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Diskutiere im Thema Darf man alles auf das AD(H)S schieben? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Ich denke schon, dass ich mittlerweile mein ADHS (plus Begleiterkrankung) teilweise als Entschuldigung nutzte (ob zu Recht oder nicht)? Wie soll ich es sonst anderen erklären, wenn ich das ganze "Wirrwarr" in mein Leben selbst für mich nicht erklären kann?

    Ich sehe es ja selbst jetzt, wo man keine wirkliche Hilfe von Ärzte usw. bekommt, um es selbst alles zu verstehen. Oft gibt es nur ein achselzucken oder nicht einmal das.

    Ich tue es ja nicht aus "Boshaftigkeit" ,sondern versuche es dadurch alles selbst auch besser zu verstehen.
    Geändert von spacetime ( 1.01.2016 um 20:01 Uhr)

  2. #32
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.968

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Vielleicht ist AD(H)S eine der Erklärungen ... (die du suchst)

  3. #33
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Och,eigentlich, find' ich,sind die Symptome doch recht klar definiert (von der Phänomenologie her)und-zumindest in meinem eigenen Alltag-auch gut erkennbar. Alles andere ist dann (höchstens) vielleicht eine Reaktion darauf,oder eben wirklich etwas ganz anderes.

    Ich weiß z.B.,dass mir Ordnung halten nicht deshalb schwer fällt,weil ich's zuhause einfach nicht gelernt habe(was keine Krankheit wäre),weil ich nicht so aufgewachsen bin,dass diese Vermutung naheliegend wäre.

    Aber es gibt sicher Menschen,bei denen diese Grauzone ausgeprägter ist.

  4. #34
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Manchmal ist der Unterschied auch ganz einfach, ob man sich wirklich Mühe mit etwas gegeben hat und bis an seine Grenzen gegangen ist oder ob man sich gar nicht erst die Mühe gemacht hat, sondern sich gleich auf seinen Defiziten ausruhen

    Ich versuche Leistungen nicht an den Ergebnissen zu messen, sondern daran, wie hart jemand dafür geackert hat. ob es hart erarbeitet war und man immer wieder den inneren Schweinehund niederringen und/oder sich selbst "da" durchpeitschen musste oder ob man es erst gar nicht versucht hat.

    Denn eigentlich ist die Eingangsfrage ja unvollständig . Als Ausrede _wofür_ genau denn eigentlich ? es erst gar nicht versucht zu haben zB ? inaktzeptabel in meinen Augen. oder : als Aursrede dafür, dass man von anderen ständig erwartet, dass sie die Folgen tragen, die Kastanien aus dem Feuer holen ? oder aber auch umgekehrt: Ausrede dafür, einen Adhsler erst mal gar keine Chance gegeben zu haben ?

    ich kann mir meine Starken und Schwächen von meinem Adhs-Fachmann mitteilen lassen. Oder ich kann sie selbst rausfinden. Die eigenen Stärken und Schwächen muss man nämlich erst einmal feststellen, bevor man sie benennen kann. Sowohl die aktuell vorhandenen als auch die möglichen. Es gibt meist einen Ist-Stand, also :wie ist es hier und jetzt und auch eine Art "Maximal"-Stand, also wie viel kann ich unter "idealen"/realistischen Bedingungen aus mir rauskitzeln. Also zB : ich bin ein Chaot und ich werde sicherlich nie ein überdurchschnittliches Nicht-Chaotentum erreichen, aber ich kann mit verschiedenen Techniken ne Menge aus mir herauskitzeln. Wo sind also meine Momentanen, wo aber auch meine prinzipiellen Grenzen ? Und es gibt kaum ein tolleres Gefühl, als etwas zu schaffen, was einem niemand zugetraut hat und was "eigentlich" mit Adhs gar nicht "möglich" ist.

    da ist mitunter eine große Differenz. Es ist nicht immer einfach und für Adhsler 2-8 Mal so schwer und manchmal ist die Grenze auch dort, wo ein "Mehr" ein inakzetables Maß an Energie und gegen-die-eigene-Natur-Sein beinhaltet , aber das Leben ist kein Ponyhof. und sich anstrengen und an seine realistischen Grenzen gehen oder zumindest in die Nähe gehen ist nicht immer das Dümmste.

    Ich arbeite ja mit Kindern und Eltern und ich bin ein Gegner dieser Neigung, das Leben der Kinder möglichst "schön" zu machen im Sinne davon, sie überhaupt nicht zu fordern. Nur wer gefordert wird oder sich selbst fordert, kann sich verändern. Und wer über seine aktuellen Grenzen hinauswächst und erforscht, wieviel in einem steckt, kann daran wachsen. und Selbstwertgefühl entwickeln. Das habe ich geschafft, obwohl ich Adhs habe und es keiner von mir vermutet hätte, was in mir steckt pusht mich sicherlich besser als ein "du hast Adhs, also versuche dich erst gar nicht dran".

    MAn muss Leistungen nicht absolut messen, sondern an der Leistungsfähigkeit . Da kann eine vier in Mathe eine bessere Leistung sein als die Eins seines Bankkollegen.

    Kinder müssen auch mal scheitern dürfen. und ERwachsene auch.

  5. #35
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    ChaosQueeny schreibt:
    Vielleicht ist AD(H)S eine der Erklärungen ... (die du suchst) https://adhs-chaoten.net/images/smilies/004.gif
    Nur die Erkenntnis reicht leider nicht immer




    Moselpirat schreibt:
    Manchmal ist der Unterschied auch ganz einfach, ob man sich wirklich Mühe mit etwas gegeben hat und bis an seine Grenzen gegangen ist oder ob man sich gar nicht erst die Mühe gemacht hat, sondern sich gleich auf seinen Defiziten ausruhen.
    Da möchte ich Dich keineswegs widersprechen. Aber wenn der "Kampf" bis zur Grenze und darüber hinaus so unüberwindbar ist wie soll man diesen "Kampf" führen?
    Ich kann ja auch gar nicht genau beurteilen welche Defizite vom ADHS kommt oder von den anderen Begleitern (Depression, ängstlich vermeidende persönlichkeitsstörung, soziale Phobie). Wenn man sein lebenlang versucht hat sein Leben zu ändern - das man nie richtig verstanden hat - dann hört man irgendwan auf zu "Kämpfen" und sucht einfach nur noch Entschuldigungen um nicht selbst "durchzudrehen". Wie anders sollte man es sich sonst selbst erklären bzw. andere? Das "perverse" daran ist, dass man (jedenfalls erging es mir bisher so) sich oft vor Personen entschuldigen muss, die einen eigentlich helfen sollten (ich leide seit längeren an einen extremen Schamgefühl und versuche mich nur noch zu entschuldigen, um nicht als faul oder als totaler Idiot darzustehen).

    Ich bin fest davon überzeugt, dass wahrscheinlich keines der Defizite (Depression, ängstlich vermeidende persönlichkeitsstörung, soziale Phobie) wirklich in meinen Leben eine große Rolle gespielt hätte, wenn man als Kind oder Jugendlich gefördert geworden wäre.

    Zum "Glück" hatten wir mal einen "tollen" Alt-Kanzler, der meinte "wir haben keine Zeit um uns um Schüler zu kümmern die in die Schule nicht mitkommen, da das nur alle anderen aufhalten würde". Tja, so kann man auch eine "Elite" von Versagern erzeugen "Herr" Schröder.

    Viele Jahre habe ich um Hilfe "gebetelt" beim Arbeitsamt usw., und "gezeigt", dass ich arbeiten möchte und den Wunsch habe aus meinen Leben etwas zu machen. Ich sagte auch ganz ehrlich, was ja auch legitim ist, dass ich Schwierigkeiten mit der Arbeitswelt habe (eher mit dem Menschen als mit der Arbeit). Oft genug habe ich gefragt ob es nicht stattlich geförderte Arbeiten gibt, wo der Arbeitsdruck nicht so hoch ist. Statt Hilfe gab es weder gar nichts oder als Antwort "solche Arbeiten gibt es nicht". In den letzten Jahren führte man mich nur als Karteileiche oder bot mir schwachsinnige Maßnahmen an, für dessen Geld man sicherlich sinnvolle "förderarbeiten" hätte schaffen können.

    Trotz meiner Problematik, die sich vielleich "krass" anhören, muss ich sagen bzw. sagen viele über mich, dass ich eigentlich ein sehr vernünftiger Mensch bin. Ich versuche mein Leben einigermaßen gut im Griff zu haben, trotz bescheidener Mittel (habe habe eine anständige Wohnung und kleide mich sauber. Spreche anständig mit Menschen und respecktiere andere) Viele in meinen Umfeld wissen gar nicht das ich arbeitslos bin und danken, dass es mir gut geht und ich jeden Tag arbeite. Ich tue es nicht um die Menschen zu verar....., sondern weil mein Leben nie mein wirkliches Leben war und ich denke, dass ich mehr darauf hätte machen können. Wenn ich mal gearbeitet habe, dann waren meine Arbeitsgeber auch immer sehr zufrieden mit mir. Aber es führte aufgrund bestimmter Defiziten immer zu sehr kurzen Arbeitsverhältnissen (Arbeitslosigkeit beherschte leider oft mein Leben, obwohl ich eigentlich gar nicht der typ dafür bin, da ich immer etwas aus mein Leben machen wollte). Heute mit 50 Jahren habe ich teilweise oder ganz aufgegeben, das gebe ich mittlerweile auch offen zu. "Kämpfen"? Zu oft versucht und nie gewonnen.

    Sicherlich liegt es bei mir auch mittlerweile am Alter, und dass ich die ganzen Diagnosen relativ spät bekommen habe.
    Geändert von spacetime ( 1.01.2016 um 22:06 Uhr)

  6. #36
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Bis zur eigenen Grenze kann es ja nicht unüberwindbar sein. Wichtig ist nur, das man weiss wo seine Grenze ist, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.

  7. #37
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    creatrice schreibt:
    Bis zur eigenen Grenze kann es ja nicht unüberwindbar sein. Wichtig ist nur, das man weiss wo seine Grenze ist, sowohl in die eine, als auch in die andere Richtung.
    Bis zur Grenze schaffe ich es vielleicht noch (habe ich vielleich auch schon - gefühlsmäßig sicherlich). Schwierig wird es ja erst, wenn andere von einen verlangen, dass man weiter gehen muss, wo man selbst nicht mehr weiter kann (wobei ich es ja natürlich auch ausprobiert bzw. versucht habe).


    Dafür wäre es eben schön, wenn man Hilfe bekommt (Ärzte, Arbeitsamt usw.), die einen zeigen wie weit man gehen kann und ab wann man es einfach nicht mehr schafft und einen eine Alternative zeigen.


    Als ADHSler usw. ist es ja "normal", dass man gewisse Defizite bzw. Lehrnschwierigkeiten in der Schule hat (obwohl man nicht unbedingt "doof" ist). Da ich trotz dieser Lehrnschwierigkeiten nie gefördert wurde ging es soweit, dass ich als totaler Versager gekennzeichnet wurde. Nach vielen Jahren und Verzweiflung habe ich Privatunterricht genommen, den ich mir mit meinen jungen Jahren gar nicht hätte leisten können und sie auch dadurch nur kurz im Anspruch nehmen konnte.

    Was will ich damit sagen? Ich hatte zwei tolle "Lehrer" (die ich selbst bezahlen musste) zu denen ich einfach Vertrauen hatte und die mir das Gefühl gaben, dass ich etwas Wert bin und keineswegs dumm (im Gegensatz zur "normalen" Schule). Sie sagten mir nach kurzer Zeit "was willst Du bei uns"? Du kannst fast alles und machts kaum fehler (Notendurchschnitt wäre wohl ziemlich gut gewesen). Im normalen Schulunterricht war ich aber ziemlich schlecht (5er) wo man mir das Gefühl gab, dass ich ein nichts bin.


    Geändert von spacetime ( 1.01.2016 um 21:51 Uhr)

  8. #38
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.989

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    @Moselpirat:
    Ich weiß nicht genau,worauf sich "der Unterschied" bei Dir bezieht. Meinst Du den Unterschied,zwischen (Dir) verständlicher und unverständlicher Aufgabe?

    Ich habe es tatsächlich noch nie erlebt,dass ein Mensch sich von vornherein und ausschließlich auf seinen Defiziten ausgeruht hätte-vorausgesetzt,wir sprechen hier beide von objektiv vorhandenen,pathologisch ausgeprägten Defiziten -und würde hier auch nicht von Aufgabe sprechen können,da nie ein Versuch unternommen wurde.

    Eine ähnliche Haltung kenne ich persönlich nur von Menschen,die sehr wohlhabende Eltern hatten und sich deshalb nie etwas wirklich erarbeiten mussten.

    Bisher ist mir krankheitsbedingt(egal,welche Krankheit)nur Aufgabe nach langem,entkräftenden Kampf begegnet und auch diese war nur eine Momentaufnahme. Mehr kann ich gar nicht sagen,da ich mein Gegenüber (gewöhnlich) nicht so vollständig kenne,dass ich mir auch nur ansatzweise ein Urteil-auch über dessen Leistungsfähigkeit,bzw. Willen zur Veränderung-erlauben dürfte.

    Eine pathologisch "eingeengte" Grenze zeichnet sich doch gerade dadurch aus,dass sie sehr schwer bis de facto nicht verschiebbar ist. In allen anderen Fällen sprechen wir von Normvarianten. Aber ich schweife ab.

    Das die Erfahrung des Scheiterns an sich wichtig ist etc.steht-von meiner Seite aus-gar nicht zur Debatte. Es ist nur wichtig,dass Ausmaß und Häufigkeit in vernünftiger Relation zum zu Erreichenden bleiben,sonst wird es erwiesenermaßen schädlich.

    Ohne Diagnose ist aber die Gewährleistung dieser Verhältnismäßigkeit-selbstverständlich in Abhängigkeit vom Schweregrad-nur im Idealfall einer sehr unterstützenden Umgebung-unterstützend,nicht "pampernd"-möglich,da ohne Wissen um die speziellen Ursachen zu oft unerfüllbare Forderungen gestellt werden. Da gilt die sehr richtige Regel "Fordern und über Grenzen gehen" nur sehr eingeschränkt,da von falschen Voraussetzungen ausgegangen wird.Daher die Wichtigkeit der Diagnose.

    Und wenn ich das nicht selbst so erlebt hätte,müsste ich nur auf viele der hier versammelten Biographien schauen.

    Allerdings stelle ich,genau wie Du,fest,dass die Fragestellung im Grunde unvollständig ist und befürchte gerade unnötiges Aneinandervorbeischreiben.

    Daher klinke ich mich hier ersteinmal aus,um meinen Kopf ein wenig zu lüften.

    LG v. Luftkopf

  9. #39
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Spacetime geeignete Hilfe, um zum Beispiel im beruflichen Feld seine Grenzen kennen zu lernen sind u.a. auch Maßnahmen. Da kann man nämlich selbst, und auch das Amt über einen längeren Zeitraum gucken, in wie weit man belastbar ist, auf Tätigkeiten bezogen, und auch auf Zeit. Wie teamfähig man ist, wie der Umgang mit Vorgesetzten oder unter Druck/Anforderungen ist.

  10. #40
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Luftkopf, mein Posxt bezog sich auf ein Post von heute Nachmittag und nicht auf das vorherige. Tatsächlich wurde, während ich meins schrieb gleich mehrere in der Zwischenzeit gepostet.
    aber auch als Ergänzung zu meinem vorherigen Post.
    aber auch zum Eingangspost . da ging es über Menschen, die sich Adhs als Ausrede nutzen. Ich wollte unterscheiden zwischen "ich hab Adhs, bin halt chaotisch, da muss der Rest der Welt halt damit klarkommen" und einem "ich habe Adhs. ich bin sehr bemüht, das Zusaammenleben/zusammenarbeiten mit mir so machbar wie möglich zu machen und arbeite an mir und meinen Schwächen, aber ich kanns halt nicht 100%ig vermeiden, egal wieviel Mühe ich mir gebe". DIe Posts hier drehten sich so ein bisschen darum, wie man differenziert, ob man das Adhs als Generalausrede (aus) nutzt oder eben nicht. Meine Meinung war, man kann einfach auch unterscheiden, ob sich jemand "richtig" Mühe gegeben hat oder eben nicht, diese Schwächen, die er aufgrund seines Adhs hat, in den Griff zu kriegen. so in etwa. so ganz genau bekomme ich es jetzrt selbst nicht mehr hin

    ich hab das tatsächlich schon öfters erlebt. Nicht nur oder nicht unbedingt direkt und unmittelbar gemünzt auf adhs, aber zumindest auch oft in die Richtung. Wenn mir junge Menschen zu verstehen geben "ich bin halt so, ich will oder kann mich nicht ändern (ohne es je versucht zu haben) , muss der Rest der Welt halt damit klarkommen.". so ein bisschen "das ist das Problem anderer Leute" und ein " ich hab halt Adhs und ihr habt auf mich Rücksicht zu nehmen" bis hin "mein Sohn gibt sich keinerlei Mühe und verlässt sich immer darauf, dass andere ihm die Arbeit abnehmen und für ihn mitdenken und ihm immer wieder die Kastanien aus dem Feuer holen. Aber er ist halt so. also ist es tatsächlich die Aufgabe anderer, ihm auch weiter den Hintern hinterherzurtragen. denn Mein Sohn ist halt so, wie er ist. Also muss der Rest des Umfeldes sich drauf einstellen " (so oder so ähnlich. Man muss sich natürlich nicht wundern, wenn der SOhn nicht erwachsen wird und sich um seine Angelegenheiten selbst kümmert. ).
    und AngeLA sagt, sie habe ähnliches hier auch schon gelesen (siehe eingangspost).

    um da Spreu und Weizen zu trennen, unterscheide ich, ob jemand sich Mühe gegeben hat, eine seiner adhs-gegebenen Schwächen zu "bearbeiten".

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