhs gibt.
    Warum gibt es keine allgemeingültige Ansicht darüber? (Klar es gibt ja den Icd und dsm)
    Ein Psychiater sagt ja nicht es gibt keine Psychose oder sonstiges.
    Warum sperren die sich vor Adhs?

  2. #2
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    Nu,Du wirst es vielleicht nicht glauben,aber ich habe tatsächlich mal eine Psychiaterin getroffen,die Psychosen und andere "Absonderlichkeiten"(ihr Wort) dämonischen Einflüssen zuschrieb und ganz offen dazu stand,diese in ICD und DSM erfassten Erkrankungen gäbe es im definierten Sinne nicht.

    Bei ADHS kommen mMn.mehrere Faktoren zusammen. Die Unklarheit bzg.der Ursachen,ganz unterschiedliche Ideen,was ADHS denn nun ist,ein immer weiter offenes Spektrum an Diagnosekriterien,das eine klare Abgrenzung der ADHS gegenüber anderen Störungen mittlerweile sehr schwer macht-ganz zu schweigen von unterschiedlich stringenter Anwendung derselben...

    Das alles trägt wohl mit zum Zögern einiger Ärzte und Therapeuten bei.

    Andere Einflüsse eher...esoterischer Natur jetzt mal ausgeklammert.

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    Es ist keine Glaubenssache, ADHS gibt es. Es gibt einfach eine Menge rückständiger Psychiater, die denken sie hätten es nicht nötig, Weiterbildungen nehmen. ADHS ist eine relativ neue Krankheit, die sehr übergriffig und komplex, aber trotzdem oft schwer zu diagnostizieren ist. Das ist der Grund, warum manche Leute und eben Experten davor verschließen. Es ist einfacher zu sagen, das gibt es nicht.

  4. #4
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    Relativ einfach zu erklären: Wer ADHS sagt, muss auch Stimulanzien sagen. Da aber Stimulanzien grundböse sind (nicht nur bei ADHS, sondern generell), wird einfach gar nix gesagt. So bleibt es beim Kartell des Schweigens. In Italien nennt man dies: Omerta.

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    Ja, es erstaunt mich auch immer wieder, dass noch immer vieles im Bereich der Hirnforschung auf Spekulationen beruht. Das gilt definitiv auch für die exakten Zusammenhänge der Botenstoffsysteme. Forscht man etwas über die genaueren Wirkmechanismen der Wiederaufnahmehemmer oder auch psychotropen Drogen (wie LSD, Psylocibin oder auch THC) wird man sehr schnell mit dieser, doch leicht beunruhigenden, Erkenntnis konfrontiert. Andererseits... wer weiss ob es am Ende nicht sogar besser so ist. Aber das wird jetzt zu philosophisch und gehört vermutlich nicht hierher.

    Aber mal ganz abgesehen davon, sollte ein praktizierender Arzt sich natürlich bei solchen Themen trotzdem nach dem geltenden Stand der Forschung richten und darf dem Patienten nicht einfach seine abweichende Meinung als allgemeingültig verkaufen.
    Geändert von Mörtel (24.06.2016 um 20:07 Uhr)

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    Vor zwei hundert Jahren hat man bei physischen Krankheiten die Wirbelsäule zertrümmert und Venen aufgemacht zum Heilen.
    Vor hundert Jahren hat man bei psychischen Krankheiten Nägel in die Köpfe gejagt
    Vor fünfzig Jahren hat man bei psychischen den Kopf an die Steckdose angeschlossen oder mit Röntgen gebrutzelt

    Und in fünfzig Jahren wird man es barbarisch finden, dass man mehr oder weniger auf gut Glück im Hirn wirksame Substanzen verabreicht hat und an ADHS nicht geglaubt hat.



    Es ist eine Entwicklung die immer weniger Urzeitlich wirkt. In der Urzeit hat man so behandelt ->

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    So sieht's aus.

  8. #8
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.774

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    hust, es könnte auch sein, dass dies in der ein oder anderen Persönlichkeitsstruktur der Psychiater liegt.
    ich hab mitunter schon den eindruck, dass sich die nunja unterschiedlichsten Persönlichkeiten besonders für Psychologie etc interessieren.

    ich unterstelle jetzt nicht allen und auch nicht der Mehrheit dieser Branche eine Persönlichkeitsstörung, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die ein oder andere "besondere" Persönlichkeit für dieses Studium vermehrt interessiert. ein bisschen Richtung "Nabelschau".....aber das ist auch ein sehr subjektiver, persönlicher Eindruck
    Geändert von Moselpirat (25.06.2016 um 15:06 Uhr)

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 23
    Forum-Beiträge: 438

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    Moselpirat schreibt:
    hust, es könnte auch sein, dass dies in der ein oder anderen Persönlichkeitsstruktur der Psychiater liegt.
    ich hab mitunter schon den eindruck, dass sich die nunja unterschiedlichsten Persönlichkeiten besonders für Psychologie etc interessieren.

    ich unterstelle jetzt nicht allen und auch nicht der Mehrheit dieser Branche eine Persönlichkeitsstörung, aber ich kann mir schon vorstellen, dass die ein oder andere "besondere" Persönlichkeit für dieses Studium vermehrt interessiert. ein bisschen Richtung "Nabelschau".....aber das ist auch ein sehr subjektiver, persönlicher Eindruck

    Man muss also eine Persönlichkeitsstörung haben, um ADHS zu leugnen?
    Das ist ein ziemlich überholtes Klischee. Es gibt unter den Psychologen und Psychiatern genauso wenig mehr psychisch Kranke, wie es unter den Proktologen mehr Analfetischisten gibt.
    Geändert von klippklar (26.06.2016 um 22:22 Uhr)

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 484

    AW: AD(H)S - eine Glaubenssache

    klippklar schreibt:
    Man muss also eine Persönlichkeitsstörung haben, um ADHS zu leugnen?
    Nein, aber, ich kenne den genauen Fachausdruck nicht mehr, ein geistiges Plateau erreichen, dass durch Stagnieren des geistigen Entwicklungsprozesses charakterisiert ist. Die Meisten erreichen dieses direkt nach der Pubertät, Viele erst im Laufe des Alterns, und ganz Wenige sind auch im Rentenalter nicht abgeneigt ihr Weltbild durch neue Erkenntnisse zu verändern.


    Auf gut Proletariat-Deutsch:

    Was der Bauer nicht kennt, dass frisst er auch nicht.

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