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Diskutiere im Thema Beziehung zu den Eltern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142

    Beziehung zu den Eltern

    Mich würde interessieren was habt ihr für eine Beziehung zu euren Eltern?
    Verstehn sie euch?
    Könnt ihr alles mit den Eltern besprechen?
    Zu wem habt ihr eine bessere Beziehung zur Mutter oder zum Vater?
    lg
    Happy

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Beziehung zu den Eltern

    das ist bei mir ein schwieriges Thema. Meinen Vater kenne ich nicht, deshalb kann ich nur zur Beziehung zu meiner Mutter etwas sagen.

    Sie war immer sehr resolut und streng, was sicher auch daran lag, dass sie drei Kinder allein großziehen musste.
    Dass ich Probleme mit meiner eigenen Tochter bekam und auch meine Depressionen versteht sie nur bedingt. Auch das Thema ADS ist für meine Mutter nicht greifbar. So musste ich mir oft anhören, ich habe Erziehungsfehler gemacht und mir müsste es doch mal wieder besser gehen nach so vielen Therapien und ich soll mich nicht so gehen lassen.

    Ich hatte mich schon ganz von meiner Familie zurück gezogen und einige Monate keinen Kontakt, jetzt habe ich wieder welchen, aber sehr vorsichtig. Mit meiner Mutter über Probleme reden, kann ich mir nicht vorstellen. Ich akzeptiere das, weil ich denke, sie ist so und kann sich nicht mehr ändern obwohl ich mir oft im Leben mehr Herzlichkeit und Nähe, mehr Mütterlichkeit gewünscht hätte.

  3. #3
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Beziehung zu den Eltern

    ....also meine Eltern sind beide schon verstorben...aber ich glaube das ich mein ADS von meiner Mutter vererbt bekommen habe.....
    Da sie eine völlig andere Generation war und mit Sicherheit auch nichts über ADS wußte (geb.1921) hat sie wahrscheinlich ihr ganzes Leben gedacht sie ist nicht normal!!!
    Unsere Beziehung war eine Haß-Liebe.....so sehe ich das heute.Wahrscheinlich hat sie in mir ,ihre eigenen negativen Seiten wieder erkannt und versuchte mit Strenge und körperlichen Maßregelungen dem entgegen zuwirken.Aber ich kann auch sagen ,das wir bis zum Schluss eine tiefe innige Verbindung hatten,was die Emotionalität betrifft.
    Sie hatte oft Stimmungsschwankungen und mistraute jedem,konnte unter Stress ziemlich hysterisch und chaotisch werden,war aber unendlich kreativ und gefühlsbetont.
    Und so wie sie mir( als Kind) begegnete so war sie auch meiner Tochter(ADHS) gegenüber......abweisend und unverständig!!!

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Schwierige Frage für mich! Meine Familie war sehr chaotisch. Mein Vater hat viel getrunken und hat sehr wahrseinlich ADHS. Meine Mutter hatte Depressionen und grossmutter war alkoholikerin.
    Ich musste der brave in Familie sein, damit meine Mutter nicht noch mehr sorgen hatte. Aber das wurde nie geschätzt. Sie hat oft ironische Bemerkungen gemacht und hatte keine wirkliche Interesse um leben ihre Kindern. Mein Vater war sehr distanziert.
    Nur meine Mutter lebt noch, und über diese Sachen kann sie nicht reden. Sie hat viele psychische Probleme und hat gleiche Zeit angst, dass man sie als Verrückt stempelt. Wenn sie zu Besuch kommt, geht es gut und sogar lustig, aber ich versuche nicht mehr mit ihr über unsere Probleme zu reden. Ich glaube, sie ist sowas nicht fähig .
    Ich habe gelernt, mit dem fertig zu werden. Meistens. Jetzt kämpfe ich mit meine Probleme, die zum Teil aus Kindheit kommen.
    Ich war immer näher meine Mutter aber es war auch die schwierigere Beziehung. Keine hat ernst genommen, wenn man etwas wichtiges sagen wollte.

  5. #5
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Beziehung zu den Eltern



    Das ist bei mir ein happiges Thema.
    Ich bin Adoptivkind und hab also so gesehen gleich vier Eltern, von denen mich zwei gleich mal gar nicht haben wollten. Kaum geboren und schon allein.
    Von den beiden rede ich im folgendn Text nicht mehr, ich habe und will keinen Kontakt zu ihnen.
    Die anderen beiden wollten mich immer wieder ins Heim stecken, weil ich ja so ein schlimmes Kind war. Damit haben sie immer wieder gedroht und ich bin daran als Kind immer fast gestorben. Erst aus dem Heim geholt, dann für untauglich befunden und wieder zurück ins Heim. Dabei wollt ich ihnen immer alles recht machen aber konnte das nicht und hab nicht vertanden, wieso.

    Heute als Erwachsener und nach sehr viel Therapie und Selbsteinsicht seh ich das alles differenzierter und kann jetzt nach einer langen Zeit mit Hass und Schuldgefühlen meinen Eltern gegenüber das Ganze schon relativ emotionslos betrachten und vielleicht auch irgendwann mal wieder so etwas wie ein Gefühl von familiärer Bindung aufbauen. Aber der große Kampf war, mich erst mal von meinen Eltern zu lösen, und zwar wirklich in jeder Hinsicht, vor allem emotional. Dann den Hass und die Schuldgefühle und die Erinnerungen zulassen und ausleben und das dann irgendwann abhaken.
    Und eine Aussprache mit den Eltern bei der geheult wurde wie noch nie.
    Die Spannunen sind jetzt nach vielen jahren Therapie und einigen Behandlungen in psychosomatischen Klinien fast weg aber verssen werde ich das alles nie können, was passiert ist, nur belasten tut es mich eben nicht mehr so stark, wie zuvor und macht mich nicht mehr depressiv.




  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Beziehung zu den Eltern

    ...@leandro
    na ,das ist ja schon mal doppelt schlecht gelaufen....und wenn man dann als unerkannter ads-ler in einer adoptivfamilie aufwächst,sind die ganzen probleme und verletzungen natürlich noch schlimmer,als in der eigenen familie....das kann ich gut verstehen,das man das nicht vergisst.....manchmal ist das leben eben ungerecht aufgeteilt....!!!
    .....ich denke aber ,das du schon auf dem richtigen weg bist und es dir auch irgendwann gelingen wird,damit zu leben.....
    meine wut und meine schuldzuweisungen haben sich erst gelegt,nachdem meine mutter verstorben war....ich hatte keine möglichkeit mehr darüber mit ihr zu reden....deshalb habe ich die vergangenheit mit ihr begraben......
    klingt furchbar...war aber besser so....denn auch in der eigenen familie,können die verletzungen sehr groß sein....misbrauch,gewalt,emoti onale spielchen ...usw...
    UND ALLES NUR WEIL NIEMAND WUßTE ,DAS ES ADHS GIBT.......

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Jo.



  8. #8
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 107

    AW: Beziehung zu den Eltern



    ..... die Vergangenheit begraben .....

    Ja, das klingt gut, wenn es nur auch klappen würde. Ich hab immer alles begraben aber es hat sich irgendwann immer wieder von selber ausgegraben, wie ein Zombie den du nicht tot bekommst.
    Einmal hat das fast 17 Jahre lang geklappt und dann kam der Zombie doch wieder und hat alles in meinem Leben auf den Kopf gestellt.
    Die vergangenheit hat mich leider nie in Ruhe gelassen. Entweder war sie ständig da ohne dass ich es bemerkt ab oder sie kam dann mit Getöse und nichts war mehr wie vorher.
    Irgendwie scheinen manche Menschen sehr gut vergraben zu können, so dass sie trotzdem ein einigermaßen normales Leben führen können aber bei anderen klappt das nicht und sie werden irgendwann wie man so schön sagt von ihrer Vergangenheit wieder eingeholt und mit Schwung über den Haufen gefahren.
    Was jetzt davon besser ist, das ist mir manchmal auch nicht klar denn obwohl ich mich der Vergangeheit stellen will haut mich das manchmal komplett aus den Schuhen raus und die Leute die ich kenne oder sogar mehr können damit nichts anfangen und ziehen sich zurück.
    Oder fangen mit Sprüchen an wie dass ich mich jetzt mal wieder zusammenreißen soll oder mir nichts einreden soll. :wand:
    Das ist das Crux wenn das Vergraben nicht klappt udn ich werd jetzt echt damit aufhören, in meinen Erinnerungen zu wühlen denn irgendwie werd ich im Moment die Geister, die ich da gerufen hab den ganzen Tag nicht mehr los und bin deswegen total lahm gelegt.
    So hat das jedenfalls auch keinen Sinn weil ich gerade echt nichts mehr auf die Reihe bekomm. Da muss irgend wie ein Zwischending her und das suche ich zur Zeit.
    Ein gutes Stück von meiner Vergangenheit konnte ich schon endgültig begraben aber ich werd immer wieder das Gefühl nicht los, dass das erst ein kleiner teil davon war.


  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 2.632

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Jo.





    Scheisszombie.



    Gibt koi Ruh ed, der Kerl. Oder ischd des a Weib?

    Jedenfalls, wenn ausnahmsweis mal pennen kannst. Und den ganzen Scheiss vergessen - Genau in dem Moment, kommt dr Zombie grad mit Fleiß.


    Ha, wie solln des weiterganga?

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 109

    AW: Beziehung zu den Eltern

    @leandro
    deine vergangenheit ist vorbei und du kannst nichts mehr daran ändern......warum also immer wieder darüber nachdenken,was hätte anders laufen können......es ist geschehen...aber nun bist du der chef,der über sein leben bestimmt....konzentriere dich auf die zukunft...deine träume....deine partnerin...lass sie teilhaben an deiner gefühlswelt....erzähl ihr wie es in dir aussieht...schenk ihr vertrauen!!!
    wie soll sie dich verstehen....wenn du ihr nicht die möglichkeit gibst in deine welt zu schauen???

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