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Diskutiere im Thema AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #1
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 15

    AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Hallo ihr lieben!

    Ich bin 27. Mit 18 bekam ich die Diagnose Borderline.
    War mehrmals in der Klinik zur Therapie.

    Da mein Exmann ADHS hat, habe ich mich jahrelang viel mit dem Thema beschäftigt.

    Ich habe viel darüber gelesen, und bin dann irgendwann auf ADS ohne Hyperaktivität gestoßen.

    Ich weiß, das viele Dinge bei ADHS und Borderline ähnlich sind, oft die falsche Diagnose gestellt wird.

    Ich nehme seit Jahren Antidepressiva weil ich kaum Antrieb habe.

    Als ich jünger war, habe ich ein extremes Verhalten an den Tag gelegt.
    Substanzen zu mir genommen, viel gefeiert, zu viel getrunken, zu viele wechselne Partner, Schulden, Essstörungen, selbstverletzendes Verhalten.


    Ich bin dann Mama geworden, und habe mein Leben umgekrempelt.

    Die Schwierigkeiten sind geblieben, ich gehe vielleicht anders damit um.

    Ich habe so viele Sachen im Bezug auf Schule und Arbeit angefangen, erst als mein Kind da war habe ich es geschafft eine Ausbildung auch zu Ende zu bringen.
    Als ich damit fertig war, habe ich wieder eine neue angefangen, denn es fühlte sich mal wieder an als sei es nicht das richtige.
    Ich bin auch noch dabei, da diese Ausbildung aber sehr viel Selbstorganisation verlangt, komme ich an meine Grenzen.
    Ich mache alles auf den letzten Drücker, und dann auch nur ein gerade so zufriedenstellenes Ergebnis.
    Ich bin echt überfordert mit den Anforderungen, kleinste Aufgaben sind mittlerweile zu viel und ich kann mich zu nichts mehr aufraffen.

    Soziale Kontakte aufrecht zu erhalten fällt mir sehr schwer. Ich ziehe mich eher zurück und bin für mich allein.

    Nach außen hin mache ich immer einen kompetenten, selbstbewussen Eindruck.
    Ich kann wunderbar verkaufen, alles im Griff zu haben.
    Da ich ja auf andere so wirke, als käme ich besonders gut klar, stellen Sie auch besonders hohe Anforderungen an mich.
    Ein Teufelskreis.

    Als Kind war ich sehr still.

    Heute bin ich eher immer die, die lustig ist. Immer nett und angepasst.
    Trotzdem stoße ich öfter auf Ablehnung, da anscheinend irgendwas anders ankommt, ich es wohl ganz anders rüberbringe als ich es meine.

    Ich war schon immer sehr empfänglich für Stimmungen.
    Ich höre das Gras wachsen.
    Ich spüre sofort wenn es jemanden nicht gut geht o.ä.
    Jede noch so kleinste Veränderung nehme ich war und beziehe sie auf mich und Versuche zu analysieren.
    Ist jemand mal anders zu mir, weil er ja möglicherweise einen schlechten Tag hat, denke ich ewig darüber nach was ich falsch gemacht habe und glänze noch mehr mit angepassten Verhalten.

    Ich will einfach perfekt sein und von allen gemocht.
    Ich bin so extrem angepasst und immer darauf bedacht nicht aufzufallen das es mich sehr belastet.

    Manchmal bin ich aber so unsicher und verhalte mich dadurch "merkwürdig", kann es gar nicht genau erklären, habe aber das Gefühl andere finden mich dann auch komisch.

    Wenn man zuviel oder eigentlich überhaupt etwas von mir verlangt, geht gar nichts mehr, ich bekomme eine riesen Angst was falsch zu machen und nicht mehr gemocht zu werden.
    Durch meine Unsicherheit entsteht dann ein nicht mehr denken können, so das ich wirklich viel falsch mache.

    In meiner letzten Ausbildung habe ich mich dann lieber an die Kasse gestellt, weil ich wusste das kann ich, da passiert mir nichts.
    Der immer gleiche Ablauf gibt mit Sicherheit, liegt aber weit unter meinen Fähigkeiten!
    Am besten arbeite ich für mich allein, ohne Beobachtung und mit viel Zeit.
    Nur manchmal schwer umzusetzen.

    Ich habe unheimlich Probleme damit, mir Termine zu merken. Ich schreibe sie in einen Kalender und muss sie mir ins Handy Speichern, da ich sie sonst einfach vergessen. Generell bin ich sehr vergesslich.
    Ich schreibe auch in meinen Kalender, was ich noch zu Tun habe.
    Außer, das die Liste länger wird, passiert aber nichts.
    Erst auf den letzten Drücker fange ich an, damit ich nicht vesage.
    So komme ich immer wieder unheimlich unter Stress, wer will am Dienstag Abend schon 5 Aufgaben bis in die Nacht fertig stellen.
    Und weil ich das dann oft auch gar nicht oder nur unzureichend schaffe, lass ich mich krank schreiben, um dieses (mangelhaft e oder gar nicht existierende) Ergebnis nicht präsentieren zu müssen.

    Ich kann mich überhaupt nicht entscheiden. Das fängt schon bei der Größe der Dose für Gesichtscreme an. Was ist, wenn ich mich falsch entscheide?
    Das ist schon fast zwanghaft.

    Ich habe eine totales schwarz weiß denken. Generell.
    ZB mag ich jemanden oder nicht. Dazwischen gibt es nichts.

    Ich fahre zu schnell Auto( wenn mein Kind nicht dabei ist), obwohl ich in der Probezeit bin und das den Verlust meines Führerscheins bedeuten würde.

    Ich kann auch heute kaum mit Geld umgehen. Ich bezahle zwar meine Rechnunen und bin insgesamt achtsamer geworden, da ich ja ein Kind zu versorgen habe.
    Aber obwohl ich mir jeden Monat vornehme, es nicht zu tun, renne ich jeden Monat sobald Geld da ist los um irgendwas zu kaufen.
    Ich denke einfach nicht darüber nach und es ist mir in dem Moment auch egal.

    Ich bin sehr Gerechtigkeitsliebend.
    Ich habe eine Schwäche für schwache und will immer helfen.

    Ich habe fur alles und jeden einen passenden Rat, bin immer die die alles hin bekommt, obwohl das gar nicht stimmt!
    Ich verkaufe es einfach so das ich alles im Griff habe, denn so mag man mich . Denke ich.

    Ich kann entweder totale Schwäche zeigen und total zusammenbrechen oder nur völlig perfekt sein.
    Dazwischen gibt es nichts.

    Bei meinem Bruder wurde in der Kindheit ADHS diagnostiziert.
    Da wir allerdings verschiedene Mütter haben,
    habe ich bis heute keinen Zusammenhang gesehen. Was ja Quatsch ist, da wir denselben Vater haben.

    Ich habe manchmal das Gefühl, falsch behandelt worden zu sein.

    Ich habe vor zum Arzt zu gehen, definitiv.

    Ich möchte nur mal von euch eine Grundeinschätzung bekommen, ob ihr denkt das es sein könnte.

  2. #2
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.107

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Was du bist erst 27?

    Da steckt schon einiges drin, was mich an ADHS denken lässt.

    Alles Gute!

  3. #3
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Danke für deine Antwort!
    Ja,ich bin erst 27, warum? 😁

  4. #4
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 445

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Da les ich aber viel bekanntes, bis auf das, dass ich meine Diagnose erst mit 37 erhielt.
    Sind wir Zwillinge ??
    Geändert von Shativa ( 6.03.2016 um 12:56 Uhr)

  5. #5
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Danke für deine Antwort

    Das liegt bei mir wohl daran das ich mich schon "immer" mit solchen Sachen auseinander gesetzt habe.
    Bei meiner Mutter wurde Borderline diagnostiziert.
    Und mein Mann hat adhs.
    Mein Bruder ja ebenso.
    Ich befinde mich also in bester Gesellschaft

  6. #6
    N o r d f r a u

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 61
    Forum-Beiträge: 7.107

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Danke für deine Antwort!
    Ja,ich bin erst 27, warum? ��
    Na ja, ich finde, du hast schon eine Menge erlebt .......

    Ich habe meine Diagnose mit 45 bekommen und bin durch meine Kinder drauf gekommen,
    dass ich wohl auch eine ADHS habe.

    Allerdings bin ich nicht so der Träumertyp, obwohl ich schon auch gerne träume.

    Als Laie sage ich dir; "Willkommen im Club!"

  7. #7
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 535

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Hi,
    bin eine 38 - jährige Borderlinerin, die plötzlich zu ADHslerin wurde.

    Einige Sachen bei dir sprechen für ADHS, andere auch für Borderline
    Was erhoffst du dir von der neuer Diagnose?

    Ich frage das, weil mich die Diagnose erst in einem kräftige Sinneskrise gesturzt hat

  8. #8
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 38
    Forum-Beiträge: 445

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Mit Borderline kenn ich mich auch aus bin mit einem seit 15 Jahren verheiratet, aber Deine beschreibung tönt für mich schon sehr nach ADHS

  9. #9
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Danke für deine Antwort

    Genauso sehe ich es auch, ich sehe Symptome beider Störungen.

    Ich erhoffe mir davon, vielleich durch ein neues, "richtiges" Medikament besser "klarzukommen".

    Warum Krise, was hat sich für dich verändert?

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    Ach so. Ja das stimmt wohl!

    Werde das jetzt auf jeden Fall mal in Angriff nehmen, da es mich nervt so zu leben.

    Gretchen schreibt:
    Na ja, ich finde, du hast schon eine Menge erlebt .......

    Ich habe meine Diagnose mit 45 bekommen und bin durch meine Kinder drauf gekommen,
    dass ich wohl auch eine ADHS habe.

    Allerdings bin ich nicht so der Träumertyp, obwohl ich schon auch gerne träume.

    Als Laie sage ich dir; "Willkommen im Club!"

  10. #10
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Angehörige(r)
    Forum-Beiträge: 15

    AW: AD(H)S statt Borderline? Eure Erfahrungen,Einschätzung?

    Ich komme mit der Antwortfunktion nicht so klar, entschuldigt das durcheinander.

    Ich werde also auf jeden Fall zum Arzt gehen und das abklären.
    Auf der Warteliste für eine Therapie stehe ich sowieso.
    Egal wegen was, ich brauche auf jeden Fall Unterstützung.

    Vielen Dank nochmal für eure Antworten.

    Werde ab jetzt am PC zurück schreiben, habe am Handy überhaupt keine übersicht.

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