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Diskutiere im Thema Es den "Freunden" sagen? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 29

    Es den "Freunden" sagen?

    Hallo!

    Ich hab da mal einen Frage an Euch.

    Ich habe ja meine Diagnose noch nicht so lange.
    Ich habe auch nicht viele Freunde aber ich habe wegen meinem Sohn schon öfter mit ihnen über dieses Thema gesprochen und da haben sie sich sehr negativ darüber geäußert. Es schien mir sogar so, als wären sie genervt.
    Sie haben auch keinerlei Interesse sich mal zu informieren oder mir zu zu hören. (Wenn es um ADHS geht) Ich bekomme dann so etwas wie: " Das gibt es doch gar nicht!" Und gut gemeine Ratschläge, wie ich es doch besser machen könnte.
    Ich hoffe Ihr wisst was ich meine.
    Nun komm ich mal zum Punkt.
    Ich weiß nicht, ob ich es ihnen sagen soll oder nicht.
    Ich hab sogar etwas Angst!
    Bis jetzt weiß es nur meine Familie.


    L.G. Trotzkopf

  2. #2
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hi Trotzkopf!

    Ich denke mal, dass Du diese Frage schon selbst beantwortet hast. Deine Freunde und Bekannten reagieren ja sehr negativ auf dieses Thema AD(H)S. Sie sind also keinesfalls offen dafür.

    Aber auf Hilfe von Anderen Leuten kannst und solltest Du nicht verzichten. Deshalb kann ich Dir nur raten, Dich einer Gruppe von Menschen anzuschließen, die Dich verstehen. Die findest Du sowohl hier im Forum als auch hoffentlich in Wohnortnähe in einer Selbsthilfegruppe.

    Gruß
    icke!

  3. #3
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 3.146

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hallo Trotzkopf,

    icke hat es schon auf den Punkt gebracht, Du würdest Dir sicher keinen Gefallen tun, es Deinen Freunden zu sagen, wenn sie eine solche Einstellung haben. Leider ist die meinung zu ADHS immer noch sehr oft negativ besetzt, was durch die Medien immer noch geschürt wird.

    Ich weiß ziemlich genau, was Du meinst und ich erlebe es sogar in meiner Familie und da auch wenn es "nur" um meinen Sohn geht, über mich spreche ich da auch nicht, es gibt ganz wenige menschen, mit denen ich über meine Probleme diesbezüglich reden kann, aber die sind mir besonders wertvoll.

  4. #4
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 145

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hallo Trotzkopf (schöner Nickname hihi),

    Icke und Marvinkind haben recht. Sehe ich genauso.

    Mein Vater hat sich zwar ein Buch besorgt "um über mich bescheid zu wissen",
    das führt dazu dass er vieles kommentiert mit:
    Aha, ADS in Reinkultur.

    Und das so negativ und abfällig...

    Dass meine Kinder "es" haben wird hingenommen, Ritalin & Co. weniger
    (Danke, Medien!).

    Habe seit letzter Woche einen neuen Psy, er hat "es" auch,
    (hat er mir gesagt), sein Schreibtisch sieht aus wie...

    Der Mann wußte wovon ich rede, unglaublich...

    Kommentar meiner Mutter:
    Ach, und Du sollst es wohl auch haben...

    Ja, was soll man dazu sagen. Sie hat 30 Jahre in der Psy gearbeitet.

    Tip: Behalt es erstmal für Dich und tob Dich hier im Forum aus.

  5. #5
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hallo,

    Bei mir wissen es nur die engsten Freunde, meine Familie und seit ein paar Wochen auch mein Chef.

    Bei den Freunden habe ich es nur denen gesagt, die mich trotz oder manche sogar wegen meiner "Art" mögen.

    In meiner Familie zieht sich das ADHS wie ein roter Faden durch, wir alle haben es, ein Teil hyperaktiv, ein Teil hypoaktiv, der eine gesteht es sich mehr ein und der andere weniger.. Kaum einer von Ihnen bekommt den Hintern zum Arzt (bin doch nicht krank!) aber mein Weg wird mit großem Interesse verfolgt... Bei Problemen wird gerne geguckt, ob es bei mir den Lösungsweg gibt, den man ausprobieren kann..

    Meinem Chef habe ich es erzählt, weil die Basis dazu gut war (hatte vorher noch keinen, dem ich das hätte sagen können) er schon einiges an mir misstrauisch beäugte und ich mir dadurch auch Feedback erhoffe. Ich möchte mich verbessern, aber ich kann mich so schlecht selbst einschätzen.

    Ich würde sagen, gehe nach Deinem Gefühl, und mach Ausnahmen: Keine Besserwisser, niemand bei dem Du das Gefühl hast, Du musst Dich wegen Deiner Art, Dinge zu Handhaben, rechtfertigen. Tue es bei denen, bei denen Du das Gefühl hast, die mögen Dich mit jeder Macke, selbst wenn noch 5 dazu kommen würden. Die sind am tolerantesten und am ehesten bereit, Dich zu unterstützen, statt Dir zusätzlich im Weg zu stehen.

  6. #6
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsener
    Forum-Beiträge: 47

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hallo Trotzkopf,

    sehe es auch so wie die andreren. Kenne die negativ Äußerungen auch von manchen Freunden, verstanden haben mich bis jetzt (wenn es um meinen Sohn geht) nur wenige, fast nur die wo die Kids selber ADHS o. ADS haben.
    Ich weiß nun auch seit ca. 4 Wochen das ich nicht nur glaube ADHS zuhaben. Meiner Familie möchte ich es nicht sagen, war schon sehr schwierig bei meinem Sohn, wurde am Anfang so abgetan als wenn es sowas garnicht gibt, und wir würden eh nur übertreiben.
    Bei mir weiß es(natürlich) mein Mann und meine allerbeste Freundin und Ihr Mann. Mit dem kleinen Kreis der Wissenden fühle ich mich wohl. Da ich gestern mit Mph von Hexal angefangen habe, wollen Sie mir dann auch Rückmeldung über Veränderungen bei mir geben.
    Finde es schön das es Deine Familie weiß (die ganze Familie?).

  7. #7
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Erst einmal "DANKE!!"

    Ich glaub Ihr habt Recht....
    Ich sollte es nicht allen sagen.
    Die Sache ist die, dass ich gar nicht so wirklich weiß, wer mich mag oder nicht so mag.... Ich habe oft das Gefühl den anderen mit meiner Art auf die Nerven zu gehen.
    Das ganze geht schon soweit, dass ich mitlerweile auf jeder größeren Feier oder wenn sich die ganze Familie trifft, den Mund halte und gar nichts mehr sage.
    Ich hab immer das Gefühl, das ich ganz anderst über die Gesprächsthemen denke als die anderen.
    Mit meiner Familie meine ich meinen Bruder und meine Mutter. Der Rest weiß es auch nicht. Mit meinem Bruder konnt ich auch immer reden und wir haben immer viel Spass. Er hat ADHS..... Ich fand den schon immer klasse!!!! Er versteht mich .... und ich ihn. Jetzt weiß ich auch warum

    Um nun mal wieder zurückzukommen.
    Ich hab ein Problem damit meine Leute zu belügen (warum auch immer)
    Und es ist echt schwer die Tabletten zu nehmen, ohne das sie was mitbekommen.

    Ich find es ganz toll hier und habe mich echt gewundert und war auch sehr überrascht, als ich hier so manch ein Beitrag im Forum gelesen hab.
    Mit vielen Dingen kann ich mich voll und ganz identifizieren!
    Ich dachte immer ich bin voll verkorkst!!!!!

    L.G. Trotzkopf

  8. #8
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 59
    Forum-Beiträge: 20

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hallo Trotzkopf, kommt darauf an, würde ich sagen. Ich habe es früher auch nicht gesagt, genau aus den gleichen Gründen, wie schon erwähnt.

    Mittlerweile gehe ich etwas anders damit um, aber auch erst, seitdem ich für mich eine andere Einstellung zu "meinem" AD(H)S bekommen habe. Ich sehe jetzt sehr oft auch die positiven Seiten, die es mit sich bringt und habe den Schwerpunkt vom Negativen auf das Positive verlagert - gelingt leider noch nicht immer, vor allem, wenn ich mal wieder vor meinem Chaos am Schreibtisch sitze oder den Terminkalender mit 1000 unerledigten Kleinigkeiten sehe.

    Aber ich sehe auch den Nutzen, den ich durch AD(H)S habe. Ich bin sehr kreativ und spontan und schaffe dadurch auch Dinge, die meine Bekannten und Freunde nie angehen würde. Da sie sowieso gemerkt haben, dass ich " anders " bin, als sie, habe ich es nach und nach auch erzählt.

    Erstaunlicher Weise haben nicht viele negativ reagiert - die meisten meinten, dass sie das sowieso schon gewusst hätten (vielleicht sogar eher als ich?) und mich trotz meines chaotischen Lebensstils schätzen. Es kann also auch erleichternd sein, wenn man mit seinen Freunden darüber spricht.

    Meinen Vorgesetzten hätte ich es jedoch nicht unbedingt auf die Nase gebunden, denn hier hätte ich kein Verständnis erwartet, sondern eher ein kritisches Überprüfen meiner Leistungsfähigkeit unter der Erwartungshaltung: Wegen AD(H)S kann es ja doch nicht optimal sein. Hier bin ich auch heute noch vorsichtig.

    Ich möchte dich gerne ermutigen, das Positive an AD(H)S zu schätzen- sehr viele berühmte Leute waren ADSler und hätten nie das erreicht, was sie geschafft haben, wenn sie kein AD(H)S gehabt hätten. Wenn du für dich eine andere Sichtweise gewonnen hast, kannst du auch nach außen besser damit umgehen und erreichst so auch, dass deine Umwelt dich anders wahr nimmt.

  9. #9
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf AD(H)S
    Forum-Beiträge: 661

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Hallo Trotzkopf!

    Trotzkopf schreibt:
    Um nun mal wieder zurückzukommen.
    Ich hab ein Problem damit meine Leute zu belügen (warum auch immer)
    Und es ist echt schwer die Tabletten zu nehmen, ohne das sie was mitbekommen.
    Das geht mir ähnlich. Aber: Deponierst Du die Tabletten z.B. im Badezimmer, so kannst Du Dich dorthin zurückziehen, um sie zu nehmen. Bist Du zu Besuch, so deponierst Du Deinen Tagsbedarg in der Hand- oder Hosentasche, kramst sie heraus und verschwindest anschließend auf die Toilette.
    Ihr Damen müsst ja auch aus anderen Gründen schon mal mit dem Inhalt Eurer Handtasche auf's Klo, das fällt also gar nicht auf.

    Aber andersherum: Warum nicht auch offen damit umgehen, dass Du regelmäßig Tabletten einnehmen musst. Machen Andere, die kein AD(H)S haben, auch. Nur natürlich kein MPH, sondern eben Präparate zur Behandlung ihrer chronischen Krankheiten. Und da fragt auch niemand: "Wieso, weshalb und warum?" Und wenn doch, dann gibst Du zur Antwort: "Möchte ich nicht drüber sprechen."

    Gruß
    icke!

  10. #10
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 29

    AW: Es den "Freunden" sagen?

    Huhu icke!

    Hab meine Pillendose ja in der Hosentasche.
    Vielleicht muß ich mich auch erst mal selbst dran gewöhnen.
    Aber ist echt anstrengend....
    Wenn man unterwegs ist und dann alle drei Stunden aufs Klo rennt.
    Aber es kann ja nur besser werden. Hoffe ich!

    Das mit dem offen mit umgehen ist glaub ich nichts für mich.
    Noch nicht. Wer weiß wie es ist, wenn ich mich dran gewöhnt hab.

    Danke! L.G. Trotzkopf

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