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Diskutiere im Thema Beziehung zu den Eltern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Klar hat die Nachbarskatze einen Wert!

    Aber ich liebe meinen Kater!

    Ich wollte von meinen Eltern geliebt sein!

    LG Patty

  2. #52
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Selbstwert wird nicht von außen gegeben. Selbstwet ist vorhanden.

    Das mit der elterlichen Liebe ist ein anderes Kapitel. Versuche Dir das zu geben, was Du brauchst, Gib Dir selbst vor allem Liebe!

    Die Vergangenheit-so hat wie sie war- lässt sich nicht ungeschehen machen. Einfluss hast Du nur noch auf die Zukunft!

    lg

  3. #53
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 770

    AW: Beziehung zu den Eltern

    hallo Patty

    ich geb jetzt auch mal meinen senf dazu ja.klar ist es jedes lebewesen wert zu leben und geliebt zu werden ja.da hat Sally schon recht ja.
    aber ich bin auch die jenige die nicht gewollt worde war oder unter anderem im falschen geschlecht geboren worden ist .es ist schrecklich so zu leben.
    die nachbars katze ist mir zwar nicht egal wenn ihr was pasiert ja aber es würd mich nicht umhaun. wie du schon gesagt hast,ich liebe auch meine katze und es spürt jeder ob tier oder mensch ob er wilkommen ist oder nicht und grad die ADHSler.für vorwürfe ist es zuspät weil rückgängig kann man nix mehr machen ja aber ob man verzeihn kann ist jeden seine sache. es ist sehr schwer.

    LGAndrea

  4. #54
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Andrea,

    du kannst verstehen, was ich empfinde, weil es dir genauso geht.
    Ich kann verstehen, wie es dir geht.

    Ich habe meinen Eltern vergeben und ich hasse sie auch nicht.

    Aber den Schmerz und die Folgen muß ich trotzdem tragen, das kann mir keiner abnehmen.

    Es ist auch nicht leicht, von Verwandten zu hören, daß meine Mutter ihren Schmerz über unsere Trennung mit Aggression kompensiert. Da mußte dann meine kleine Nichte, die mir ähnlich sieht, einiges aushalten. Da habe ich dann schon wieder ein schlechtes Gewissen, weil ich mich schuldig fühle.

    Ansonsten verbreitet meine Mutter überall, wie schlecht ich bin. Aber das hat sie schon immer getan. Ab und an hat sich mal jemand bei mir entschuldigt, daß er mir früher nicht geholfen hat. Eine Verwandte hatte mal den Mut dazu, mir zu helfen, das hat dann die gemütliche Kaffeetafel gesprengt und zu einer vorzeitigen Verabschiedung mehrerer Verwandter von der Feier geführt, da meine Mutter ausgerastet ist.

    Es hatte alles keinen Sinn.

    Trotzdem war die Trennung von meinen Eltern nicht leicht, vor allem ,da ich es auch nicht selbst war, die die Trennung herbeigeführt hat. Aber der Abbruch der Beziehung hat mir sehr gut getan, auch wenn ich dabei gleichzeitig ein schlechtes Gewissen habe.

    Die Beziehung zu meinen Eltern ist sehr verworren. Sie haben mir durchaus einige kostspielige Sachen ermöglicht, für die ich immer dankbar sein werde.

    LG Patty

  5. #55
    Sunshine

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Oh mensch Patty, bei dir liest sich das immer wie ein Roman und ich muss zugeben, dass es mich sehr bewegt was Du schreibst.

    Du hast geschrieben, dass deine Eltern dir einiges ermöglicht haben, was kostspielig war. Alles schön und gut, aber das zeigt doch nur, dass sie alles mit Geld aufgwertet haben, aber Du nie die Liebe erfahren hast, die ein Kind braucht.

    Warum projezieren Eltern eigentlich meist ihre Problem auf ihre Kinder? Die können doch nichts dafür. Kinder sind die Zukunft ihrer Eltern und was erwarten Eltern, denn von ihren Kindern, wenn sie sie schlecht behandeln? Die brauchen sich nicht zu wundern, wenn die Kinder dann jeglichen Kontakt abbrechen, einfach um ihr eigenes Leben führen zu können, und nicht noch mehr Schuldgefühle (die Kinder ja immer haben und wenn die nicht weggehen, dann sind sie als Erwachsene noch voll davon) haben zu müssen.

    Weißt Du was Patty? Du kannst ganz stolz auf dich sein, denn Du hast eine Entscheidung getroffen, dass schaffen nicht viele Menschen, die meisten (und ich gehörte auch einmal dazu) funktionieren nur und tun alles, damit sie ihre Ruhe haben und sich nicht ständig vor ihren Eltern rechtfertigen müssen, weil sie mal wieder irgend etwas nicht geschafft haben, was sie eigentlich bei dem emotionalen Stress gar nicht schaffen können.

    Du hast vielleicht noch manches mal ein schlechtes Gewissen, aber letzen Endes, hast Du für dich entschieden, was das beste für dich ist, nämlich dich nicht mehr runter machen zu lassen, sondern deinen eigenen Weg zu gehen.


    Liebe Grüße
    Sunshine

  6. #56
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Sunshine,

    natürlich habe ich ein schlechtes Gewissen. Es sind immerhin meine Eltern.

    Indem sie mir kostspielige Dinge ermöglicht haben, hatten sie natürlich die absolute Kontrolle über mich, denn wer bezahlt, der bestimmt die Modalitäten.

    Als ich da einmal durchgeblickt habe, und weitere "Finanzierungen" dieser Art abgelehnt habe, war die Überraschung meiner Eltern groß.

    Da ich es auch nie geschafft habe, die Erwartungen meiner Eltern zu erfüllen, egal wie ich mich angestrengt habe, war ein Bruch unausweichlich.

    Es ist schon schmerzlich, ein Versager zu sein. Es tut gut zu wissen, daß in diesem Forum auch andere dazu stehen, versagt zu haben.

    Ich bin also nicht alleine mit meinem Problem und das tut einfach gut, das zu wissen.

    Ich bin vielen hier sehr dankbar, für liebe Worte, fürs Zuhören, fürs Verständnis! Eine Erfahrung, die ich seit meiner Vorstellung hier im Forum mache, ist dieses herzliche Angenommensein. Klar, könnt ihr meine Eltern nicht ersetzen, aber verstehen ...

    LG Patty

  7. #57
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich sage mir gerne den Satz: In schwierigen Zeiten bin ich nicht stehen geblieben, sondern weiter gegangen!

    Man ist kein Versager, sondern macht manchmal ein paar Umwege, die andere vielleicht nicht machen mussten. Aber jeder Umweg erhöht die Ortskenntnis und lernt einem das Leben!

    Das ist für mich das Gegenteil von Versagen, sondern eher reifen, sich emotional weiterentwickeln, und sich Problemen stellen.

    allerliebst gemeint!

  8. #58
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hi,

    ich möchte hier mal was einwerfen: Meine mittlere Tochter (hat ADHS) hat mich in der letzten Zeit öfter gefragt, ob sie ein Wunschkind sei. Darauf kann ich dann immer nur antworten, dass sie sich als Wunschkind betrachten könne. Ich habe mit 17 meine erste Tochter bekommen, mit 26 die zweite und mit 33 die dritte. Wirklich geplant war keine davon und am meisten aus der Bahn geworfen hat mich die letzte, weil ich da schon ganz andere Pläne für mein Leben gemacht hatte. Aber ich liebe sie alle wahnsinnig! Und ich würde niemals sagen, dass sie nicht gewollt waren. Allerdings hatte ich als Kind auch oft das Gefühl, dass ich nicht gewollt war oder dass ich adoptiert sein muss, weil ich so anders war und so viel falsch gemacht habe. Und eben so oft das Verständnis, dass ich mir gewünscht habe, die Umarmungen im richtigen Moment, nach denen ich mich geseht habe, gefehlt haben. Ich glaube aber auch dass ADHSler das einfach anders wahrnehmen, extremer wahrnehmen. Und sich vor allem diese Mangelgefühle viel, viel tiefer in der Seele einbrennen als alles andere. Nein, wir machen unseren Eltern keine Vorwürfe aber wir können auch nicht wirklich mit den empfundenen Verlusten leben. Wir suchen Verständnis und ernten doch nur wieder Unverständnis. Das könnte aber auch damit zu tun haben, dass unsere Eltern (gerade die, die wir verdächtigen auch ADHS zu haben) einfach noch dem Klischee nachhängen, dass man so halt nicht zu sein hat. Und das haben die dermaßen verinnerlicht, dass sie nicht aus sich raus können. Wir können eines tun: besser sein, Verständis und Liebe geben und hoffen, dass unsere Kinder nicht die gleichen Probleme mit uns bekommen.

    LG

    Snagila

  9. #59
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Snagila schreibt:

    Ich glaube aber auch dass ADHSler das einfach anders wahrnehmen, extremer wahrnehmen. Und sich vor allem diese Mangelgefühle viel, viel tiefer in der Seele einbrennen als alles andere. Nein, wir machen unseren Eltern keine Vorwürfe aber wir können auch nicht wirklich mit den empfundenen Verlusten leben. Wir suchen Verständnis und ernten doch nur wieder Unverständnis.

    das klingt für mich sehr plausibel. Es ist ja nun mal eine Tatsache, dass wir sehr viel stärkere Emotionen haben und wahrscheinlich auch deshalb empfinden wir solchen Mangel als besonders schmerzhaft. Ich kann mich an ein Gespräch erinnern, das ich mal mit meiner Schwester hatte. darin habe ich versucht, ihr zu beschreiben, was ich als Kind vermisst habe und wie sehr ich bis heute darunter leide. Sie hat es nicht verstanden und sie hat es auch abgetan, als würde ich das alles völlig überbewerten und so schlimm war das doch alles nicht und es ist vorbei und ließe sich nicht mehr ändern. Genau das Gleiche würde ich wahrscheinlich erleben, wenn ich versuchen würde, mit meiner Mutter ein solches Gespräch zu führen.

    Ich weiß, ich war anders und ich hätte mir so oft mehr Zuneigung gewünscht und ich wäre gerne mehr als Persönlichkeit und nicht nur als kleine Schwester und schlechtes Beispiel behandelt worden. Ich möchte meiner Mutter auch nichts vorwerfen, sie wusste es nicht besser und sie hat es von ihren Eltern so übernommen und es musste eben alles so sein. Ich weiß, ich kann weder meine Mutter ändern noch wie sie mit mir umgegangen ist, aber die Narben bleiben auf der Seele.

    Als ich mit meiner Tochter schwanger war, brach für mich eine Welt zusammen und ich wollte kein Kind. Auch wenn es für manchen von Euch entsetzlich klingt, ich wollte einen Schwangerschaftsabbruch und war schon im Krankenhaus. Dort hat man mir im Ultraschall einen kleinen Menschen gezeigt und ich konnte alles erkennen. Ich hatte die Schwangerschaft verdrängt und es war schon zu spät. Ich habe das Bild gesehen und ich hätte es nie übers Herz gebracht. Ich habe mir gesagt, dass dieser kleine Mensch mich braucht und ein Recht hat zu leben und geliebt zu werden. Ich habe mich von da an in meine Tochter verliebt (klingt vielleicht komisch) und ich liebe sie immer noch, auch wenn es zwischen uns sehr schwere Zeiten gab und ich fast seelisch daran zerbrochen wäre, zwischen uns ist etwas ganz besonderes. Ich hoffe, dass ich irgendwann die Möglichkeit habe, ihr die ganze Geschichte, die uns einerseits verbindet, aber auch zwischen uns steht, erzählen kann.Mein Sohn hat ADS und auch ihn liebe ich auf eine ganz besondere Weise, aber anders, weil er sehr sensibel und liebebedürftig ist und ich hoffe immer, dass ich ihn mit meiner Liebe nicht erdrücke und einenge. Ich würde alles für meine Kinder tun und sie sind das wichtigste in meinem Leben.

    Es ist irgendwie, als würde ich alles das, was ich selbst als Kind nicht bekommen habe, was ich so schmerzlich vermisst habe, was ich nie vergessen kann, doppelt und dreifach meinen Kindern geben , damit ich mein eigenes Leid lindern und abmildern kann. Es ist so in mir drin, eine nie enden wollende ganz große Liebe, die ich über meinen eigenen Kindern ausschütten will.

  10. #60
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 3.120

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Beziehung zu den Eltern.......
    ..............die gibt es leider nicht,zu meinem Vater durfte ich keinen Kontakt haben,hat meine Mutter nicht gewollt nach der Scheidung.Hab mich nicht getraut als Kind das durchzusetzen.Meine Mutter drohte mir,wenn ich Kontakt zu meinem Varer aufnehmen würde ,wäre ich für sie gestorben.Jetzt geht es nicht mehr ,main Vater war Alkoholiker und hat Selbstmord begangenIch vermisse ihn,ich hätte soviel Fragen noch gehabt,kurz bevor er sich umgebracht hat wollte er Kontakt mit mir aufnehmen,dazu kam es nicht mehr
    Mit meiner Mutter besteht seit 2 Jahren kein Kontakt mehr,es ist leider kein Gespräch möglich.
    So habe ich den verletzenden und abwertenden Kontakt abgebrochen.Für sie bin ich jemand vor dem man sich in Acht nehmen muß.

    Wünschen würde ich mir es ein offenes Gespräch,ohne gegenseitige Vorwürfe,ob das jemals stattfinden wird,keine Ahnung.

    Mir geht es da wie Marvinkind, ich versuche ,das meine Kinder das nicht durchmachen müssen.Bei meinen Kindern bin ich wie eine Löwin,wehe denen kommt jemand unangemessen zu nahe.

    LG Dori

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