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Diskutiere im Thema Radikal Ausmisten - Minimalismus im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 17

    Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Ein unglaublich großes Problem von mir ist diese fast krankhafte Unordnung. Ich schaffe es nicht Ordnung zu halten oder gar aufzuräumen. Aufräumen - Das dauert bei mir Stunden (außer ich muss weil Besuch kommt, da habe ich meine Wohnung komischerweise in 60min auf Hochglanz gebracht). Unordnung machen - Das dauert zehn Minuten. Dabei merk ich gar nicht wie das entsteht. Plötzlich ist es einfach da.
    Jetzt habe ich ein paar interessante Blogs gelesen. Minimalismus. 100 Things Challenge. Radikal Besitze reduzieren.
    Konsumverhalten ändern.
    Ich würde das gerne für mich anwenden. Denn wer nicht viel hat, kann nicht viel Chaos machen. Und außerdem finde ich dass das Chaos in meinem Kopf in ordentlicher Umgebung einfacher zu ertragen und vielleicht zu leichter zähmen ist. Desweiteren würde ich wenn ich es schaffe es durchzuhalten das exessive Kaufen auch verhindern.
    Was haltet ihr davon? Kann das bei ADHS vielleicht auch dauerhaft helfen? Hat vielleicht jemand damit schon Erfahrungen gemacht?
    Würde mich über Statements freuen

  2. #2
    Pepperpence

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Ja ich!

    Im Vergleich zu früher würde ich mich jetzt als Minimalistin bezeichnen (also in meiner Welt, offiziell fällt das glaube ich noch lange nicht unter Minimalismus ) - ich habe ziemlich radikal aussortiert (vor allem Bücher, aber auch alles andere wie Kleidung, Schminke, Geschirr etc.).

    Orientiert habe ich mich ganz grob am System von Marie Kondo ("Magic Cleaning") und zwar schon bevor das Buch zu so einem Renner wurde.
    Wichtig ist dabei m.E. vor allem die Regel nur die Dinge zu behalten die einen glücklich machen. Also alles was nützlich ist und genutzt wird und alles was einem etwas wert ist (unabhänig vom materiellen Wert).

    Was so ein bisschen esoterisch klingt, war für mich ganz praktisch eine enorme Hilfe beim aussortieren.
    Kein Entscheiden nach: "könnte ich mal brauchen" oder "hat mal so viel gekostet" oder "war ein Geschenk" nur "Brauche ich und/oder macht mich glücklich" ... das hat mir das Verabschieden sehr erleichtert, aber auch die Entscheidung einfacher gemacht was bleiben darf.

    Die Methode ist eher radikal und für ganz viele Leute nichts, aber für mich war es zu dem Zeitpunkt genau das richtige. Dabei und danach habe ich mit Hilfe einer professionellen Aufräumhelferin allen Dingen die bleiben durften einen festen Platz gegeben und sie hat mir geholfen ein für mich sinnvolles Ordnungssystem zu schaffen.

    Mir hat es in Bezug auf meine ADS Probleme sehr geholfen. Zum Einen geht unglaublich viel weniger an Kraft, Nerven, Geld und Energie durch Aufräum- und Suchaktionen verloren - zum anderen ist mein Kopf in einer ordentlichen Umgebung auch viel klarer. Besonders wichtig ist das weil ich von zu Hause aus arbeite.


    Begonnen hat übrigens alles, als ich nach einer schlimmen Trennung für ein halbes Jahr in einer möblierten Wohnung lebte, alles an Möbeln und persönlichen Gegenständen eingelagert hatte und nur die wichtigsten Dingen dabei hatte. Plötzlich war zu meinem Erstaunen mein lebenslanges Problem mit Ordnung nicht mehr da und zu diesem Zeitpunkt wurde mir klar, ich habe einfach viel zu viele Dinge. Ebenfalls wurde mir schlagartig klar wie gut mir eine schöne und ordentliche Wohnung tut.
    Geändert von Pepperpence ( 1.06.2016 um 01:41 Uhr)

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Ich denke, es gibt hier so einige Minimalisten-Anhänger.

    Für mich selber sieht es so aus, dass ich zwar immer wieder die Leute beneide, die mit wenig auskommen können (d.h. da auch nichts vermissen), aber ich weiß, dass ist es einfach nichts für mich wäre Ich neige etwas zum Messitum, deshalb träume ich einerseits von einer leeren aufgeräumten Wohnung, anderseits werde ich so ganz ohne Krempel nie wirklich glücklich. sein ..

    Wobei das jetzt nur so für den extremen Ansatz sehe, radikal zu entmisten. Also ins entgegengesetzt Extrem zu springen halte ich generell falsch..weil Verhaltensänderungen brauchen viel Zeit und das entgegengesetze Extrem führt dann vielleicht wieder zu anderen Problem.

    In gemäßigter Form finde ich den Ansatz wiederrum sehr sinnvoll. Viel Krempel sorgt dabei nicht nur, dass die Wohnung verstopft ist und sie unordentlich aussieht. Sondern viel Krempel kann dann auch mit solchen Sachen verbunden sein, dass Du erhöhten Pflegebedarf hast, mehr zu entscheiden und zu organisieren hast. Also z.B. Haus mit Garten vs 1-Zimmerwohnung ohne Pflanzen. Bei letzteres kannst Du mal so spontan für längere Zeit wegfahren, für Haus mußt Du Dir aber schon vorher jemand suchen, der sich in der Abwesenheit darum kümmert. Auch wenn du über eine gute Nachbarschaft/Freundschaft/Verwandschaft verfügst, wirst Du es nie so spontan machen können.. und vor allem wirst Du Dich im Gegenzug dann um die Häuser andere kümmern müssen.

    In gemäßigter Form sehe ich es halt so, dass Du versuchst langsam zu entmisten. Und Dich fragst, brauche ich das wirklich? Z.B. brauche ich wirklich 20 Schuhpaar oder reichen mir (für meine Anwendungen) doch nur 5 Schuhpaare. Oder auch für solche Sachen, plane ich für ein Familiefest ein 5-Gänge Menü oder reicht nicht doch nur 2-Gänge-Menü? Oder muss ich unbedingt selber kochen oder reicht nicht auf was fertig gekochtes?

    Also das würde ich als (gemäßigten) minimalistischen Ansatz sehen - die Sachen zu vereinfachen und zu reduzieren, nicht nur beschränkt auf Gegenstände, sondern auch auf Planungen und Organisation.


    Und auch Gedanken.. oder viel mehr Erwartungen an sich selber. Z.B. die Erwartung, dass man sein Essen selber kochen sollte.. sei aus gesundheitlichen und/oder aus finanziellen Problemen. Wenn man aber nun so große Probleme hat, das Kochen zu organisieren - damit meine ich noch nicht mal das kochen an sich alleine, sondern sowas wie:
    - die Küche in einen arbeitsfähigen Zustand zu haben,
    - alle Kochutensilien griffbereit zu haben
    - alle Lebensmittel besorgt zu haben.

    Wenn einem das so unter Stress setzt, weil man es einfach nicht hinbekommt und es einem blockiert, es nicht hinzubekomemen, ständig gegen sich ankämpfen muss... dann denke ich, muss man die Erwartung, selber zu kochen, einfach wegwerfen und sich nicht grämen, Fertigessen zu holen.


    Und so denke ich, gibt es bestimmte einige Erwartungshaltungen, die einem blockieren. Und ich denke, diese muss man entmisten... und das entmisten von realen Gegenständen ist dabei eher zweitrangig...nunja... also vielleicht ist es ja auch so eine blockierende Ewartungshaltung, die dazu führt, dass man sich mit irgendwelchen Krempel eindeckt.

    Zum Beispiel quillt mein Kleiderschrank über... und trotzdem fehlt mir immer wieder etwas zum anziehen.. wieso? Weil ich viele Fehlkäufe gemacht habe, aber mir noch nicht richtig bereit bin, diese einzugestehen. Bzw. ist es mehr so, dass es sich um Notkäufe handelt. Also dh. ich habe nicht das gefunden, was ich wirklich haben wollte und habe das gekaufte, das zwar ausreichend meinen Bedarf erfüllt, aber ich nicht wirklich zufrieden bin... Nun hasse ich auch noch Kleiderkauf, habe mit meinen Maßen nicht soviel Auswahl und dann kommt noch Antriebslosigkeit hinzu, mir eben Geschäfte zu suchen, wo sie Kleidung nach meine Geschmack und in meinen Größen haben.

    Und so bleibe ich stecken.. eigentlich müßte ich einen guten Teil meiner Kleidung ausmisten, aber erst wenn eine Ersatz habe, der gut meinen Bedarf deckt... aber diesen finde ich ja hier nicht, denn hier haben sie ja nie was in meiner Größe... und das Geschäft, dass dies hat, müßte ich erst recherieren.. und dann ist es bestimmt am anderen Ende der Stadt und hat bestimmte noch total blöde Öffnungszeiten...


    Und so hole ich eine Notlösung nach der anderen, häufe immer mehr Kleidungstücke an und bin trotzdem nie zufrieden. Und die zu entmisten Gedanken wären dann hier die Grübelgedanken.. ..

    Also einmal ... eigentlich steckt hinter dem ganzen, das starke Gefühl, dass ich einfach nur häßlich bin.. Umdeutung von "Hüsche Leute entstellt nichts" zu "Häßliche Leute macht nichts hübscher" .. deshalb empfinde ich passende Kleidung dann selten als gut genug... nun... es ist halt nur normale Kleidung und kann mich nicht schön zaubern. Mit dem Gedanken in Hinterkopf, dass die Wahrscheinlichkeit gering ist, Kleidung zu finden, in der ich mir gefallen werde, habe ich natürlich kaum Lust, einkaufen zu gehen und schiebe das vor mir hin, bis ich mir unbedingt etwas holen muss.. dass führt einerseits dazu, dass ich wirklich erstmal etwas holen muss, um überhaupt etwas zu haben.. z.B.irgendwelche Saisonkleidung, wo die Saison schon voll im Laufen ist und es überall nur noch Reste gibt... und anderseits, wenn ich dann seltener einkaufen gehe, reduziere ich auch die Möglichkeiten, wo ich etwas finden könnte.

    Und wenn ich dann die Erwartung loswerde, dass mit einem Kleidungsstück mein Häßlichkeitsgefühl verschwindet, erhöht sich die Wahrscheinlichkeit, etwas zu finden, mit dem ich zufrieden bin. Und das führt wiederum dazu, dass ich nicht solange vor mir hinschiebe, bis ich unbedingt was neues holen muss, sondern wo ich noch etwas mehr Zeit habe, mehr Läden abzuklappern, bzw. die Regale noch gut gefüllt sind.. was wiederum dazu führt, dass ich weniger stress habe. Und das reduziert dann wiederrum die Gefahr von Fehlkäufen

  4. #4
    salamander

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    chaos, unordnung, viel ansammeln, was tatsächlich überflüssig wäre, ich nie wieder brauchen werde, usw. usf., ist bei mir zeichen dafür, dass es mir beschissen geht.

    ich mag es ganz und gar nicht, wenn räume/schränke vollgeproft/zugestellt sind, mit was auch immer, das war von jeher so. sobald ich anfange zuzubauen, zu horten, ist es ein sicheres indiz dafür, etwas in meinem leben läuft gewaltig schief.

  5. #5
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.149

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Dieses zwanghafte Horten und Sammeln scheint immer mehr Menschen zu betreffen.

    Da läuft offensichtlich was richtig schief.

    Bei mir ist es auch ein sicheres Zeichen, dass es mir so richtig mies geht. Ich versuch dann immer ganz schnell die Notbremse zu ziehen.

    Habe selbst schon mal ne Wohnung mit starker Tendenz zum Messietum ausgeräumt und es war einfach nur schrecklich für mich.

    Das war nicht nur die Aufräumerei an sich, am schlimmsten war die Feststellung, dass es in der Wohnung jede Menge angefangene Ordnungssysteme gab. Mit riesigem Aufwand war die völlige Änderung eingeleitet worden und dann blieb alles liegen.

    Mich hat in der Wohnung so viel Trauer erfasst, weil auf diese Art natürlich auch unsinnig viel Geld regelrecht verbrannt wurde und der Bewohner mit Sicherheit nicht mehr glücklich war in dem Chaos.

    Für mich habe ich den Weg gefunden, dass ich möglichst wenig kaufe. Ich hab mir auch angewöhnt, gelesene Bücher umgehend aus dem Haus zu geben. Letztendlich brauch ich vor allem Lexika bzw. Nachschlagewerke - ich gehöre nicht zu den Menschen, die Wikipedia Allwissenheit unterstellen.

    Bei den Klamotten ist es auch bei mir so, dass ich reichlich viel im Schrank habe und mich von einigen Teilen einfach nicht trennen kann.

    Dafür gibt es jetzt Fächer, in die kommt z.B. alles rein, was allenfalls noch für Gartenarbeit geeignet ist und dort wird das Zeug auch noch getragen, dann geht es einfach auf den Müll. Andere Teile wandern in den Kasten für allerlei Putzlappen und verschwinden nach Gebrauch auch in der Tonne.

    Nachdem ich in meiner kleinen Wohnung mal richtig viel Nachlass unterbringen musste und einfach kein Land mehr gesehen habe, war klar, dass ich mir Strategien außerhalb der allgemeinen Ratschlagliteratur überlegen muss.

    Mein eigener Umgang mit den Problemen sieht heute so aus, dass ich z.B. kaputte Socken gleich entsorge und keinerlei Umwege mehr gemacht werden. So geht es auch mit vielen anderen Dingen, manchmal fallen mir Bücher in die Hände, da wird kurz reflektiert, was drin steht, kann ich mich dran erinnern wandert das Buch in die Kiste für den Trödel.

    Der Weg war ein bisschen länger aber auch ein wenig nachhaltiger, ich muss immer weniger suchen und freue mich jeden Tag an freiem Platz in der Hütte.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Ich habe damit auch ein Riesenproblem.

    Und wenn ich nicht schon so oft umgezogen wäre in meinem Leben, ich glaube es waren 8 Umzüge seit ich von zu Hause weg bin, habe also im Schnitt 3 Jahre in jeder Wohnung gewohnt, ok ich schweife ab, dann wäre ich wahrscheinlich schon als Messi geendet. Nur die Umzüge und das jedes Mal radikale Ausmisten in dem Zusammenhang haben mich bis jetzt davor bewahrt.

    Jetzt habe ich aber keine Lust mehr umzuziehen. Habe endlich eine Wohnung gefunden, die ich auch nach 2,5 Jahren noch mag.

    Tja und was soll ich sagen. Mein Keller ist schon randvoll. Das Ausmisten schiebe ich schon seit Wochen vor mir her.

    In meiner Wohnung habe ich vor ca. 2 Wochen voll enthusiastisch Frühjahrsputz gemacht. Hat mich fast 2 Wochen gekostet, war super anstrengend aber das Ergebnis war schön....

    Für ca. 4-5 Tage... dann hielt das Chaos wieder Einzug. Mir geht es da ähnlich wie Sarah97, ich merke es gar nicht, es ist plötzlich einfach da. Und das zieht mich total runter. Letzten Freitag ist meine Mutter unangemeldet bei uns aufgetaucht, DAS war mir PEINLICH!.

    Ich schaffe es einfach nicht ein gewisse "Grundordnung" aufrecht zu erhalten. Mein Sohn ist auch keine Hilfe, eher im Gegenteil.

    @Rina Oka: Dein Post hat mich sehr berührt und ich finde es sehr mutig, dass Du hier so offen über Dich schreibst.

    @Salamander: Ich denke bei mir ist das auch so. Ein Familientherapeut hat meiner Mutter auf die Frage, warum ich mein Zimmer nicht in Ordnung halten kann (das Thema ist also nicht neu) mal gesagt: Das Chaos im Zimmer steht für ihr Chaos im Kopf.

    Au weia....dann gehts mir ja eigentlich schon seit der Kindheit so gut wie immer schlecht. Darüber muss ich jetzt erst mal nachdenken.

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Hallo
    Ich habe den Thread mal hier her verschoben da es kein reines Beruf/Ausbildungshema ist.

    Grüßle Matze

  8. #8
    Pepperpence

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Rina Oka schreibt:
    In gemäßigter Form sehe ich es halt so, dass Du versuchst langsam zu entmisten.

    Das ist so der klassische Ansatz, der auch von vielen Ratgeber-Autoren vertreten wird. Wenn einem dieser Weg liegt ist er super.

    Was mir Marie Kondo umgekehrt aber zum ersten Mal klar gemacht hat war, dass man sich in seinem Vorgehen alleine von seinen eigenen Bedürfnissen leiten lassen sollte.

    Ich habe über ein Jahrzehnt die Politik der kleinen Schritte in Bezug auf mein Aufräumen betrieben und bin dabei in kleinen Schritten immer nur im Kreis gelaufen - erst die radikale Änderung innerhalb eines relativ kurzen Zeitraums (ca. 6 Monate) hat bei mir die entscheidende Wende bringen können. Und innerhalb der neuen Ordnung kann ich jetzt auch kleine Schritte gehen um sie zu erhalten. Vorher reichten die kleinen Schritte aber nicht mal aus um den Zustand auch nur zu halten, geschweige denn um einen Weg heraus zu finden.

    Nicht für jeden sind kleine Schritte das non plus ultra und eine radikale Veränderung muss nicht zwingend etwas schechtes sein oder neue Probleme mit sich bringen. Da kommt es vor allem auf die Person und auf die Natur der Probleme an, also z.B. wie stark man auch emotional mit dem eigenen Besitz verbunden ist.

    Ein wirklicher Messie wird nach einer radikalen Aktion leiden und bald wieder im Chaos enden - ich wage aber zu behaupten, dass die klassischen ADHS Ordnungsprobleme oftmals ganz andere Ursachen haben als die der wirklichen Messies, auch wenn das Ergebnis, sprich das Chaos ähnlich aussehen mag.

    Deshalb: kleine Schritte sind gut, große Schritte können aber auch gut sein - je nachdem welcher Typ Mensch man ist.

  9. #9
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 17

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Danke für die vielen Antworten!
    Also ich bin jemand der in kleinen Schritten nur wenig schafft, wie pepperpence auch meint, ich dreh mich dabei auch nur im Kreis.
    Ich werde glaube ich heute mit dem Ausmisten anfangen sobald ich zu Hause bin. Da ich bald wieder umziehe passt das sowieso
    Habe beschlossen dass ich erstmal auf 200 Dinge reduziere, ausgenommen Schulsachen. Das klingt wenig, ich habe aber auch nur eine 1zkb, da brauch ich nicht soviele Sachen.
    ich glaube wenn ich da nicht konsequent mit mir selbst bin, wird das auch nix

  10. #10
    Pepperpence

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    sarah97 schreibt:
    Habe beschlossen dass ich erstmal auf 200 Dinge reduziere, ausgenommen Schulsachen. Das klingt wenig, ich habe aber auch nur eine 1zkb, da brauch ich nicht soviele Sachen.
    Ja wahnsinn!

    Respekt!
    Wenn man bedenkt, dass der Durchschnittseuropäer 10 000 Gegenstände hat. Bin gespannt wie es weitergeht, halte uns doch auf dem Laufenden wenn Du magst.

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