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Diskutiere im Thema Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 75

    Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Hi zusammen,

    ich weiß nicht, ob ich hier richtig bin, aber auch nicht genau, wo es sonst gut aufgehoben wäre...

    Ich würde gern wissen, ob ihr Erfahrungen mit Behindertenausweisen oder mit Pflegestufe 0 oder 1 wegen ADHS.
    Insbesondere spreche ich hier Eltern an, da es bei der evtl. Beantragung um meinen Sohn geht.

    Eine andere Mutter aus der Schule sprach mich an, ob wir eine Pflegestufe für ihn hätten.
    Wusste nicht mal, dass man eine Pflegestufe bei Kindern, die weder körperlich behindert noch geistig zurückgeblieben sind.
    Kenne das eigentlich nur bei älteren Leuten, wenn diese alltägliche Dinge nicht mehr alleine können.

    Meine Recherchen im Netz haben ergeben, dass man die Stufen 1 oder 0 beantragt haben, wenn der Betreuungsbedarf erhöht ist.
    Also höher als bei anderen Kindern im gleichen Alter. Wenn man z.B. jeden einzelnen Schritt zum morgendlichen Fertigmachen (waschen, zähne putzen, Hose anziehen, Socken anziehen ect.) begleiten und mehrfach anregen muss, oder es die Tendenz zum weglaufen hat.

    Daher die Frage, hat jemand da Erfahrungen bzw einer Pflegestufe?

    Und ich wurde von einem Verein, der sich mit der Gleichstellung von Behinderten beschäftigt angesprochen, ob ich einen Behindertenausweis beantragt hätte.
    Kann man für ADHS einen Behindertenausweis beantragen? Reicht diese Diagnose dafür?
    Und wenn eine Klinik im Bericht eine seelische Behinderung nach § 35a ausweist, würde man damit einen bekommen?
    Und vielleicht eure Erfahrungen, was genau hätte man davon so einen Ausweis zu haben? Wasbringt ein Behindertenausweis genau?
    Hätte das auch Nachteile?

    Hoffe auf hilfreiche Antworten

  2. #2
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Hallo, ich kenne mich zwar absolut nicht mit sowas aus.. Aber einen Behindertenausweis bei ADHS kann ich mir nicht vorstellen..
    Wir haben ja wie du schon geschrieben hast keine Geistige oder Körperliche Behinderung..
    Ich war als Kind zb so ein Fall dem man die Klamotten raus legen musste dem man auch sonst jeden einzelnen Schritt sagen musste
    weil ich sonst garnichts gemacht hätte.. Aber von einem Behindertenausweis bei ADHS hab ich noch nie etwas gehört...

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 75

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    ich kannte das halt auch nicht. Aber mir wurde gesagt das würde reichen, könne man machen...
    deshalb dachte ich, ich frag mal nach, wer da schon Erfahrungen mit hat.

  4. #4
    Gesperrt (Mehrfachaccount)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    schau mal da vlt hilft das weiter Schwerbehinderung (ADS,ADHS) (ADHS, ADS)

  5. #5
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Mir wurde geraten Pflegestufe 0 und einen SBA zu beantragen. Die Pflegestufe allein aufgrund der ADHS. Beim Ausweis ist das wohl schwieriger,weil ADHS halt nicht wirklich anerkannt ist. Den hatte ich -befristet- früher schon mal (bis 2013),allerdings auf eine andere Diagnose,bei der es "automatisch" die 50% gibt.

    Im Prinzip ist beides eben nicht nur für Körperbehinderte gedacht.

  6. #6
    ellipirelli

    Gast

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    such hier im Forum auch mal mit dem Stich"wort" GdB-- da findest du einiges zum Antrag auf Schwerbehinderung.
    Es gibt wohl auch tatsächlich Teilnehmer hier, die einzig aufgrund ADHS den GdB von 50 zugesprochen gekriegt haben, das ist regional extrem unterschiedlich.
    Mit/ab GdB 50 gilt man als Schwerbehindert

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Ohjeh ... was für Antworten ....


    Aaaalso ....


    Zunächst mal schreibe ich nur über den SBA (Schwerbehindertenausweis), nichts über Pflegestufen, da ich mich darin nicht auskenne (und dann auch keine, wahrscheinlich ohnehin nicht zutreffenden Vermutungen abgebe...)

    Natürlich ist ADHS anerkannt ... das ist eine Diagnose, die offiziell in der ICD und im DSM stehen.

    Was allerdings zutrifft ist, dass ADHS in vielen Bundesländern in den Listen für Diagnosen, welche einen GdB (Grad der Behinderung, wird NICHT in Prozent angebeben) bewirken, nicht gelistet ist (EDIT: das heißt nicht, dass sie nicht anerkannt ist, sie steht dort einfach nicht in der Liste und die Sachbearbeiter, arbeiten einfach nur ihre Listen ab .... so ist das leider).
    So kann man also weder pauschal sagen, dass es keinen GdB gibt, wie dass es einen gibt, denn das ist Ländersache.

    Grundsätzlich sollte man schon beim Erstantrag die ADHS-bedingten Beeinträchtigungen gründlich auflisten, aber damit rechnen, dass das keiner liest.
    Beim Erstantrag wird, so sind unsere Behörden nun mal, erstmal nur auf den ICD-Schlüssel geschaut, dann besagte Liste hergenommen und wenn die Diagnose drin steht, wird geschaut, welcher GdB dafür veranschlagt ist und wenn sie nicht drinsteht, gibts gleich eine Ablehnung.

    Auch sollte man immer alles, was an Komorbiditäten vorhanden ist, mit auflisten, sofern vorhanden.

    Üblicherweise bekommt man nach dem Erstantrag dann den Bescheid, entweder eine Ablehnung oder eine Anerkennung und dann einen GdB gem. Liste.
    Der liegt meistens (wohlgemerkt: meistens, nicht immer, auch das ist länderweise unterschiedlich) bei 30.

    Wenn man den Antrag stellt, kann man sich also auch gleich auf einen Widerspruch einstellen, ganz pauschal.
    In besagtem Widerspruch nun werden abermals die Beeinträchtigungen, welche die ADHS mit sich bringt, möglichst genau und ausführlich beschrieben, möglichst auch vom behandelnden Arzt/ Therapeuten bestätigt.
    Dann wird die zuständige Behörde, üblicherweise das Versorgungsamt, wahrscheinlch zur Prüfung ihrerseits die genannten Ärzte befragen und ggf. erneut entscheiden.


    Ich selber habe einen unbefristeten SBA mit einem GdB von 50, allerdings ohne ADHS.
    Auch bei mir gab es erst einen GdB von 30, nach Widerspruch und Hinzuziehung meines Arztes/ Thera wurde auf 50 anerkannt und der Ausweis unbefristet ausgestellt (bei angeborenen Störungen auch durchaus logisch, aber nicht selbstverständlich)

    Hier in Schleswig Holstein ist ADHS nicht gelistet.
    Ich hätte ihn gewiss auch mit ADHS bekommen, wenn ich mich da weiter durchgekämpft hätte, aber das habe ich mir erspart, denn am GdB hätte es nichts geändert, es wäre nur eine Prinzipfrage gewesen.


    Ob man also einen GdB wg. ADHS anerkannt bekommt oder nicht und wenn, in welcher Höhe, ist von Bundesland zu Bundesland verschieden (leider) und in jedem Fall sollte man sich auf einen Widerspruch einrichten und die Beeinträchtigungen auch sorgfältig auflisten.

    Letzlich geht es bei der Anerkennung eines GdB um die Beeinträchtigungen, die ein Mensch im alltäglichen Leben hat.
    Und da kann ADHS durchaus zu so einigen führen.

    Und eine Erkrankung/ Störung, welche zu Beeinträchtigungen führt, die Menschen im gleichen Alter unter gleichen Bedingungen nicht haben, erfüllt selbstverständlich die Voraussetzungen, welche an eine Behinderung geknüpft sind, bzw. eine solche definiert...

    §2 Absatz 1 Sozialgesetzbuch IX definiert den Begriff der Behinderung:
    „Menschen sind behindert, wenn ihre körperliche Funktion, geistige Fähigkeit oder seelische Gesundheit mit hoher Wahrscheinlichkeit länger als sechs Monate von dem für das Lebensalter typischen Zustand abweicht und daher ihre Teilhabe am Leben der Gesellschaft beeinträchtigt ist.”


    Wenn man also nachweisbar in der unmittelbaren Lebensverrichtung beeinträchtigt oder erschwert ist oder der Teilhabe am gesellschaftlichen Leben, dann erfüllt man die Kriterien einer Behinderung.
    Geändert von Fliegerlein ( 4.06.2016 um 10:34 Uhr) Grund: Edit zugefügt

  8. #8
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Hallo Tamajoschi07,

    ich kenne mich damit nicht aus, habe aber gehört,
    dass das Thema bei der letzten Zusammenkunft des Zentrales ADHS Netzes im November 2015
    diskutiert wurde.

    Da es hier um Kinder und Jugendliche geht, ist dies hier nicht das richtige Forum für deine Frage.
    Du kannst dich an den ADHS Deutschland e. V. wenden - hier findest du viele nützliche Informationen
    für dich und dein Kind - oder an das Zentrale ADHS Netz. Oder eben an Ansprechpartner an deinem
    Wohnort.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  9. #9
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 52
    Forum-Beiträge: 3.798

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Gretchen schreibt:
    Da es hier um Kinder und Jugendliche geht, ist dies hier nicht das richtige Forum für deine Frage.
    Grundsätzlich stimmt das, aber die Kriterien und Bedingungen und die Grundproblematik sind für Erwachsene ja nicht anders, insofern ist es hier vielleicht genauso interessant.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 547

    AW: Pflegstufe 0 oder 1, Behindertenausweis bei ADHS?

    Hallo,

    ich habe aufgrund von ADHS und Depression einen GdB von 30 zugesprochen bekommen - gleich beim ersten Antrag ohne TamTam und unbefristet. Wohne in der Region München.

    Ich wollte aber versuchen die 50 zu bekommen - auch nach einem ausführlichen Widerspruch mit Hilfe meines Arztes hat das nicht geklappt - eine Steuererleichterung konnte ich noch rausschlagen.

    Die sinngemäße Begründung war, dass aufgrund meiner Erkrankungen ein normales Teilhaben am Arbeitsleben möglich ist - scheinbar war ich zu wenig krank. Sollte sich an meinem Arbeitsplatz aber etwas drastisch ändern sodass die Belastung steigt und ich somit nicht mehr arbeiten könnte, könnte man eine Gleichstellung beantragen.
    Da sich aber meine Arbeitssituation eher ins positive gewendet hat (weniger Stress, weniger Verantwortung, eher "freischaffend") kann ich damit nicht kommen. Ich arbeite aber auch nur noch 32-Stunden die Woche...

    Somit habe ichs jetzt erst mal dabei bewenden lassen. Eigentlich geht es mir ja nicht schlecht, es gibt Leute denen es weitaus schlechter geht und die sich durch eine 5-Tage-Woche quälen... ich finde immer noch dass ich wahnsinniges Glück habe und möchte das irgenwie nicht ausnutzen...

    Ich habe mir aber schon überlegt ob ich evtl. mal an den VdK herantreten soll, weil mir eine 5-Tage-Woche eigentlich nicht möglich ist - das wäre mir einfach zu viel und mein Wohlbefinden und somit über kurz oder lang auch meine Gesundheit würden unter einer 5-Tage-Woche leiden.

    Ich müsste dann aber vor meinem Chef zugeben, dass ich "etwas habe" - und genau das bestreite ich ja seit fast 2 Jahren. Nach meinem Zusammenbruch und der damit verbundenen Krankschreibung vertrete ich vor den meisten Kollegen und Vorgesetzten dass alles wieder in Ordnung wäre. Und das ist es ja tatsächlich wenn ich meine entspannten 32-Stunden-Wochen arbeiten kann! Allerdings geht mir dadurch 20% meines Gehaltes flöten.
    Und wenn jemand plötzlich mehr Urlaub hat würde das unter den Kollegen auch sofort auffallen - es gibt einige die da immer sehr genau bescheid wissen, es könnte ja jemand bevorteilt werden...

    Zum Thema Pflegestufe kann ich aber nicht viel sagen... damit musste ich mich (zum Glück) noch nicht wirklich beschäftigen. Habe nur aus dem Bekanntenkreis mitbekommen dass es da wohl auch ziemliche Unterschiede gibt werd das bearbeitet bzw. wer zum Begutachten vorbeitkommt.
    Auf einen Versuch würde ich es aber ankommen lassen - warum nicht?
    Mein Antrag auf GdB war auch nur ein Versuch und ich freue mich dass dabei was rausgekommen ist...

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