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Diskutiere im Thema Was habt Ihr wegen ADHS erreicht? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #41
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    @ Pegasus001: wenn du schon nach Griechenland reist, achte mal bei der dortigen einheimischen Bevölkerung drauf, ob dir mitunter was Vertrautes auffällt gerade bezüglich ADHS bzw. ADHS-typischem Habitus.

    lg



    Was die Zahl der Kinder bei Menschen mit ADHS angeht, teils , teils, würde ich sagen. Es gibt auf jeden Fall unter ADHS-Familien überdurchschnittlich häufig Familien mit 3 oder noch mehr Kindern. Jedoch gibt es auch sehr viele Menschen mit ADHS, die gar keine Kinder in die Welt setzen, sei es, weil sie irgndwo gescheitert sind, oder sich mit Kindern überfordert fühlen würden etc.


    Wie gesagt, dass ADHS nicht nur Vorteile hat sondern durchaus viele, viele Nachteile, das bezweifelt hier glaube ich keiner, und genau, dann gäbe es nicht nur 5-8% Menschen mit ADHS, sondern 80%. Wenn ADHS quasi nur Nachteile hätte, wäre die Häufigkeit jedoch eben bei ca. 1-2% und nicht bei 5-8%.

    Und wie gesagt, dann gibt es noch kulturelle Bedingungen, die Prävalenzen von ADHS von 20% und teils weit darüber zulassen, eben von mir bereits genannt die Sinti und Roma, Aborigines und Apachen und möglicherweise noch weitere diverse Nomadenvölker.
    Geändert von ChaotSchland ( 4.08.2016 um 17:14 Uhr)

  2. #42
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 3.793

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    ChaotSchland schreibt:
    Wenn ADHS quasi nur Nachteile hätte, wäre die Häufigkeit jedoch eben bei ca. 1-2% und nicht bei 5-8%.
    Warum sollte das so sein?
    Wenn ADHS von außen, also durch andere Personen kompensiert wird, hat das nichs damit zu tun, dass ADHS Vorteile hätte, sondern dass der Mensch ein soziales Gesellschaftswesen ist, das andere auch mit seinen Schwächen unterstützt (wenngleich auch das nur innerhalb gewisser Grenzen).
    Der Schluss, dass ADHS aufgrund ihrer Prävalenzen Vorteile haben muss, ist nicht logisch, denn genausogut kann es sein, dass die Menschen mit ADHS von jenen ohne ADHS unterstützt wurden und immer noch innerhalb ihrer Möglichkeiten nützliche und gewinnbringende Mitglieder ihrer Gesellschaft sein können, wenn man ihnen in ihren Beeinträchtigungen hilft.

    ChaotSchland schreibt:
    Und wie gesagt, dann gibt es noch kulturelle Bedingungen, die Prävalenzen von ADHS von 20% und teils weit darüber zulassen, eben von mir bereits genannt die Sinti und Roma, Aborigines und Apachen und möglicherweise noch weitere diverse Nomadenvölker.
    Auch da ist der Gedanke umzukehren .... die Frage ist nicht, ob die Menschen dort eine so hohe Prävalenz haben, sondern ob es tatsächlich ADHS ist oder einfach nur kulturell bedingte Abweichungen von unserer Leistungs- und Industriegesellschaft?

    Es gab auch mal jemanden, der meinte, dass so ziemlich alle afrikanischen Buschvölker und auch die australischen Aboriginies ADHS haben müssten, denn die können auch alle nicht mit Zeit umgehen, nicht lange still sitzen oder sich in der Schule konzentrieren.....
    Aber können sie das nicht, weil sie es aufgrund einer ADHS nicht können oder haben sie es einfach nur nicht gelernt, weil diese Dinge in ihrer Gesellschaft einfach nicht wichtig sind?

    Wenn mir einer sagt, dass die Südländer alle ADHS hätten (oder eben viele) weil die ja alle so relaxed drauf sind und komm ich heut nicht, komm ich morgen etc .... dann hat das nicht unbedingt etwas mit ADHS zu tun, sondern damit, dass sich das in ihrer Kultur so entwickelt hat.
    Teilweise sogar aus gutem Grund, denn ich wage zu bezweifeln, dass die typischen westlichen Leistungsanforderungen in den warmen südlichen Klimazonen überhaupt funktionieren würden.
    Aber selbst wenn:
    Der Punkt ist, die Gesellschaft hat sich in eine bestimmte Richtung entwickelt und das konnte sie nur, weil die meisten Menschen dazu in der Lage sind, die Anforderungen an diese Gesellschaft zu erfüllen und sie konnten diese Anforderungen erlernen.

    Für uns ist es selbstverständlich einen gewissen Überblick über eine Vielzahl von Terminen zu haben, einen strukturierten Alltag zu erschaffen und ein Leben in dieser Gesellschaft ohne größere Beeinträchtigungen zu führen (und wer sich die Befragungsergebnisse z.B. aus dem Milwaukee- und UMASS-Studien bzgl. der Beeinträchtigungen im Vergleich zu sowohl anderen psychischen Erkrankungen, als auch der Nichtbetroffenen Kontrollgruppe ansieht, dem schlackern die Ohren .....)

    Klar könnte man in andere Gesellschaften schauen und dort Verhaltensweisen auffinden, die einer ADHS ähnlich sind.
    Aber ist das dann tatsächlich ADHS?

    Kann jemand nicht rechnen, weil er es nicht lernen kann oder weil er es nie gelernt hat?
    Letzterer zeigt die gleichen Symptome wie ersterer, aber er kann es lernen, musste es bis dato aber nie.

    Mir kann man versuchen, gewisse mathematische Dinge einzuprügeln (was auch durchaus der Fall war) aber das wird nix ....
    Einem australischen Eingeborenen, der nicht rechnen kann, könnte man es aber beibringen.
    Erst wenn sich zeigt, dass er ebenfalls nicht in der Lage ist, es zu erlernen, dann können wir davon ausgehen, dass er ebenfalls von einer Störung in Form einer Dyskalkulie (um nicht nur von ADHS zu schreiben) betroffen ist.

    Aber allein bei der Beobachtung anderer Gruppen einen Rückschluss aus ihren Verhaltensweisen auf die Prävalenz oder überhaupt eine Störung zu ziehen, .....
    Da muss schon etwas mehr her ....

    Und wenn ADHS tatsächlich spezifische Vorteile hätte, solche, die sich wirklich konkret auf eine ADHS reproduzieren ließen, dann muss im Gegenzug auch klar erkennbar sein, dass in einer nichtberoffenen Kontrollgruppe diese spezifischen Vorteile signifikant weniger vorhanden sind.

    Und genau diese Antwort ist mir bislang noch jeder schuldig geblieben ... wirklich jeder .... und es ist nicht so, dass man nicht danach gesucht hätte.

    Wenn es solche Vorteile gäbe, hätte man sie auch in den Tausenden von Studien und Untersuchungen gefunden, selbst wenn sie nicht das konkrete Thema der Studie gewesen wären und die wären auch flugs an die Öffentlichkeit gegangen.
    Das, was in der Öffentlichkeit in diversen Büchern etc. zu finden ist, sind aber nicht mehr als Fehlinterpretationen aus der Vorzeit der ADHS, als die Forschung und das Wissen um ADHS noch in den Kinderschuhen steckte.

    Kreativität ist eine solche .....
    Denn Kreativität definiert sich nicht allein durch die Vielzahl von Ideen, die eine Person hat, sondern ein kreativer Prozess besteht aus mehreren Teilen, welche alle gleichermaßen bewältigt werden müssen und da haben bislang alle Studien gezeigt, dass die ergebnisse der ADHS-Betroffenen nicht besser waren als die der Kontrollgruppe (mit einer Ausnahme, die aber ausschließbar ist, das White and Sha Paper und selbst die räumten ein, dass eventuelle bessere Ergebnisse im konvergenten Denken durch schlechtere Ergebnise im divergenten Denken zunichte gemacht wurden ... oder umgekehrt, müsste nachlesen....)

  3. #43
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 28
    Forum-Beiträge: 1.191

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    ChaotSchland schreibt:
    Wenn Menschen mit ADHS seit hunderten bzw. tausenden von Jahren nur sehr schlecht fähig wären, sich gegen die Evolution zu behaupten, hättens sie viel seltener Kinder gezeugt und es wäre ADHS zumindest viel seltener und läge bei einer Prävalenz von ca. 1-2% und nicht bei 5-8% bzw. ca. 20% oder noch mehr in manchen Ethnien und Ländern. Und wie gesagt, tendenziell gilt: "ADHS sucht ADHS, findet ADHS, zeugt ADHS."

    lg
    Dem würde ich grinsend eigentlich widersprechen, da nicht gerade wenige Frauen (wenn auch nur für eine Nacht) die unkonventionelle, stürmische AD(H)S Art mögen.
    Ich würde sogar noch sagen, dass sich ein AD(H)S-Betroffener schneller in den Rivalenkampf begibt, da er ja Abenteuer lustiger und Impulsiver ist ..

  4. #44
    Lebenskünstler

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 4.183

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    Lieber Fliegerlein,ich danke Dir sehr für Deine Mühe und Bemühungen,der Diskussion eine Prise realitätsnahe Sachlichkeit hinzuzufügen.

    Ich hoffe,es wird mir niemand allzu übelnehmen wenn ich an dieser Stelle meine ganz persönliche Meinung äußere. Ich empfinde diesen Strang und das ständige hin-und her als ziemlich demütigend und-qua Präsenz im öffentlichen Bereich-durchaus als kontraproduktiv für "die Sache der ADHS'ler",die "wir uns" doch eigentlich,theoretisch und meistens so ärgern,wenn man "uns unser" nicht-Können,"unsere" Handicaps nicht abnimmt und unbedingt wollen,dass ADHS ernstgenommen werden sollte. Und zwar als Störung. Handicap. Grund für akademische Vergünstigungen und Erleichterungen.

    Logische Folgefrage: Wieso sollte jemand,der diesen Thread liest,diesem Wunsch nachkommen? Wieso willst du Erleichterungen,wenn du doch in Wahrheit ein kreatives Genie mit einer Superhirnverdratung bist?

    Ich möchte wirklich niemandem auf die Füße treten,oder irgendwie eine Belastung werden. Ich muss jedoch sagen,dass dieser Thread-den zu ignorieren ja nicht möglich ist und dem ich daher bei seiner Eröffnung noch mit ein wenig Selbst-und sonstiger Ironie in Schriftform begegnet bin-mich als Betroffenen ärgert und auf Schließung hoffen lässt (ich hoffe-ich bitte weder,noch fordere ich).

  5. #45
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    "Dem würde ich grinsend eigentlich widersprechen, da nicht gerade wenige Frauen (wenn auch nur für eine Nacht) die unkonventionelle, stürmische AD(H)S Art mögen."

    Dem möchte ich hier gerne zustimmen. Bei längerfristigen Beziehungen gilt jedoch TENDENZIELL !!!! (und die Ausnahmen bestätigen die Regel) "ADHS sucht ADHS, findet ADHS, zeugt ADHS."


    Was die unspezifische (zumindest oberflächliche) Attraktivität von Männern mit ADHS auf Frauen unabhängig von ADHS, und das sind in dem Fall vor allem die Extrovertierten, Selbstbewussten und Kontaktfähigen und weniger die Introvertierten, Kontaktscheuen und Resevervierten, da fällt mir noch ein: ADHS und Charisma!, ich habe das in diesem Thread mal ausgeführt:

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-al...-charisma.html


    auch die subklinischen Fälle von ADHS miteinbezogen (ich hatte in dem Thread Xi Jinping in Verbindung mit subklinischem ADHS gebracht, es ist öffentlich nicht bekannt, wie Xi Jinping als Kind und Jugendlicher war, außerdem ist Xi Jinping viel zu funktional, um die Diagnosekriterien für "adultes ADHS" nach ICD-10 zu erfüllen, also Xi Jinping und ADHS, das ist dann schon äußerst libertär gefasst; jedoch will ich hier nochmals erwähnen, dass mir Cordula Neuhaus erzählt hat, dass es auf dem ADHS-Weltkongress in Glasgow ein Theaterstück gespielt von internationalen ADHS-Wissenschaftlern zur Kindheit und Jugend von John F. Kennedy gab. John F. Kennedy hätte die offiziellen Diagnosekriterien für "adultes ADHS" nach ICD-10 wohl kaum erfüllt, jedoch die Diagnosekriterien für ADHS im Kindesalter dann schon viel eher. John F. Kennedy und seine Attraktivität auf Frauen: gut, der war auch Präsident, Zitat Henry Kissinger: "Macht ist das beste Aphrodisiakum." Jedoch ist von Kennedy der Satz aus seiner Studentenzeit überliefert: "Wem auch immer ich mein Ding hinhalte, sie nimmt es..."...). Ryan Gosling wurde in seiner Kindheit diagnostiziert mit ADHS. Ryan Gosling ist der attraktive Draufgänger mit ADHS, der geile Gigolo, auf den alle Frauen zumindest oberflächlich abfahren, egal ob sie ADHS haben oder nicht.


    Über die Attraktivität von Frauen mit ADHS auf Männer generell habe ich keine abgeschlossene Meinung. Da spielen natürlich immerzu die allgemeinen weiblichen Reize eine Rolle und die sind unabhängig von ADHS. Vorlieben und Geschmack der Männer bezüglich Frauen kommen noch hinzu. Es gibt Männer, die haben Vorlieben für "billige" Frauen und umgekehrt andere haben Vorlieben für noble "Ladies".

    Noble "Ladies" mit ADHS, mit Einschränkungen ja, ich denke hier gerade an "A Song of Ice and Fire" bzw. "Game of Thrones": Die Stark-Schwestern Sansa Stark und Arya Stark. Wenn jemand davon am ehesten dem pauschalisierenden Clichée der Frau mit ADHS entspricht, dann viel eher Arya Stark und eben so gar nicht Sansa Stark - und wen wollen die Ritter in "A Song of Ice and Fire" alle: Sansa und eben nicht Arya.

    Abseits davon: Meine Mutter hat ADHS-Diagnose und war als Kind und Jugendliche immer die zurückhaltende, stille und verträumte Außenseiterin, ab 16 bis 20 hatten sich offensichtlich ausgeprägte weibliche Reize bei ihr entwickelt, und ich glaube das zusätzlich zu den allgemeinen weiblichen Reizen da noch zusätzlich etwas eine Rolle gespielt hatte, das mit ADHS zu tun hatte, ich würde das glaube ich als charmante mit ADHS assoziierte Art bezeichnen. Auf jeden Fall sind offensichtlich so ziemlich alle Typen in ihrer Phase zwischen 16 und 20 auf sie abgefahren. Mit 20 hat sie dann meinen Vater, nen subklinischen ADHSler, kennengelernt.
    Meine Mutti hat immer mal wieder, wenn sie sich über meinen Vater und dessen zerüttete, bettelarme Familie aufgeregt hat, gezetert: "I´ hätt´ se alle haba könna, alle wolldet se was von mir...und was hab i´ gnomma, den da..."

    Ich halte es also durchaus für möglich, dass unter Umständen ADHS auch bei Frauen deren Attraktivität auf Männer unabhängig davon erhöhen kann, ob die Männer auch ADHS haben oder nicht.

    Eine prominente Frau mit ADHS und einem gewissen Charisma: ganz stark im Verdacht habe ich diesbezüglich übrigens: Amy Winehouse !


    Da fällt mir ein: Frauen mit ADHS: Die Spiegel-TV-Dokumentation "Zappelphilipp und Traumsuse":

    http://www.spiegel.tv/filme/thema-adhs/

    Die schwarzhaarige Mutter von dem Jungen mit ADHS, der der Biologie-Crack ist und mit 13 oder so den Biologie-Stoff aus der Oberstufe Gymnasium lernt und die mit neuem Paartner zusammenlebt und mit diesem ein gemeinsames Kind hat, den Bruder von dem Jungen, der auch schwarzhaarig ist (ich kann die Namen grad nicht nachschauen, weil hier am PC in der Uni-Bib kein Flash-Player geht), die hat genau dieses charmante , ADHS-assoziierte Charisma und sieht zusätzlich noch gut aus, und sticht als was besonderes aus der Masse hervor ( Ich persönlich finde Frauen, die austauschbar sind, langweilig, und ich glaube, das geht nicht nur mir so), genau das kenne ich auch so von meiner Mutter, und ich glaube, das kann bei gegebener Weiblichkeit die Attraktivität auf Männer steigern.

    Positive Eigenschaften durch ADHS: Charisma sollte als Aspekt dadurch keinesfalls vernachlässigt werden, und das gilt sowohl für Männer als auch für Frauen.

    Zusätzlich zu meiner Mutter; der Mutter von dem schwarzhaarigen Biologie-Freak-Jungen in "Zappelphilipp und Traumsuse" und im prominenten Bereich Amy Winehouse ist mir genau das, was ich hier meine, noch an einer weiteren prominenten weiblichen Person aufgefallen:

    nämlich Joanne K. Rowling !
    Geändert von ChaotSchland ( 4.08.2016 um 22:09 Uhr)

  6. #46
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    plus @ Fliegerlein: das ich ADHS in manchen südeuropäischen Ländern (ganz vorne dran Griechenland und etwas weniger auch Italien) nicht mit gängiger südländischer Laissez-faire-Kultur verwechsle, das habe ich ja ausgeführt mit dem Verweis auf Spanien, Portugal und Frankreich (Südfrankreich), wo ich persönlich eher Prävalenzen von ADHS mit ca. 5-8% vergleichbar wie in Deutschland vermuten würde.

    ich habe das ausgeführt auf dieser Seite in diesem Thread und auf anderen Seiten in diesem Thread, also für wer Interesse hat:

    https://adhs-chaoten.net/ads-adhs-pr...gemeine-8.html
    Geändert von ChaotSchland ( 4.08.2016 um 19:57 Uhr)

  7. #47
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 733

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    Na ja, wie dem auch sei, auch wie bei Sinti und Roma ist ADHS bei Aborigines nach wissenschaftlichen Standards z.B. quasi gar nicht untersucht. Gibt man bei pubmed "adhd aborigines" ein, kommt als Ergebnis:

    No items found - PubMed - NCBI

    Gibt man bei pubmed "adhd sinti roma" ein, kommt als Ergebnis:

    No items found - PubMed - NCBI

    Gibt man bei pubmed "adhd apaches" ein, kommt als Ergebnis:

    No items found - PubMed - NCBI



    Wäre auf jeden Fall mal ein Anlass, der Sache jeweils nach wissenschaftlichen Standards auf den Grund zu gehen.

    Aber wie gesagt, allein schon bei den Sinti und Roma: der ADHS-Wissenschaftler, der sich traut, um Forschungsgelder zu werben für die Fragestellung "Sinti und Roma ADHS-Volk?", angesichts des Minenfelds aus Rassismus-Vorwürfen und Nazi-Assoziationen, derjenige, der riskiert automatisch seine akademische Karriere.

    Ich habe jetzt noch mal eingegeben bei pubmed: "adhd roma":

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/?term=adhd+roma

    , ein einziges Ergebnis davon bezog sich auf ADHS und Sinti und Roma:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pubmed/25404375

    und hier ausführlich bzw. nicht nur als Abstract:

    http://www.ncbi.nlm.nih.gov/pmc/articles/PMC4240804/

    für ADHS bei "Roma children" ergab sich ein Odds Ratio von:

    ADHD (OR = 2.37, 95% C.I. 1.26-4.46), d.h. "based on the child´s own report" (was immer das heißen mag?), ergab sich eine 2,37-fache Häufigkeit von ADHS bei Roma-Kindern im Vergleich mit Non-Roma-children.

    Innerhalb der Evidenz gibt es eine Hierarchie, "based on the child´s own report" dürfte quasi auf der untersten Stufe der Hierarchie der Evidenz stehen, ein weiterer Grund wäre das, dieser Frage mit qualitativ höherwertigeren wissenschaftlichen Standards auf den Grund zu gehen.
    Geändert von ChaotSchland ( 4.08.2016 um 20:51 Uhr)

  8. #48
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 3.793

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    ChaotSchland schreibt:
    Innerhalb der Evidenz gibt es eine Hierarchie, "based on the child´s own report" dürfte quasi auf der untersten Stufe der Hierarchie der Evidenz stehen, ...
    Genau deshalb befragt man ja auch die Eltern und Lehrer und mittlerweile hört man damit nicht auf, wenn der Betroffene das 18. Lebensjahr beendet hat, da man inzwischen weiß, dass auch dann seinen Angaben nicht trauen kann, da Betroffene in ihrem "exekutiven Alter" gleichaltrigen in etwa 30% hinterher laufen.
    Aus genau dem Grund hat man lange Zeit geglaubt, ADHS würde sich mit dem Alter auswachsen ...

    ChaotSchland schreibt:
    "ADHS sucht ADHS, findet ADHS, zeugt ADHS."
    Das ist zwar grundsätzlich korrekt .... aber was besagt das?
    Denn das steht im Konsens zu dem allseits bekannten Spruch "Gleich zu Gleich gesellt sich gern"

    Alle Menschen suchen solche, die ihnen ähnlich sind.
    So ziemlich alle Suchalgorhythmen von Partnerschaftsvermittlungen basieren auf diesem Umstand .... es wird nach möglichst vielen Übereinstimmungen, also Ähnlichkeiten gesucht.
    Wen soll es also wundern, bzw. was soll man daraus schließen, dass ADHS-Betroffene zueinander eine gewisse Affinität aufweisen?
    Das ist ebenfalls eine unter allen Menschen ganz normale Sache.
    Der Spruch, dass sich Gegensätze anziehen dagegen hat sich nicht bewahrheitet, denn wenn man genauer hinschaut, gibt es bei denen, die meinen, dass ihre Beziehung darauf basiert, weit mehr Übereinstimmungen als Gegensätze ... man meint nur, dass man so gegensätzlich sei.

    Aber wie gesagt ... "Gleich zu Gleich gesellt sich gern" .... da ist es sicherlich nicht verwunderlich, dass ADHS-Betroffene zueinander finden und besser mit sich klarkommen, als mit anderen.
    Umgekehrt ist das genauso und kann über eine sehr breite Spanne an weiteren Charaktereigenschaften und oder Vorlieben etc. festgestellt werden.

    Auch wenn es nicht mal um Beziehungen, sondern um Freudnschaften geht:
    Menschen suchen sich Freunde aus, mit denen sie etwas gemeinsam haben, mit denen sie etwas verbindet ....

    Also:
    Die Aussage ist zwar korrekt .... hat aber keinerlei Aussagekraft in bezug auf irgendwas ...

  9. #49
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 3.793

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    ChaotSchland schreibt:
    Na ja, wie dem auch sei, auch wie bei Sinti und Roma ist ADHS bei Aborigines nach wissenschaftlichen Standards z.B. quasi gar nicht untersucht.
    Und genau das ist es, was mich bei Dir immer wieder verwundert und eben genau der Grund ist, weshalb Du die ROFL-Smileys und Kommentare wie "allenfalls niedliche These" erntest ....

    Du weißt es und erkennst selbst, dass es sich nur um Spekulationen, also Mutmaßungen und Vermutungen handelt, schreibst aber auf der anderen Seite unaufhörlich immer wieder und in etlichen Threads und zwar so, als wären es Fakten und versuchst das zu untermauern, indem Du auf Deine eigenen Postings mit ebenjenen Angaben auf Spekulationen verweist...

    Und wenn man das dann als außenstehendeer Betrachter unter dem Kontext sieht, dass Du selbst von Dir schreibst, ein abgeschlossenes Medizinstudium zu haben, Du also Deinen eigenen Angaben nach selbst Wissenschaftler bist, der es besser wissen soltle und der wissen sollte, wie so etwas funktioniert, vor allem: seriös funktioniert und der seinen eigenen Angaben nach zudem noch seit Jahren mit einer namhaften ADHS-Fachfrau bekannt ist, dann ergibt das ein äußerst fragwürdiges und widersprüchliches Bild, auf das über kurz oder lang nicht mehr anders reagiert werden kann.

    Womit ich an dieser Stelle auch Pegasus001's Einwand beantworte, dass ich sehr wohl darüber nachgedacht habe, als ich die Anmerkungen gemacht und die Smileys eingesetzt habe und mir über deren Wirkung im Klaren bin, aber sie eben vor genau diesem Hintergrund mache, vor allem, dass das eine Endlosschleife ist, sozusagen eine weitere Umdrehung der Gebetsmühle....

    Ich halte Dich für einen durchaus intelligenten Menschen, ... Du kannst doch letztlich unmöglich erwarten, dass man Dich angesichts dieser Widersprüchlichkeiten wirklich ernst nehmen kann?

    Tatsächlich reagiert ja auch kaum noch jemand auf Deine Postings, außer jene, die Dich noch nicht so weit kennen.
    Da hilft im Grunde ja auch nur ignorieren ....
    Warum ich das nicht mache, sondern dennoch nicht müde werde, Deine Postings immer wieder zu beantworten und ja ... zu zerlegen?
    Das hat etwas mit Wertschätzung zu tun .... denn wie gesagt: Ich halte Dich für einen intelligenten Menschen und vor allem für einen mit ADHS und allen damit verbundenen Problemen, zu dem auch dieses durchaus gehört.
    Und zumindest im Moment ist es mir den Aufwand noch wert, Dich immer wieder darauf hinzuweisen, aber dafür nehme ich mir auch heraus, offen zu zeigen, Dich nicht ernst nehmen zu können ... zumindest immer wieder mal.

    Aber so ist halt ADHS .... ist bei mir ja auch nicht anders ....
    Eiegentlich sollte ich gestern schon den Tonschnitt eines Filmes, den ich bereits geschnitten habe und im Compositing hatte, fertig haben ... hab ich aber nicht, weil ich, vollkommen aus Versehen, weil ich das Abo zu diesem Thread nicht gelöscht habe, über ein neues Posting benachrichtigt wurde und natürlich nicht widerstehen konnte, reinzuschauen (Impuskontrolle.....) und dann natürlich antworten musste und weiter nicht mehr in der Lage war, es gut sein zu lassen, mich meiner Arbeit zu widmen, sondern immer wieder hieran denken und reinschauen und antworten musste .... kein Hyperfokus ... einfach ADHS und die Unfähigkeit der Selbststeuerung, eben Beeinträchtigungen der Exekutiven Funktionen ....

    Was habe ich also heute wegen ADHS erreicht?
    Mal wieder heftige Kopfschmerzen, weil ich meinem Projekt hinterherlaufe ....
    Aber das war's wert .... hoffentlich

    So .... mal sehen, ob's jetzt mit dem Rückzug klappt.

  10. #50
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 22
    Forum-Beiträge: 409

    AW: Was habt Ihr wegen ADHS erreicht?

    Was ich wegen ADHS erreicht habe? Rein gar nichts.
    Mir fallen ehrlich gesagt auch nicht so viele Dinge ein, die man aufgrund eines DEFIZITS erreichen kann...

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