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Diskutiere im Thema Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 2

    Ausrufezeichen Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Hallo zusammen!

    Bei mir wurde ADHS im Grundschulalter diagnostiziert. Seitdem behandle ich mit Ritalin bzw Medikinet.

    Irgendwann im Teenager-Alter kam dann Cannabis dazu. Und ich merkte sehr positive Wirkungen. Konnte besser meine Probleme und Ängste erkennen und war einfach ruhiger. Hab's nie übertrieben, also täglicher Konsum war nie dabei.


    Seit einiger Zeit ist es aber so, dass ich, vermutlich durch selbstgemachten Erwartungsdruck auf der Arbeit, durch das Kiffen nicht mehr ruhig werde, sondern aufgedreht. Ich kann nicht mehr schlafen. Ich komme aus dem Grübeln nicht mehr raus und während meine Freunde irgendwann total stoned auf der Couch einschlafen bin ich hellwach im Kopf. Denke über mein Leben nach und komme einfach nicht zur Ruhe.

    Bin total verwirrt, weil Cannabis ja eigentlich genau das Gegenteil bewirken sollte und früher ja auch entsprechend bei mir gewirkt hat.

    Jemand ne Idee? Jemand ähnliche Erfahrungen?

    Liebe Grüße

  2. #2
    Querdenker

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 218

    AW: Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Interessant. Durch Cannabis wurden mir immer alle meine Probleme die ich in meinem Unterbewusstsein vergraben hatte vor den Kopf geklatscht. Ich wurde quasi klar im Kopf und wusste was ich zu verändern hatte bzw. eigentlich musste.

    Ich empfand das aber immer als sehr unangenehm und hab mich während des Rausches "Schuldig" gefühlt. Ja Schuldig beschreibt es am besten. Ich hab dieses gefühl auch heute noch wenn ich mal ganz selten in den "Genuss" davon komme. Das war auch einer der Gründe warum ich es aufgegeben habe

  3. #3
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 144

    AW: Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Hallo Fleep,

    ich habe auch mit ca 19 Jahren angefangen zu kiffen und eigentlich bis vor zwei Jahren noch ab und an...es gab Zeiten , vor vielen,vielen Jahren, da habe ich täglich geraucht
    und dann gab es auch viele Monate auch mal Jahre wo ich totalen Abstand hatte (also sehr wechselhaft-wie es sich so ergab).

    Am Anfang war es so wunderbar lustig...später war es so beflügelnd und ich fühlte mich so klar im Denken..und der nächste Tag war so easy und schön..zum Schluss stresste es mich.

    Nun ist es so, das ich seit einem Jahr gar nicht mehr geraucht habe, es auch nicht vermisse ( bin jetzt 43 J.) Ahne erst seit kurzem das ich ADS habe - Diag. erwarte ich. Ich nehme an, dass ich auch deshalb so gern gekifft habe...

    Ich denke, dass sich das im Laufe der Jahre einfach verändert und das es auch anders wirkt (das Zeug ist ja auch nicht mehr so wie früher). Ich hatte auch bei den letzten Malen, wenn ich denn mal geraucht habe...krasses Herzrasen und kam nicht zur Ruhe. Somit beschloss ich, es zu lassen, es brachte mir nix mehr.

    Vielleicht lässt Du es auch einfach...es geht auch ohneund fühlt sich gut an. Wenn ich irgendwo wäre, wo geraucht wird, würde ich vielleicht einmal ziehen, aber nur um mal zu gucken, was passiert, wegen dem Kick...und wenn es die Gelegenheit nicht gibt, ist auch okay und erspart mir die o.g. Beschwerden.

    LG Landleben

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Hallo Fleep,

    ich habe mit Anfang 20 extreme Selbstmedikation betrieben und habe außer Kiffen auch noch andere Drogen konsumiert. Allerdings war es bei mir hauptsächlich an den Wochenenden, wenn wir "Feiern" gegangen sind. Irgendwann habe ich mit den anderen dann aufgehört, weil ich gemerkt habe, nee so geht das nicht mehr!

    Das Kiffen hat mich aber noch eine ganze Weile begleitet und das nahezu täglich. Wie bei Dir hat es mir sehr gut getan und ich konnte besser schlafen. Irgendwann artete das Ganze dann für mich aber auch in Stress aus. Die Beschaffung war schwierig und billig war es auch nicht gerade.Und auch die Wirkung war nicht mehr die Gleiche. Wobei ich auch dazu sagen muss, dass bei mir die Wirkung von Haschisch eher beruhigend und die Wirkung von Gras eher belebend war. Ich habe dann eine Gruppentherapie gemacht und bin seitdem mehr oder weniger clean. Ab und zu und zu besonderen Anlässen kiffe ich mal. Aber echt total selten.

    Leider habe ich dann sozusagen als "Ersatz" immer öfter zur Flasche gegriffen. Ich brauchte das einfach abends zum runterkommen.

    Mittlerweile nehme ich Medikinet und muss sagen, ich bin erstaunt wie wenig mir das Trinken fehlt. Ich dachte wirklich das wäre schwieriger.

    Ich könnte mir vorstellen, dass 1. Du bzw. Deine ADHS sich vielleicht "verändert" hat, also damit meine ich das die Symptome prägnanter geworden sind oder 2. das bei Dir einfach eine Gewöhnung eingetreten ist und das Cannabis deshalb einfach nicht mehr "wirkt".

    Interessant wäre für mich an der Stelle jetzt noch, was passiert wenn Du nicht mehr kiffen würdest. Würde es Dir dann "besser" oder "schlechter" gehen. Was ich meine ist, bewirkt das Kiffen jetzt tatsächlich das Gegenteil oder wirkt es einfach nicht mehr und Du bist bzw. bleibst beim kiffen "normal" also mit all Deinen ADHS Symptomen?

    Vielleicht muss auch mal Deine Dosierung angepasst werden. Das wird leider sehr oft vergessen.

    LG

    Lady

  5. #5
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Cannabis enthaelt viele Wirkstoffe, die sehr unterschiedlich wirken.

    TCH - setzt Dopamin frei, bewirkt aber auch Paranoia
    CBD - entspannt, macht muede, wirkt ansgtloesend
    uvm.

    Je nach Sorte sind diese in unterschiedlichen Konzentrationen enthalten.

    Sativas - mehr TCH, weniger CBD (Beispiel: Haze)
    Indicas - weniger THC, mehr CBD (Beispiel: Afghani)

    Auf der Strasse werden heute eher Indica-lastige Hybriden verkauft.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 2

    AW: Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Hey, Danke für die schnellen Antworten.

    Also diese Klarheit im Kopf, die ist nach wie vor da, aber irgendwie ist diese beruhigende Wirkung weg. Völlig egal ob ich Haschisch oder Gras geraucht habe. (also egal ob Sativa oder Indica) ich bin danach immer aufgedreht. Das Gedankenkarussel dreht sich unaufhörlich und ich kann nicht einschlafen.

    Könnte problemlos darauf verzichten, aber es ist hin und wieder einfach gut, einen klaren Blick auf sein Innenleben zu bekommen

    Wenn danach nur nicht diese Ruhelosigkeit wäre. Ist es evtl nur ne innere Einstellung die durch das Cannabis verstärkt wird? Also Normalzustand: Viel Grübeln, sich Gedanken machen.

    Mit Cannabis: Noch mehr Grübeln, sich Gedanken machen + Erkenntnisse über sich selbst gewinnen aber danach nicht mehr "runterfahren" können?

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    esZet89 schreibt:
    Interessant. Durch Cannabis wurden mir immer alle meine Probleme die ich in meinem Unterbewusstsein vergraben hatte vor den Kopf geklatscht. Ich wurde quasi klar im Kopf und wusste was ich zu verändern hatte bzw. eigentlich musste.

    Ich empfand das aber immer als sehr unangenehm und hab mich während des Rausches "Schuldig" gefühlt. Ja Schuldig beschreibt es am besten. Ich hab dieses gefühl auch heute noch wenn ich mal ganz selten in den "Genuss" davon komme. Das war auch einer der Gründe warum ich es aufgegeben habe
    Das ist auch ein sehr interessanter Ansatz. Also dieses "Schuldgefühl" kenne ich sehr gut. Das wird durch Cannabis verstärkt. Ich denke über vergangene Fehler nach und wie ich mein Verhalten in Zukunft verbessern kann. Das ist ein gewichtiger Faktor bei diesem Problem... Aber wo kommt das her? Kann man das abstellen?

  7. #7
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 4.770

    AW: Ungewöhnliches Problem: Cannabis und Schlaf

    Hallo

    ich mache an der Stelle mal zu und verweise auf unsere Community-Regeln.
    bleibt zu hoffen das du unter "das Kiffen" kein KFZ o.ä. bewegst,zudem @TE solltest Du mal mit Deinem Arzt über Drogen + MPH sprechen


    Gruß Matze

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