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Diskutiere im Thema Beziehung zu den Eltern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    @ Clown:

    Meine Schwester und ich haben unsere Kindheit auch völlig unterschiedlich erlebt!

    Während ich immer dachte meine Mutter sorgt sich so gut sie kann für uns, lässt uns viel Freiheiten und ist gerecht, so sagte meine Schwester vor ein paar Tagen, das sie der Meinung ist, unsere Mutter hätte sich nen Dreck um uns geschert, meine Oma hätte sie als kleine Puppe vertätschelt, und alle haben meiner Mutter immer nur Mitleid entgegengebracht, wie schwer sie es doch als alleinerziehende Frau hätte. Im Prinzip ist meine Schwester da ausgebrochen und lebt nun seit 6 Jahren im Ausland. Ich wohne seit meiner Geburt in ein und derselben Stadt, und sie befürchtet, das meine Oma mich bald einfordern wird.

    In unserer Familie geht es ständig nur um Macht, Abhängigkeit und jemanden abhängig von sich zu machen, Schuldgefühle-und Zuweisungen, Geld usw.

    Eigentlich machen alle das Spiel mit, und keiner traut sich etwas dagegen zu unternehmen. Unsere Familie beim jährlichen Treffen (Geburtstage o.ä.) ist ein reinster Maskenball!

    Mitlerweile sehe ich alles auch etwas mehr aus der Distanz. Oje, und das ist auch ständig Thema in meiner Therapie. Hätte nie gedacht, das es so viele Dinge gibt, die mich geprägt haben.

  2. #72
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich habe nie gefragt, ob ich Wunschkind war. Hingegen mit 13-14 habe ich oft gedacht (gewünscht) dass ich adoptiert bin. Gruss L

  3. #73
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hm..

    Meine Gefühle sind gerade ziemlich aufgewühlt und durcheinander durch die ganzen Beiträge und die verschiedenen Eltern-Kind-Beziehungen, die hier geschildert wurden.
    In manchen Sachen habe ich mich wiedererkannt, obwohl die Geschichte eine ganz andere ist.

    Meine "Elterngeschichte" war von außen betrachtet "perfekt". Vater (vermutlich ADHS) und Mutter (ADS) die sich lieben, zusammen drei Kinder (ADS & ADHS) haben, diese erziehen.
    Von innen betrachtet, sieht es alles ganz anders aus.

    Ich habe mir schon immer eine engere Beziehung zu meinen Eltern gewünscht.
    Meine Mama ist eine sehr dominante Person, die manchmal sehr rational und emotionslos rüberkommt. Als ich meinen ersten Selbstmordversuch (ich war 15) hinter mir hatte und im Krankenhaus war, hat sie keinerlei Verständnis für mich gezeigt. Sie hat es für vollkommen "abgetan" (kann man das so sagen?!) betrachtet, nach dem Motto "Ist wohl ein Versehen, was da passiert ist. Kann aber auch nur durch den Einfluss von deinem Freund passiert sein". Sie hat nie verstanden, wie beschissen es mir ging.
    Und sie hat nie auch nur dran gedacht, dass vielleicht auch der Fehler - zu mindestens zum Teil - bei ihr liegen könnte. Sie hat die Schuld anderen geben wollen: Hat mich im Krankenhaus einem Drogentest unterziehen lassen (ich erfuhr im Nachhinein, dass dies meine EiGENE MUTTER veranlasst hatte, nicht etwa das Krankenhaus selbst - und ich hatte bis dahin noch nie in meinem Leben auch nur an einer Zigarette gezogen!), hat meinen damaligen Freund die Schuld geben wollen, einem großen Bruder und meiner Schwägerin falsche Vorbildfunktionen vorgeworfen, .. insgesamt ist unsere Beziehung von einigen Enttäuschungen geprägt und von Momenten, in denen ich mich fühlte als hätte ich keine "Mutter"
    All diese Sachen versuche ich heute vergraben zu lassen (wie einige andere hier auch). Versuche damit zu leben und mich damit abzufinden, dass meine Mutter nunmal nicht die Mama ist, die ich manchmal als Unterstützung gebraucht hätte. Und auch nie sein wird.
    Dadurch, dass wir nun auch 10.000 Kilometer weit entfernt wohnen, ist unsere Beziehung auch ganz stabil. Wir verstehen uns, können miteinander lachen. Gestern hat sie sogar - auf ihre "kühle"/"neutale"/"rationale" Art und Weise - versucht mich ein bisschen aufzubauen.

    Die Beziehung zu meinem Papa widerrum ist komplett anders. Ich bin wohl eher ein Papakind. Mein Vater hat mich meistens verstanden. Und wenn er es nicht getan hat, hat er es wenigstens versucht und sich bemüht, mir Verständnis entgegen zu bringen.
    Und obwohl mein Papa seine Gefühle nicht ausdrücken kann oder sie nicht gut zeigen kann - bei ihm habe ich doch das Gefühl gehabt, dass es ihm eben nicht egal war was ich dachte und fühlte.

    Der ergreifendste Moment in meinem Leben war, als ich meinen Papa hab weinen sehen. Das war vor 1 1/2 Jahren, als ich von zuhause ausgezogen und weggezogen bin (von Ecuador nach Deutschland). Und man muss sich vorstellen: da steht dann dieser große, 65jährige Mann, der einen immer beschützt hat und immer so unantastbar nach außen hin war und man dachte "den bringt nichts runter. Nichts und niemand kriegt diesen Mann klein". Und dann steht er da, und die Tränen laufen ihm runter.


    Und dann überkommen mich manchmal wieder Schuldgefühle, weil beide meiner Eltern sicherlich ihr bestes gegeben haben, um mich zu "großzuziehen" und ich mir denke, dass ich es nicht schätze.

    So und jetzt habe ich aber erst mal genug geschrieben,
    ich fürchte das ist eh schon zu lang um es sich alles durchzulesen

  4. #74
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hi linda_flor,

    also jetzt erstmal Taschentuch suchen und eine Runde heul!

    Meine Gefühle sind ganz ähnlich, ich war wohl auch immer mehr ein Papakind. Sicherlich haben unsere Eltern versucht, das Beste für uns zu tun. Aber unser Empfinden und unsere Erinnerungen sind halt anders als die Sicht unserer Eltern. Gerade das macht es für mich manchmal so schwer, wirklich zu verstehen, wie es denn nun war. Ich gebe mir Mühe, auch die Sicht meiner Mutter zu verstehen, aber das ist halt nicht immer leicht. Weder für mich noch für sie. Eigentlich habe ich mittlerweile ein gutes Verhältnis zu meiner Mutter, aber vieles bleibt unausgesprochen, aus Angst, das falsche zu sagen.

    LG

    Snagila

  5. #75
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallöchen,

    ich versuche gerade die Vergangenheit zu begraben. Es fällt mir aber unglaublich schwer damit weil ich einen rgelrechten hass auf meine Eltern habe.
    Wenn ich zurückblicke, muß ich leider sagen, daß meine Eltern mich Seelisch kaputt gemacht haben.
    Jetzt muß ich meine Vergangenheit verarbeiten und bei meinen kindern alles besser machen.

    gruß
    trinchen

  6. #76
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich muss mir inzwischen eingestehen, das ich meine probleme der Vergangenheit überall mit hinnehmen würde.

    Ich kann immer jur wieder diese Zeilen erwähnen:

    "Die familiären Verstrickungen lösen, die unser Leben belasten.

    Bereit sein den Preis zu zahlen, zu dem wir unser Leben haben, d.h. das Leben zu den Bedingungen annehmen, wie es uns durch unsere Familie zunächst vorgegeben ist.

    Dankend annehmen, was uns gegeben wurde, wie viel oder wenig es auch war, und dann für den Rest so gut es geht
    selber sorgen.

    Leben in einer Art und Weise, in der die Kraft, die in unserer Herkunft liegt, in uns spürbar wird und die wir nehmen dürfen zum Gelingen unseres Lebens. "

    Die seelischen Verletzungen hören heutzutage aber nicht auf. Ich möchte lernen, das es eigentlich keine böse Absichten waren, sondern ich sehe in dem Verhalten einiges Familienmitglieder nur noch ein Haufen ungestillter Bedürfnisse.

    Ich möchte lernen, meiner Familie stark gegenüber zu treten, und so gut für mich zu sorgen, das diese Verletzungen mich nicht mehr erreichen.

    Stelle mir dabei vor, das meine Familie der Bogen und ich der Pfeil war. Sie haben den Bogen gespannt, und mich in eine Landschaft abgeschossen, die ich vielleicht nicht gewählt hätte. Nun bin ich aber der Bogen, und kann meine Richtung selbst bestimmen. Wohin es gehen mag, ich habe keinen Einfluss mehr auf die Vergangenheit, ich kann meine Zukunft nur selbst gestalten, und so gut wie es nur geht für mich selbst sorgen, das ich zufrieden durchs Leben schreite....

    Liebe Grüße Sally

  7. #77
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 252

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hey

    ich habe mich nach jahrelanger belastung für meine ehe und meine familie entschieden. Dabei habe ich fest gestellt, das meine Eltern immernoch meinten, ich bin das kleine mädchen über das sie bestimmen können. ich habe auch unter der vergangenheit - was früher in meiner kindheit mit ihnen - gelaufen ist, schwer zu tun gehabt.

    im mai habe ich mich dann entschieden, ein offenes wort mit meinen eltern zusprechen.

    es ist damit geändet das ich und auch meine familie keinerlei kontakt zu ihnen habe, und damit geht es mir sehr gut.

    um das zu schaffen, habe ich die Beziehungsebene eltern verlassen und sehe sie als freunde / bekannte. jetzt erst konnte ich ihnen sagen, was mir schon so lange auf dem herzen lag - aber da mein vater die wahrheit nicht abkonnte - hat er das gespräch von sich aus beendet - und nun ist funkstille. auch mit seinen enkeln.

    sein bier

  8. #78
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo zusammen!

    Happy schreibt:
    Mich würde interessieren was habt ihr für eine Beziehung zu euren Eltern?
    Verstehn sie euch?
    Könnt ihr alles mit den Eltern besprechen?
    Zu wem habt ihr eine bessere Beziehung zur Mutter oder zum Vater?
    lg
    Happy
    Als Halbweise kann ich natürlich nur über die Beziehung zu meinem Vater berichten.

    Wir sehen uns in unregelmäßigen Abständen, aber doch so 10 bis 12 Mal im Jahr, vielleicht auch öfter, ich führ da kein Buch drüber. Wissen darf er aber noch lange nicht alles. Er weiß zwar, dass ich eine Selbsthilfegruppe besuch, aber nicht, warum. Verstehen würde er gar nichts, eher alles leugnen, wenn ich davon erzähle. Das hat er schon immer so gemacht und da wird er auch mit fast 74 Jahren nichts mehr ändern.

    Gruß
    icke!

  9. #79
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Beziehung zu den Eltern

    wenn ich meine eltern besuche endet das meist im streit...;-(

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