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Diskutiere im Thema Alltagstipps gesucht im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Alltagstipps gesucht

    Gretchen schreibt:
    P.s. an Ergo habe ich auch gedacht, ohne Diagnose wird ein Rezept vermutlich schwierig, evt. Selbst zahlen. Lg
    dürfte eigentlich kein problem sein


    ich würde erstmal mit dem ergotherapeuten telefonieren und abklären ob er erwachsene behandelt
    und was auf der überweißung stehen muss wenn man kein adhs hat oder keine gesicherte diagnose

    so hatte ich es gemacht
    Geändert von Butterblume ( 7.02.2016 um 16:16 Uhr)

  2. #12
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Alltagstipps gesucht

    Gerade habe ich festgestellt, dass mir der Begriff Ergotherapie gar nichts sagt, ich dachte da immer an Bewegungsschulung, irgendetwas mit Feinmotorik ... Finde den Begriff nach dem Lesen mehrerer Definitionen immer noch verwirrend.

    Selbst zahlen ist kein Problem, ich bin ja flexibel und kann ein paar Termine antesten. Um meine sportliche Faulheit in den Griff zu bekommen, gehe ich regelmäßig zu einem Physiotherapeuten. Bisher funktioniert das tadellos. Rückenschmerzen sind Geschichte, fühle mich deutlich fitter. Sicher, es kostet Geld, aber andere fahren gern in Urlaub und geben dafür alles aus, und mir macht Urlaub nicht wirklich Freude. Das Training bringt mich allerdings voran. Und es kompensiert Phasen, in denen ich ohne Trainer gar nichts machen würde. Aber sobald ich damit aufhöre, werde ich zurückfallen, da bin ich mir sicher.

    Egal ob Coach oder Ergotherapeut – wenn es was bringt, kann ich es versuchen. Aber es steht und fällt mit der Person. Kompetenz in Sachen ADS, gute Chemie zum Therapeuten.

    Zu Hormonen brauche ich eigentlich keinen Thread, weil das Thema ist für mich gelöst. Ich komme mit meinem jetzigen Präparat sehr gut zurecht.

  3. #13
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Alltagstipps gesucht

    Ich werde mal eine Nacht drüber schlafen. Momentan am sympathischsten ist mir die Idee, zu Cordula Neuhaus zu fahren. Auf jeden Fall herzlichen Dank für eure Tipps!

  4. #14
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Alltagstipps gesucht

    Emma_123 schreibt:
    Sicher, es kostet Geld, aber andere fahren gern in Urlaub und geben dafür alles aus, und mir macht Urlaub nicht wirklich Freude.
    Kannst du sagen, was dir an Urlaub keine Freude macht?

  5. #15
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Alltagstipps gesucht

    Eine gute Frage! Mal nachdenken …

    Also zum Einen ist meine Sehnsucht nach Neuem gestillt. Ich bin in meinem letzten Festangestelltenjob viel gereist und habe zumindest einen Teil der Welt kennengelernt. Ich fand das spannend, aber ich habe es jetzt auch gesehen. Und es hat mich sehr angestrengt!

    Dann empfinde ich es nicht als Erholung, mich in ein Flugzeug zu setzen und in einem Hotel zu leben. Das ist für mich Stress. Hotels mag ich nicht, damit assoziiere ich immer noch Arbeit. Was mir noch relativ gut gefällt ist, wenn ich im Urlaub was lernen kann. Ein Malkurs oder so etwas in die Richtung. Aber eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abklappern, das lockt mich nicht. Am liebsten bin ich eben zu Hause, entspannt und reizarm. Und Neues lernen kann ich auch hier.

  6. #16
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Alltagstipps gesucht

    Emma_123 schreibt:
    Dann empfinde ich es nicht als Erholung, mich in ein Flugzeug zu setzen und in einem Hotel zu leben. Das ist für mich Stress. Hotels mag ich nicht, damit assoziiere ich immer noch Arbeit. Was mir noch relativ gut gefällt ist, wenn ich im Urlaub was lernen kann. Ein Malkurs oder so etwas in die Richtung. Aber eine Sehenswürdigkeit nach der anderen abklappern, das lockt mich nicht. Am liebsten bin ich eben zu Hause, entspannt und reizarm. Und Neues lernen kann ich auch hier.
    Was spricht denn dann gegen Aktivurlaub?

    Ich frage übrigens nicht, weil ich dich irgendwohin beraten/drängen will, sondern weil es mir ähnlich geht wie dir. Aber ich gehe gern raus, muss nicht nur daheim sein. Die typischen All-inklusive- und Katalog-Urlaube interessieren mich nicht. Im Massentourismus ist Urlaub eine von der Umgebung hermetisch abgeschlossene Einheit (Hotel, Clubschiff, etc.) und die "Ausflüge" bestehen meistens aus der Besuch toter Materie (irgendwelches Zeug aus der Vergangenheit, also "Sehenswürdigkeiten" und "veraltete Kultur" sowie typischer "Massentourismuskram"). Mich interessiert dagegen die Gegenwart, wie die Leute heute dort leben oder die dortige Natur. Ich würde gern mal Yachtsegeln machen, habe aber Angst, dann dort zu sein und die falsche Ausrüstung dabei zu haben. Ich habe totalen Schiss davor, den Urlaub zu organisieren, denn ich bin schon mit einer 2-Tages-Dienstreise regelmäßig überfordert (und das gelingt mir nur deshalb so gut, weil ich da mittlerweile Routine habe, weil es immer das gleiche ist).

  7. #17
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Alltagstipps gesucht

    Ich sehe das auch wie Hirnverleih, wenn ich Urlaub mache dann um was neues zu sehen und nicht um
    irgendwo auf einer Liege am Pool die Mittagsonne zu genießen, das kann man auch zuhause machen (oder im Solarium).

    Versuch die Sprache zu erlernen und beschäftige dich mit der Kultur des jeweiligen Landes,
    such dir dort Orte und Sehenswürdigkeiten abseits vom Mainstream-Tourismus,
    kleine individuelle Restaurants oder Handwerksläden die meistens nur die einheimischen kennen.

    Anstatt ein Hotel zu buchen suchst du z.B. nach einer Herberge bei einer Gast-Familie,
    dort kannst du dann auch evtl. die lokalen Spezialitäten ausprobieren.

  8. #18
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Alltagstipps gesucht

    Naja, man muss erst mal etwas finden, auf das man auch Lust hat. Es gibt z.B. so ein Foto-Bootcamp, das fände ich thematisch interessant. Aber die sind nur am rennen, von morgens bis abends ist da Programm. Umherfahren, wandern, Fotos machen. Und dann wird noch sämtliches Material, zahlende Gäste inklusive, für Social Media verwendet. Das ist mir dann wieder zu stressig, weil ich dort gar keine Zeit für mich habe. Wenn mir etwas begegnet, das mich reizt, vielleicht buche ich ja dann. Irgendwann.

    Einen All-inclusive-Urlaub habe ich noch nie gemacht. Aber das könnte ich mir noch vorstellen, dann würde ich mich von der Sonne und von moderatem Unterhaltungsprogramm berieseln lassen, Sport machen und zwischendurch arbeiten. WLAN vorausgesetzt. Sonst fahre ich eh nicht.

    Schiffe und Yachten fallen grundsätzlich aus, weil mir wird sofort schlecht. Und ich habe Freunde, die das einmal gemacht haben. Wenn auf so einer Yacht die Chemie nicht stimmt, kannst du dir nicht mal aus dem Weg gehen. Gruselige Vorstellung ...

    Auf das Lernen neuer Sprachen habe ich keine Lust. Früher fand ich das toll, aber heute lockt es mich nicht mehr. Und Sehenswürdigkeiten mag ich auch nicht angucken, egal ob abseits der Touri-Pfade oder nicht. Jaja, es ist nicht leicht mit mir ...

  9. #19
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 909

    AW: Alltagstipps gesucht

    Hallo Emma,

    bin selbst von ADHS betroffen (wurde während meines Studiums diagnostiziert, meine Schwierigkeiten hatten mich seinerzeit fast an einen Studiumsabbruch gebracht) und arbeite auch mit Betroffenen.

    Was hilft euch, euren Alltag zu regeln?
    Mir hilft es, davon auszugehen, dass ich manche Dinge in meinem Alltag manchmal nicht gut regeln kann. Ich versuche, mit einigen (!!) Begrenzungen zu leben; das gelingt zunehmend besser. Dadurch bin ich nicht mehr angespannt, sondern gelassener. Das tut dem ADHS-"Frosch" gut. Dadurch ist meine Produktivität und Lebensfreude erheblich gestiegen.


    Wie schafft ihr es, Sachen zu erledigen, die ihr schon länger aufschiebt?
    Ich nutze Erkenntnisse aus der Verhaltenspsychologie. Für Papierkrams, etc. (also alles, was ich gerne aufschiebe) habe ich einen eigenen Schreibtisch. Wenn ich an diesen Schreibtisch gehe, trinke ich IMMER einen Pfefferminztee, zünde eine Duftkerze an und höre am Anfang ein klassisches Musikstück (zur Zeit ist es Bach: https://www.youtube.com/watch?v=MI6-...oxWsE&index=28).
    Ich nehme mir EINE zu erledigende Sache vor. PLUS Musik (Hören) PLUS Pfefferminztee (Schmecken), PLUS Kerze (riechen). Es geht nicht sofort, aber über eine Zeit (+/- 10 Tage) habe ich mich selbst konditioniert, so dass mit Kerze, Tee und Musik mein Arbeitsmodus einsetzt. So muss ich micht nicht mehr selbst mehr oder weniger mühsam motivieren, sondern "katapultiere" mich "automatisch" in den Arbeitsmodus.

    Wie motiviert ihr euch?
    Meine Motivation ist ERKENNTNISINTERESSE. Ich finde immer mehr heraus, wie man kreativ mit den Stärken und Schwächen des ADHS umgehen kann. Das nützt nicht nur mir, sondern auch meinen Klienten. Weiter motiviert mich die Erfahrung, dass ich mir selbst helfen kann, WEIL ich auf MICH achte.

    Ich habe herausgefunden, dass es nicht immer günstig ist, Tipps zum Handling von ADHS aus Büchern zu entnehmen, sondern dass jeder ADHS´ler Gelegenheit haben sollte, dem eigenen inneren Fluss zu folgen und persönliche Lösungen zu finden. Was für den Einen gut und hilfreich ist, muss ja für den anderen noch lange nicht ebenso sein.

    Ich will aber noch dazu sagen, dass ich mit Ritalin ganz gut eingestellt bin. Inwieweit nun also Medikament UND eigenes Handling der ADHS-Beeinträchtigungen miteinander interagieren und so zu einer Verbesserung führen, kann ich deshalb nicht valide sagen. Medikamente allein hätten mir aber wohl auch nicht gereicht. Ich brauch(t)e das Wissen darum, dass ich selbst in der Lage bin, herauszufinden, wie ich ticke und auf welche Weise ich mein Leben und meine Arbeitsweise verbessern kann.

    Das mit der Konditionierung würde ich aber auf jeden Fall weiterempfehlen.


    Liebe Grüße,

    Luzie

  10. #20
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 39

    AW: Alltagstipps gesucht

    Danke dir, Luzie!

    Seit mir das mit dem ADS so richtig klar wurde, lese ich viel und denke auch viel nach. Immerhin habe ich mehr als erfolgreich studiert, also viele Dinge kriege ich geregelt. Welche Strategien verwende ich bereits, um Probleme zu lösen? Kann ich das auf andere Dinge übertragen, wo ich Schwierigkeiten habe?

    Das mit dem Konditionieren ist eine gute Idee, allerdings habe ich größten Respekt vor der Aufgabe, diese erst mal herzustellen. Es ist nicht ganz trivial, ein solches System zum Laufen zu bringen. Da muss ich in Ruhe drüber nachdenken.

    Momentan versuche ich, von Ordnern auf Akten in einer Hängeregistratur umzustellen. Grund ist, dass ich bei Ordnern immer den Überblick verliere und dann nichts mehr abhefte. Ein Blatt in eine Akte rutschen zu lassen, ist einfacher. Also habe ich mir viele bunte neue Organisationshelfer gekauft und nutze die unter anderem auch, um angenehme Themen zu sortieren (so wird die Registratur nicht mit negativen Gefühlen belegt, sondern bleibt positiv bzw. neutral). Karten mit Tipps, die ich ausprobieren möchte oder die mir helfen, berufliche Weiterbildung, Inspiration und Angenehmes findet seinen Weg in die bunten Fächer. Sobald sich Stapel mit ungeöffneter Post und unbearbeiteten Dingen bei mir stapeln, bin ich verloren. Diese Häufchen wieder abzuarbeiten, ist beinahe unmöglich für mich.

    Ich benutze seit einigen Tagen Habitica, das funktioniert momentan gut. Eine Aufgabe in kleine Unteraufgaben aufzuteilen, ist sehr hilfreich, davon versuche ich, noch häufiger Gebrauch zu machen. Momentan mache ich einen eigenen Habitica-Punkt daraus, einen Brief zu öffnen. Vollkommen banal, wenn man es von außen betrachtet, aber es funktioniert. Heute habe ich meinen Stapel unsortierter und unerledigter Dinge deutlich verkleinern können. Und mich für jede winzige Aktion belohnt, indem ich Punkte bei Habitica bekam.

    Außerdem versuche ich herauszufinden, wie ich mich selbst motivieren kann. Was triggert mich, eine Aufgabe anzugehen? Wofür brenne ich? Wie kann ich das nutzen?

    Das ist momentan der aktuelle Stand. Ansonsten steht noch ein Besuch bei Cordula Neuhaus auf der ToDo-Liste. Ich denke, das werde ich machen, wenn ich mich noch ein bisschen mit dem ADS-Thema auseinandergesetzt habe und ein paar weitere Erfahrungen gesammelt habe. Nächsten oder übernächsten Monat vielleicht. Mit einer ADS-Diagnose kann ich mich noch nicht anfreunden. Ein Schritt nach dem anderen.

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