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Diskutiere im Thema Radikal Ausmisten - Minimalismus im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    @Rosaleen
    Wo ist das Problem? Es geht hier nicht darum ob man Minimalist ist oder nicht, sondern ob man sich von dem Minimalismus-Prinzip etwas nützliches für sich ableiten kann...

  2. #42
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 27
    Forum-Beiträge: 463

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Das ist jetzt völlig OT, aber jedes Mal, wenn ich den Thread sehe und das waren bestimmt schon mehr als 20 Mal lese ich was von "Radikal-AUTISMEN"

    -_-

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 55

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Solche hartnäckigen Assoziations-"Verleser" passieren mir auch regelmäßig. Gehe ich recht in der Annahme, dass es was AD(H)S typisches ist?

  4. #44
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 968

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    ja... und können immer ganz lustige Sachen bei herauskommen

  5. #45
    Ute

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Unordnung kommt bei mir weil ich vieles parallel erledige. Meist überschätze ich den Umfang der zu erledigeden Projekte. Ergebnis ist dann Unordnung.
    Oder ich weiß nicht unter was ich es einordnen soll also warte ich bis ich mich entschieden habe bis dahin liegt es dort
    Oder Unordnung durch Ablenkung durch mich oder andere oder beides das ist schlimm da ich es nicht wieder finde z.b. kulli Brille Schere..😏😣

  6. #46
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 312

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Oh, danke Ute fürs Ausbuddeln. Das ist genau mein Thema!

    Unordnung und viel Zeug haben: Ja! Das bin 100 % ich. Meine Schwester bezeichnet mich als Messie, alle wunderen sich immer, warum ich sooooo viel habe. Aber ich brauch das, nur so fühle ich mich wohl.

    Ich bin vor vier Jahren in ein Kloster eingetreten und hab im Vorfeld viel von meinem Zeug verschenkt oder weggeworfen, einen Bruchteil (2 Koffer, hauptsächlich Gewand, und einen Umzugskarton) mitgenommen und ein paar Umzugkartons bei meinen Eltern eingelagert. Alle, die schon eingetreten waren, haben mir im Vorfeld erzählt, wie befreiend sie es fanden, auszusortieren und wie toll das war und bibabo. Nö, fand ich gar nicht. Ich hab mich danach schlecht gefühlt. Ein Freund von mir löscht E-Mails regelmäßig, sodass nie mehr als eine Seite E-Mails da sind. Ich dachte, ich will das auch und habe radikal sämtliche E-Mails gelöscht. Zwei Wochen später habe ich das irrsinnig bereut, weil ich was gesucht und nicht mehr gefunden hatte (war ja gelöscht).

    Im Kloster war meine Zelle - mein Zimmer - innerhalb kürzester Zeit vollgestopft. Ich hatte einen kleinen Dachboden dabei, wo ich einige Sachen auslagern konnte.
    Von einer Nonne wird erwartet, dass sie monastisch lebt = karg und irgendwie haben das die meisten anderen zusammen gebracht, ich nicht.
    Als ich nach zweieinhalb Jahren ausgetreten bin, hatte ich drei Koffer, ca 15 Umzugkartons und 3 Topfpflanzen (wir erinnern uns, dass ich mit zwei Koffern und einem Umzugskarton eingetreten bin).

    Meine Schwester hat mich als Messie beschimpft und dass es doch klar ist, dass ich depressiv bin, wo ich doch meinen ganzen Ballast immer herum schleppe. Aber hey, ich bin einfach kein Minimalist. Ich will auch keiner sein. Ich fühle mich in dieser Rolle nicht wohl. Wenn ich aussortiere, ärgere ich mich später, dass ich es weggeworfen habe, sodass ich die Sachen im Zweifel lieber behalte (wenn ich mir 100 %ig sicher bin, werfe ich sie natürlich weg).

    Ich finde auch, dass "Zeug" Gemütlichkeit erzeugt. In kahlen, leeren Räumen und Zimmern fühle ich mich höchst unwohl. Ja, man kann dort leichter für Ordnung sorgen und ja, ich hab erstens zu viel Zeugu und zweitens Dauerchaos, aber da ich hab festgestellt, dass ich mich in einem minimalistischen Leben unglaublich unwohl fühle.

    (Ne Mitschwester, die nach mir eingetreten war, war so minimalistisch, dass sie sogar am liebsten ihren Kasten gegen eine Bettschublade tauchen wollte. - Was habe ich gelacht, als ich nach meinem Austritt erfahren habe, dass sie doch zu viel Zeug hat und noch ein zusätzlichen Kastl reinstellen musste )

  7. #47
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    ich weiß auch nicht, was es bringen sollte, ob man sich zu recht oder unrecht als Minimalist bezeichnen möchte. erstens ist der Begriff nicht geschützt und jeder darf erst einmal selbst entscheiden, was er darunter versteht und was nicht und zweitens geht es hier weder um einen Wettstreit noch darum, dass der eine die Deutungshoheit hat und andere nicht.

    aus dem Alter, dass ich mich ständig selbst darstellen möchte, Moden hinterherjage und mit Begriffen um mich werfe, um andere zu beeindrucken ist längst hinter mir. wenn es sie denn jemals gab, ich kann mich zumindest nicht so recht daran erinnern. Jedenfalls bin ich zu alt um mir sagen zu lassen, dass ich etwas hinterherjage, ohne es eigentlich zu wollen.

    ich weiss jedenfalls nicht, ob ich einer bin oder nicht. Wenn es heisst, mit minimaler anzahl an Gegenständen (und womlglich noch einem Wettbewerbsfieber darin, wer noch weniger hat) dann bin ich ganz sicherlich keiner. Besonders nicht, wenn ich feststelle, dass es Menschen gibt, die das um des Minimalismusses selbst Willen machen.
    wenn man es definiert, dass man mit weniger als jetzt leben möchte und es eigentlich nicht um Ziele, sondern um die Wege zu dem weniger" geht , dann bin ich eine Minimalistin.

    Letztendlich ist es mir aber wurscht, ob es zutrifft oder nicht. Mein Ziel ist es jedenfalls, mit weniger als heute zu leben und mir das horten abzugewöhnen. ich werde es aber immer mit "weiteren" Zielen verbinden, nicht Reduzierung um der Reduzierung willen, sondern darum, dass es mir mit weniger besser gehen soll. Irgendwann werde ich hoffentlich eine ausgependelte Situation erreichen, eine mit der perfekten Balance, dass ich exakt genau das habe was ich brauche und was mir maximale Freiheit, aber auch max Entlastung beschert. merken werde ich es evtl erst, wenn ich diese "perfekte Balance" unterschritten habe. vielleicht werde ich sie aber nie erreichen, dann ist der Weg das Ziel. Jeder Meter dieses Weges verbessert meine Situation.

    CaraMell, warum solltest du es auch unbedingt wollen? es gibt nicht einen einzigen Weg, glücklich zu werden und darum geht es doch. wenn du Sachen brauchst, um glücklich zu sein, ist es legitim. mich ärgert, wenn andere besser zu wissen meinen, was der einzige "richtige" Weg zu leben ist.
    übrigens: scheint ein interessantes Leben zu sein, was du da führst. was machst du jetzt ?

  8. #48
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 31

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Ich kenne das auch meine Wohnung sieht auch Chaotisch aus.Dann hat man aber keine Lust aufzuräumen.Mein Vater hat mich auch schon als Messie bezeichnet.

  9. #49
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.214

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    An den Adventssonntagen miste ich gerne meine Wohnung aus.
    Letzte Woche habe ich meine Handarbeitssachen sortiert.
    Gestern war wieder mal ein Schrank dran. Das "Blaue Kabinett".

    Es geht langsam vorwärts, weil ich immer vom Hundertsten ins Tausende komme.
    In 45 Jahren haben mein Mann und ich viel gesammelt.

    Ich habe jetzt drei Enkelkinder, und jetzt sammelt sich auch wieder Kinderkram an.
    Aber den habe ich jetzt in Boxen verpackt und wieder in den Keller gestellt.
    Wenn sie kommen, dürfen sie sie haben.

    So eine Inventur tut immer gut, auch wenn Ich leider immer vergesslicher werde und oft nicht mehr weiß, wo ich etwas hingeräumt habe.

  10. #50
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 338

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Hallo!

    Vor ca. 15 Jahren bin ich das erste Mal auf das Thema Feng Shui/Entrümpeln aufmerksam geworden, das damals gerade groß in Mode kam. Die Sache gefiel mir zwar, da ich schon mein ganzen Leben unter Chaos und Desorganisation litt, umsetzen konnte ich davon allein aber nichts.

    Als ich dann vor 10 Jahren nach vielen Jahren in derselben Choas-Wohnung umzog, fasste ich mir ein Herz und mistete radikal aus. Was ich dann noch besaß (inklusive sämtlicher Möbel), passte in einen Ford Transit (Kurzversion). Ich wollte einfach einen Neuanfang und es war tatsächlich befreiend, sich von all dem Gerümpel, das sich über die Jahre angesammelt hatte, zu trennen.

    Seitdem herrscht weitgehend Ordnung. Allerdings war das Ausmisten nur der erste Schritt. Und ich brauchte auch Unterstützung, um dauerhaft Ordnung halten zu können.

    Da ich bis heute große Probleme habe, bewusst aufzuräumen, muss das Aufräumen sozusagen "nebenbei" mithilfe von Routinen passieren, bei denen ich nicht groß nachdenken muss. Für das grobe Ordnung halten habe ich (glaube ich) alle Räumen im Idealzustand im Kopf, und wann immer ich einen Gegenstand wahrnehme, der da nicht hingehört, wird eine Aufräum-Routine aktiviert und der Gegenstand an seinen Platz geräumt. Das ist jetzt stark vereinfacht und es klingt vielleicht etwas seltsam, aber ich glaube, dass es bei mir so ist und es funktioniert.

    Voraussetzung für diese Routinen ist, dass alles seinen festen Platz hat und dass die Menge an aufzuräumenden Gegenständen auf das Minimum reduziert bleibt, damit ich mir die ganzen festen Plätze merken kann. Minimalismus ist für mich also kein "Way of Life", sondern einfach die Voraussetzung dafür, überhaupt Ordnung halten zu können.

    Ich muss wohl nicht extra erwähnen, dass ich mir dieses Ordnungssystem mit festen Plätzen nicht selbst geschaffen habe bzw. schaffe und ich auch nicht derjenige bin, der regelmäßig Ausmist-Aktionen anregt und durchsetzt, damit es bei der Übersichtlichkeit von Gegenständen und festen Plätzen dafür bleibt.

    Ich habe daher meine Zweifel, ob ich so hinbekäme, wenn ich wieder allein leben würde, und bin erstmal froh, dass es so ist, wie es ist, und dass es funktioniert.

    Das, was ich beschrieben habe, ist natürlich nur mein Weg, der nicht für jeden etwas sein muss.

    Beste Grüße

    Addy
    Geändert von Addy Haller (12.12.2016 um 09:43 Uhr)

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