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Diskutiere im Thema Beziehung zu den Eltern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Danke Lola für deine Worte, und leider müßte ich dir Recht geben, aber mein Gewissen sagt , das tut man nicht, und andere haben es noch schlechter gehabt.
    Mir hat es ja nie gefehlt an Nahrung, Schulbildung oder guter Erziehung ( ging ja in eine private Klosterschule, da ja in den öffentlichen Schulen, wer weiß gott aller war, wo ich auf die schiefe Bahn kommen könnte - wo ich aber in der Jugend trozden kam)
    Meine Mutter versteh einfach mich nicht, ich sollte ihr doch dankbar sein, ich bin ihr dankbar was sie schon alles gemacht hat, sie war immer eine fleissige anständige Geschäftsfrau, immer sehr höfflich und vornehm. Aber wenn sie nach dem Geschäft in die Wohung kam, hatte sie keine Zeit, und deshalb hatten wir ja auch ein Kindermädchen.

    mein ganzes Leben hörte ich immer nur, wenn ich was machen wollte, die hat ja einen Vogel. Ich wurde immer behandelt als wenn ich geistig nicht normal wäre, und gottlob, wenn ich meine Mutter nicht gehabt hätte, hätte ich ja nie in diese Schule gehen können, da ich ja immer viel zu faul für diese Schule war, und sie hätte ja immer ein gutes Wort eingelegt, damit ich in dieser Schule und in diesem Halbinternat bleiben konnte.
    War immer zu dumm und zu faul für alles
    lg

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Liebe happy,

    ich glaube, dass ich verstehe, was Du sagen willst, aber ich gebe lola Recht, so darf einen Mutter nicht ihr Kind behandeln. Klar hat sie viel für Dich gemacht aber gibt ihr das ein Recht, dich so fertig zu machen? Ich würde es wirklich mal drauf ankommen lassen und einfach mal ein paar Wochen nicht zu ihr fahren. Deine Mutter darf Dich beleidigen und Du musst das aus Dankbarkeit ertragen und darfst nichts dazu sagen? Sicher, sie hat Dir vielleicht nie körperlich geschadet und alles getan, aber warum hat sie das, um ihr Gewissen zu beruhigen, weil sie keine Zeit hatte? Und was ist mit dem seelischen Schaden, den sie Dir noch heute zufügt? Wenn Du einen "Vogel" hast, warum hast Du den denn, vielleicht hat sie ihn ja mit verursacht, weil sie Dich emotional vernachlässigt hat. Entschuldige, wenn das etwas hart war, aber ich finde, eine Mutter sollte so nicht mit ihrem Kind umgehen.

  3. #43
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich muss Marvinkind da recht geben. Wir sind unseren Eltern nichts schuldig. Natürlich ist eine gewisse Dankbarkeit angebracht, ich danke meinen Eltern jeden Tag weil sie wirklich viel für mich tun. Aber niemand, absolut NIEMAND hat das Recht dich schlecht zu behandeln. Auch nicht deine Mutter, selbst wenn sie mit dir 70 Stunden in den Wehen gelegen hat und sonst was mit dir durchmachen musste.
    Unsere Eltern, und sein wir auch vielleicht anfangs ungewollt gewesen, haben sich schlussendlich doch für uns entschieden. Und damit haben sie die Aufgabe das Leben, das in ihre Hände gelegt wurde zu beschützen und dafür zu sorgen. Ganz einfach. Es kann uns niemand ewig vorhalten, dass uns wer aufgezogen und sich sogar für uns eingesetzt hat. Wenn ich Mutter oder Vater werde ist das wohl das Mindeste, dass ich für mein Kind sorge, das liegt schließlich in meiner Verantwortung. Punkt

  4. #44
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztl. Diagnose erst als Erwachsener
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich bin auch die gleiche Meinung. Eltern sind verpflichtet ihre Kinder zu sorgen. Aber ich kann Happy verstehen. Meine Mutter hat auch keine wirkliche Interesse an mir, ausser ich muss sie helfen. Sie tut ziemlich alles verachten, was ich sage. Ich musste als Kind sie verstehen, und helfen, damit sie nicht so schwer hatte. Irgendwie erwarte ich trotzdem bessere kontakt mit ihr.Ich weiss wie es mit ihr ist, aber ich brauche den Kontakt, glaube ich.Nur besser nicht zu oft!

  5. #45
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo alle zusammen. Mag mich grad mal in das Thema einbringen. Habe eine Frage: In wie weit wissen eure Eltern über eure Erkrankung bescheid? ua auch die Begleiterscheinungen wie Ängste und Depressionen, Essstörungen usw? Habt ihr offen gesprochen?

    LG

  6. #46
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 45
    Forum-Beiträge: 728

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hi an alle,

    also irgendwie ist das ein ganz schwieriges Thema. Ich fass hier mal kurz zusammen: Einige hatten eine gute Kindheit, obwohl sie immer "anders" waren, andere hatten eine miese Kindheit und null Verständnis oder Unterstützung und der dritte Teil kam ganz gut zurecht.

    Also ich zähle mich zu dem dritten Teil. Und ich habe auch versucht mit meiner Mutter zu reden, aber das hat bis jetzt nicht viel gebracht. Ich mache ihr eigentlich keine Vorwürfe, weil sie es damals nicht besser wusste, aber sie versteht mich einfach nicht und ich kann ihr meine Gefühle und Gedanken auch nicht erklären, ohne dass sie es als Vorwurf auffasst. Irgendwie ist sie Teil meines Problems. Mehr dazu später, will jetzt auf die Kirmes.

    LG

    Snagila

  7. #47
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Die Beziehung zu meinen Eltern ist vor ca. 7 Jahren zerbrochen, nachdem es vorher lange gekriselt hatte.

    Meine Mutter ist nie mit mir klar gekommen, von Anfang an nicht. Sie hat viel mit mir gebrüllt, ab und an den Kochlöffel benutzt und wenn sie gar nicht weiter wußte, den Koffer fürs Kinderheim gepackt.

    Ich gehe davon aus, daß sie selbst unter ADHS leidet.

    Als ich eine Psychotherapie machen mußte, sind die Dinge aus der Kindheit aus den Tiefen geholt worden. Das hat mir nicht wirklich gut getan. Jedenfalls hatte die Therapeutin die Vermutung, daß ich nicht gewollt war, obwohl es mir immer anders gesagt worden war.

    Ein Gespräch mit meiner Mutter brachte dann Klarheit. Sie hat mir offen entgegengeschleudert, daß ich nicht erwünscht war, und ein Hinderungsgrund für die Ehescheidung war, die sie angstrebt hatte.

    Das ist der Grund dafür, warum ich nicht "sein" will. Leider "bin" ich aber und kann mich auch nicht so einfach davonstehlen.

    Heutzutags hätte ich sicher MPH bekommen und eine Therapie, die mir und meiner Mutter geholfen hätte.

    Jedenfalls sah ich zu meinem Entsetzen, daß ich dabei war, fast die gleichen Fehler bei meiner mittleren Tochter zu machen, die unter ADHS leidet. Ich bin sehr dankbar für die Therapien, die wir gemeinsam besuchen und für das Medikament. Beides hilft ihr sehr und meine Tochter ist zu einer glücklichen und selbstbewußten Jugendlichen herangewachsen.

    LG Patty

  8. #48
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Liebe Patty,

    Dein Beitrag hat mich grad sehr betroffen gemacht. Ich habe in meiner letzten Therapie eine sehr nette und herzliche Therapeutin kennen gelernt. Sie hat die Eßgestörtengruppe geleitet. Thema war an einem Tag: Selbstwert und selbstbewusstsein. Ich habe selbst ein geringes Selbstbewusstsein, und dachte auch immer, ich sei nix wert. Sie hat mir damals diese lieben Worte gesagt, die ich nun auch Dir sagen möchte:
    Wenn ein Mensch geboren wird - ob gewollt oder nicht- hat er seinen Wert. Jeder Mensch ist wertvoll, einfach nur, weil er ein Wunder ist, und "so da liegt". Wenn wir Haustiere haben, sind die dann wertvoll? Ja klar! Aber warum? Sie können nix,nicht rechnen, etwas organisieren, sind meist nicht stubenrein, halten keine tollen reden oder bringen irgendwelche Leistungen. Und warum sind uns Tiere so wertvoll? Einfach nur weil sie da sind. Genauso wie ein Baby, was auf die Welt kommt und unser Leben allein durch seine Anwesentheit bereichert. UNS heisst uns Menschen, mit jedem Kind was geboren wird. Jeder Mensch "ist WERT", jeder Mensch hat Wert, unabhängig von seiner Religion, Kindheit, Rasse oder sonstiges.
    Jeder Mensch hat besondere Gaben oder Geschenke mit auf den Weg bekommen, doch nicht jeder kann diese Geschenke für sich annehmen. Man meint, sie nicht verdient zu haben, oder viel leisten zu müssen, damit andere sie uns zugestehen. Diese Gaben können Kreativität sein, oder gut rechnen, handwerklich geschickt sein, das man sich gut Wissen aneignen kann-oder eben schneller als andere. Und niemand hat sich seine "Geschenke" ausgesucht, er hat sie einfach so bekommen. Und dafür musste man auch nix tun. Und wenn man seine Gaben ausbaut und nutzt, dann bereichert man damit das Leben aller. Jeder Mensch hat seine, persönlichen Geschenke, der eine mehr und der andere weniger, aber niemand konnte sie sich aussuchen. Aber wir machen es uns nur schwerer, wenn wir nicht lernen wollen, diese Geschenke anzunehmen. Wir sollten sie nicjht als Last sehen, sondern als das, was sie sind: Geschenke!


    Patty, ich wünsche Dir von ganzen herzen, das Du diese Zeilen annehmen kannst. Du bist gut so wie Du bist, mit all Deinen Geschenken. Und Du bist für die Menschen in Deiner Umgebung eine Bereicherung. ich glaube das sagen zu dürfen, weil es das widergibt, was ich Dir eben geschrieben habe. Alles Liebe für Dich!

  9. #49
    Patty

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Liebe Sally,

    es fällt mir schwer das anzunehmen, sei mir nicht böse. Du meinst es sehr lieb.

    Aber auch ein Tier merkt, ob es angenommen und geliebt wird, oder nicht. Eine Katze z.B. sucht sich dann irgendwann ein anderes zu Hause, wenn sie merkt, daß sie nicht geliebt wird.

    Mein Kater ist mir wertvoll, weil ich ihn liebe. Irgendeine Katze aus der Nachbarschaft ist einfach eine Katze aus der Nachbarschaft, die jemand anderes für wertvoll hält.

    Wenn du gleich zu Beginn schon nicht geliebt wirst, dann ist ein Schaden da, den kannst du nicht einfach wegdenken. Der ist da und bleibt. Die Therapeutin hat versucht, es mir so zu erklären: Wenn dir jemand ein Bein abschlägt, dann kannst du das zwar vergeben, aber dein Bein ist ab und bleibt ab, und du muß mit dem Schaden leben.

    Der Schaden macht dich dann gewissermaßen beziehungsunfähig. Zumindest bei mir ist das so. Ich kann es einfach nicht glauben, wenn jemand sagt, er mag mich. Es könnte genauso gelogen sein, wie damals.

    Und das Schlimme an so was ist immer, du kommst auch noch vom Regen in die Traufe.

    Das kann ich auch nicht wegdenken oder wegreden.

    LG Patty

  10. #50
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 33
    Forum-Beiträge: 1.031

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Nur eine kurze Antwort dazu:

    Hat die Nachbarskatze keinen Wert? Ist sie nicht schon wertvoll, allein weil sie ein Geschöpf dieser Erde ist? Klar, jedes Lebewesen hat einen Wert, und den kann einem NIEMAND nehmen., Nicht den WERT, den hast DU! Dein Selbstbewusstsein, das wurde geprägt, ist aber etwas anderes als Dein Wert! Lerne Deine "Geschenke" zu nutzen, um Dein Selbstbewusstsein zu stärken!

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