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Diskutiere im Thema Alles und jede Situation analysieren im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    Felis schreibt:
    Ich analysiere mein Verhalten und das Verhalten von anderen eigentlich ständig. Seit MPH übrigens sogar stärker als vorher.
    Ist das etwa unnormal?

    Sehe ich nicht so, blindes Vertrauen ist etwas kindisches, etwas was man sich nur in engsten Kreis erlauben kann.
    Ich bin mit einem gut funktionierende Denkorgan ausgestattet, also soll ich auch die Situation nicht nur mit Bauch sondern auch mit dem Kopf wahrnehmen
    Liebe Felis,

    das analysieren vom eigenem und anderem Verhalten in einem gesunden Maß ist selbstverständlich notwendig und natürlich auch normal. Ich würde mir bei dem einen oder anderen sogar wünschen, dass es ausgeprägter wäre.

    Wenn man aber einzelne noch so kleine Situationen und/oder Themen wieder und wieder in kleinste Teile zerlegt und nicht zum Ende kommt, dann kann das sehr belastend und auch anstrengend sein. Und ich glaube das war hier von Acoco gemeint.

    Und von blindem Vertrauen war meines Erachtens auch nicht die Rede. Es ging um den Vertrauensverlust bei einer guten Freundin.

    LG!
    Geändert von LadyCuckooo ( 4.05.2016 um 10:24 Uhr) Grund: Korrektur

  2. #12
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.774

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    interessant, ich hab beim Wort "analysieren" an etwas ganz anderes gedacht als ihr.
    und meine analytische Seite bisher nicht im Zusammenhang zum Adhs gesehen, sondern eher ein Glücksfall, da sie mir durch das Adhs half. dachte ich .hm.

    ich widerspreche übrigens gleich 2 Aussagen:
    1. Kann man analysieren und dennoch vertrauen
    2. Ist Vertrauen nicht kindisch.

  3. #13
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    LadyCuckooo schreibt:
    ... bei mir ist es keine Frage des sollen oder können, ich muss einfach und finde oft leider nicht den Knopf zum abschalten!
    Der "Knopf zu Abschalten" findest sich manchmal dadurch, dass man, anstatt in der Analyse hängen zu bleiben, seine mit der Situation verbundenen plus die aktuellen Gefühle

    erforscht und benennt.


    Wenn man seine Gefühle nicht fühlt, fehlt einem wichtiges Material zum Be-greifen und Verstehen von (schwierigen) zwischenmenschlichen Situationen. Man ist dann sozusagen auf einem Auge blind

    Das Benennen der Gefühle (ruhig auch laut, wenn man mag) bringt diese dann "auf den Tisch". Und damit werden sie greifbar und verstehbar.

    Manche Menschen mögen nicht gerne Gefühle fühlen, weil sie (auch ohne dass es ihnen direkt bewusst ist) eine Wertung auf ihren Gefühlen haben - sie werten Gefühle nach "erlaubt" oder "unerlaubt"; bzw. nach "gute Gefühle" oder "schlechte Gefühle" oder "richtige Gefühle" versus "falsche Gefühle".

    Dabei sind Gefühle weder richtig noch falsch; weder gut noch schlecht; weder erlaubt noch unerlaubt. Es sind einfach nur Gefühle. Nicht mehr und nicht weniger.

    Das verzwickte bei diesen Gefühlen ist jedoch, dass sie auch dann wirken, wenn man sie nicht wahrhaben will - sie wirken in solchen Fällen dann aus dem Untergrund wie kleine Guerilla-Kämpfer. Z. B. tauchen abgewehrte Gefühle dann eben zu einem späteren Zeitpunkt auf wenn keiner mehr mit ihnen rechnet und *bämm* sind alle schockiert. Wer kennt das nicht?

    Auch müssen Gefühle nicht "begründet" werden können und sie werden auch nicht dadurch legitimiert, dass jemand anders diese Gefühle "versteht". Sie sind einfach da, als Teil von uns. Gefühlswahrnehmung plus analytische Exploration sind wie zwei Augen die man braucht um perspektivisch sehen zu können. Das funktioniert nicht, wenn man einäugig (nur Gefühl oder nur Verstand) durch die Welt marschiert.

    Und natürlich habe ich im vorigen Post nicht von "blindem Vertrauen" gesprochen, sondern von Vertrauen im Sinne von Gelassenheit. Und auch nicht unbedingt vom Vertrauen in das Gegenüber, sondern vielmehr meinte ich das Vertrauen in die eigene Person und die eigenen Fähigkeiten, mit der Situation zurecht zu kommen.

  4. #14
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Alter: 44
    Forum-Beiträge: 476

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    Wow!

    @Luzie: Darüber muss ich erst mal in Ruhe nachdenken. Vielen Dank und das meine ich Ernst und nicht ironisch.

  5. #15
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    Hodor schreibt:
    Oh, auch ich kenne das nur zu gut. Ich finde sogar, dass ich recht gut im analysieren bin, aber mir fällt mitlerweile auf, dass die reine Erklärung oder Erkenntnis über eine Situation oder ein Problem kein Ende bringt. Scheinbar vergesse ich, was ich scheinbar "herausgefunden" habe und grübel mich wieder dumm und dämlich. Dann kommt die Erkenntnis, moment dass weiß ich doch schon.

    Das kenne ich. Dann hab ich versucht "wichtige Erkenntnisse" aufzuschreiben. Sowohl zum behalten als auch zum Verinnerlichen.

    Aber wenn die Grübelmaschine mal wieder ans rattern kommt, kommt man doch erst recht nicht auf die Idee in seinem Buch nach dem Problem zu suchen, das man bereits zergrübelt hat. Das fällt einem erst hinterher wieder ein, wenn man die Lösung neu ergrübelt hat. Mit der von dir genannten Erkenntnis.


    Das eigentliche Problem sind aber die ganzen Grübeleien, bei denen man keine Lösung finden KANN, weil das hauptsächlich Spekulation ist.
    Es fehlt ein oder mehrere Faktoren, die einen entscheiden lassen, wie die Lösung aussieht.
    Da man diese nicht hat, setzt man dann quasi alle mögliche Variablen ein, die zutreffen könnten.

    Der Vorteil: man bleibt flexibel im Denken und bereitet sich auf alle möglichen Situationen vor.
    Nachteil: Eigentlich ist das Vodoo. Die Wahrheit wird man so nicht erfahren.

    Und dann komm ich zum Buddhismus: Etwas mehr "buddhistische Gelassenheit" und weniger "den Problemen anhaften" wäre dann toll. Kann ich nicht wirklich, also bleibt nur noch das "sich-ablenken". Oder spazieren gehen.




    So viel zum Thema: Grübeln über das Grübeln = Grübeln³

  6. #16
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    Luzie schreibt:

    Dabei sind Gefühle weder richtig noch falsch; weder gut noch schlecht; weder erlaubt noch unerlaubt. Es sind einfach nur Gefühle. Nicht mehr und nicht weniger.
    Natürlich.
    Aber manchmal ist es so, dass man erst bei Analysieren der Situation versteht, dass der Gefühl (bei aller Bereichtigkeit ih nzu haben) einen fast hinter dem Licht geführt hat.

    Es gibt keine falsche Gefühle, aber eine falsche oder übertriebene Reaktion auf eine Situation kann zu unangemessenen Gefühlen führen.

    Ich werde auf jeden Fall mein Misstrauen nicht ablegen und die Situationen immer grundlich analysieren

  7. #17
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    Es gibt keine falsche Gefühle, aber eine falsche oder übertriebene Reaktion auf eine Situation kann zu unangemessenen Gefühlen führen.

    Ich sehe die Gefühle selbst nicht als "unangemessen" an. Wohl kann es vorkommen, dass man sie unangemessen äußert, also in einer Weise, dass man sich selbst oder andere durch die Art und Weise der Gefühlsäußerung schädigt.


    Ich werde auf jeden Fall mein Misstrauen nicht ablegen und die Situationen immer grundlich analysieren
    Wie es dir beliebt, ist doch selbstverständlich.

    Allerdings gehören für mich "Misstrauen" und eine gründliche Analyse einer Situation nicht in der Weise zusammen, wie es bei dir der Fall zu sein scheint. Misstrauen und (Situations-)Analyse sind völlig unabhängig voneinander.

    Man kann misstrauisch sein und nicht analytisch. Oder man analysiert eine Situation ohne dem Misstrauen allzu blind zu folgen.

    Das Gegenteil von Misstrauen ist ja nicht "blindes Vertrauen". Möglicherweise eher eine sogenannte "Realitätsüberprüfung". Also ein Faktencheck .

    Andererseits haben manche Menschen viel Schlimmes erlebt und deren Misstrauen Personen, Situationen oder Meinungen gegenüber scheint dann mehr als nachvollziehbar. Solange es hilfreich ist, ist doch alles gut.

  8. #18
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 615

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    Luzie schreibt:
    Ich sehe die Gefühle selbst nicht als "unangemessen" an. Wohl kann es vorkommen, dass man sie unangemessen äußert, also in einer Weise, dass man sich selbst oder andere durch die Art und Weise der Gefühlsäußerung schädigt.
    Sehe ich eben anders.
    Nehmen wir an, ich gehe mit meinem Freund auf eine Party, er unterhielt sich dort mit einer Frau, ich werde eifersüchtig.
    Und reagiere, ohne die Situation mit dem Kopf (und nicht nur mit dem Bauch) zu überprüfen.
    Meine Reaktion könnte Wut sein, z. B, eine Szene, ich blamiere mich und schade meinem Beziehung.
    Oder ich leide still, zeihe mich zurück, vermeide solche Situationen, lese heimlich in seinem Handy. Auch falsch.

    Wenn ich aber die Situation nüchtern analysiere, begreife ich, dass das Eifersucht einfach fehl am Platz ist und mein Partner einfach auch das Recht hat, sich mit einem weiblichen Wesen zu unterhalten. Und das meine Eifersucht nur meine Unsicherheit ist, sozusagen ein Gefühl aus der Vergangenheit. Und diese Gefühl ist dann unangemessen, und soll abgeschwächt werden.

    Luzie schreibt:
    Andererseits haben manche Menschen viel Schlimmes erlebt und deren Misstrauen Personen, Situationen oder Meinungen gegenüber scheint dann mehr als nachvollziehbar. Solange es hilfreich ist, ist doch alles gut.
    Man muss nicht unbedingt viel Schlimmeres erlebt haben.
    Mit den Jahren wird man auch ohne Trauma irgendwie misstraurischer "Je älter ich werde, desto größer wird zwangsläufig die Zahl derjenigen, die mich alle mal am A.... lecken können.

    Vorsicht: Trigger
    Und gesundes Misstrauen (ich rede nicht von Paranoja) hat definitiv was gutes an sich: man landet mindestens nicht in Folterkeller eines Sadistenpärchens.

  9. #19
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 34
    Forum-Beiträge: 433

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    ich glaube selbst gesundes Misstrauen schützt nicht vor Unglücken

  10. #20
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Alles und jede Situation analysieren

    begreife ich, dass das Eifersucht einfach fehl am Platz ist und mein Partner einfach auch das Recht hat, sich mit einem weiblichen Wesen zu unterhalten. Und das meine Eifersucht nur meine Unsicherheit ist, sozusagen ein Gefühl aus der Vergangenheit. Und diese Gefühl ist dann unangemessen, und soll abgeschwächt werden.

    Deine Sichtweise kann ich nachvollziehen.

    Ich verstehe dich an dieser Stelle so, dass du das Gefühl - Eifersucht im Beispiel - als Ausdruck eines aus der Vergangenheit stammenden Gefühls - Unsicherheit - identifizierst und damit als unpassend im gegenwärtigen Moment.


    Klingst so, als sind wir da gar nicht so weit auseinander:

    Wenn die Unsicherheit damals hätte dasein *dürfen* , hätte sie vielleicht damals be- oder verarbeitet werden können. Oder du hättest damals vielleicht Trost gebraucht oder etwas anderes, denn damals wird es ursachen für ein Gefühl Unsicherheit gegeben haben. Da die Unsicherheit von damals (noch) nicht ganz heile geworden ist, kommt sie hin und wieder als Guerillakämpfer hervor, diesmal aber im Tarnanzug: Als Eifersucht.

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