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Diskutiere im Thema Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #71
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Warum ich diese Frage gestellt habe?
    Für mich selber war das nie eine Frage. Aber ich bin in letzter Zeit so häufig mit Unterstellungen in Sachen ADHS, mit den seltsamsten Zuschreibungen, Vorverurteilungen, Vorurteilen und nackten Fingern konfrontiert worden, dass mir manchmal die Worte gefehlt haben, wie ich darauf reagieren soll. Es ist eines, eine Meinung zu haben und ein anderes, passende Worte für das zu finden, was man sagen will.

    Ich war interessiert an Euren Antworten. Wie würdet Ihr wohl reagieren? Würde sich überhaupt jemand außer mir die Mühe machen wollen, eine Antwort darauf zu formulieren?

    Dass der Thread so einen Wirbel verursacht, hatte ich nicht erwartet. Die Schärfe einiger Antworten auch nicht.
    Und vor allem nicht die Schlüsse, die aus meiner bewusst offen formulierten Frage auf meine Person gezogen wurden.


    Die Themenfrage impliziert eindeutig die Besorgnis, dass die typischen ADHS-Eigenschaften ansich diesen schlechten Charakter ausmachen.
    Nein, diese Besorgnis habe ich nicht. Diese Implikation hat in deinem Hirn stattgefunden, nicht in meinem.

    Seltsame Fragestellung...
    Vielleicht ja. Danke allen, die mir dennoch eine seriöse Antwort gegeben haben.

    @Loyola: Ganz herzlichen Dank für den Link zu Enzensberger!!! Freu mich sehr drauf, nachher das Interview fertig zu hören!

  2. #72
    multikomplex

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 260

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    meinst du die Frage "ernst"?
    ADS ist auch keine angeborene faulheit und keine dumme entschuldigung etc pp.
    wer hat dir das eingeredet, mit dem schlechten Charakter?? lass dir das nicht einreden!

  3. #73
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Nehmen wir doch Sternjes Beitrag als krönenden Abschluß für diesen (...)Thread.

    Es gibt Menschen, die Ihr ganzes Leben einer einzigen Frage gewidmet haben, manchmal einer scheinbar absurden. Manche von diesen Menschen haben auch nach vielen Jahren keine Antwort gewagt. Und dennoch viel zum Verständnis der Sache beigetragen.
    Ich bin mir nicht zu schade, auch einfache Fragen, die anderen vielleicht absurd erscheinen, mehrfach zu stellen, Dinge von verschiedenen Seiten anzuschauen, um manchmal nur eine Kleinigkeit für mich dabei zu gewinnen.

    Loyola, mit deinen feinen Worten und dem Enzensberger hast du mir wirklich ein Geschenk gemacht! War lang schon traurig, dass ich seine Bücher nicht lesen kann.
    Bummel, dein Frage-Antwortspiel hab ich auch toll gefunden!

    Liebe Butterblume, ich glaube, du bist hier zuständig, oder? Könntest du das Thema hier schließen?
    Danke!
    Geändert von Skywalker (30.01.2016 um 14:03 Uhr)

  4. #74
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 43
    Forum-Beiträge: 10.928

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Skywalker schreibt:

    Liebe Butterblume, ich glaube, du bist hier zuständig, oder? Könntest du das Thema hier schließen?
    Danke!
    liebe skywalker ,dafür sehe ich keinen grund
    das thema an sich ist doch sehr interessant

    weiterhin viel spass

  5. #75
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Ich halte die Frage auch für sehr interessant. Da wären m.E. noch eine ganze Reihe von Aspekten rauszuholen.
    (Hat sich z.B. schon mal jemand Gedanken gemacht über das dynamische Persönlichkeitsbild, dass Grundlage vieler Therapieansätze ist, im Hinblick auf ADHS?)
    Trotzdem hatte ich über Strecken den Eindruck, dass der Thread völlig verunglückt ist, weil immer wieder Posts kamen, die sich weniger mit der Frage beschäftigt haben als mehr mit wilden Spekulationen über die Themenstarterin. Ich will mir einfach die Zeit nicht mehr nehmen, um zu entscheiden, ob ich jetzt darauf antworten soll oder nicht.
    Meine Generalentscheidung heißt jetzt bis aus Weiteres: Nicht.
    LG!

  6. #76
    Zissy Stardust

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 2.576

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Liebe Sky,

    auch ich war ganz schön verdutzt,

    als ich diesen Threadtitel zum ersten Mal gelesen habe

    und dann daneben ausgerechnet DEINEN Namen als den des Threaderstellers las.


    Ohne Deinen Namen hätte ich mich wahrscheinlich nur über die (für mich) absurde Fragestellung gewundert

    und mich allerhöchstens gefragt, ob dieser Titel einfach nur aus aus einer großen, von völliger Unwissenheit begleiteten Not heraus geboren wurde

    oder ob er schlichtweg eine Provokation bedeuten sollte.

    Mit Deinem Namen nebendran war klar, dass es sich weder um das eine noch das andere handeln konnte

    und das hat mich neugierig werden lassen, warum DU diese Frage stellst.



    Dennoch fand ich es gewagt, einen solchen Titel zu verwenden,

    da ich es von Beginn an als beinah logische Folge ansah, dass sich die "Diskussion" -zumindest zum Teil- unweigerlich so gestalten würde,

    wie es dann in der Tat der Fall war..

    Es ist HIER -wen wunderts- noch viel schneller der Fall als irgendwo sonst,

    dass nicht ALLES gelesen wird, was ein anderer geschrieben hat,

    schon gar nicht, wenn man sich erstmal ordentlich aufgeregt hat über IRGENDETWAS, das dieser Jemand geschrieben hat.

    Da wird dann, statt einer ernsthaft interessierten Nachfrage, gerne auch mal sehr schnell aus der Hüfte "zurückgeschossen",

    häufig eher als eine Antwort auf die eigene Aufgeregtheit und die eigenen Interpretationen über mögliche Beweggründe,

    denn als auf TATSÄCHLICH ausformulierte Ansichten des Gegenübers.


    Ich finde jetzt, es hat sich gelohnt, das Wagnis einzugehen, dass Du diese -wie Du es selber sagst- eigentlich vollkommen "OFFEN" formulierte Frage SO

    und nicht anders an uns gestellt hast.


    Was auch immer für Dein eigentliches Anliegen dabei herausgekommen sein mag -

    unsere Reaktionen auf diesen Threadtitel und auf den ihm folgenden Eingangstext

    könnten uns doch sehr dazu anregen, nochmal in aller Ruhe darüber nachzudenken,

    wie diese Reaktionen wohl eigentlich zustande gekommen und auf welche möglicherweise auch INNEREN Vorgänge sie zurückzuführen sind,

    die mit DEINER PERSON nun aber auch wirklich REIN GAR NICHTS zu tun haben.


    Ein ausgesprochen interessanter Thread war/ist dies hier jedenfalls allemal.
























  7. #77
    hästkrake

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 809

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Danke, Spätzi!
    Auch dafür, dass du dir die Zeit genommen hast für so eine ausführliche Antwort - das schreibt sich ja nicht nebenher in 5 Minuten!

    Du hast bei mir einiges zurecht gerückt.
    Auch die Frage ist von mir ein bisschen aus der Hüfte geschossen gewesen, nach einem Gespräch, wo ich nicht mehr wusste, wie ich antworten sollte. Hab ich mir gedacht: Frag doch mal deine Community. Ich hätte eine Erklärung dazu geben sollen. Das habe ich nicht gemacht, weil ich keine Kommentare zu der Situation wollte, sondern zu der Frage. Ich war so naiv, dass ich gar nicht daran gedacht habe, dass ich durch den fehlenden Zusammenhang die Frage natürlich auf mich selber zurückziehe.

    Dennoch fand ich es gewagt, einen solchen Titel zu verwenden
    Recht hast du. Obendrein im offenen Bereich, wo nicht nur öffentlich, sondern oft auch viel ungebremster geredet wird. Ich habe das erst gar nicht so gesehen.

    die mit DEINER PERSON nun aber auch wirklich REIN GAR NICHTS zu tun haben.
    Thank you! Man muss sich das immer wieder sagen lassen. Es ist doch traurig, dass dieses Wissen so langsam vom Hirn in den Körper rutscht, oder?

    Ich finde jetzt, es hat sich gelohnt, das Wagnis einzugehen, dass Du diese -wie Du es selber sagst- eigentlich vollkommen "OFFEN" formulierte Frage SO und nicht anders an uns gestellt hast.
    Ja. Auch wenn ich es beim nächsten Mal anders machen werde. Jetzt bin ich auch froh, dass du den Thread nicht geschlossen hast, Blume, denn sonst wäre mir deine Antwort, Spätzi, entgangen.

    Hier muss ich aufhören. Ich hab noch einiges im Kopf, was ich gern sagen würde. Aber es ist die falsche Tageszeit, ich muss höllisch aufpassen, um wenigstens einigermaßen bei der Sache zu bleiben.

  8. #78
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 37
    Forum-Beiträge: 74

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Also ich muss sagen, ich finde es schade, dass ihr euch so zerfleischt.

    ADHS ist eine Charakterschwäche!!! Es handelt sich doch um eine gestörte Affektkontrolle! Wo zum Geier ist der Witz?

    Jeder normale Mensch nennt sowas Willensschwäche und würde uns unterstellen zu nah am "ES" gebaut zu haben. Was ist denn sonst ein schlechter Charakter, wenn nicht, das eigene Verlangen vorn an zu stellen.. (so sieht es jedenfalls von außen aus und je mehr und immer weiter sich die Menschheit selbst strukturell zähmt, einschränkt und verkopft, desto mehr kriegen wir Probleme)

    Jeder halbwegs normale Therapeut würde versuchen uns beizubringen es geil zu finden, charakterschwach zu sein und uns ein wenig beibringen wie man sich strukturiert, statt einen dafür zu bestrafen und wieder in ein Korsett zu zwängen, da es nicht behandelbar ist.
    Ihr ärgert euch doch nur so, weil es so anstrengend ist einen guten Charakter zu haben und zu bewahren, oder?

    Ich meine ist das nicht der ganze Witz an der Sache??? Wir sind von außen betrachtet chronisch Charakterschwach. Einige verachten einen, andere bewundern einen, wieder andere verachten einen, weil sie einen bewundern. Und jetzt?

    PARTYYYY

    Und nie vergessen: die größten Schweinereien werden von Prinzipienreitern begangen. (Aber natürlich nur wenn keiner hin schaut)
    Geändert von Polarfuchs ( 7.02.2016 um 00:33 Uhr)

  9. #79
    DaveR

    Gast

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Polarfuchs schreibt:

    .......
    ADHS ist eine Charakterschwäche!!! Es handelt sich doch um eine gestörte Affektkontrolle!
    ......
    Jeder normale Mensch nennt sowas Willensschwäche und würde uns unterstellen zu nah am "ES" gebaut zu haben. Was ist denn sonst ein schlechter Charakter, wenn nicht, das eigene Verlangen vorn an zu stellen.. (so sieht es jedenfalls von außen aus und je mehr und immer weiter sich die Menschheit selbst strukturell zähmt, einschränkt und verkopft, desto mehr kriegen wir Probleme)
    ........
    Jeder halbwegs normale Therapeut würde versuchen uns beizubringen es geil zu finden, charakterschwach zu sein und uns ein wenig beibringen wie man sich strukturiert, statt einen dafür zu bestrafen und wieder in ein Korsett zu zwängen, da es nicht behandelbar ist.
    Ihr ärgert euch doch nur so, weil es so anstrengend ist einen guten Charakter zu haben und zu bewahren, oder?
    Aha.....

    was für ein Wirrsinn!!

    Ist Kurzsichtigkeit dann auch eine Charakterschwäche oder Schwerhörigkeit???? ändert auch die Wahrnehmung von und die Reaktion auf die Welt....

    Gibt es einen Normcharakter an dem man sich orientiert und dann die Abweichung davon in Charakter-Schwäche-Punkten angeben kann?

    Ganz schön verworren find ich auch die Sprünge in der Perspektive, mal - scheinbar - faktenverhaftet, mal aus Sicht von Leuten die keine Ahnung davon haben....
    Da wunderts einen nicht,wenn das Ergebnis nicht stimmt.

    Ich finde eher, dass gerade AD(H)S´ler dadurch,dass sie den Alltag - mit viel mehr Schwierigkeiten als Nicht-Betroffene - irgendwie meistern, zeigen, dass sie Charakter haben.

    Charakter ist schließlich nicht, wenn man den Ansprüchen vom (imaginären) Übervater entspricht,sondern wie man mit sich und der Welt umgeht.


    AD(H)S´ler können sich übrigens sehr gut disziplinieren und sich in ihren Bedürfnisse zurücknehmen, nur eben entsprechend den eigenen Werten und nicht aus seltsamen Motiven wie Gehorsam oder dergleichen.

    Spricht eigentlich doch eher für guten Stil.


    Ich frag mich auch, was Du - mit dieser Einstellung - von Dir selber hältst

  10. #80
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Ist ADHS "Angeborener schlechter Charakter"?

    Also für einen Artikelplatz in der Titanic hat das jetzt aber noch nicht gereicht, oder?

    Ich bin der Meinung, daß das freudsche Modell der drei Instanzen sicherlich nicht ausreicht, um dem Phänomen AD(H)S auch nur annähernd gerecht zu werden.
    Liegt natürlich primär an meiner Selbsterfahrung, vor allem in Sachen Erkenntnisanwendung in diversen Gedankenspielen.
    Ob nun überkompensiert oder sonst irgendetwas: "Das ist nie und nimmer zu nah am ES gebaut!"
    Ich muß natürlich zugeben, daß ich selbst für Flohzirkuspsychologie viel zu unbewandert bin.
    Aber in meiner kleinen Bummel-Logik widerspricht sich da etwas ganz gewaltig.

    Was ein schlechter Charakter ist, das ist sicherlich Definitionssache, und jeder Mensch wird das ein klein wenig anders sehen.
    Irgendwo früher in diesem Thread (könnte mein erster Post zu diesem Thema gewesen sein) habe ich mal den Ansatz versucht eine Definition zu finden, die den größten gemeinsamen Nenner aufweisen soll.
    Wenn ich mich jetzt nicht irre, müßte das irgendwo in die Richtung zielen, daß ein schlechter Charakter sich durch Verhaltensweisen herauskristallisiert, die ohne Not Anderen gegenüber schädlich wirken.
    Beispiel: Um mir besonders abgebrüht und unantastbar vorzukommen, nehme ich spielenden Kindern ganz lässig den Ball weg und steche mit meinem Taschenmesser da hinein.
    a) Es gehört ein schlechter Charakter dazu, zu so einer Tat fähig zu sein.
    b) Die Ausübung einer solchen Handlung, ohne reuige Reflexion, kann insbesondere im Wiederholungsfall ebendiesen schlechten Charakter prägen.

    Deine AD(H)S-Beschreibung geht davon aus, daß wir allesamt Grenzbrecher sind - charakterliche Pioniere - stets auf der rast- und endlosen Suche nach neuen Herausforderungen.
    So wie ich mich selbst hauptsächlich kenne, schreie ich geradezu "VETO!!!".
    Mich lockt die sogenannte "Vollkasko-Mentalität", mein Leben und mein Alltag in perfekter Harmonie und Vorausberechenbarkeit.
    Ich will nicht die ganze Welt kennenlernen, die Geduld von Polizeibeamten auf die Probe stellen, Tabubrüche zum Selbstzweck veranstalten, und und und...
    Wie hieß es doch gleich so schön bei Loriot: "Ich will einfach nur hier sitzen!"

    Und das ist alles andere, als eine Charakterschwäche.
    Es ist eingeschränkt, und dank meiner Gedankenspiele auch verkopft, aber vor allem ist es etwas, womit ich niemandem wehtue.
    Und genau das werde ich nie müde zu erwähnen, wenn man es mir zum Vorwurf macht.

    Es gibt andere Menschen, die müssen es ausprobieren, wie wieder andere Menschen schreien, wenn sie ihnen wehtun.
    Die brauchen das quasi als ständiges Feedback.
    Ich würde das nicht einmal mit AD(H)S in einen kausalen Zusammenhang bringen.
    Eher mit einer Charakterschwäche.
    Paßt das? Oder eher nicht?
    Wenn nicht: wo ist mein Fehler?

    Ähm... von wegen Prinzipienreiterei usw.:
    Luther: "Hier stehe ich und kann nicht anders..."
    Kants kategorischer Imperativ
    Stauffenberg: "...stünde er am Ende als Verräter vor seinem eigenen Gewissen..."
    Sind das nicht Motive, die einer Art "Prinzipienreiterei" entspringen?
    Sind es nicht Handlungsprinzipien, die uns solch ABSTRAKTEN Bedürfnissen wie "Wahrheit" oder "Gerechtigkeit" als angestrebte Zielpunkte näherbringen sollen (ohne den Anspruch darauf zu erheben, sie tatsächlich bzw. endgültig zu erreichen, denn da wird es richtig gefährlich)?
    Ich sehe in Prinzipien ebenso wie in ihrem Gegenspieler gleichermaßen eine gewisse Ambivalenz.
    Ich behaupte fast schon, daß wir Menschen sind, weil wir
    a) aus Prinzip handeln können und
    b) im Angesicht von Zielkonflikten improvisieren können.
    Soll heißen: die Mischung macht's!
    Und das alles mit oder ohne AD(H)S.
    Oder etwa nicht?

    @DaveR:
    Ich bin mir noch nicht ganz sicher, ob ich den Polarfuchs verstanden habe. Aus Deiner Sicht habe ich mir seinen Beitrag noch gar nicht so genau gegeben...

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