Seite 1 von 2 12 Letzte
Zeige Ergebnis 1 bis 10 von 11

Diskutiere im Thema ADHS? OK. Aber die genau? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    Frage ADHS? OK. Aber die genau?

    erstmal vorweg:
    mag ja nur einbildung sein, aber hab gesehn, sobald ich nen beitrag hier poste, schreibt plötzlich keiner mehr weiter. wenn ich iwie nerve, bitte sagen! (alles andere würde mich sauer machen, auch bei einbildung )

    nun ja, wie auch immer...

    adhs, das is ja klar, das habt ihr ja, wahrscheinlich alle, in irgendeiner form. aber adhs, was ist das eigentlich genau? unaufmerksamkeit, hyperaktivität und impulsivität? ja, darauf kann man sich denk ich mal festlegen. haben aber auch andere. schizoaffektive z.b., wie mir "unterstellt" wird. ich konnte mich ohne medikamente nicht konzentrieren, wirkte unruhig und bin bei kleinigkeiten schnell hochgegangen.

    so etwas nennt man ja bekanntlich diffentialdiagnostik, andere krankheiten vorher auszuschließen, doch beim Patienten-Arzt-Gespräch kommt das oft alles gar nicht rüber, und vor allem die verstrickungen, die gründe, wieso ein arzt zu welchem schluss kommt.

    außerdem, wenn man ins detail gehen will und im inet so unterwegs ist, merkt man schnell, das da teilweise zweigleisige und widersprüchliche behauptungen über die symptomatik und die gründe rüberkommen - jeder scheint noch iwie so sein eigenes bild zu haben. das kommt ja leider oft vor, wo es um mehr geht, als darum, schwarz von weiß zu unterscheiden...

    also, was sagt ihr als betroffene, woran erkennt man in der wahren praxis eine richtige adhs? ist adhs unaufmerksamkeit, hyperaktivität, impulsivität, hat es was mit "gestörten" emotionen zu tun, mit sozialverhalten, mit selbstbild, mit selbstwertgefühl, mit kommunikation, mit anderen erkrankungen, ist die antwort in der neurochemie zu finden oder doch in reiner psychotherapie, kann ads/adhs vielleicht sogar erst im erwachsenenalter entstehen, haltet ihr die diagnosekriterien für genau, was ist richtig, was ist falsch?

    mein wissen über adhs kann man so formulieren: viel darüber gelesen, aber irgendwie auch nich schlauer geworden!

    bin gespannt auf eure antworten

    ...

  2. #2
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    Tymmi ich bin mir ganz sicher dass das nicht an dir liegt

    Wenn ich deine frage richtig verstehe willst du wissen was genau zur adhs/ ads Diagnose gehört, richtig?

  3. #3
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    TimmyTurner schreibt:
    mein wissen über adhs kann man so formulieren: viel darüber gelesen, aber irgendwie auch nich schlauer geworden!

    bin gespannt auf eure antworten

    ...

    Bei mir ist das "Problem", dass ich nicht immer erkenne ob ein bestimmtest Verhalten von ADHS kommt oder von den anderen Symptomen. Ich bin mir auch nicht sicher ob die Ärzte selbst da genau durchsteigen.

  4. #4
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    TimmyTurner schreibt:
    also, was sagt ihr als betroffene, woran erkennt man in der wahren praxis eine richtige adhs? ist adhs unaufmerksamkeit, hyperaktivität, impulsivität, hat es was mit "gestörten" emotionen zu tun, mit sozialverhalten, mit selbstbild, mit selbstwertgefühl, mit kommunikation, mit anderen erkrankungen, ist die antwort in der neurochemie zu finden oder doch in reiner psychotherapie, kann ads/adhs vielleicht sogar erst im erwachsenenalter entstehen, haltet ihr die diagnosekriterien für genau, was ist richtig, was ist falsch?

    mein wissen über adhs kann man so formulieren: viel darüber gelesen, aber irgendwie auch nich schlauer geworden!
    Hallo Timmy,

    wie sollen wir denn deine Fragen beantworten, wenn viel darüber gelesen dir auch nicht geholfen hat? Ich meine, es gibt im Internet und außerhalb doch eine Menge gute Literatur darüber, was ADHS ist oder nicht ist. Und es gibt natürlich auch eine Menge Unsinn und Halbinformiertes.

    Ich empfehle dir daher, dich an die üblichen Verdächtigen Krause und Krause, Neuhaus, Ryffel, Winkler, Simchen oder Skrotzki zu halten.

    In deinem Text oben beschreibst du zuerst die Störung selbst und dann die Folgen. Das ist dir vermutlich schon selbst aufgefallen?

    Hier
    https://adhsspektrum.wordpress.com/2...tionen-teil-1/
    und hier
    https://adhsspektrum.wordpress.com/2...tionen-teil-2/
    beschreibt Martin Winkler die ADHS als Störung der so genannten Exekutivfunktionen.
    Geändert von 4.Kl.konzert (30.05.2016 um 19:47 Uhr)

  5. #5
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    4.Kl.konzert schreibt:
    ...... Ich meine, es gibt im Internet und außerhalb doch eine Menge gute Literatur darüber, was ADHS ist oder nicht ist....
    Stimmt! Habe auch eine Menge Ausgedruckt

    Für mich war es wie eine OFFENBARUNG als ich all diese Dinge erfahren habe, die ich 50 Jahre lang nie wirklich verstanden habe.
    Danach musste ich erst einmal vor Erleichterung (?)

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 9

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    ok..danke dir für die artikel..!

    also das hört sich nich nach mir an..demnach hab ich schon mal kein adhs

    also ich beschreib mich mal ein bisschen, mit allem was ich für nich einordbar halte..kann mich nämlich ehrlich gesagt nich verstehen..vielleicht habt ihr ne idee woran das liegen könnte meine eigenarten..

    in der kindheit war ich überängstlich, meine oma hat mir immer angst gemacht sobald ich mich mal draußen bewegt habe, verletz dich nich und so..ich wurde unsportlich, ungeschickt, im unterricht hab ich oft geträumt und war nicht bei der sache, brauchte viel hilfe von meiner banknachbarin, hatte jedoch ungewöhnliche hobbys für ein kind - habe mich mit pflanzen intensiv beschäftigt. zu hause war ich offener, freier, bei hausaufgaben brauchte ich oft hilfe, vor allem mathe, hilfe, sie zeitnah erledigt zu kriegen. schon damals hab ich dafür von familie unverständnis geerntet. mit 5 jahren ungefähr habe ich das gefühl verloren, meine mutter zu lieben, ein gefühl das immer noch nicht ganz da ist. später gymnasium, sehr interessenbezogene lernweise gehabt, in einem fach mal gut und dann plötzlich wieder schlecht. außerdem war ich schon immer sehr vergesslich. dann später zwangsstörung, zwangseinweisung wegen verdacht auf psychose. ein jahr später noch ne zwangseinweisung aus gleichem grund. diagnose: schwere zwangsstörung und asperger-syndrom. mit antidepressivum und neuroleptikum (risperdal) behandelt, nach 2 jahren alles abgesetzt weil nebenwirkungen und unter anderen neuroleptika heftige depressionen, selbstmordversuche.

    dann ausgeklingt, keine behandlung, die psychose bahnte sich langsam an...negativ-symptomatik und psychosomatische beschwerden..unbeschreiblich!

    dann erneute behandlung, allmählich aber änderungen von symptomatik...

    mittlerweile:

    eher ungeduldig, mal geh ich nach links - und dann will ich doch wieder nach rechts, ohne antidepressivum zu tode erschöpft, immernoch leicht erschöpft aber vor allem antriebslos, fühle mich andererseits manchmal wie getrieben, rauch z.b. ne zigarette in 1min und feg dann im halben dauerlauf wieder ins haus rein. bin schnell gelangweilt, brauch iwie immer was geistig anregendes, geistig, nich körperlich, fühl mich nie richtig befriedigt und auch iwie haltlos, wenn es ganz schlimm ist. das wär eigentlich alles, iwie immer son bisschen depressionsnah oder so...

    meine diagnosen zur info: (zumindest beim letzten psychiater, mache grad wechsel)

    schizoaffektive störung
    asperger-syndrom
    kombinierte persönlichkeitsstörung
    idiopathische generalisierte epilepsie
    multiple substanzabhängigkeit
    benzo-missbrauch
    zwangsstörung, gedanken und handlungen

    medikamente zur info:

    venlafaxin 225mg/d
    mirtazapin 30mg/d
    risperidon 3mg/d
    topiramat 100mg/d
    bisoprolol 5mg/d
    pantoprazol 5mg/d

    woran könnte es eurer meinung nach liegen?...

  7. #7
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 69

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    Möchte auch hier gerne folgende Frage stellen: ist es wirklich wichtig solche Probleme unter einem Begiff zusammenzufassen?
    Was würde das deiner Meinung nach ändern?
    Du scheinst zu wissen wo deine Probleme liegen. Der nächste Schritt sollte nicht sein eine eventuell nie endende Suche nach "der Diagnose" zu starten, sondern diese konkreten Probleme anzugehen.

    Es ist wichtig sich bewusst zu machen was eine "Diagnose" eigentlich ist. Sie dient der kommunikativen Abkürzung. Das war es schon. Es sind keine Bannsprüche und nicht Rumpelstilzchen das sich plötzlich selbst zerreist weil man seinen Namen kennt.
    Sicher ist es deutlich angenehmer etwas auf diese Art benennen zu können. Aber ich bin davon überzeugt das man sich mit dieser Frage auch selbst einen Stein mit großzügigem Volumen in den Weg legen kann.

    Denn im Grunde wissen wir so gut wie nichts über diese Krankheiten und Symptome. Es ist einfach (noch) viel zu komplex für unsere Wissenschaft.
    Aber es gibt schon einiges was man gegen konkrete Schwierigkeiten unternehmen kann, das Forum ist voll von Tipps dazu. Und das ist auch das Handwerk eines (guten) Arztes.
    Weil sich Probleme - allein und gemeinschaftlich - durch Erfahrung, Empathie und Intelligenz lösen lassen. Wo sollten dabei Begrifflichkeiten besonders hilfreich sein? Ein Einstiegspunkt, mehr nicht.

    Wenn du (wieder) an einen Arzt gerätst der hauptsächlich über deiner Diagnose grübelt solltest du dir einen anderen suchen.
    Hoffe zumindest das du dich selbst als mehr betrachtest als ein Rätsel das es zu lösen gilt.

    Versuche bei der Selbstreflexion vielleicht dich mehr darauf zu konzentrieren was dir die Verhaltensweisen positives bringen könnten.
    Allerdings nicht mit der grausigen "positive thinking"- / "akzeptier deine Fehler und kuschel sie"- Attitüde. Sondern mehr mit dem Gedanken warum sie dein Gehirn hervorbringen könnte.
    Und unterscheide dabei Ursachen und Konsequenzen.

    Zum Beispiel bei dem was du beschreibst. Mir stellt sich da gar nicht die Frage warum du erschöpft und "depressionsnah" bist. (Ganz oberflächlich betrachtet.)
    Du hast schlimme Dinge erlebt, hetzt scheinbar oft durch die Gegend. Ständige Suche nach geistiger Beschäftigung ist anstrengend. Das ist Stress.
    Dein Gehirn ist zu Recht erschöpft und niedergeschlagen.

    Was dir niemand beantworten kann (obwohl dabei ein guter Arzt hilft) ist die Frage was dein Gehrin erreichen möchte mit diesem Verhalten.
    Was passiert denn wenn du dich nicht geistig mit irgendwas auslastest? Usw.
    Geändert von HumanStapler (31.05.2016 um 11:23 Uhr)

  8. #8
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    TimmyTurner schreibt:
    kann ads/adhs vielleicht sogar erst im erwachsenenalter entstehen,
    ...
    Also diese Aussage finde ich echt interessant! Vielleicht kannst du ja beschreiben wie du das genau gemeint hast?

    Diese Frage hat mich echt zum grübeln gebracht.
    Einerseits behauptet man ja, die ADHS Symptome müssen schon vor dem 6 Lebensjahr aufgetreten sein. Andererseits finde ich, ist es v.a. bei Kindern sehr, sehr schwierig, wirklich festzustellen ob sie an ADS/ADHS leide, schwieriger als sich die Diagnose bei Erwachsenem stellen wird. Und ich finde es auch schrecklich, wenn Eltern ihre Kinder zu einem Psychiater bis zum nächsten schleppen, um irgendwann von einem endlich die Diagnose ADHS zu erhalten. Ich bezweifle auch stark, dass wirklich jedes Kind, welches sich unruhig verhält und in der Schule nicht aufpasst, weil es vielleicht lieber was anderes machen würde, dann wirklich an ADHS leidet. Und diese Kinder werden dann vollgestopft mit Medikamenten, "ruhig" gestellt und genau dadurch entsteht ja erst die enorme Kritik an ADHS!

    Es wird über die Jahre leichter werden, festzustellen, ob jemand an ADHS leidet oder nicht. Und ich leg besonderen Wert auch auf das Wort leiden. Die beschriebenen Symptome des ADHS sind auch Charakterzüge, die bei einem oder dem anderen auch auftreten können, diese Personen können aber gut damit leben. Es ist sehr schwierig die Grenze zu ziehen, zwischen "normalem" Verhalten und stark ausgeprägten Verhalten, welches zu Probleme in verschiedenen Bereichen führt. Über die Jahre werden Menschen sicherlich Möglichkeiten entwickeln, damit umzugehen, aber ein bestimmter Leidensdruck bleibt immer erhalten.

    Ich denke die Mehrheit der Erwachsenen, bei denen erst spät ADHS erkannt wurde, haben sich an einen Psychiater/Psychologe/Psychotherapeut what ever durch andere Probleme gewendet (Depressionen, Zwangsstörungen, Angststörungen usw.) ohne dabei konkret an ADHS zu denken. Ich bin auf den Begriff auch erst dadurch gestoßen, da ich an Depressiven Verstimmungen leide. Dabei bin ich auf ADHS gestoßen und, naja, in 3 Wochen wissen wir alle mehr.

    Ich lege viel Hoffnung in meine Diagnose, da es viel erklären würde, andererseits macht es mich auch traurig und wütend zugleich, dass es nicht schon viel früher entdeckt wurde. Es hätte mir definitiv viel erspart. Nun, da ich mit 21 Jahren an meine Vergangenheit zurückdenke, wünsche ich mir oft, mein Leben wäre anders verlaufen als es ist. Traurig, aber wahr. Und, dass von der Gesellschaft allgemein behauptet wird, dass die vergangenen Jahre angeblich die "Besten" im Leben sein sollten, macht mich nur noch wütender!

    Es ist ein schwieriges Thema, über das man sehr viel diskutieren könnte.
    Fazit ^^: ´bei richtig betroffenen wäre es gut, ADHS frühzeitig zu entdecken, um früh ansetzten zu können und ihnen helfen zu können. Aber wie macht man den Eltern den klar, dass nicht jedes unruhige Kind unbedingt "krank" ist. Ich fühl mich dabei oft schlecht. Ich denk immer, dass Eltern dann nur stolz auf ihre Kleinen sein können, wenn die Kleinen die Leistung erbringen, die sich die Eltern wünschen (hab da leider auch meine Erfahrungen gemacht..). Es ist für diese Eltern wahrscheinlich besser, daran zu denken, dass ihre Kinder nur deshalb schlecht in der Schule sind, da sie ja "krank" sind. Aber wären sie nicht krank wären sie bestimmt so gut in der Schule wie die anderen Kinder verrückte Welt in der wir da leben.

    Gut, hab jetzt ein bisschen beim Hauptthema vorbeigeredet ^^

    LG ein eigentlich sehr lieber Teufel ^^

  9. #9
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.726

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    GoodDevil schreibt:
    Und ich finde es auch schrecklich, wenn Eltern ihre Kinder zu einem Psychiater bis zum nächsten schleppen, um irgendwann von einem endlich die Diagnose ADHS zu erhalten. Ich bezweifle auch stark, dass wirklich jedes Kind, welches sich unruhig verhält und in der Schule nicht aufpasst, weil es vielleicht lieber was anderes machen würde, dann wirklich an ADHS leidet. Und diese Kinder werden dann vollgestopft mit Medikamenten, "ruhig" gestellt und genau dadurch entsteht ja erst die enorme Kritik an ADHS!

    Es wird über die Jahre leichter werden, festzustellen, ob jemand an ADHS leidet oder nicht. Und ich leg besonderen Wert auch auf das Wort leiden.
    Okay, ist gerade nicht Thema (sorry Timmy), trotzdem fordert es mich heraus dazu etwas zu sagen.

    Die enorme Kritik an ADHS entsteht weniger genau dadurch, sondern die Kritiker behaupten (!) dass dieses massenhaft geschieht.

    Ich nehme dagegen an, dass es kaum Eltern gibt, die mit Kindern zum Psychiater gehen, ohne dass das Kind leidet. Denn die Schwelle ist ja nicht gerade niedrig.

    Die Zahlen unterstützen die Thesen der Kritiker in keiner Weise. Sieht man sich die Verordnungszahlen von Methylphenidat an und die Häufigkeit von ADHS in der Bevölkerung, gibt es noch immer eine starke Unterversorgung trotz der Zunahme der letzten Jahre. Bei Erwachsenen sowieso, aber auch bei Kindern. Und in Italien ist die Zurückhaltung der Ärzte und Eltern soweit ich weiß noch viel größer als in Deutschland.

    Und auch wenn ich deine Vorstellung lese, kann ich deine Äußerung nicht verstehen. Es wäre doch besser, du wärest frühzeitig behandelt anstatt von deinem Vater geschlagen worden. Dein Leben lang hattest du Probleme mit anderen Menschen und mit deinem Selbstbewusstsein. Ich finde es etwas gewagt, Eltern Bequemlichkeit vorzuwerfen, die ihren Kindern so eine Kindheit ersparen wollen.

    Du bist fast 30 Jahre jünger als ich, aber gemeinsam haben wir, dass unser ADHS die Schulleistung nicht besonders beeinträchtigt hat, sich aber stark im sozialen Bereich zeigte. Ob ein Kind leidet oder nicht, hängt aber zum geringeren Teil von den Schulnoten ab. Ich hätte rückblickend lieber als Kind und Jugendlicher schon eine ADHS-Diagnose und Behandlung gehabt (was es in den 70-ern und 80-ern natürlich kaum gab).

  10. #10
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 11

    AW: ADHS? OK. Aber die genau?

    sorry 4.Kl.Konzert wenn das falsch rüberkam, waren bloß ein paar Gedanken die ich mir dazu gemacht habe.

    Nur noch 1 dazu: ich weiß nicht wies in Deutschland oder anderen Ländern ist, bei uns ist das Gesundheistsystem jedenfalls auswegslos überlastet. Im durchschnitt hat ein Arzt pro Person 1 Minute Zeit. Da ich im Gesundheitswesen arbeite, bekomme ich leider des öfteren mit, wir Falschdiagnosen gestellt werden. Meistens genügt ein 15 Minuten Gespräch damit das Kind ADHS diagnostiziert wird und bekommt die Medikamente gleich mit.
    Leider aber werden nicht nur Krankheiten nicht erkannt und falsch diagnostiziert sondern auch viele "kranke" werden als gesund eingestuft und ohne Hilfe entlassen.
    Ich wohne in einem Tal (ca. 10.000 Einwohner) welches die höchste Suizidrate Italiens aufweist (Im schnitt 1 suizid alle 2 wochen auf 10.000 leute). ich glaub das spricht für sich.

    Habe selber auch schon schlechte Erfahtungen damit gemacht. Vieleicht schreib ich mal darüber.

    Tschüß
    Geändert von GoodDevil ( 2.06.2016 um 16:16 Uhr)

Seite 1 von 2 12 Letzte

Ähnliche Themen

  1. Was genau ist Adhs?
    Von MrChaot im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 130
    Letzter Beitrag: 1.06.2016, 18:01
  2. Wie funktioniert das genau mit der ADHS-Diagnose und was passiert dann?
    Von ilva im Forum ADS ADHS Erwachsene: Diagnose und Behandlung
    Antworten: 0
    Letzter Beitrag: 15.12.2011, 16:41
  3. ADHS klar aber...
    Von Hightower im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 11
    Letzter Beitrag: 21.09.2010, 10:48
  4. Ich weiß genau was ich nicht will ,aber was will ich denn ???
    Von Dori im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 24
    Letzter Beitrag: 9.08.2010, 19:41
  5. Nochmal Behindertenausweis - beantragen ja, aber wann? Und wie genau?
    Von daniel-bwo im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
    Antworten: 14
    Letzter Beitrag: 13.07.2010, 22:16
Thema: ADHS? OK. Aber die genau? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
©2017 ADHS bei Erwachsenen Forum