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bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 348

    Gespräch

    Guten Abend zusammen,

    mein Mann beklagt sich schon seit längerem darüber, dass ich zu Hause nervös, unausgeglichen und gereizt bin, mit unserem gemeinsamen Sohn (3) sowie auch oft mit ihm. Ja, er hat Recht, das ist auch so.
    Er schiebt das auf meine Arbeit, die ich zur Zeit ca. 18 Stunden pro Woche mache. Mehr geht momentan nicht, da er im Schichtdienst arbeitet und die Kita nur bis 14.30 offen ist.
    Es ist eine freiberufliche Arbeit, die ich gut mache und wo die Leute auch mit mir zufrieden sind. Was für mich, ich betone es, alles andere als selbstverständlich ist - denn bei anderen Stellen, da gab es allerdings auch andere Arbeit zu tun, war das oft nicht der Fall!

    Es war lange gar nicht möglich, die Arbeit auf 18 Stunden auszudehnen, weil es für die Arbeitszeiten nicht genügend Anfragen gab. Und bei Bewerbungen auf andere Stellen bekam ich viele Absagen, weil ich zeitlich eben nicht so flexibel bin - und sicher nicht nur deshalb.

    Nun drängte er mich dazu, meiner Chefin die ADHS-Diagnose zu sagen. Ich wollte das nicht, aber auf sein Drängen hin habe ich es getan.
    Sie hat toll reagiert, hat uns beiden sogar ein gemeinsames Gespräch angeboten.
    Mein Mann möchte, dass ich die Arbeitszeit reduziere, "damit ich besser runterkomme", sie und ich wollen das aber nicht.

    Denn ich - und auch meine Chefin, die NICHT auf mich angewiesen ist - denken nämlich, dass nicht die Arbeit, sondern die Situation zu Hause schuld ist. Viele unserer (jugendlichen) Kunden haben ADS oder ADHS, also hat sie damit auch Erfahrung und keine Berührungsängste.

    Deshalb will ich die Arbeit auch nicht reduzieren, sondern hätte gerne andere Lösungen. Mein Mann meint aber, es sei wenig anderes möglich.

    Meine Chefin meinte, dass wir mal einen detaillierten Wochenplan machen könnten, mit der genauen Verteilung der Zuständigkeiten für die Aufgaben zu Hause. Mein Mann ist davon nicht begeistert, da er auf der Arbeit schon genug Pläne abarbeiten muss.

    Ich weiß hier nicht recht weiter, was würdet ihr denn an meiner Stelle tun?

    Gruß und schönen Abend

    Jekaterina

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 62
    Forum-Beiträge: 8.213

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Darf ich fragen, ob du wegen der ADHS ein Medikament nimmst und
    was du für dich tust in Sachen Stressabbau?

    Sorry, ist jetzt nur kurz, bin schon im Bettchen. Bis morgen oder so.

    Liebe Grüße
    Gretchen

  3. #3
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    @Jekaterina

    Ich lese es mit Befremdung, es klingt für mich wie ein Bericht aus 50-er Jahren.
    Kann sein, dass dein Mann dich so langsam "entmündigt"?
    Dich als ein armes labiles Wesen darstellt, damit du für ihn leichter zu handhaben wärest?

    Bei mir lauten die Alarmglocken

  4. #4
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 36
    Forum-Beiträge: 59

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Zuerst solltest du dir klarmachen, was dich so stresst.
    Die Arbeit scheint nicht das Problem zu sein, da du mehr arbeiten wollen würdest, wenn die Umstände anders wären.
    Wenn die Arbeit dir hilft, damit du nicht stärker ins Depri-Loch fällst und sie dich mit positiven Feedback stärkt, dann ist das großartig.
    Steh zu deinen Bedürfnissen.

    Nimmst du dir genug Zeit für dich? Ohne Kind und Verpflichtungen?

    Ja, er darf sich auch mal beschweren, wenn du gereizt bist.

    Was nicht schön ist, dass er dich dazu gedrängt hat, dich deiner Chefin zu offenbaren.... egal wie das im Endeffekt ausgegangen ist.

    Er ist nicht begeistert, dass er auch anpacken soll? Hmmm... verständlich.
    Dir zuliebe wir er das ein oder andere bestimmt übernehmen. Hausarbeit, Beziehungsarbeit, ständig ist Mann am Arbeiten
    Vielleicht hilft euch so ein Haushaltsplan. Obwohl ich persönlich nix von starren Plänen halte (geht ne Zeit lang gut, dann krieg ich Routine-Allergie).
    Haushalt zusammen machen, macht viel mehr Spaß.... Zusammen abwaschen oder Wäsche zusammenlegen... Kann man auch zum flirten nutzen

  5. #5
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 55
    Forum-Beiträge: 2.056

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Ein Blick von außen auf eure Familiensituation ist sicher nicht schlecht.
    Es kostet vielleicht etwas Überwindung, einer außenstehenden Person diese Einblicke in die Privatsphäre zu gewähren.
    Aber wenn das Angebot da ist und ihr "nur" Ja sagen müßt ist das doch viel einfacher, als später vielleicht einen Mediator oder Familientherapeuten zu suchen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Tiefseele schreibt:
    Ein Blick von außen auf eure Familiensituation ist sicher nicht schlecht.
    Es kostet vielleicht etwas Überwindung, einer außenstehenden Person diese Einblicke in die Privatsphäre zu gewähren.
    Aber wenn das Angebot da ist und ihr "nur" Ja sagen müßt ist das doch viel einfacher, als später vielleicht einen Mediator oder Familientherapeuten zu suchen.
    Ich sehe es grundsätzlich genau so und dann aber doch etwas anders.

    Allerdings hätte ich vorab noch ein paar Fragen, bevor ich hier meine Meinung raushaue:

    1. Hat das Gespräch denn schon stattgefunden, oder kam der Tipp mit dem detaillierten Wochenplan, welchen ich persönlich für sehr gut halte, als Du mit Deiner Chefin alleine gesprochen hast?
    2. Was war oder soll denn genau Inhalt des Gespräches sein?
    3. Hast Du die AD(H)S Diagnose bereits?
    4. Bist Du in therapeutischer Behandlung und/oder nimmst Du Medikamente?

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 348

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Erst einmal danke für eure Antworten!

    Also: Das gemeinsame Gespräch zu dritt hat bereits stattgefunden. Und ja, meine Chefin riet uns, so einen Wochenplan zu machen, da es auch die Konflikte aus unserer Beziehung nimmt, wenn die Zuständigkeiten klar verteilt sind. Ich finde die Idee gut, aber mein Mann nicht.

    Ich habe die ADHS-Diagnose bereits, stehe aber noch zusätzlich auf der Warteliste des hiesigen ZI, damit ich mir eine Zweitmeinung einhole. Die testen wohl gründlicher.
    Momentan nehme ich Medikinet Adult. Die gewünschte Wirkung spüre ich noch nicht so richtig, aber ich nehme es auch erst seit zwei Wochen. Ich warte noch bis zum nächsten Arzttermin Mitte Juni, falls es dann immer noch nicht wirkt, wechsele ich das Medikament. Bei einigen Therapeuten hatte ich Vorgespräche, aber die wollten mich nicht, da 1. von meiner Seite aus "kein Vertrauen da sei" und der 2. Therapeut zuerst eine Diagnose wollte, bevor er die Behandlung beginnt. Jetzt muss ich weitersuchen, gleichzeitig die Diagnosen bestätigen lassen und das richtige Medikament finden.

    Zeit ohne Kind und Verpflichtungen habe ich nicht so oft, ja. Aber ich kann auch den Haushalt nicht "liegenlassen". Da beschwert mein Mann sich schon, wenn ich zu Hause so wusele und Stress und Hektik verbreite. Mich regt es dann im Gegenzug auf, dass er ja dann gemütlich da sitzt. Was er natürlich auch darf nach der Schicht - aber für alles alleine will ich nicht zuständig sein, auch wenn ich weniger arbeite als er.
    Er konnte sich nicht mal die Arzttermine unseres Sohnes merken. Er sagte zu meiner Chefin, dass Familie für ihn "Freizeit" ist. Zu mir sagt er das auch öfter. Und ich sehe das anders, Familie ist ebenso Verpflichtung und Verantwortung. Und das hieße für mich, dass er z.B. auch mal mit dem Kleinen zum Kinderarzt geht, denn aus solchen Sachen hält er sich fast komplett raus.

    Ihm ist es lieber, wenn ich weniger arbeite und dafür eben diese Verpflichtungen übernehme Ich will das aber nicht, ich will lieber mehr arbeiten und ihn damit auch finanziell entlasten und von ihm dafür mehr Mitübernahme der Familienaufgaben - Aufgaben, nicht nur Freizeit.

    Weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke, wenn nicht, fragt nach.

  8. #8
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Jekaterina schreibt:
    Erst einmal danke für eure Antworten!

    Also: Das gemeinsame Gespräch zu dritt hat bereits stattgefunden. Und ja, meine Chefin riet uns, so einen Wochenplan zu machen, da es auch die Konflikte aus unserer Beziehung nimmt, wenn die Zuständigkeiten klar verteilt sind. Ich finde die Idee gut, aber mein Mann nicht.
    Ja nee is klar. Da muss er ja dann auch seiner "Komfortzone" raus. Ich finde es aber bemerkenswert dass Deine Chefin Dich da so unterstützt. Das ist heutzutage leider auch nicht immer selbstverständlich, eher im Gegenteil. Trotzdem muss ich sagen, dass Sie meines Erachtens nach nicht der richtige Ansprechpartner für Dich bzw. für Euch ist, denn die Probleme treten ja offensichtlich nicht auf der Arbeit sondern im familiären Bereich auf. Deswegen wäre meine Empfehlung zu der Hilfe für Dich die Du gerade richtiger Weise suchst, auch Hilfe für Euch als Paar/Familie zu suchen. Hinderlich ist dabei natürlich die fehlende Einsicht Deines Mannes. Könnte schwierig sein in zu sowas zu bewegen. Doch die Frage ist, was ist die Alternative? Langfristig gesehen sehe ich nur das als Chance für Euch.

    Ich habe die ADHS-Diagnose bereits, stehe aber noch zusätzlich auf der Warteliste des hiesigen ZI, damit ich mir eine Zweitmeinung einhole. Die testen wohl gründlicher.
    Momentan nehme ich Medikinet Adult. Die gewünschte Wirkung spüre ich noch nicht so richtig, aber ich nehme es auch erst seit zwei Wochen. Ich warte noch bis zum nächsten Arzttermin Mitte Juni, falls es dann immer noch nicht wirkt, wechsele ich das Medikament. Bei einigen Therapeuten hatte ich Vorgespräche, aber die wollten mich nicht, da 1. von meiner Seite aus "kein Vertrauen da sei" und der 2. Therapeut zuerst eine Diagnose wollte, bevor er die Behandlung beginnt. Jetzt muss ich weitersuchen, gleichzeitig die Diagnosen bestätigen lassen und das richtige Medikament finde

    Es kann natürlich sein, dass Medikinet für Dich einfach nicht das Richtige ist. Vielleicht liegt es aber auch der Dosierung. Die Frage ist ja auch welche Wirkung Du erwartest. Ich habe beim ersten Versuch auch iwann gedacht. Hm so doll is die Wirkung ja gar nicht und habe es wieder abgesetzt. Großer Fehler. Die altbekannten Probleme stürzten wieder auf mich ein und ich war kurz vorm durchdrehen. Erst als ich es wieder angefangen habe zu nehmen habe dann gemerkt, dass es eben doch in ganz vielen Situationen hilft.


    Zeit ohne Kind und Verpflichtungen habe ich nicht so oft, ja. Aber ich kann auch den Haushalt nicht "liegenlassen". Da beschwert mein Mann sich schon, wenn ich zu Hause so wusele und Stress und Hektik verbreite. Mich regt es dann im Gegenzug auf, dass er ja dann gemütlich da sitzt. Was er natürlich auch darf nach der Schicht - aber für alles alleine will ich nicht zuständig sein, auch wenn ich weniger arbeite als er.
    Er konnte sich nicht mal die Arzttermine unseres Sohnes merken. Er sagte zu meiner Chefin, dass Familie für ihn "Freizeit" ist. Zu mir sagt er das auch öfter. Und ich sehe das anders, Familie ist ebenso Verpflichtung und Verantwortung. Und das hieße für mich, dass er z.B. auch mal mit dem Kleinen zum Kinderarzt geht, denn aus solchen Sachen hält er sich fast komplett raus.

    Ihm ist es lieber, wenn ich weniger arbeite und dafür eben diese Verpflichtungen übernehme Ich will das aber nicht, ich will lieber mehr arbeiten und ihn damit auch finanziell entlasten und von ihm dafür mehr Mitübernahme der Familienaufgaben - Aufgaben, nicht nur Freizeit

    Verstehe ich vollkommen das Du das willst und es ist auch gut so! Ich selber kann und will mich auch nicht nur auf das Muttersein und den Haushalt reduzieren (lassen). Gerade im Beruf, wenn es denn gut läuft, kann man sich einiges an Selbstbestätigung abholen und sein Selbstwertgefühl aufpolieren. War bei mir jedenfalls so.

    Weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke, wenn nicht, fragt nach.
    Ich glaube wirklich, dass es ganz entscheidend ist, dass Dein Mann sich dem Ganzen öffnet und eine andere Sichtweise annimmt. Familie ausschließlich als "Freizeit" anzusehen finde ich sehr bedenklich und passt überhaupt nicht in die heutige Zeit.

  9. #9
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    für deinen Mann ist es einfach, zu vermuten, dass es an der Arbeit liegt. ist natürlich recht praktisch für ihn, dann ist er draußen. die Schlussfolgerung ist vermutlich auch nachvollziehbar, weil dein Verhalten sich vermutlich gesteigert hat, als die Arbeit mehr wurde. Aber 3jährige sind ganz schön anstrengend und dazu noch 18 Std Arbeiten, da ist einfach seine Mitwirkung gefragt. Statt dass du weniger dienstliche arbeitest (ich höre raus, dass du es gerne tust) wäre es sinnvoller, dass du zu Hause weniger arbeitest und dein Mann mal seinen Part übernimmt.

    ich höre nämlich zwischen den Zeilen heraus, dass du schon weisst woher das Problem kommt und woher nicht. Darf ich fragen, ddu, wenn er da ist anders drauf bist als wenn er noch nicht da ist ? ich lese auch zwischen den Zeilen, dass du gerne arbeitest und eigentlich gerne noch mehr arbeiten möchtest.
    ich lese auch zwischen den Zeilen, dass dein Mann sich bisher sehr wenig beteiligt.

    ich vermute, du bist überfordert. Aber weniger Berufstätigkeit ist nur eine mögliche Stellschraube. weniger Pflichten mit haushalt und Kind eine andere. Dein Mann muss sich entweder mehr beteiligen, was sicherlich auch dem Kind gut tut, wenn Papi ihn mehr betreut und halt auch am Haushalt. Alternativ könnte ihr natürlich von dem Teil des Verdienstes, auf dass dein Mann verzichten möchte, auch eine Putzfrau engagieren
    lastnotleast könnte auch dein Mann weniger arbeiten und dich entlasten.

    aber ich habe so den Verdacht, dass es auch die Anwesenheit deines Mannes ist, die dich hektisch und unruhig macht und du dich bei der Arbeit viel wohler fühlst als im Haushalt. Also wäre es Quark, wenn du weniger in deinem Beruf und mehr in deinem Haushalt arbeitest.

  10. #10
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 42
    Forum-Beiträge: 473

    AW: Gespräch mit Mann und Chefin - was tun?

    Jekaterina schreibt:
    Erst einmal danke für eure Antworten!

    Also: Das gemeinsame Gespräch zu dritt hat bereits stattgefunden. Und ja, meine Chefin riet uns, so einen Wochenplan zu machen, da es auch die Konflikte aus unserer Beziehung nimmt, wenn die Zuständigkeiten klar verteilt sind. Ich finde die Idee gut, aber mein Mann nicht.

    Ich habe die ADHS-Diagnose bereits, stehe aber noch zusätzlich auf der Warteliste des hiesigen ZI, damit ich mir eine Zweitmeinung einhole. Die testen wohl gründlicher.
    Momentan nehme ich Medikinet Adult. Die gewünschte Wirkung spüre ich noch nicht so richtig, aber ich nehme es auch erst seit zwei Wochen. Ich warte noch bis zum nächsten Arzttermin Mitte Juni, falls es dann immer noch nicht wirkt, wechsele ich das Medikament. Bei einigen Therapeuten hatte ich Vorgespräche, aber die wollten mich nicht, da 1. von meiner Seite aus "kein Vertrauen da sei" und der 2. Therapeut zuerst eine Diagnose wollte, bevor er die Behandlung beginnt. Jetzt muss ich weitersuchen, gleichzeitig die Diagnosen bestätigen lassen und das richtige Medikament finden.

    Zeit ohne Kind und Verpflichtungen habe ich nicht so oft, ja. Aber ich kann auch den Haushalt nicht "liegenlassen". Da beschwert mein Mann sich schon, wenn ich zu Hause so wusele und Stress und Hektik verbreite. Mich regt es dann im Gegenzug auf, dass er ja dann gemütlich da sitzt. Was er natürlich auch darf nach der Schicht - aber für alles alleine will ich nicht zuständig sein, auch wenn ich weniger arbeite als er.
    Er konnte sich nicht mal die Arzttermine unseres Sohnes merken. Er sagte zu meiner Chefin, dass Familie für ihn "Freizeit" ist. Zu mir sagt er das auch öfter. Und ich sehe das anders, Familie ist ebenso Verpflichtung und Verantwortung. Und das hieße für mich, dass er z.B. auch mal mit dem Kleinen zum Kinderarzt geht, denn aus solchen Sachen hält er sich fast komplett raus.

    Ihm ist es lieber, wenn ich weniger arbeite und dafür eben diese Verpflichtungen übernehme Ich will das aber nicht, ich will lieber mehr arbeiten und ihn damit auch finanziell entlasten und von ihm dafür mehr Mitübernahme der Familienaufgaben - Aufgaben, nicht nur Freizeit.

    Weiß nicht, ob ich mich verständlich ausdrücke, wenn nicht, fragt nach.
    Jekaterina,

    die klassische Rollenverteilung, Mann arbeitet, die Frau kuemmert sich um die Kinder, ist ein trauriges Kapitel - Der Vergangenheit!

    Mit Deinem Job hast Du Dir doch eine gewisse Autonomie erarbeitet, bist nicht mehr so abhaengig von ihm.
    Macht ihm das vielleicht Angst?

    Und bist Du willens, nur, damit er "nicht weiter sauer auf Dich ist", auf deine eigenen Beduerfnisse zu verzichten?

    Fuer mich klingt es so, als ob er es sich in seiner traditionellen "Versorger-Rolle" sehr bequem gemacht hat und jetzt sogar Machtspielchen spielt, damit er darin nicht gefaehrdet wird.

    Ich wuensche Dir Mut und die Staerke einer Kriegerin, die auf ihre *eigene* Kraft vertraut, anstatt sie die Haende von Dritten zu legen.

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