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Diskutiere im Thema Beziehung zu den Eltern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #61
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo zusammen
    meine mutter hat mich alleine grossgezogen mein Vater hatte mich abgestritten
    ich hatte eigentlich nie eine liebe volle beziehung zu meiner mutter !
    ich wurde immer wen sie einen Freund hatte in ein Heim abgeschoben und wen sie wider alleine war hollte sie mich wieder nach hause ! auch bei konflikten mit anderen kindern erfuhr ich selten unterstützung von ihr im gegenteil es war immer alles falsch was ich machte ! mein lehrabschluss mit 4,9 abgeschlossen (aus heutiger sicht mit dem wissen der ADS diagnose) ein sehr guter abschluss ! meiner mutter war das ergebniss zu wenig
    als ich nach der lehre den job wechselte hies es wie dumm ich sei und
    der neue job seie doch nichts schlaues und und und.
    sie hatte alle meine entscheidungen immer mies und runter gemacht !
    Heute ist die situation so das ich mit ihr höchstens 2-3 std zusammen sein kann
    weil ich ihre dominante rechthaberische art nicht ertrage ich könnte sie auch niemals umarmen (hat sie auch bei mir nie gemacht oder gekonnt) wenn sie nicht meine mutter währe hätte ich keinen kontakt zu ihr !
    trotz meinen harten worten denke ich sie hatte es auch nicht einfach in ihrem leben allein mit kind war im 1969 sicher nicht einfach

  2. #62
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hey Raphael,

    sehe einige Parrallelen zu mir. Ich war zwar nicht im Heim, aber mein Vater hat sich auch früh verabschiedet und sich nicht wieder blicken lassen. Mein Mutte war Vollzeit beschäftigt und Alleinerziehend mit 2 streitenden Mädels. Daher haben mein recht strengen Großeltern viel Mitsprache in unserer Erziehung gehabt. Das war die Hölle, und Heutzutage meide ich auch den Kontakt. Meine Mama habe ich lieb, aber sie ist glaube ich etwas labil und hat in vielen Dingen eine andere Lebensweise. Daher muss ich auf mich aufpassen, und lasse den Kontakt nicht zu nah an mich dran, und meine Großeltern, insbesondere meine Oma versuche ich zu ignorieren. Es gab von ihr nie eine Umarmung, sie war immer sehr distanziert und gab uns eher sachbezogene Liebe (Geld, gute Kleidung). Aber sie ist auch sehr oberflächlich. Hat keine Freunde, bei ihr gehts immer nur ums tratschen und ob jemand zu dick oder zu dünn ist. Alle ihre Enkel sind Eßgestört, Schon merkwürdig. Meine Mutte dagegen sucht zu viel Liebe zu mir, schon fast so das ich flüchten will. Irgendwie tut mir dieser ganze Family-Haufen nicht wirklich gut. Also schränke ichj den Kontakt weitestgehend ein.
    Meinen leiblichen Vater werde ich in 3 Tagen das erste mal persönlich kennenlernen. Nach 22 Jahren! Bin mal gespannt wie es wird, er scheint jedenfalls auch ein ganz spezieller Charakter zu sein.

    Liebste grüße und alles Gute für Dich!

    PS: In der Schweiz sind die Noten glaube ich umgekehrt von der Bedeutung, als die in Deutschland, oder? Was bei uns 6 = schlecht ist, ist bei euch doch sehr gut, oder?

    LG

  3. #63
    Freischalte-Mail noch nicht bestätigt

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 48
    Forum-Beiträge: 13

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hoi Sally
    zum stich wort Vater möchte ich dir meine geschichte erzählen
    nun meine ex Frau hat vor ca 4 jahren mein vater kontaktiert und ein treffen organisiert
    das erste treffen war fantastisch ich hatte das gefühl endlich jemanden zu haben der mir zuhört und mich und mein leben respektiert ! nach halb jährlichem regen e.mail kontakt haben wir in luino am markt zum mittagessen abgemacht anfangs alles schön gutes gespräch und plötzlich fragte er mich ob ich bereit sei noch ein vaterschaftstest mit ihm zu machen wei ehr das gefühl hatte das der test von damals manipuliert wurde !
    ich wiligte ein mit der bedinung das wir zusammen den test machen (nicht per post )
    und wir ihn zusammen öffnen und besprechen.
    nun den test hatten wir gemacht und 2 wochen später das ergebniss im briefkasten (er ist mein Vater) ab diesem zeit punkt habe ich nichts mehr von ihm gehört keine antwort auf e.mails nichts mehr kannst dir vorstellen wie ich mich wieder einmal mehr fühlte !
    mein Psychologe meinte das er vermutlich den konntakt nur erwiederte wegen des tests weil er evtw. sein erbe regeln wollte! (er ist verheiratet und hat noch 2 kinder)
    also bei mir ist das thema Vater voll scheisse gelaufen !!
    ich Hoffe und wünsche dir von ganzem herzen das es bei dir so läuft wie du es dir vorstellst und wünscht !!!!! denke an dich und drücke dir die daumen

  4. #64
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hey Raphael,

    oje, das tut mir leid für Dich!! Das ist ja gar nicht gut gelaufen. Aber eine gute Sache ist dabei raus gekommen: Du weißt jetzt wo Du dran bist bei ihm, und hast Gewissheit. Ich wusste / weiß seit über 20 jahren nicht wirklich was damals los war, was er für ein Mensch ist und wie er zu mir steht. Ich habe diese Gewissheit jetzt noch vor mir, und hoffe das es gut ausgeht. Und wenn nicht!?? Ich habe nix verloren, nur gewonnen. Ich hatte mein ganzes Leben lang keinen Vater, also was habe ich zu verlieren?

    Wünsche Dir trotzdem, das Du dieses Kapitel abschließen kannst, und Deinen inneren Frieden findest!

  5. #65
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Sally,

    zu deinem ersten Treffen mit deinem Vater wünsche ich dir alles Gute!
    Ich wünsche dir ein schönes und harmonisches Zusammenkommen!

    Liebe Grüße,
    Patty


    Hallo Raphael,

    du hast keine schöne Kindheit gehabt, und nun auch noch diese Sache. Dein Psychologe hat vermutliche Recht, es ging nur um die zweite Testung.

    Immerhin hast du noch Kontakt zu deiner Mutter, wenn es dir auch nicht leicht fällt, sie länger zu ertragen. 69 wurde in unserer Gegend noch mit dem Finger auf Frauen gezeigt, die unverheiratet waren und ein Kind hatten.

    Es ist oft das gleiche Muster, man ist unerwünscht und merkt das auch. Es tut weh und schickt die Schatten in die Zukunft voraus. Mir geht es auch nicht anders, auch wenn meine Eltern sich nicht getrennt haben.

    Die gegenseitige Annahme hier im Forum, das Feedback und das gegenseitige Trösten helfen den Betroffenen hier sehr. Vielleicht hilft es dir auch.

    Herzliche Grüße
    Patty

  6. #66
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Sally,

    auch ich wünsche Dir, dass Dein Zusammentreffen mit Deinem Vater so verläuft, wie Du es Dir vorstellst und Du die Möglichkeit bekommst, Kontakt zu im aufzubauen.

    Ich hätte das auch gern getan, nur leider werde ich diese Möglichkeit nicht mehr bekommen, weil mein Vater gestorben ist, ohne dass ich ihn jemals persönlich kennen lernen konnte. Ich musste mich mit einem mir unbekannten Halbbruder, zu dem ich aber danach nie wieder Kontakt hatte, mich um seinen Nachlass kümmern, als er gestorben war, alle persönlichen Besitztümer eines völlig fremden Menschen, alles was ich habe ist ein winziges Foto.

    Hallo Raphael,

    auch ich wurde im Jahr 1969 geboren und ich bin mir ziemlich sicher, wenn es damals die Möglichkeit gegeben hätte (legal), wäre ich nie zur Welt gekommen. Laut Aussage meiner Mutter, die generell schlecht über Männer spricht, wollte mein Vater nichts von mir wissen, fragen konnte ich ihn nicht. Er ist ziemlich krank und allein gestorben, wer weiß, vielleicht hätte er mich und seine kleine Enkelin doch noch gerne kennen gelernt.

    Sicher hatten es die alleinerziehenden Mütter dieser Generation nicht einfach und mussten gegen viele Anfeindungen kämpfen, meine stammte auch noch aus einem kleinen Dorf, wo viel geredet wird, aber gibt ihnen das alles ein Recht, uns für ihre unglücklichen Beziehungen zu unseren Vätern büßen zu lassen?

    Liebe Grüße
    Marvinkind

  7. #67
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Marvinkind,

    so denke ich auch, daß meine Mutter mich für ihre unglückliche Beziehung büßen läßt.
    (hat büßen lassen, müßte ich sagen, da wir schon lange keinen Kontakt mehr haben)

    Allerdings gehe ich davon aus, daß sie es nie mit Absicht getan hat. Es gibt ja auch viele schöne Momente, an die ich zurückdenken kann.

    Vor allem geht es mir ja auch selber so, daß wenn ich gerade wieder massiv unter Druck stehe, das auch an den Kindern auslasse. Gut für mich ist, daß meine Kinder mir das sofort sagen! Da kann ich das sofort stoppen. Ich mache das jedenfalls nicht absichtlich.

    Muß aber auch in diesem Punkt danke an den Psycho meiner Mittleren sagen, für seine einfühlsame Hilfe und danke an meine Mittlere, daß sie den Punkt in der Therapie zum Ausdruck gebracht hat.

    Ansonsten würde ich meinen Kindern ähnlichen Schaden zufügen, ohne mir dessen bewußt zu sein.

    LG Patty

  8. #68
    Viper8

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Mein Beileid, ich hatte eigentlich eine schöne Kindheit und viel Glück aber desto älter ich werde desto mehr verantwortung habe ich meiner Meinung gegenüber meinen Eltern, momentan verdien ich fast nichts und sitze meinen Eltern auffer Tasche die auch nichts haben und denen ich schon im nen Vermögen gekostet habe^^ mein Vater ist seit jahrzehnten selbstständig und wird 62 und ich hasse mich dafür das ich ihn nicht so unterstützen kann wie zB der Sohn vom Nachbarn seinen Papa

    Aber wie gesagt im Vergleich hatte ich Glück und hab mein ADHS immer ausgenutzt zu meinen Gunsten (aber bis vor paar Monaten wußt ich nichts von meinem ADHS)


    LG

  9. #69
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 77

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Snagila schreibt:
    Hi,

    ich möchte hier mal was einwerfen: Meine mittlere Tochter (hat ADHS) hat mich in der letzten Zeit öfter gefragt, ob sie ein Wunschkind sei. Darauf kann ich dann immer nur antworten, dass sie sich als Wunschkind betrachten könne. Ich habe mit 17 meine erste Tochter bekommen, mit 26 die zweite und mit 33 die dritte. Wirklich geplant war keine davon und am meisten aus der Bahn geworfen hat mich die letzte, weil ich da schon ganz andere Pläne für mein Leben gemacht hatte. Aber ich liebe sie alle wahnsinnig! Und ich würde niemals sagen, dass sie nicht gewollt waren. Allerdings hatte ich als Kind auch oft das Gefühl, dass ich nicht gewollt war oder dass ich adoptiert sein muss, weil ich so anders war und so viel falsch gemacht habe. Und eben so oft das Verständnis, dass ich mir gewünscht habe, die Umarmungen im richtigen Moment, nach denen ich mich geseht habe, gefehlt haben. Ich glaube aber auch dass ADHSler das einfach anders wahrnehmen, extremer wahrnehmen. Und sich vor allem diese Mangelgefühle viel, viel tiefer in der Seele einbrennen als alles andere. Nein, wir machen unseren Eltern keine Vorwürfe aber wir können auch nicht wirklich mit den empfundenen Verlusten leben. Wir suchen Verständnis und ernten doch nur wieder Unverständnis. Das könnte aber auch damit zu tun haben, dass unsere Eltern (gerade die, die wir verdächtigen auch ADHS zu haben) einfach noch dem Klischee nachhängen, dass man so halt nicht zu sein hat. Und das haben die dermaßen verinnerlicht, dass sie nicht aus sich raus können. Wir können eines tun: besser sein, Verständis und Liebe geben und hoffen, dass unsere Kinder nicht die gleichen Probleme mit uns bekommen.

    LG

    Snagila
    Genauso extrem hab ich mich als Kind gefühlt.
    Die Beziehung zu meine Eltern ist deshalb schwierig. Sie würden NIEMALS zugeben, dass ich anders bin bzw. war. Es heisst immer nur, dass ich undankbar bin und doch alles bekommen hab und mich nicht so anstellen soll usw. Wenn meine Mutter so einen Fragebogen mit mir ausfüllen müsste, würde sie sogar absichtlich die Tatsachen verdrehen, weil sie doch ein "normales Kind" hat. Ich glaube mittlerweile dass sie auch ADS hat, es spricht so vieles dafür. Gut, meine Eltern kommen aus einer anderen Generation aber sie sehen trotzdem nur das, was sie sehen wollen. Meine Probleme haben sie nie interesssiert.

  10. #70


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 9.524

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo ihr alle,

    wenn ich diesen Thread lese, kommen in mir ganz unterschiedliche Gefühle hoch. Irgendwie kenne ich einige Probleme aus eigener Erfahrung. Bei mir herrscht im Elternhaus zwar Harmonie und meine Eltern haben mir viel Ermöglicht und tun es noch, trotzdem ist da ständig das Gefühl, dass es oft gefühllos geschieht.

    Mal ein ganz konkretes Beispiel. Wenn ich in der Schule eine Belobigung (Notenschnitt im Zeugnis 2,0 oder besser) erreicht habe, dann war die nichts Wert, weil es kein Preis war. Hatte ich einen Preis (Notendurchschnitt 1,7 und besser) dann war der auch nichts wert, weil ich einen besseren Schnitt hätte erreichen können.

    Dazu kam noch das Gefühl, dass ich dauernd "beobachtet" (macht er die Hausaufgaben, kommt er rechtzeitig heim...) wurde, während mein jüngerer Bruder alle Freiheiten hatte. Irgendwann habe ich dann scheinbar den Mut zur Rebellion verloren, da ich machtlos war, oder mir zumindest so vorkam. Ich war dazu verdammt der brave zu sein.

    Vor längerer Zeit habe ich mich mal mit meinem Bruder darüber unterhalten und es ist interessant, dass er seine "Freiheit" völlig anders erlebt hat. Er hat erlebt, dass ich immer die ganze Aufmerksamkeit hatte und er "so mitgelaufen" ist. Er musste weiß Gott was machen, dass unsere Eltern ihn überhaupt bemerkt haben. So war er dazu verdammt, alles was er getan hat zu präsentieren, zu verkaufen und sich darzustellen.

    Es war nicht so, dass unsere Eltern uns nicht geliebt hätten, ja noch lieben würden. Sie hätten sich sicher bedingungslos für uns geopfert und jeden Kampf für uns ausgetragen.

    Allerdings frage ich mich manchmal, ob sie nicht ein wenig zu viel für mich und zu wenig mit mir gemacht haben. Das hört sich jetzt seltsam an, aber das Gefühl alle Chancen gehabt und viele davon verspielt zu haben ist schwer auszuhalten. Nochmal, ich rechne es meinen Eltern hoch an, dass sie mir viel ermöglicht haben und es noch tun. Was ich mir gewünscht hätte, ist das Gefühl angenommen zu sein. Sowohl im Erfolg, als auch im Misserfolg.

    Am Ende darum eine Bitte an alle Eltern hier im Forum. Eure Kinder sind kein Projekt, bei dem ein glänzendes Ergebnis herauskommen muss. Investiert mehr in Verständnis und weniger in Hausaufgabenbetreuung und Aufsicht.

    Vor allem aber verkauft eure Zuneigungen nicht gegen (schulischen) Erfolg, die Liebe ist keine Ware.

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