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Diskutiere im Thema Radikal Ausmisten - Minimalismus im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Pepperpence

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Rosaleen schreibt:
    Ich werde nie minimalist sein. Passt einfach nicht zu mir! Ich mag meine Sachen, meine Gegestände, die Gefühle und Erinnerungen die damit gebunden sind.

    Komisch, der letzte Satz ist für mich die Definition von Minimalismus. Genau das macht es für mich aus. Ich mache das nicht an der Zahl der Gegenstände fest sondern eher daran dass ich von nichts zu viel habe, aber das was da ist wird gebraucht und geliebt und gepflegt.

  2. #22
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 291

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    @Pepperence
    Jeder hat eine eigene definition von Minimalismus. Meistens trifft es eher eine nihilistische Einstellung. Aber jedem das seine.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ich merke es: was hier Leute für Minimalismus halten ist nicht das, was die Welt von Minimalismus denkt

  3. #23
    ellipirelli

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    immerhin hat mich dieser Thread gestern dazu gebracht, einen Waschkorb voll Kleinkram mit "zu verschenken" Schild vor die Haustür zu stellen (alles weg-juhuuu) und mir heute meinen Kleiderschrank nochmal vorzunehmen..Zwei Tüten fürs Sozialkaufhaus stehen bereit
    Der Keller ist dann nochmal ein extra-Thema

  4. #24
    Pepperpence

    Gast

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Rosaleen schreibt:

    Ich merke es: was hier Leute für Minimalismus halten ist nicht das, was die Welt von Minimalismus denkt
    Also seine Gegenstände nicht zu mögen ist aber auch nicht was die Welt so allgemein vom Minimalismus denkt. (Was soll der schlapplach Smilie eigentlich?)

  5. #25
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 291

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    @Pepperence
    Nicht übel nehmen, den Smiley! Er ist nur da, weil ich es amüsant finde, wie unterschiedlich die Ansichten sein können! Und es kam dann dazu, weil ich die vorige Seite später noch einen Kommentar gesehen, dass eine ähnliche Stellung hat wie du! Echt nix persönliches!

  6. #26
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    danke für den Gedankenanstubs, Pepperpence. ein Satz von dir hat mich nachdenklich gemacht. ich bin als Kind ein NixWegschmeissenkönner gewesen und als ökobewegter Erwachsener mit Kritik an der Wegschmeissgesellschaft und Bewußtsein, dass in vielen Ländern Besitz ein kostbarer Schatz ist und keine Last hätte ich eigentlich gesagt: es hat bei mir geklappt, ohne dass ich die von dir erwähnte Voraussetzung erfüllte. von etwas trennen ging gar nicht

    jetzt frage ich mich gerade, inwieweit ich mich da falsch sah. vielleicht hatte ich mich mitten in meinem ganzen Kram verändert und es gar nicht gemerkt.

    Was ich entrümpelt habe bzw noch immer entrümpele sind eigentlich Altlasten. dinge, die ich mal gekauft und/oder gesammelt habe und die ich heute wohl nicht mehr kaufen würde.

    die gute alte Kernfrage:

    - was würdest du dir, wenn dein Haus ausbrennen würde und du genügend Geld von der Versicherung wiederbekommst erneut kaufen?

    ergibt vermutlich als Antwort : nicht einmal 30 Prozent meines "damaligen" Besitzes.

    das, was ich dann nicht mehr kaufen würde kann idR auch entsorgt werden. es gibt Ausnahmen. aber weniger als man denkt.

  7. #27
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Ps: ich hab die Erfahrung gemacht, dass nur der Prozess des sichTrennens "schmerzvoll" ist. wenn das Teil x aber erstmal entsorgt ist, trauere ich ihn nicht hinterher. nie. ich habe eine vierstellige Zahl an Teilen entsorgt, denke ich. Vermisst habe ich bisher nur ein Teil. habe ich mir gebraucht für wenige euro nachgekauft.

    Minimalismus definiert jeder anders.
    ich versuche die Balance zwischen Kosten und Nutzen abzuwägen. Koche ich täglich Eier, dann ist ein eierkocher eine gute, nützliche Sache, spart Energie, stellt sich von alleine ab etc. Koche ich nur 2 Mal im Jahr Eier, nimmt der Eierkocher mir kostbare Abstellfläche weg und es für mich besser, dann im Kochtopf zu kochen und Platz zu gewinnen.
    Wo die Grenze liegt, ist individuell.
    Man kann natürlich Minimalismus als eine Art Olympiade betreiben und sich gegenseitig zu übertreffen versuchen und immer noch ein Teil abschaffen, welches man zwar nicht braucht, was aber das Leben verschönert. Musik, Bilder, Pflanzen brauche ich nicht, aber sie sollen mein Leben verschönern. Werden die CDs nicht mehr gehört und die Pflanzen verkümmern oder sind pflegeintensiv, kippt die Balance wieder in die andere Richtung.
    ich hab mitunter den Eindruck, einige Minimalisten sehen es ein bisschen "olympisch" und reizen auch gerne aus, wieviel bz wie wenig noch geht ...das ist jetzt weniger mein Ziel

    daher würde ich Minimalismus - für mich- irgendwie definieren in Richtung Glückskurve. Auf die eine Achse schreibe ich die Zahl der Gegenstände und auf der anderen Achse, wie glücklich ich mit diesem Besitz bin. Habe ich zuwenig, sinkt die Glückskurve. Habe ichzuviel, ebenfalls. Irgendwo gibt es eine Maximalstelle, an der die Anzahl der Gegenstände "ideal" dafür sind, mich glücklich zu machen (muss natürlich der richtige Besitz sein). Wenn ich dann noch mehr entsorge, bin ich aus meiner Sicht übers Ziel hinausgeschossen. Entrümpele ich zu wenig, habe ich Ballast, der mich bremst, zuviel Zeit und Arbeit und Mühe fordert. Minimalismus ist daher aus meiner Sicht, diesen Idealpunkt anzustreben oder ihn gar ungefähr zu erreichen.

  8. #28
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Nachtrag : mir ist noch ein Buch eingefallen, welches mir weitergeholfen hat .es kann die anderen Aufräumbücher nicht ersetzen. aber es ist wieder eine andere Perspektive.

    wenn man sich immer viel vornimmt und daran scheitert, weil einem der innere Schweinehund ein Beinchen stellt, dem kann ich uU von Küstenmacher "Limbi" empfehlen. Ok der Titel ist dämlich, aber es geht um das limbische System. Das ist eigentlich das, was wir als inneren Schweinehund bezeichnen. Küstenmacher lehnt diesen Begriff ab, Schweinehund ist ihm zu negativ. Das limbische System ist ja eigentlich ein "Freund" des Menschen, hilft ihm über Jahrmillionen zu überleben. Ansatz Küstenmacher: stellen wir uns das als ein sympathischeres Tier vor, als eine Art nettes Haustierchen und Vertrauten. es hat seine Eigenheiten und die muss man kennen. Aber es ist ein Lebenspartner und wenn man mit ihm verhandelt, kann man Lösungen finden, die für beide tragbar sind. Was wir nämlich immer versuchen, ist den inneren Schweinehund zu bekämpfen. er nennt es "Limib würgen". darin einen Feind sehen. kostet Kraft und wirkt nicht besonders gut. (ich vermute, bei Adhs noch weniger)
    Er erklärt, wie das limbische System funktioniert und wie man mit ihm (und nicht etwa gegen es) arbeitet. er schlägt vor, dass man mit ihm Deals eingeht. ich feilsche nicht mit Limbi sondern mit mir, aber ansonsten arbeite ich ähnlich.

    ich hab keine Lust, die Wäsche zu holen, die WaMa zu füttern, die Wäsche hochzuschleppen, den Zugang zum Balkon freizuräumen und die Wäsche aufzuhängen.
    früher hätte ich es vermutlich ganz sein lassen. oder mit hängen und würgen und frustriert das gemacht, was "vernünftig" ist. Aber keinerlei Spaß macht

    heute deale ich. ok, das ganze Gedüöhns nervt dich gerade ? in Ordnung, musst du nicht alles machen. können wir uns auf eine Teilarbeit einigen ? was kannst du dir denn vorstellen. wie wäre es damit: du holst die Wäsche raus und machst eine weitere Maschine an. Den Korb stellst du auf die Treppe und wenn du das nächste Mal die Treppe hochgehst, nimmst du sie mit. Die knitteremfindliche Bluse nimmst du aber gleich raus und hängst sie schonmal auf einen BÜgel.
    gehe ich wenig später dann tatsächlich hoch, nehme ich erstmal nur den Korb mit. oben angekommen kann ich mich dazu motivieren, die Overbekleidung aufzuhängen, bevor sie knittert. die lästige Unterwäsche und tausend paar Socken müssen erstmal warten. die mache ich dann später, dauert dann nur 2,3 Minuten, dazu bekomme ich mich eigentlich immer motiviert

    so gehe ich natürlich nicht jede Hausarbeit an. nur die, bei der diese "eigentlich müsste ich, aber ich habe gerade wirklich keine Lust"-Mechanismen einsetzen. auf die "ich hab aber keine Lust"-Aussage in meinem inneren reagiere ich mit einem; ist in Ordnung, aber worauf könntest du dich einlassen?
    das passiert mittlerweile schon automatisch.
    letztendlich passe ich meine Arbeiten meiner Motivation an. an tagen mit guter Motivation brauche ich solche Methoden natürlich nicht. aber an Tagen mit schlechter hilft sie mir sehr und fast immer stelle ich am Ende des Tages fest, dass ich mehr geschafft habe als wenn ich mir wie früher gleich eine ganze Menge vorgenommen und damit meine Arbeitsmotivation überfordert hätte.
    Motivation kann man nicht einfach "erschaffen" oder in seinem Innersten abrufen. Man kann sie aber ausloten und herausbekommen, wie man sie optimal einsetzt.

    wen das Thema interessiert: Küstenmacher (ja, der mit der Simplifyserie, von der ich mit den meisten Büchern auch nichts anfangen kann) "Limbi"

    stört euch nicht an den dämlichen Namen. Das buch ist besser als es auf den ersten Blick wirkt.

  9. #29
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Das ist ja echt spannend, was ihr alle.zu dem Thema so schreibt.... Ich muss gestehen, ich habe nicht alle drei Seiten gelesen... Aber konnte viele Sachen entdecken, die so ganz anders bei mir laufen und einige original gleich.

    Da.muss ich nun.auch noch meinen Senf dazu geben.

    Also unsere Stadtwohnung ist sehr minimalistisch. Dad ist über die Jahre so entstanden. Meine ehemalige beste Freundin, deren Mann ist, so nehmen wir an Asberger und er braucht es sehr minimalistisch... Und so fing ich vor über zehn Jahren an, auch auszusortieren.

    Das tue ich nun jedes Jahr, meistens im Frühjahr...

    Alles, was ich das letzte Jahr nicht gebraucht habe...fliegt weg.

    Das Ganze hat dazu geführt, dass ich nichts mehr kaufe, was ich nicht brauche!!! In meinen Schränken sind nur Dinge, die wir wirklich benutzen.

    Im Haus gibt es etwas mehr, auch mal das Ein oder Andere, auf das ich auch verzichten kann. Wir sind ja hier noch am Aus und Umbau von unserem alten Haus, daher ist es alles eine Frage der Zeit... Wie sich was wohin bewegt...Und manches eben auch auf den Müll. :-D

    Ich kann leider nicht permanent Ordnung halten, aber da ich wirklich eine nicht überladene / zugestellte /s Wohnung /Haus habe, ist ganz schnell alles wieder i.o., wenn ich aufräume.

    Bei jedem schnullikram, jedem Kleidungsstück, was ich NEU in die Hände bekomme...Frage ich mich immer.. Brauchst du das wirklich??

    Bei uns ist es gemütlich und nicht steril, man sieht,.dass.wir leben und so.mag ich es.

    Uns.allen Viel Spaß beim räumen und ausmisten.. :-))

  10. #30
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Radikal Ausmisten - Minimalismus

    Landleben, minimalistische Räume ist nicht nur eine Empfehlung bei Asperger, sondern ebenfalls bei Adhs(kindern). das ideale Adhskinderzimmer enthält nur das Spielzeug, was das Kind gerade aktuell also zB in dieser Woche/Monat bespielt. Alles andere ruht am besten auf den Speicher und wird ab und an ausgewechselt. schade, dass das niemand bei uns Erwachsenen so macht.

    ich bin mittlerweile auch ein Fan vom Entrümpeln, nicht unbedingt Minimalismus in einer sehr kargen Form a la Einsiedlerhütte, aber doch Spaß am reduzieren, Ballast abwerfen, loslassen, weitergeben, es hat wirklich mein Leben massiv erleichtert !

Seite 3 von 8 Erste 1234567 ... Letzte
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