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Diskutiere im Thema Beziehung zu den Eltern im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Sunshine

    Gast

    AW: Beziehung zu den Eltern

    sonsee schreibt:
    Ja das stimmt,aber damit müssen wir wohl leben oder es ändern in dem wir offen darüber sprechen.
    Ich finde mein ADS mittlerweile auch nicht mehr schlimm.Ich suche mir das Positive heraus und habe angefangen so zu sein wie ich bin.Ist nicht immer einfach für die anderen,aber mich befreit es innerlich.
    Und manchmal denke ich, sind die Nicht-ADSler auch im Nachteil.Sie können vielleicht nicht so empfinden,sind nicht so intuitiv und so spontan und verrückt wie wir es sein können.....Oder?
    Ja, dass stimmt. Nicht Betroffene sind manchmal echt im Nachteil und gerade diese Strukturen, machen ihnen oft sehr zu schaffen, weil sie dadurch nicht spontan sein können. Da läuft alles irgendwie nach Plan

    Einmal an alle: habt ihr jemals mit euren Eltern über die Vergangenheit oder wie es euch heute geht (nach der Dignose) reden können oder geredet? Wenn ja, was haben die denn gesagt und haben sie euch überhaut zugehört?

  2. #32
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 133

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Mein Vater ist schon verstorben. Das verhältnis zu meiner Mutter ist ziemlich eisig. Wir haben uns nichts zu sagen. Ich war halt schon immer komisch. Ich bin mir aber ziemlich sicher das sie auch ads hat. wenn ich so mit früher vergleiche. Chaotischer haushalt mit 3 kindern. Sie war eigentlich eher überfordert. Aber das scheint sie vergessen zu haben
    jetzt lebt sie mit ihrem lebensgefährten zusammen. morgens zu arbeit, mittags nach hause das chaotische umfeld ist ja kleiner geworden. als ich ihr von meiner diagnose erzählte meinte sie : Wo willst du das denn her haben? Du hast auch immer was .

    steffi

  3. #33
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 29
    Forum-Beiträge: 45

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hmm... Meine Mam hat schon als ich in der Volkschule war gewusst, dass ich ADS habe. Dem nach mein Vater auch. Ich hab das trotzdem erst mit 12 Jahren erfahren, und das hat so einiges für mich erklärt. Wie ich herausgefunden hab was ADS so ungefähr heißt, war das eine totale Erleichterung für mich, aber für meine Eltern hat das keine besondere Rolle gespielt. Als ich noch kleiner war haben sie intuitiv richtig gehandelt, haben mir die Struktur gegeben, die ich gebraucht habe, weil sie die in der Zeit selbst brauchten.
    Aber das bloße Wissen über ADS hat sie leider nicht davon abgehalten mich in der Schule unter Druck zu setzen. Ich hab mich dort schrecklich geplagt, ein "Nicht Genügend" nach dem anderen kassiert, und mich schrecklich dumm gefühlt. Wie der letzte Versager eben. Vor allem weil ich nur gestrebert habe ohne Ende. Ich kann mich kaum an Momente von 10-14 Jahren erinnern in denen ich nicht hinter Büchern saß und verzweifelte oder mir wegen der Schule furchtbare Sorgen machte.

    Später in meiner Therapie (mit 17Jahren, da gings dann in der Schule deutlich besser) bekam ich dann eine ziemliche Wut vor allem auf meine Mutter, weil mir meine Therapeutin erzählte, dass es in meiner Stadt sogar eine Hauptschule gab, die alternative Lernmethoden anbot und sich stark mit ADS Kindern außernandersetzte. Ich hätte mich nicht so durch die Schule durchquälen müssen.

    In meiner Teenagerzeit bin ich überhaupt nicht mit ihnen klar gekommen. (Is wohl normal) Wir haben uns totalt voneinander entfernt. Meine Depressionen,die sie nicht sehen wollten, haben unser Verhältnis nicht gerade verbessert.

    Aber mittlerweile haben wir uns wieder zusammengerauft und haben ein recht inniges Verhältnis. Heute denk ich mir, sie habens bei Gott nicht einfach gehabt, und ihr bestes getan. Ich bin sogar ein bisschen stolz auf sie, weil sie nicht so schreckliche Eltern geworden sind wie ihre es waren.

    Mein Paps fragt mich manchmal (an seinen guten Tagen) 10 mal in 5 min wie es mir geht, aber das hat nichts mit meinem ADS zu tun. Er hat sogar bis vor ein paar Monaten geglaubt, dass sich das ausgewachsen hat. Naja die Theorie war vor ein paar Jahren sehr verbreitet.
    Meine Mam fragt mich zwar auch nicht danach, aber sie ist für mich da wenn ich Probleme damit habe (wenn ich generell Probleme habe). Sie hat auch vorgeschlagen, dass ich mir im Internet so eine ADS-Selbsthilfeseite suche(so bin ich hier her gekommen), weil sie ganz offen zugibt, dass sie mir zuhören kann, aber mich absolut nicht versteht. Zu ihrer besten Freundin (hat auch schwere Depressionen) hat sie mal gemeint, als diese sie danach gefragt hat: "Ich liebe die Kathrin, aber deshalb versteh ich sie doch nicht"Irgendwie lieb....

  4. #34
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Fachperson
    Forum-Beiträge: 15

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich glaube, dass es für Eltern ganz schwierig ist mit dem Thema umzugehen. Ich denke, ich hatte als Kind auch ADHS, zumindest war ich hyperaktiv. Meine Eltern hatten es nicht leicht mit mir. Ich bin schon als kleines Kind im Kinderwagen aufgestanden um zu sehen, was draußen so passiert. Sie mussten mir dann echt ein "Geschirr" anlegen, sonst wäre ich raus gefallen.
    Sie haben aber sehr gut reagiert und ich konnte fast jeden Tag einen anderen Sport machen und mich austoben.
    Seit ich jetzt aber auch mit hyperaktiven Patienten zu tun habe, kann ich meine Eltern echt noch besser verstehen. Ich bin jetzt im Erwachsenalter etwas ruhiger, werde aber immer sehr hektisch wenn ich einen Patienten mit ADHS habe. Das steckt echt an und ist oft aufgrund der häufigen Gedankensprünge auch nicht einfach.

  5. #35
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 16

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Sunshine,

    wollte Dir noch auf deinen Beitrag antworten...

    Bezüglich Eltern kann ich nur sagen das ich zwar auf dem Papier eine große Familie habe, jedoch leider auch keinerlei Kontakt.

    Weder zu meinen Eltern noch zu meinen Geschwistern.

    Meinen richtigen Vater kenne ich nicht mal. Mein Stiefvater ist schon längst tot.

    Dann habe ich 2 Schwestern die ich nicht kenne und mit mir sind wir 5 Jungs in der Familie.

    Ich wünschte das ich mal mit meinen Geschwistern oder Eltern darüber sprechen könnte..

    Ganz liebe Grüße an Alle

    Johann

  6. #36
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 37

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Happy
    seit dem ich weiss das ich ADHS habe plagen mich grosse Vorwürfe an sie

    Sie wissen das ich es habe aber können es nicht verstehen zumal ich behaupte meine mama hat adhs und mein papa ist maniker

    habe ich bedinkt wegen den kindern kontakt zu ihnen

  7. #37
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo,

    mit meiner Familie habe ich es gar nicht so schlecht erwischt, die Eltern haben sich um einen für die damalige Zeit sehr fortschrittlichen Erziehungsstil bemüht (nicht antiautoritär, aber auch nicht so rigide wie in ihrer Kindheit üblich).

    Allerdings waren beide Eltern sehr konfliktscheu, und meine Mutter dazu noch ausgeprägt harmoniesüchtig. Wir waren eine dieser Familien, in denen nicht gestritten wird. So habe ich den Umgang mit Konflikten erst mühsam im Erwachsenenalter erlernen müssen, und so habe ich auch schon sehr früh gelernt, meine echten Gefühle als störend und irgendwie nicht richtig zu empfinden. Das Dogma von der glücklichen Familie bin ich erst mit Anfang 30 losgeworden. Das hat zu einer Phase der Hinterfragens und Bohrens und Konfrontierens geführt. Bei der Gelegenheit ist auch die Harmoniesucht der Mutter ganz klar und deutlich sichtbar geworden, und auch, welch starken Einfluss diese Eigenheit auf das Familiengefüge hatte.

    Seit meiner Diagnose bemühe ich mich stetig um einen erwachsenen Umgang mit Vergangenheit und Gegenwart.
    Der Prozess ist noch im Laufen, aber ich spüre, dass ich die Kunst der Abgrenzung langsam lerne. Weil ich eine erwachsene Frau bin. Ich bin für mein Leben selbst verantwortlich und kann und will mich nicht mehr auf Erziehungsfehler rausreden, die vor 40 Jahren passiert sind. Zum Erreichen dieser Einstellung waren aber mehrere Therapien nötig.

    lg

    lola

  8. #38
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Die Warmherzigkeit meiner Mutter:

    Ein Vorfall von voriger Woche:
    Meine Mutter fliegt weg, ihr Kommentar:ich weiß nicht ob ich fliegen soll, was ist wenn ich Absturze mit dem Flugzeug mit meinem Hund ( kleiner Yorki) wenn ich den Hund zu Happy gebe ( also zu mir) kann ich den Yorki gleich umbringen ( diese Aussage kam, da einer meiner 3 Hunden ihren Yorki zu Ostern gebissen hat). Na ich werde nicht fliegen oder meine Freundin fragen ob sie den Hund nimmt falls ich mit dem flugzeug abstürze. Meine Frage an meine Mutter war dazu, und was ist mit deinen Kinden fall´s du abstürzen solltest, da meinte meine Mutter nur, da brauche ich mir keine Gedanken machen die sind eh versorgt ( mit versorgt meinte sie verheiratet)
    Ich sagte zu ihr, das ist aber sehr nett von dir an deinen Hund denkst du und an deine Kinder auch wenn diese schon erwachsen sind machst du dir keine Gedanken. Sie verstand mich nicht und meinte nur, hast du es wieder einmal im Kopf

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf AD(H)S
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Ich fahre jeden Dienstag nach Wien zu meiner Mutter und meiner Schwester, und jedesmal, wenn ich irgendwas sagen, dreht sich meine Mutter um und zeigt den Vogel. Heute habe ich irgendwas gesagt, weiß garnicht mehr was, und sie gibt mir als Antwort du hast ja einen Vogel, und noch eines daraufzugeben meint sie nicht nur in dieser Sahen hast einen Vogel sondern im mehreren Sachen.
    Ich gebe ihr zur Antwort, heute bist wieder nett zu mir, und sie meint nur, na du bist auch gleich wegen allem beleidigt. Ich habe sie gefragt, wie sie sich fühlen würde wenn ich das immer zu ihr sagen würde bekomme ich die Antwort, das ist ganz was anderes ich bin deine Mutter. Ah sie als Mutter darf mich beschimpfen ich als 51 jährige Frau darf das nicht, nein ich muß mir das gefallen lassen???

    Oft denke ich mir, weil ich überall in ihren Augen einen Vogel habe, habe ich mir mein Leben schon schwer gemacht. Immer wieder zu hören, du hast ja einen Vogel, und das von der eigenen Mutter, tut schon sehr weh. ich glaube wenn sie das nicht immer gesagt hätte, hätte ich mir viel erspart in meinem Leben.
    War so glücklich und bin jetzt sehr weit unten wieder.
    lg

  10. #40
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 60
    Forum-Beiträge: 1.267

    AW: Beziehung zu den Eltern

    Hallo Happy,

    darf ich dich mal was ganz persönliches fragen?
    Warum tust du dir die Besuche bei deiner Mutter überhaupt an? So wie du ihr Verhalten beschreibst, bist du ohne sie besser dran. Ihre Art, mit dir umzugehen, ist klar traumatisierend. Ich hoffe, du hast wenigstens einen gscheiten Therapeuten, der dich in den schlimmsten Tiefs auffängt und begleitet.

    Bei mir läuft es eher umgekehrt, ich bin mit einer überfürsorglichen Mutter "geschlagen". Und im biblischen Alter von 52 mag ich mich nicht mehr wie eine 12-jährige behandeln lassen (ganz abgesehen davon, dass mich die Betüttelei auch mit 12 schon rabiat gemacht hat).

    Mal von erwachsener Frau zu ebensolcher Frau: ich glaube nicht, dass sich deine Mutter in ihrem Alter noch ändern wird. Wenn also eine Entwicklung zum Positiven stattfinden soll, dann wirst du die Hoffnung wohl aufgeben müssen und dir Leute suchen, die dich mögen und dir gut tun.

    so gut ich dich verstehe, mir fällt keine andere Antwort ein.

    lg

    lola

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