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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 12

    wie soll es weitergehen - was würdet ihr machen?

    Hi,

    ich leide unter ADHS und untr einer spastischen Hemiparse links (Halbseitenlähmung). Nun habe ich von 2009-2012 eine Ausbildung zum Fachangestellten für Bürokommunikation erfolgrich abgeschlossen und habe anschließend noch 1 Jahr in diesem Beruf gearbeitet. Danach wollte ich meinen Traumbeuf lernen, (Fachinformatiker) und bewarb mich um eine Zweitausbildung, dies klappte zum Glück auch.

    Jedoch hatte ich in der Zweitausbildung viele Probleme, die ich in der Erstaubildung auch hatte, sodass ich beschloss eine Verhaltenstherapie mit Ritalin Adult im Jahr 2014 zu beginnen. Meiner Meinung nach hat die Verhaltenstherapie in Einzelsitzungen mit Ritalin Adult 20 mg nicht viel gebracht.

    Zum einen, weil Ritalin am Anfang gut wirkte, dann ich jedoch nur noch depressiv war und nichts mehr hinbekommen habe (da habe ich ohne Ritalin mehr auf die Reihe bekommen) Ich sprach darüber mit meinem "angeblich guten Psychotherapeuten" der sagte immer, dass muss sich einstellen, gedulden Sie sich etc. Es hat jedoch nichts meiner Meinung nach gebracht, sodass die Probleme gerade was die Arbeit mit Mitmenschen angeht.

    Diese Woche hatte ich meine nächste Sitzung bei meinem Therapeuten: dieser beendete die Therapie völlig unangekündigt mit den Worten, Achtung Originalzitat: Sie sind mir zu Assi, Ihre Eltern hätten Ihnen mal mehr auf den Arsch hauen sollen".... Muss ich so eine unprofessionelle Aussage akzeptieren? Gerade weil ich Probleme mit dem Sozialverhalten und ADHS habe, gehe ich doch meiner Meinung nach zu dem Typen....

    Ferner habe ich aufgrund der Depressionen auch das Ritalin wieder abgesetzt, weil sich die Anpannung bei meinem Arbeitgeber nicht löste, sodass ich am Ende meiner Zweitausbildung nicht übernommen werde.

    Ich bin verzweifelt und weiß nicht mehr was ich machen soll; habe mich jetzt für eine ADHS Gruppentherapie angemeldet, die im Juli beginnt.

    Sprich ich werde arbeitslos und habe Angst, es auch bei meinem dritten Arbeitgeber wieder zu verkacken, weil mit 24 und zwei abgeschlossenen Berufsausbildungen habe ich nicht so wirklich was erreicht, was die Karriere betrifft.

    Mein Hauptproblem ist auch: das theoretische in die Praxis umzusetzen, in der Theorie, also in der Berufsschule bin ich gut, aber im Betrieb naja, verbeiße mich trotz Ritalin in Sachen und mit noch verbissener als vorher; ohne Ritalin verbeiße ich mich meiner Meinung nach nicht so stark auf Sachen, sondern denk auch mal drumherum....

    Was soll ich nun achen? Das Arbeitsamt velangt von mir, dass ich mich bewerben soll, ich gabe jedoch Angst es auch bei dem nächsten Arbeitgeber es zu verkacken.
    Ein Jumpel meinte dann einfach zu mir: Was soll passieren, mehr wie rausfliegen kannst du auch da nicht".

    Also habe Probleme im Umgang mit Mitmenschen; ich verstehe manchmal nicht, was die von mir wollen.

    Wie wurde mein Ritalin verschrieben ist das normal?: Der Psychotherapeut kannte eine Ärztin, die Ritalin verschreibt, die lannten sich vom Studium her ode so. Bei dieser Ärztin handelt es sich um eine sehr nette Allgemeinärztin, laut eigener Aussage verschreibt Sie Ritalin, weil ihr Sohn das ja auch hätte... Im Nachhinein denke ich mir nur aha..., abe habe damals zu stark auf Ritalin gehofft.

    Habt ihr eine Idee? Eine stationäre Behandlung möchte ich nur ungern, da ich lieber direkt in meiner Umgebung lernen möchte, also direkt bei meinen Frunden etc.

    Gruß

    anonym360

  2. #2
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 246

    AW: wie soll es weitergehen - was würdet ihr machen?

    hallo Anonym360,

    also es würde schon Sinn machen, eine stationäre Behandlung zu machen. Deinen Wunsch, in deinem Umfeld zu lernen, kann ich verstehen, aber lernen mit adhs umzugehen kann man am Besten stationär. Es ist schon hilfreich, sich erstmal gründlich damit zu beschäftigen; zumal das Thema Psychoedukation in deinem Beitrag gar nicht präsent ist.

    Depression kann auch eine Nebenwirkung von Mph sein. Anscheinend hat dein "Therapeut" keine Erfahrung damit. Die Indikation und Dosierung kann stationär viel besser abgestimmt werden.

    In deiner Situation wäre es optimal (vor der nächsten Arbeitsstelle), stationär zu gehen und das würde dir bestimmt eine bessere Startposition für den nächsten Job geben, weil du da Strategien herausarbeiten kannst, die auf deine Probleme und Persönlichkeit angepasst sind.

    Dein jetzigen "Therapeut" kannst du getrost in die Tonne kloppen.

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 158

    AW: wie soll es weitergehen - was würdet ihr machen?

    Zur Therapie und Medikamente kann ich nicht viel sagen. Aber ich kann dir Mut machen: ich habe meinen jetzigen Job bekommen obwohl ich 30, alleinerziehend und eine abgeschlossene Ausbildung ohne Berufserfahrung hatte. Deshalb finde ich deine Lage gar nicht mal so schlecht in bezug auf "nichts erreicht"

  4. #4
    ellipirelli

    Gast

    AW: wie soll es weitergehen - was würdet ihr machen?

    Du bist diagnostiziert, sehe ich das richtig?

    Ritalin/MPH kann Depressionen auslösen- evtl kämst du mit einem anderen MPH Präparat, zb einem unretardierten, deutlich besser zurecht.
    Dazu müsstest du aber -endlich- mal in "echte Behandlung", bei einem Psychiater, der zumindest ein bischen Ahnung von ADHS hat und nicht diese merkwürdige Nummer mit "Therapeut kennt Ärztin, die- ohne weitere Nachfrage und offenbar Beobachtung- verschreibt und der Therapeut versucht(!!) sich dann an der Medikamenteneinstellung"

    Egal, ob stationär, oder ambulant: für eine echte Medikamenteneinstellung ist mehr nötig, als zwei "Fachleute, die sich kennen und zuarbeiten"

    ... und ich würde, wenn du dazu noch die Kraft hast, diesen "Therapeuten" auf jeden Fall der/deiner Krankenkasse UND der Psychotherapeutenkammer melden.

    Wahrscheinlich läuft es darauf hinaus, das "die eine Krähe der anderen kein Auge aushackt", sprich: es wird keine Folgen haben
    AAaber wenn sich Meldungen zu einer best. Person häufen (was nur passieren kann, wenn Leute solche Unverschämtheiten, wie sie dir da entgegengebracht wurde,auch melden), wird reagiert werden müssen..
    Wer weiß- vielleicht liegen schon Meldungen zu dem Therapeuten vor und deine bringt das Fass zum überlaufen??

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 963

    AW: wie soll es weitergehen - was würdet ihr machen?

    Hattest Du den die Probleme in der Erstausbildung und in dem einen Jahr, wo Du gearbeitet hast? Die Problemhaftigkeit von ADS ist auch immer stark von der Umwelt abhängig, eventuell paßt der Betrieb der Zweitausbildung einfach nicht so zu Dir. Z.B. dass er schlechte organisiert war oder Dir zu wenig Anleitung gab, es zu wenig Unterstützung gab usw..


    Und mit 24 Jahren zwei Ausbildungen zu haben, ist doch schon einiges. Vor allem hast Du in der ersten schon 1 Jahr gearbeitet, also Berufserfahrung. Hast Du selber nach einem Jahr gekündigt? Oder hattest Du von Anfang an einen zeitlichn begrenzten Vertrag? Und das man nach der Ausbildung nicht übernommen wird, kommt auch öfters vor, weil Betriebe über Bedarf ausbilden und dann nur die Allerbesen unbegrenzt übernehmen.



    Zur stationären Therapie - nun, ich würde das etwas abhängig davon machen, wie schlimm es ist... Das empfahl meine Therapeutin damals auch, aber ich wollte nicht, einereits wegen Zeitverlust und anderseits, weil ich meine Probleme im Alltag sah und die oft weg waren, wenn ich woanders war... Aber jetzt überlege ich, dass ich es vielleicht hätte machen sollen.. vor allem wäre es durch mein ewig langes Studium auch sicherlich nicht im Lebenslauf aufgefallen...


    Zu demMedikamenten - da mußt Du auch erstmal eine Weile probierne, bis Du die richtige Dosis hast und eventuell müßtest Du noch ein Antidepressiva dazu nehmen. Mit einen Retard anzufangen , finde ich auch nicht so gut, besser iust etwas unretardiertes (ich weiß das Problem ist, dass KK für Erwachsene eben nur ein Retard bezahlen). Bei einem Retard hast Du ja 2-3 Einzeldosen, die im Laufe des Tages freigesetzt werden. Und das ist gerade zu Anfang der medikamentösen Behandlung doof. Denn besser ist es erstmal mit einem unretardierten herauszufinden, welche Dosishöhe Du benötigst. Und es kann auch auch sein, dass Du im Laufe unterschiedliche Höhen brauchst z.B. morgens und mittags 20mg und nachmittags dann nur noch 10mg. Oder genau andersherum. Auch solltest Du unterschiedliche Hersteller ausprobieren.. jeder verwendet einen etwas anderen Trägerstoff, so dass es sein kannst, dass Du den Wirkstoff mal schlechter, mal besser aufnehmen kannst.

    Und natürlich kann es auch sein, dass Du zu den Non-Respondern gehörst. Medikamentation ist allerdings auchnur eine optionale Behandlungsmethode bei ADS.


    Wichtig wäre auch so eine Art Kompentztraining. Wo Du lernst, was ADS ist, wie es sich bei Dir auswirkt und wie Du mit problematischen Verhaltensweisen umgehen kannst. Da ist die ADHS-Gruppentherapie schon eine gute Wahl. Eventuell hilft Dir darüber hinaus noch ein Kommunikationstrainining.

    Worauf beruhen die Probleme im Umgang mit Deinem Mitmenschen? Also mehr auf den primären ADS Symptomen wie Du bist schnell abgelenkt und bekommst deshalb nicht mit, was der andere meint. Oder sind es Folgeproblem/pychologische wie z.B. soziale Ängste, oder schlechte Erfahrungen, die Dich unangemessen reagieren lassen? Im ersteren Fall brauchst Du vor allem ein Skilltraining und im zweiten Fall könnte es sein, dass Du unabhängig von der ADS Behandlung eine Therapie brauchst, mit der Du die psychologischen Probleme bearbeitest.

  6. #6
    cocolores

    Gast

    AW: wie soll es weitergehen - was würdet ihr machen?

    Dropkick schreibt:

    Dein jetzigen "Therapeut" kannst du getrost in die Tonne kloppen.
    Das geht mir manchmal zu fix hier, aufgrund von 2-3 Sätzen solche Sicherheitseinschätzungen abzugeben ... Therapeuten provozieren manchmal auch absichtlich, darüber kann man ja geteilter Meinung sein, wie das im Einzelfall zu sehen ist, aber genau in so einem Zusammenhang mit der Selbsteinschätzung des Sozialverhaltens von anonym360 ist das nicht hilfreich.
    Da geht es darum, in so einer ungewöhnlichen Situation mal beim Therapeuten aufzutreten und zu sagen, dass man das nicht okay fand. Daraus sollte sich ein Dialog entwickeln lassen, von dem anonym langfristig mehr hat als das, was er nun hätte : eine weitere problematische Situation mit einem Mitmenschen, die er nicht versteht und dann einfach ohne Klärung verlassen würde ....

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