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Diskutiere im Thema Autofahren im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Forum-Beiträge: 236

    AW: Autofahren

    Bei mir ist es ganz unterschiedlich. Ich liebe es grundsätzlich Auto zu fahren, besonders lange Strecken über Autobahn, egal zu welcher Zeit, ob wenig oder viel Verkehr - nur spätnachts ist Mist, wenn ich hundemüde bin und die Autobahn leer. Dann hilft nur laute Musik und noch lauter selber mitsingen.


    Allerdings gibt es Momente, in denen fahre ich extrem unsicher. Mir fehlt dann absolut die Konzentration.


    In meinen ca. ersten 5 Jahren Autofahrerei hatte ich insgesamt 3 Unfälle. Einmal wurde ich extrem eingeparkt und hatte noch nicht genug Erfahrung, wie ich mich dort vorsichtig herausmanövrieren kann und beim zweiten Mal ist mir einer beim Ausparken reingefahren. Da ich mich von einer blöden Kuh, die wollte, dass wir die Straße frei machen, habe wegdrängeln lassen, konnte ich nicht mehr beweisen, dass der Typ zu schnell gefahren ist. Das war ne 30er Zone und der hatte auf jeden Fall ne 50 drauf.
    Beim dritten mal ist ein LKW direkt nach einer Ampel noch in der Kurve vor meinen vorderen Fahrer gefahren, so knapp, dass der eine Vollbremsung machen musste. Ich habe ein Problem damit, anderen Leuten im Weg zu stehen. Bei der Fahrt selber halte ich immer einen großzügigen Abstand, aber wenn man nach einer Ampel gerade erst los fährt, will ich nicht verantwortlich dafür sein, dass hinter mir nicht alle drüber kommen, die möglich sind - das bekomme ich auch nicht aus mir raus, nicht mal nach der Situation, die ich gerade beschreibe - und so war ich für diese Vollbremsung dann zu dicht an meinem Vordermann und bin drauf gefahren. Nicht doll, aber das ist ja egal. Wenn jemand unschuldig in einen Verkehrsunfall verwickelt wird, repariert der alle möglichen Problemzonen auf Kosten desjenigen der zahlen muss.
    Das war 2005, danach hatte ich bis 2012 gar keinen Unfall mehr. Aber 2012 hatte ich einen für mich katastrophalen Unfall. Ich habe an einer Straße an der ich nicht Vorfahrt hatte, jemandem eben diese genommen und ich kann es bis heute nicht verstehen. Ich bin überzeugt, dass ich ordnungsgemäß geschaut habe. Ich bin da sehr gründlich, sowohl beim Rückblick, als auch beim Abbiegen. Ich schaue IMMER sogar dahin, von wo ich nichts zu befürchten habe und ich mache sogar als Beifahrer alle notwendigen Blicke - ich kann einfach nicht anders. Auch schon vor dem Unfall. Und doch habe ich ganz definitiv an diesem Unfall die Schuld - und mein geliebtes Auto verloren


    Jetzt fahre ich viel seltener Auto - da ich kein eigenes mehr habe und das von meiner Mutter immer dann nehme, wenn ich unausweichlich eines brauche. Jetzt fällt mir das Autofahren viel schwerer. Trotzt dieser 4 Unfälle, war ich für mein Empfinden eine relativ gute Fahrerin. Es gibt deutlich bessere, aber auch deutlich schlechtere (hauptsächlich meiner mangelnden Konzentration wegen, mein Auto hatte ich immer top im Griff, sonst hätte ich viel mehr Unfälle gehabt - auf der Autobahn Schlangenlinien gefahren, weil auf eine Spur fuhr, die plötzlich zum Stau wurde und ich gleich wieder zurück nach links musste, wo ich erst einmal mein hin und her eierndes Auto wieder "einfangen" musste; zwei mal wäre ich fast in einen Stau reingefahren, der plötzlich da war, DANN reichte plötzlich die Konzentration, um in Sekundenschnelle herauszufinden, wohin ich ausweichen konnte, um niemandem hinten drauf zu fahren; einmal habe ich mich in einer Ausfahrt bei Glätte plötzlich gedreht, dass ich nicht gegen die Planke gefahren bin, verdanke ich meinem schnellen Reaktionsvermögen und meinen Erfahrungen durch herumprobieren, wenn sich die Gelegenheit manches Mal bot).
    Oh, und ich liebte es immer, an Baustellen mit enger Straßenlage LKWs zu überholen. Vermutlich weil ich dabei hochkonzentriert war.
    Jetzt hängt es sehr mit mehr als nur meinem Können zusammen, wie ich fahre. Manchmal fahre ich so sicher wie früher und manchmal komme ich überhaupt nicht mit der Straße klar und fahre wie eine alte Frau, die gerade erst das Auto fahren lernt und deshalb verdammt unsicher ist.
    Geändert von Blaustern (25.06.2016 um 12:32 Uhr) Grund: Grammatikausbesserung

  2. #42
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 58

    AW: Autofahren

    Ich kann nur jedem ängstlichen Fahranfänger raten das Fahren nicht auf's Notwendigste zu beschränken. Viel Fahrpraxis ist das Einzige was wirklich hilft das los zu werden. Irgendwann kommt die Routine schon - dann gilt es eher aufzupassen, dass man sich nicht überschätzt.

  3. #43
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 11

    AW: Autofahren

    Ich bin auch eine sehr unsichere Fahrerin. Habe sehr spät erst den Führerschein gemacht, extrem viele Fahrstunden gebraucht und die praktische Prüfung 3x gemacht (dieser kleine Flüchtigkeitsfehler beim ersten Mal .... ).

    Fahre nicht gerne und bin auch schnell gereizt (gerade wenn mein Partner unklare Ansagen gibt ... was er meistens tut). Aber ich gebe nicht auf!

  4. #44
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 439

    AW: Autofahren

    Addy Haller schreibt:
    Vielleicht hat je jemand eine Idee?
    Yep… Jemand hat sie.

    Geh in die Straßen deiner Stadt, junger Padavan, und such Dir einen Hauseingang aus, über dem "Fahrschule" draufsteht.

    Tritt dort hinein und sprich mit dem Geschäftsleiter oder mit der Geschäftsleiterin über Deine Angelegenheit.

    Lügen, vermeiden Du dabei musst. (Yoda)
    Buche einfach ein paar Nachholstunden bei der Schule, die Dir am besten zusagt. Du musst ja das Wort "ADHS" nicht verwenden, damit können nicht mal alle Ärzte was anfangen, was sollen denn die Fahrschullehrer sagen. Aber einfach so, zum Beispiel: "Ich habe meinen FS dann und dann gemacht. Den habe ich nie verloren. Einfach keine Praxis gehabt. Ich fühle mich am Steuer verängstigt und unsicher. Anstatt dass ich nun viel Geld für die eventuelle Schadensregulierung ausgebe, lasse ich einen Teil davon lieber bei Euch indem ich Nachholstunden buche. Gell?".

    So in etwa habe ich damals mit dem Cheffe der kleinen Fahrschule auch gesprochen, ihm noch einiges erzählt und los ging's.

    Nimm's easy, Du WIRST es schaffen. Mir hatte diese "Fortbildung" immens geholfen!

  5. #45
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 54
    Forum-Beiträge: 439

    AW: Autofahren

    Blaustern schreibt:
    Ich habe an einer Straße an der ich nicht Vorfahrt hatte, jemandem eben diese genommen und ich kann es bis heute nicht verstehen. Ich bin überzeugt, dass ich ordnungsgemäß geschaut habe. Ich bin da sehr gründlich, sowohl beim Rückblick, als auch beim Abbiegen.
    Da mach Dir bitte keine Vorwürfe. Wir Menschen (mit oder ohne ADHS) nehmen im Schnitt erwiesenermaßen (unter anderem in Studien vom Deutschen Verkehrssicherheitsrat DVR untersucht) höchstens 80% der visuellen Eindrücke wahr. Das bedeutet: von 5 Stimuli bleibt mindestens 1 unbemerkt. Fies wie es ist, wir können nichts dagegen ausrichten.

    Das macht das Unfallgeschehen natürlich nicht weniger schlimm, kann aber uns vor unnötigen Schuldgefühlen schützen.

    Eine stets unfallfreie Fahrt wünscht als alter Berufssgenossenschatler
    der Dalek

  6. #46
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 38

    AW: Autofahren

    Ich habe den Führerschein, brauchte aber viele Fahrstunden dafür und habe es nur auf Automatik gemacht. Mit einem Automatik-Auto fühle ich mich sicherer, denn ich habe mich beim Schaltgetriebe ständig verschalten und aus Nervosität auf Kreuzungen den Motor abgewürgt etc. Seit meiner Fahrprüfung bin ich nur selten gefahren, da Autofahren purer Stress für mich ist.

  7. #47
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 172

    AW: Autofahren

    Hallo CgaotSchland,
    War bei mir absolut genauso, was das anfängliche Auto fahren betrifft. Jetzt muss ich dazu sagen mein erster Fahrschullehrer, der war alles andere als nett und wollte alles andere als mir den Führerschein beibringen (wenn Du verstehst was ich meine..... ) da ich meinen Führerschein sehr spät gemacht habe also erst mit Mitte 30 und vorher nie sonderlich viel im Straßenverkehr war, war es eh sehr schwierig für mich da ich ein kleiner Schisshase gewesen war. Soll heißen ich hatte mehr Angst ums Auto, als um mich selbst. Und dann immer dieses Angegrabbele ätzend echt. Hatte dann gewechselt und bei dem Fahrlehrer war es zwar ähnlich mit seinem Verhalten, hatte es aber dann durchgezogen und meine Fahrprüfung mit 39° Fieber bestanden. Er hatte so gut wie null Verständnis, geschweige denn Geduld. Und da ich zudem noch Hochsensiebel bin, hatte das Ganze natürlich noch mehr Spaß gemacht. ( Angst ich komme ) War danach noch mal bei einem Fahrtraining in Göttingen gewesen und der ist mit mir 4 Stunden am Stück gefahren und dass in Göttingen wo ich noch nie gefahren bin. Und es lief prima und er meinte, nur das er sowas oft hat und dass es schade ist die Menschen dadurch so zu verunsichern. Bei mir fehlte nur die Fahrpraxis und sonst gar nichts. Ach und was beide Fahrlehrer sehr gut konnten war brüllen:::wenn man nen Fehler gemacht hatte. Als wenn man dadurch dann auch besser fährt. Idioten echt.

    Ein Bekannter hatte damals mal zu mir gesagt, pass mal auf später wenn du die Pappe hast und öfter gefahren bist wirst du sagen mein Gott und was hatte ich für ne Angst. Da hatte ich noch gesagt nee das glaube ich nicht Jeder aber nicht ich, so hatte ich an mir gezweifelt. Und siehe da tatsächlich ist dem heute so.

    Liebe Grüße an Dich

    *Ladynight*

  8. #48
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 60

    AW: Autofahren

    Autofahren ist ein schwieriges Thema.

    Eigentlich war ich immer der Meinung ganz gut zu fahren.

    Aber ich habe da so ein paar schwächen:

    - Ich rege mich wahnsinnig schnell auf und habe dann den starken Impuls Es dieser "Trantüte"/"Diesem Raser/"..:" mal so richtig zu zeigen Es hat mich einige Jahre gekostet dahinzukommen in solchen Situationen das richtige zu tun: anhalten, Aussteigen, Paar Schritte Gehen oder andersweitig bewegen ... runterkommen ... dann erst weiter fahren

    - Ich reagiere schneller als die meisten anderen (lt. Reaktionstest schneller als 95% der anderen) und gerade in unübersichtlichen Situationen ist das nicht hilfreich für die anderen Verkehrsteilnehmer da sie noch mit dem Erkennen der Situation beschäftigt sind die ich im schlimmsten Fall gerade wieder verändere

    - Ich ein Problem habe mich auf langen Autobahnfahrten dauerhaft an Tempolimits auf eigentlich freien Autobahnen zu halten ... ich bekomme da demnächst einen Punkt (vorher mehrere Jahre lang "0")

    - Ich fast verrückt werden kann wenn vor mir einer langsamer fährt als ich es für angemessen habe ... früher habe ich da manchmal auf Teufel komm raus überholt ... mittlerweile fahre ich dann absichtlich mit vergrößertem Abstand um für mich die Situation zu entschärfen

    - ausserdem kann ich es nicht ertragen, wenn Mitfahrer der Meinung sind während der Fahrt in irgendeiner Form zu meinem Fahrstil Stellung nehmen zu müssen ... Meine Standardreaktion ist das Angebot daß wir gerne den Platz tauschen können ... wer häufiger mit mir mitfährt weiß das mittlerweile ... nach dem Fahren bin ich aber immer für Kritik oder Anmerkungen offen ... normalerweise habe ich mit dem Autofahren genug zu tun und habe dann keine freie Kapazität um über irgendwelche Aussagen nachzudenken

    - was mich auch nervt sind aufmerksame Mitfahrer, die mir anscheinend helfen wollen z.B. "links ist frei" für mich kommt das aber immer als Zweifel an meinen Fähigkeiten an (gut ist jetzt nicht nur beim Autofahren so)

    Seit ich vor drei Jahren das erstemal Medikinet adult genommen haben und dann festgestellt habe wieviel mir bisher im Strassenverkehr wohl entgangen ist fahre ich mit größeren Abständen (mindest Geschindigkeit in Metern) und in manchen Situationen deutlich langsamer ... ausserdem erkenne ich viel eher und besser wenn ich in einer Situation mit zuviel Info bin und schalte dann zum Beispiel das Radio aus

    Andererseits mag ich Autofahren und es hat bei mir einen wahnsinnig entspannenden und ausgleichenden Effekt einfach mal paar Kilometer in der Gegend rumzufahren

  9. #49
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 35

    AW: Autofahren

    Bin durch die Fahrprüfung gefallen, is ein paar Jahre her, hatte damals aber das Geld nicht um weiterzumachen.


    Um jetzt die Komplette Sache zu wiederholen müsste ich ca. 3000-4000 Franken hinblättern.


    Ich war recht gut beim einparken und fahren an sich von Anfang an, das Problem war der ständig labernde Fahrlehrer, bzw. andere Verkehrsteilnehmer, und scheinbar war ich ständig zu schnell XD.

  10. #50
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 153

    AW: Autofahren

    Hi

    Mein Fahrprüfer hat damals gesagt, Ich würde fahren wie nach einem Banküberfall auf der Flucht.
    Hab dennoch beim ersten Mal bestanden.
    War ganz lange ohne Fahrpraxis, da kein Auto vorhanden.
    Am anfang war ich seeeehr unsicher, und döselig beim fahren.
    Nun mittlerweile fahre ich recht viel und gern. Wenn auch selten weite Strecken.
    Mein Navi ist dabei mein bester Freund, da ich leider überhaupt keinen Orientierungssinn habe, und mir selbst die einfachsten Wege
    erst nach gefühlten 30x fahren drin habe.

    Ich fahre am liebsten allein, mein mp3 im Gepäck für laute Musik.
    Laute Musik muss, das Auto ist der einzige Ort, wo ich sie mal so richtig aufdrehe.

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