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Diskutiere im Thema mehr AD(H)Sler als gedacht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Querdenker

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 218

    mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Hallo Leute,

    nach offiziellen Angaben gibt es in Deutschland ja ca. bei 2,5 - 5 %.

    Ich aber denke und da bin ich bestimmt nicht der einzige, dass die Dunkelziffer in Wahrheit erheblich höher liegt.

    Wie ich darauf komme?
    Nach meine Diagnose habe ich das einigen von meinen Freunden gesagt und es kam teilweise nur ein trockenes: ja und? hab ich doch auch schon seit meiner Kindheit.

    Da war ich erstmal baff. Aber es wurde noch besser: wie sich nach und nach herausstellte hat FAST JEDER gesichertes ADHS in meinem Bekanntenkreis. einige haben Eigenverdacht, andere streiten es vehement ab obwohl es so offensichtlich ist. Dazu sei gesagt ich kenne viele Leute, bin ich einige Freundeskreise integriert: sowas nennt man glaube ich Springer... mmh oder ne doch nicht... hab zumindest mal nen Begriff dazu gelesen.... naja egal. ja worauf ich hinaus will: es hat fast jeder mit dem ich mehr zu tun habe ADHS....

    Das kann doch kein Zufall sein!?
    Wenn man den offiziellen Zahlen glauben mag wäre das schon nen ziemlich krasser Zufall... Es gibt natürlich die Möglichkeit dass sich - wie oftmals schon geschrieben wurde ADHS und ADHS anziehen. Das mag zum Teil auch stimmen aber trotzdem glaube ich einfach dass eine MENGE mehr Menschen ADHS haben als bisher angenommen, was mich dann auch wieder fest daran Glauben lässt dass es definitiv nur eine Normvariante darstellt und nicht etwa eine neurobiologische Störung.

  2. #2
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Die meisten echten Freunde von manifesten ADHSlern haben mehr oder weniger selbst ADHS. Bezüglich den sozialen Kontakten und Freundschaften bleiben ADHSler (schweregradabhängig) tendenziell unter sich. Die subklinischen Fälle mit einbezogen dürfte die Häufigkeit von ADHS in Deutschland bei 10-15% liegen, wenn man rudimentäre Persönlichkeitszüge einer ADHS nochmals mit dazunimmt, bei bis zu 20%.

    In ethnischen und geographischen ADHS-Hotspots wie Griechenland oder den Sinti und Roma ist die Häufigkeit von ADHS und von ADHS-Persönlichkeiten mutmaßlich noch viel höher als in Deutschland.

  3. #3
    Querdenker

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 218

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Griechenland ist ein ADHS-Hotspot!? Gibt es dafür bekannte Gründe?

  4. #4
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Keine irgendwie seriös belegbaren oder gar belegten. Ebenso wenig wie es diese für Sinti und Roma gibt. Hochintelligente. Besonders kreative Menschen. Oder Italien. Oder Spanien. Israel war glaube ich auch noch dabei...

    Zur Normvariante statt Störung sag ich jetzt lieber nichts mehr. Das ist mir mittlerweile einfach zu anstrengend.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Wurde in diesem Thread bereits ausgeführt :-) :

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-presse-medien/43901-adhs-juedische-allgemeine.htm


    und Spanien war nicht dabei

  6. #6
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Ich kann mir schon vorstellen, dass es einige Prozent mehr gibt, als die 2,5 bis 5 %. Dadurch, dass ADHS im Erwachsenenalter noch gar nicht lange im Fokus der (Fach-)Aufmerksamkeit ist, nehme ich an, es gibt eine nicht zu geringe Dunkelziffer. In den USA zum Beispiel, wird die Diagnsoe häufiger vergeben und auch in Deutschland gibt es ja so ein paar ADHS-Epizentren - wo immer wieder in den Medien und sonstwo die Inflation der Diagnose angemahnt und - oh Gott, das ist natürlich fürchterlich! - dort auch umso mehr Ritalin verschrieben wird.

    Ich glaub, das liegt daran, dass dort die erfahrenen Fachleute sind, die eben auch ein ADHS erkennen, das nicht so idealtypsich daherkommt, dass es auch ein Blinder mit dem Krückstock erkennt. Also diejenigen, die eine eher gering ausgeprägrte Symptomatik haben oder bei denen andere Probleme/Symptome oder "Spezialitäten" im Vordergrund stehen. Ich glaube, das anderswo, wo es so recht niedrige Zahlen gibt, ADHS tendenziell eher zu selten erkannt wird.

    Die Häufung im Freudeskreis würde ich einfach mit "gleich und gleich gesellt sich gern" erklären. Oder: Selbst wenn es vielleicht immer wieder chaotisch zugeht, kann ein ADHSler oder zumindest ähnlich gestrickter vermutlich eher einen ADHSler aushalten.

    Bei mir ist das schon auch so. Ich habe einerseits Freunde, die eher zurückhaltende Leute sind, da passiert es recht schnell, dass ich in Gesprächen einen deutlich größeren Teil einnehme. (Leider ging es schon früh los, dass diese mir das auch mal zurückgemeldet haben, seither habe ich regelmäßig ein schlechtes Gewissen, wenn's mal wieder schief ging oder ich muss wirklich die ganze Zeit aufpassen - anstrengend!). Bei den ähnlicheren läuft das viel unkomplizierter. Jeder redet mal endlos und assoziativ, wir fallen uns auch relativ ungeniert ins Wort und sehen das nicht gleich als Majestätsbeldeidigung, oder wir schmeißen uns über die blödesten Dinge weg, diese Leute sind ja auch schlagfertig und witzig. Nichts gegen Umgangsformen, aber es ist doch auf diese Weise sehr erfrischend... Umgekehrt habe ich oft keine so hohe Affinität zu Leuten, die so das extreme Gegenteil von ADHS sind.

    (... okay, jetzt haben wir den Salat, was wollte ich eigentlich damit sagen...)
    Also, vermutlich können wir nicht aus unseren jeweiligen Freundeskreisen ableiten, dass die wirkliche Rate von ADHS in der Bevölkerung irgendwo zwischen 50 und 80 Prozent liegt ...

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 718

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    ADHSler und Normalos, das ist tendenziell eher ein persönliches "Nichtverhältnis". ADHSler unter sich ist jedoch auch alles andere als Harmonie, man sieht ja hier im Forum schon allzu oft, wie hier teils die Fetzen fliegen.

    Nur unter anderen ADHSlern und zumindest ADHS-Persönlichkeiten habe ich das Gefühl, ich kann mich so geben, wie ich bin bzw. nur dort muss ich nicht penibel darauf achten, was ich sage und wie ich etwas sage. Das heißt natürlich nicht, dass man bei Freunden mit ADHS oder ADHS-Persönlichkeit nen Freifahrtsschein für alles hat, was sozial anderswo nicht geht: Ein Freund von mir mit ADHS ist streng katholisch. Ich würde mich in dessen Anwesenheit niemals zu irgendeiner Form von Blasphemie hinreißen lassen. Aber dennoch: man merkt, wenn man frei und ungezwungen sein kann und wann man sozial in einem Korsett steckt.

    Dass unter ADHSlern die Fetzen fliegen....ich bin Hardcore-Fan von Game of Thrones bzw. der entsprechenden Buchvorlagen: "The Wildlings" von nördlich der Mauer, sozusagen the free folks, sozusagen das ADHS-Volk. Die sind "ein freies Volk" mit all den entsprechenden Vor- und Nachteilen, dass sich nie einig wird und gegenseitig immer bekriegt hat. Falls jemand die Episode "Hardhome" gesehen hat:"...it took Mance 20 years to band them together...and yet he didn´t fully succeed..."(oder so etwa). Bei den "Wildlings" fühle ich mich doch in nicht wenigen Aspekten an ADHS erinnert, zumal GRRM und die Drehbuchautoren von Game of Thrones da so manche über die Jahre gemachten Beobachtungen, Erfahrungen und Weisheiten darin haben einfließen lassen bzw. als Vorlage genommen haben dürften.

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    ADHS ist eine Spektrumsstörung. Das bedeutet, dass die Symptome jeder Mensch hat, die Frage ist nur, wie gehäuft bzw. wie stark ausgeprägt sind diese. Deshalb finde ich Selbstdiagnosen recht schwierig, weil man selbst ja alles andere als objektiv ist.
    Ich würde schon sagen, dass jeder ein bisschen ADHS und ein bisschen bipolar und auch ein bisschen Essgestört ist. Es ist in den meisten Fällen aber nicht klinisch relevant.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 564

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    Wie kommst du jetzt auf Selbstdiagnosen?

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: mehr AD(H)Sler als gedacht?

    esZet89 schreibt:

    Wie ich darauf komme?
    Nach meine Diagnose habe ich das einigen von meinen Freunden gesagt und es kam teilweise nur ein trockenes: ja und? hab ich doch auch schon seit meiner Kindheit.

    einige haben Eigenverdacht, andere streiten es vehement ab obwohl es so offensichtlich ist. es hat fast jeder mit dem ich mehr zu tun habe ADHS....
    Klingt stark nach Selbstdiagnose.

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