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Diskutiere im Thema 1. Rassismus? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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  1. #61
    Pepperpence

    Gast

    AW: 1. Rassismus?

    Du möchtest wissen ob die Verkäuferin sich rassistisch verhalten hat, dazu ist es zusätzlich wichtig zu wissen ob und welche Vorgeschichte das Ganze hat.

    Wenn Du zum Beispiel schon vorher Streit mit der Verkäuferin hattest, ein Hausverbot ausgesprochen bekommen hast oder ähnliches, dann stellt sich die Geschichte doch anders da als wenn Du und die Verkäuferin Euch zum ersten Mal im Leben gesehen habt.


    Es wird m.E. schwierig zu unterscheiden, wenn sich die Situation wiederholt, was die ursprüngliche Ursache war. Wenn es sich um ein hauptsächlich türkisches Viertel handelt, gehe ich davon aus, dass es mehr als nur einen Dönerladen gibt. Da stellt sich mir die Frage (und das hat nichts mit Herumreiten auf Unzulänglichkeiten zu tun) warum Du da noch ein zweites, drittes, viertes Mal reingehst nur um erneut nicht bedient zu werden.

    Ein Gastwirt hat zwar grundsätzlich Hausrecht, aber wenn Du wirklch das Gefühl hast aufgrund Deiner Herkunft, Hautfarbe oder Sprache benachteiligt worden zu sein, dann wäre es wichtig beim nächsten Mal Zeugen und Belege zu sammeln, ein Gedächtnisprotokoll anlegen und zu einem Anwalt oder einer Beratungsstelle zu gehen. (zum Beispiel: NRWgegenDiskriminierung.de)

    Es ist nicht so, als sei man da wehrlos der Willkür anderer Menschen ausgesetzt.


    Zum Thema Rassismus: ich habe viele Jahre in einem Viertel gelebt, in dem extrem viele Türken leben. Teilweise sind dort die Läden nur mit türkischer Beschriftung versehen.
    Ich habe dort auch Rassismus erlebt, zum Beispiel wenn es um Kunden ging die schwarz waren, gab es Situationen in denen versucht wurde sämtliche anderen Kunden (Deutsche und Türken) vorher zu bedienen und es nur so verächtliche Blicke hagelte.
    Ich habe Rassimus dahingehend erlebt, dass es einen Kioskbesitzer gab, der sich weigerte das Geld aus der Hand zu nehmen und dem man das Geld auf den Tresen legen musste, weil er wohl mit der vermeintlich "schmutzigen" Hand nicht in Berührung kommen wollte.
    Und ich habe erlebt, dass ich unsichtbar wurde, wenn ich gemeinsam mit meinem Freund beim türkischen Metzger einkaufte und nur noch er bedient wurde, was für mich als durchschnittliche Deutsche schon etwas befremdlich ist.

    Ja sicher, das gibt es und es ist keinen Deut anders als Rassismus und Sexismus die von Deutschen ausgeht. Ich habe daraus meine Konsequenzen gezogen und die Läden zukünftig gemieden und mein Geld woanders ausgegeben, bzw. bei im ersten Fall auch deutlich meine Meinung gesagt. Genauso würde ich es z.b. bei einem deutschen, gegen Ausländer pöblenden Kioskbesitzer machen würde.

    Ja, es ist in diesem Land schwierig über ein solches Thema zu sprechen. Als ich meiner verärgert Familie diese Geschichten erzählte hieß es: "Huch! Pepper, Du hast Dich aber ganz schön verändert. Da hast Du früher aber ganz anders geredet" und es schwang so ein unterschwelliger Vorwurf der Türkenfeindlichkeit mit.
    Nein das habe ich nicht, ich habe nur vorher andere Dinge erlebt. Darf ich jetzt nicht mehr das erzählen was ich erlebt habe?

    Aber umgekehrt muss ich eben auch sagen: ich habe wahnsinnig gerne in diesem Viertel gelebt und wäre niemals freiwillig weggezogen. In der Regel waren nämlich sämtliche Leute dort (alteingesessene Kölner, alteingesessene türkische Ladenbesitzer, iranischer Schneider, dazwischen ein Nerd-Comicladen, ein lesbisches Kunstcafé, ein Wahrsagecafé und ein Katzencafé ) unglaublich herzlich und ausgesprochen höflich. Die unguten Begegnungen waren extrem selten.

    Eine meiner besten Freundinnen in der Schulzeit war Türkin. Ihre Familiensituation habe ich immer als extrem eng und repressiv empfunden. Für mich war dieser enge türkische Zusammenhalt immer etwas eher negatives. Als ich beobachtete, dass türkische Obdachlose von den türkischen Imbissen und Restaurants wie selbstverständlich mit Essen versorgt werden wurde mir zum ersten Mal klar, dass dieser Zusammenhalt doch auch positive Seiten hat.

    Und ich habe ziemlich schnell gemerkt, dass das tatsächlich kein rein türkisches Viertel ist sondern eine Mischung aus sehr vielen Nationalitäten. Was Dir als türkische Kundschaft erschien mag in Wirklichkeit gar nicht so gewesen sein. Was Dir als Rassismus erschien kann so gewesen sein, muss aber nicht so gewesen sein.
    Ich liebe dieses Viertel, deren Einwohner mich drei Jahre nachdem ich weggezogen bin noch immer auf der Strasse grüssen und mich fragen wie es mir geht, während eine mir bekannte junge Frau die dort hinzog beklagt, dass man in dem "Asiviertel" nicht leben kann und das Gefühl hat die gesamte Einwohnerschaft mobbt sie. Vieles ist auch so ein bisschen: wie man in den Wald hereinruft, schallt es heraus ... zumindest ist das meine Erfahrung.
    Geändert von Pepperpence (18.05.2016 um 16:28 Uhr)

  2. #62
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: 1. Rassismus?

    Dream, übrigens:
    Hi ihr lieben

    Anhand des Gesprächsverlauf kann der Leser gut sehen wie (Vor-) Urteile gefällt werden können. Womit wir dann auch wieder beim eigentlichen Thema sind.

    Jemand wirft seine urpersönliche Wahrnehmung in den Raum verbunden mit einer persönlichen Wertung.

    Das Gegenüber bekommt nun einen "Stempel aufgedrückt".

    Andere springen "auf den Karren auf". Es wird immer persönlicher.

    Es kommen immer mehr persönliche emotionen rein.

    Der Fakt bleibt aussen vor.

    Wir können hier nur lesen.

    Weder ein Ton noch Mimik und Gestik noch irgendwelche andren Details des Schreibers sind hierbei ersichtlich.

    Das was "hineingelegt wird" ist reine persönliche Wahrnehmung.
    Danke für die Vogeperspektive.. ja, das habe ich auch irgendwie gefühlt. Toll beschrieben! Mir fehlte die Rationalität, deutlich zu formulieren. Dort verstecken sich ja irgendwie Beziehungsebenen und alte persönliche Geschichten, deshalb hatte ich es angedeutet. Gut, dass du so verständlich schreibst

    Luftkopf,

    Was mich irritiert und ein Stückweit frustriert ist,dass ich einfach nicht verstehe,wo Du denn nun drauf hinaus möchtest und dann auch noch jede sachliche Frage nach den Hintergründen der von Dir geschilderten Situation scheinbar persönlich übel nimmst-Dich getriggert fühlst.
    Das hatte ich beschrieben , leider sind das nicht nur sachliche Fragen bzw Posts von anderen gewesen. Die Gefühle haben sich so etwas vermischt und bestimmt las ich dann auch mal mit der Brille der Angegriffenen.
    Cocos oder Frl.v.Fragen decken den Kern auf, das worum es mir eingangs ging. Und wie ich schon schrieb, hatte ich hier die Tagebuchfunktion entdeckt und dachte nicht, dass da so eine Diskussion entstehen könnte. Irgendwie fühlte ich an dem besagten Tag einen rassistischen Hintergrund. Was auch - wie oben beschrieben- mit der Erzählung meiner Freundin zusammenhing und Einfluss auf mich übte. Und wenn man bedenkt, dass so kleine Erzählungen Einfluss auf mich haben, dann wird es ja recht gruselig und verständlich.. was da draußen tagtäglich passiert. Rassismus, Intoleranz- alle möglichen Ängste.

    Zum Beispiel: Warum wurde dir vorher schon einmal der Döner im besagten Laden verwehrt?
    Das weiß ich immer noch nicht. Und es waren bestimmt mindestens 3 Mal vorher. Ja ja.. ihr würdet dann alle nicht mehr hingehen. Und habt damit recht.. aber bis zum letzten Mal wollte ich ja noch nicht glauben, dass es was mit mir zu tun hat. Und Fleisch am Drehspieß war übrigens noch vorhanden.. (die Verkäufer wechseln übrigens..) da war irgendwo eine Frage von irgendwem.

    Genau.. wie geht man damit um? Wie könnte man Rassismus endlich vermindern? Welche Maßnahmen schlagt ihr für das Schulsystem vor? Welche Aufklärung könnte wo helfen?

    dass Du Dich weiter um gegenseitiges Verstehen bemühst.

    Mein "Danke" bezieht sich auf das Bemühen an sich
    oh ja. Sie hat sich stets bemüht... Aber mach ich wirklich. Vielleicht muss noch mal ein Moderator Struktur schaffen bzw Prioritäten setzen. Gibt es hier so Zuständigkeitsbereiche innerhalb der Threads?

    Danke an Alle, die sich auch um Verstehen bemühen. Und besonders die, die meine Selbstschutzmaßnahmen zu erkennen scheinen.

  3. #63
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 54

    AW: 1. Rassismus?

    Hallo Pepper, hab deine Nachricht gerade erst gelesen. Hab tatsächlich so lang an dem Text rumgetüftelt. Mehr folgt bald

  4. #64
    Pepperpence

    Gast

    AW: 1. Rassismus?

    Nur als neutraler Hinweis: Die Tagebuchfunktion ist in einem gesonderten und abgeschlossenen Bereich und die Tagebücher sind dort als solche gekennzeichnet ( mit Titeln wie z.B. "XYZ grübelt - mein Tagebuch" ) und in besonderem Maße geschützt.
    Hier befinden wir uns in einem offenen Bereich mit dem Unterthema: "ADS ADHS bei Erwachsenen" , der von aussen einzusehen und auch von Google zu finden ist.
    Die Überschrift verweist nicht darauf, dass es sich um ein persönliches Tagebuch handelt.

  5. #65


    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 20.809
    Blog-Einträge: 40

    AW: 1. Rassismus?

    Pepperpence schreibt:
    Die Überschrift verweist nicht darauf, dass es sich um ein persönliches Tagebuch handelt.
    Die Inhalte zuletzt auch nicht.

    Der Thread kann so auch nicht mehr in den Tagebuchbereich.

    @ Lorivori:


    Eröffne bitte für einen Tagebuchthread einen solchen im Bereich

    Tagebücher ²

    denn der Bereich ist dafür vorgesehen und technisch/organisatorisch entsprechend eingerichtet.





    LG,
    Alex

  6. #66
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 13

    AW: 1. Rassismus?

    Dieser Post kann weder mit Quellen noch anderen Mitteln bewiesen werden, es sind alles Meinungen und Geschichten die sich zu dieser späten Stunde in meinen Kopf rumtreiben.

    Rassismus zu stoppen halte ich für eine ausweglose Sache.
    Tatsächlich hat Rassismus rein gesellschaftlich eine schützende Funktion, da äußere Einflüsse über unsere komplette evolutionäre Geschichte, abgesehen von biologischen Vorteilen, meist/immer zu Konflikten führte. Es ist ja auch erst seit gerade mal ~100 Jahren möglich, dass multikulturelle Städte entstehen, die nicht in regelmäßigen Abständen ethnisch gesäubert werden.

    Wir haben alle unsere Vorurteile, sei es durch Erziehung, Medien, Schule oder andere Informationsquellen und auch wenn sie oft gemein, anstößig und verletztend sind, haben sie auch oft einen wahren Kern. Dies trifft natürlich nicht für eine ganze Bevölkerung zu, aber trotzdem sollte man einsehen, dass die Menschheit nicht gleich ist. Es gibt einfach massive kulturelle Unterschiede, welche nicht mal eben über 1-3 Generationen im allgemeinen überwunden werden können und dies führt notgedrungen nunmal zu Konflikten.

    Da wäre der einzige Weg Bildung für Jeden zur Pflicht zu nehmen und dies nicht wie es im deutschen Schulsystem gemacht wird (wo Schule zwar Pflicht ist, aber das Schulsystem nicht für schwierige Fälle ausgerichtet ist, sondern einen altertümlichen preußischen Drilldienst abverlangt, wo nur die Besten belohnt werden).
    Bildung und damit die Möglichkeit der freien Meinung (welches in meinen Augen stark von einander abhängt) ist der einzige Weg, wie man allen Menschen Toleranz anerziehen kann, weil jeder Mensch am Ende doch ein Individuum ist und nicht nur das Vorurteil einer ganzen Bevölkerungsschicht.


    Trotzdem will ich noch einmal gesagt haben, dass Skepsis und Vorurteile eine gesunde und wichtige Funktion in der Gesellschaft einnehmen und dies einfach nicht immer Rassismus ist.
    Diese Rassismuskeule, die ständig über jedes kritische Thema schwebt, halte ich für eine wahnsinnig gefährliche Erfindung der deutschen Nachkriegsgeschichte.
    Denn reine Toleranz hilft leider auch nicht. Es müssen alle Parteien bereit sein einen kritischen Diskurs zu führen, Kompromiss einzugehen und Änderungen vorzunehmen.

    Zum Schluss sag ich nur, dass alle Meinung erlaubt sein sollten, seien sie rechts, liberal, links, etc. Sie gehören alle dazu und sie sind auch gesund. Das in jeder dieser Sparte auch Idioten vorhanden sind, gehört dazu, aber das macht die Ansicht in erster Linie nicht falsch.

  7. #67
    Pepperpence

    Gast

    AW: 1. Rassismus?

    Grundsätzlich alles richtig, aber es geht hier doch um eine konkrete Situation.

    Inwiefern Rassismus und Ressentiments in einem Dönerladen im ganz normalen Alltag (egal von welcher Seite nun ausgehend) etwas Gutes ist und als gesunde Skepsis einzuordnen sind, erschliesst sich mir wirklich nicht.

    Um Toleranz in besonderem Maß geht es da noch lange nicht, sondern einfach nur um soziales Verhalten innerhalb einer Gemeinschaft.

    Das hat auch nicht nur etwas mit deutscher Nachkriegsgeschichte zu tun, sondern ist ein Zeichen der Zeit. In den USA z.B. würde man über das berühmte "Zigeunerschnitzel" oder den "*****kuss" gar nicht erst diskutieren, da würde vermutlich gleich geklagt.

  8. #68
    salamander

    Gast

    AW: 1. Rassismus?

    ich wende mich jetzt ganz bewußt vom begriff rassismus ab,
    weil ich der auffassung bin, dass diese wertung / klassifizierung,
    nicht der punkt ist um den es geht.


    nach der in meinen augen verwirrung/konfussion/irritation die ich - für mich - in vielen beiträgen lese,
    geht es hier um etwas anderes.


    was denkt jeder was da steht?
    was meint jeder was da steht?
    was steht da tatsächlich?


    interpretationen darüber, was wie gemeint sein hätte können,
    was wie gewesen sein hätte können,
    welche person die te-erstellerin ist,
    welche "manko's" die te-erstellerin hat,
    bringen nichts.


    runter gebrochen = es für mich die situationsbeschreibung,
    eines menschen, der in eine situation hinein gegangen ist,
    mit einer inneren wertung / klassififzierung von verhalten.
    ich werde nicht so behandelt, wie ich gerne behandelt werden möchte.
    mit dieser erwartungshaltung in eine situation zu gehen,
    bedeutet sie in diesem licht wahr zu nehmen.
    alle ereignisse, egal welche es sind, werden diesem "prinzip" entsprechend eingeordnet.
    dem ganzen noch die wertung rassismus aufgeklebt,
    und der schnellkochtopf kann sofort beginnen zu pfeifen.

    ein teil der leser springt auf den rassismus an,
    ein anderer beißt sich in der erwartungshaltung fest,
    wieder ein anderer, reagiert auf die irritation/konfusion/verwirrung,
    und dem steht eine person gegenüber,
    die ein erlebte situation,
    egal aus welchen gründen nicht einordnen kann.
    das kann ein feines "schlachtfest" der befindlichkeiten geben.


    unterm strich kann es aber um etwas ganz anderes gehen.
    das eine ist, die hier schon mal erwähnte kommunikation im doublebind.
    was in einem einfachen bsp. dargestellt meint,
    der eine sagt es zieht,
    der andere springt auf, macht das fenster zu,
    der eine wird jetzt sauer,
    weil er mit keinem wort gesagt hat,
    schließ das fenster,
    der andere der das fenster schloß wird angeschnauzt,
    der reagiert auch sauer,
    weil er hat ja - aus seiner sicht - nur das getan,
    was der andere sagte, und sagt es auch so,
    der andere kriegt einen fön,
    weil er mit keinem wort gesagt hat,
    dass das fenster geschlossen werden soll,
    der eine ist jetzt stink sauer,
    weil der andere nicht klipp und klar sagt was er will,
    bzw. es nach auffassung des empfängers ja gesagt hat,
    es zieht bedeutet für ihn: er soll das fenster schließen...
    so kann das hin- und her,
    weil einer meint, oder beide meinen, aber keiner wirklich
    hinhört - oder sich seiner art zu kommunizieren und/oder hören bewußt ist,
    bis sich am ende alle beide so in die haare geraten,
    dass es schlimmer nicht mehr geht,
    und kein wort mehr miteinander reden.


    und das alles, weil eine bestimmte kommunikationsform gelebt wird, die nicht bewußt ist.


    eine person die aus so einem system kommt,
    hört und interpretiert(!) dinge in dem zusammenhang,
    ohne es zu bemerken.
    selbst wenn sie darauf aufmerksam gemacht wird,
    wird sie anfangs und oft über eine länger zeit,
    nicht in der lage sein, das zu bemerken,
    also, die interpretation von verhalten/gesagtem,
    am obigen bsp. es zieht = die handlungsaufforderung zum fensterschließen -> obwohl es sich lediglich um eine situationbeschreibung handelt.
    anders herum, kann es in einer anderen situation, tatsächlich eine handlungsaufforderung sein, der sich die das aussprechende person nicht bewußt ist,
    sie tickt im "der andere muß das doch selbst merken" modus.


    wenn man sich den strang so durchliest,
    mit den massen an interpretationen,
    wo die überall hingingen,
    und wie sie abgingen,
    legt das sehr nahe,
    dass hier von vielen seiten im doublebind kommuniziert wurde und wird,
    somit sich weder das thema klären läßt,
    noch die situation verändern,
    noch dem te-ersteller helfen.
    Geändert von salamander (19.05.2016 um 09:44 Uhr)

  9. #69
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 1.743

    AW: 1. Rassismus?

    Hallo,
    damit habe ich im Moment auch zu tun. Bin ich ein Rassist wenn ich bestimmte Taten oder Verhaltensweisen erkenne und verurteile und wenn es nun deutsche Menschen sind, was bin ich dann. Sind es türkische oder andere bin ich dann ein Rassist wenn diese Gewalttaten begehen.

    Aber zum Thema.
    Jahrelang gibt es einen Dönerladen in dem Ort wo mein Freund wohnt. Dort konnte man bis 4 Uhr morgens noch hin und essen gehen.

    Die Besitzer und die dort arbeiteten waren immer nett, man bekam auch seine Essen wenn man sich hinsetze an den Tisch und hatte immer ein gutes Gefühl
    das man dort erwünscht war. Sogar vor Jahren lagen dort Prospekte bezüglich Kindesmißhanldungen und Mißbrauch aus, die habe ich heute noch und bisher
    nie woanderes ausgelegt gesehen.

    Nun wechselten die Leute die dort arbeiteten, es waren Türken aber die kommen ja oft aus verschiedenen Städten und Regionen. Auf jeden Fall waren auch Frauen mit hinter der Theke und im Sommer sassen wir mal draußen und haben uns gut unterhalten egal mit wem. Es wurden Witzchen gemacht und gelacht.

    Dann im letzten Sommer kamen wir von einer Veranstaltung und wollten dort weil da sonst nichts auf hat Essen gehen. Wir haben uns hingesetzt und gewartet und gewartet und gewartet. Es kam keiner um eine Bestellung aufzunehmen. Vorne standen natürlich Leute die da bestellten und es auch bekamen.

    Achja, es waren andere Leute im Laden und nur Männer und ich bemerkte schon beim Reinkommen, das da irgendeine andere Stimmung war.
    Nun wurde mein Freund schon ungeduldig und ich bin dann um die Spannung zu unterbrechen zur Theke gegangen und habe schonmal ein kleines Glas
    Wein bestellt. Doch das kam dann auch nicht.

    Mein Freund ist dann aufgesprungen und hat vorne herumgemeckert, ich habe keine Ahnung mehr was, ich habe auch was gesagt und warum und weshalb wir nicht bedient wurden, wahrscheinlich weil wir anders aussahen, mein Freund sieht aus wie ein alter Hippie und ich war wahrscheinlich zu bunt oder offenherzig gekleidet und hab zu viel gelacht.

    Es gibt auch einen Rassismus gegen bestimmte Deutsche, aber leider nicht die an die es gehen sollte.

    Ich mache immer wieder Erfahrungen mit bestimmten Nationaliäten und da habe ich so einiges erkannt, das ich hier nun nicht schreibe, da ich dann als Rassist bezeichnet werde.

    Ob das jetzt hier zum Thema paßte, keine Ahnung, hab einfach mal geschrieben was eben auch den Deutschen passieren kann. Mein Freund geht nie mehr wieder dort in den Laden und ich auch nicht, außer die Leute die dort arbeiten wechseln wieder.

    Gruß Paula

  10. #70
    Pepperpence

    Gast

    AW: 1. Rassismus?

    Salamander, der Thread ist mit dem Wort "Rassismus" überschrieben, von daher ist es nicht so erstaunlich wenn Leser auf dieses Thema kommen und die zahlreichen Interpretationen anderer User kommen vor allem daher dass die TE über inzwischen sieben Seiten hinweg ganz grundsätzlcihe, klare und einfache Fragen zu ihrem Text nicht beantwortet, sondern um den heissen Brei herumredet, teilweise ernst, teilweise ironisch schreibt (und diese Ironie nicht kennzeichnet), ausweicht, nach Belieben ab- und auftaucht.
    So kann keine klare Kommunikation entstehen.

    Der ursprüngliche Text war noch wesentlich unklarer als der jetzt geänderte Eingangstext. Natürlich entstehen da Missverständnisse. Aber auf Nachfragen wird ja nicht geantwortet.

    Nachdem jetzt schon das zweite Schwurbel-Erlebnis dieser Sorte von Paula gepostet wurde bin ich dann mal weg aus dieser Diskussion.

    Die Hoffnung, dass Lorivori hier noch was klärt habe ich eh inzwischen aufgegeben.

    In diesem Sinne gehe ich lieber in der Zeit einen Döner essen und danach ein Eis im italienischen Eiscafé.
    Geändert von Pepperpence (19.05.2016 um 13:49 Uhr)

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