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Diskutiere im Thema Darf man alles auf das AD(H)S schieben? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #21
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    swiss schreibt:
    Ich benutze das ADHS nicht als Entschuldigung für Fehler die ich gemacht habe.
    Aber bei Eltern von ADHSlern wird vieles mit dem ADHS entschuldigt. (Ist ja super wenn man nie selber schuld ist und immer alles auf das ADHS des Kindes abschieben kann).

    Das ist meine Sichtweise.
    Oder die eigenen Eltern AD(H)S komplett ignorieren und so tun als sei alles bestens.

  2. #22
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    luftkopf33 schreibt:
    Eine Diagnose eröffnet z.B. durchaus unmittelbar Möglichkeiten,Hilfe zu erhalten,die zuvor nicht zugänglich waren. Auch gibt es Einschränkungen,mit denen effektiv umzugehen ohne ursächliche Klärung nicht möglich ist,oder sehr erschwert wird.
    Na klar. Diagnose ist wichtig. Nicht nur für extern und die damit verbundenen Leistungen, sondern auch für einen selber um über die Beschäftigung mit dem was ADS ausmacht sich selbst und die eigenen Reaktionen plötzlich aus einer anderern Perspektive zu sehen. Vielleicht auch dann in der Lage zu sein einen Schitt zurück zu treten, sich beobachtend wahr zu nehmen. Dann kann nach meinem Gefühl Wachstum entstehen.

    Nach meinem Gefühl ging es in den vorigen Posts nicht darum "Schwächen" weg zu leugnen. Für mich geht es eher um die Haltung ob ich negative Lebenserfahrungen oder auch immer wieder auftretende ungangemessene Reaktion auf Andere auf ADS Schiebe und mich damit entschuldige und irgendwie auch aus der Verantwortung für mein Leben ziehe. Ich weiß das das mitunter scheiß schwer ist, daß nicht zu tun, doch ich für mich glaube ich komme nicht weiter, wenn ich sowas auf ADS schiebe. Mein Job ist es eben das täglich neu anzupacken, die Sonne geht auch jeden Tag neu auf.

  3. #23
    Neues Forum-Mitglied

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene(r)
    Alter: 39
    Forum-Beiträge: 142

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    swiss schreibt:
    Aber bei Eltern von ADHSlern wird vieles mit dem ADHS entschuldigt. (Ist ja super wenn man nie selber schuld ist und immer alles auf das ADHS des Kindes abschieben kann).

    Das ist meine Sichtweise.
    Hm, diesen Satz hört man ja öfter. Ich frage mich dann aber oft, ob es aber nicht doch stimmt, daß ADHS eine Entschuldigung ist. Man ist doch auch nicht Schuld an der ADHS des Kindes.
    Man kann das Verhalten bei einem Kind mit ADHS doch nur zu einem gewissen Teil beeinflussen. Könnte ich das Verhalten meines Kindes komplett steuern, wäre mein Kind nicht verhaltensauffällig. Dann hätte es auch keine Diagnose.

    Ich habe noch keine Eltern kennengelernt, die sich auf der Diagnose ausgeruht haben.

  4. #24
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 327

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Ich meine damit: einfach die Antwort mein Kind hat ADHS gibt ja Tabletten gegen ist eine einfache Entschuldigung.
    Das vielleicht etwas mit der Erziehung nicht ganz stimmt kann ja auch aufs ADHS geschoben werden. Das meine ich damit.

  5. #25
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.790

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    luftkopf33 schreibt:
    Die haben ja auch keine ADHS.



    Mag für Dich stimmen. Für mich gar nicht.
    Abgesehen davon,dass ich meine Stärken vorher auch schon kannte-wirklich nutzen konnte ich sie nicht. Und ich meine "konnte". Nicht "dachte,nicht zu können" o.Ä.

    Eine Diagnose eröffnet z.B. durchaus unmittelbar Möglichkeiten,Hilfe zu erhalten,die zuvor nicht zugänglich waren. Auch gibt es Einschränkungen,mit denen effektiv umzugehen ohne ursächliche Klärung nicht möglich ist,oder sehr erschwert wird.

    ich schrieb ja auch "die meisten", siehe Profile "Diagnose im Erwachsenenalter".

    ich aber hab Adhs und gehe damit so auch um. Zumindest ich fahre damit recht gut.

    ich weiss nicht, was ich zu nicht nutzbaren Stärken sagen soll. Außer: immerhin kennst du sie.

    - - - - - - - - - - Beiträge zusammengeführt (< 3 Minuten Zeitunterschied) - - - - - - - - - -

    swiss schreibt:
    Ich meine damit: einfach die Antwort mein Kind hat ADHS gibt ja Tabletten gegen ist eine einfache Entschuldigung.
    Das vielleicht etwas mit der Erziehung nicht ganz stimmt kann ja auch aufs ADHS geschoben werden. Das meine ich damit.

    ich weiss, was du meinst. Man kann damit Verantwortung, Auftrag und nachträglich auch eigenes Versagen recht nett entschuldigen. kenne ich leider sehr oft.

  6. #26
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Moselpirat schreibt:
    ich weiss, was du meinst. Man kann damit Verantwortung, Auftrag und nachträglich auch eigenes Versagen recht nett entschuldigen. kenne ich leider sehr oft.
    Ich kenne das auch und ich bin der Meinung, es ist oft ein recht schmaler Grad zwischen "Ausrede" und tatsächlicher Einschränkung im Vgl. zu Nicht-ADHSlern.

    Es bringt meiner Meinung nach nichts, sich ständig auf das ADHS zu berufen, wenn etwas wiederholt nicht klappt (gibt es wirklich keine andere Ursache, die nichts mit ADHS zu tun hat? auch den Normales fliegt nicht alles einfach so zu), andererseits bringt es genauso wenig was, sich ständig selbst fertig zu machen, weil bestimmte Dinge eben einfach nicht funktionieren aufgrund des ADHS.

  7. #27
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.982

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Wapi schreibt:
    Na klar. Diagnose ist wichtig. Nicht nur für extern und die damit verbundenen Leistungen, sondern auch für einen selber um über die Beschäftigung mit dem was ADS ausmacht sich selbst und die eigenen Reaktionen plötzlich aus einer anderern Perspektive zu sehen. Vielleicht auch dann in der Lage zu sein einen Schitt zurück zu treten, sich beobachtend wahr zu nehmen. Dann kann nach meinem Gefühl Wachstum entstehen.

    Nach meinem Gefühl ging es in den vorigen Posts nicht darum "Schwächen" weg zu leugnen. Für mich geht es eher um die Haltung ob ich negative Lebenserfahrungen oder auch immer wieder auftretende ungangemessene Reaktion auf Andere auf ADS Schiebe und mich damit entschuldige und irgendwie auch aus der Verantwortung für mein Leben ziehe. Ich weiß das das mitunter scheiß schwer ist, daß nicht zu tun, doch ich für mich glaube ich komme nicht weiter, wenn ich sowas auf ADS schiebe. Mein Job ist es eben das täglich neu anzupacken, die Sonne geht auch jeden Tag neu auf.
    Stimme Dir absolut zu.
    Bezüglich des von mir hervorgehobenen Teilstücks gibt es,meiner Meinung nach,durchaus einen Mittelweg.

    Soll heißen: Es ist mir durchaus möglich,die ADHS als Ursache bestimmter,wiederholt auftetender,Schwierigkeiten anzunehmen,so sie es denn ist,und dabei trotzdem die Verantwortung für mein Leben bei mir selbst zu lassen.

    Die Tatsache,dass ich in einigen Bereichen zu kämpfen habe,entbindet mich nicht von der Verantwortung,im Rahmen meiner Möglichkeiten an mir zu arbeiten.

    Für mich existiert der in diesem Thread teilweise postulierte Widerspruch gar nicht. Daher,glaube ich,auch meine Irritation ob einiger Aussagen.

    Ich würde nicht von "auf ADHS schieben" sprechen,denn,wie zuvor geschrieben,ich schiebe nichts. Was da ist,muss ich nicht schieben und wenn ich schieben müsste,um mit mir selbst im Reinen zu sein,würde ich mir Gedanken machen.

    Auch für Gesunde ist das Leben kein Ponyhof und wenn die Hürden nicht messbar größer wären,waren Diagnose und Behandlung,imho, völlig unsinnig.


    LG v. Luftkopf

  8. #28
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    summerset schreibt:
    Ich kenne das auch und ich bin der Meinung, es ist oft ein recht schmaler Grad zwischen "Ausrede" und tatsächlicher Einschränkung im Vgl. zu Nicht-ADHSlern.

    Es bringt meiner Meinung nach nichts, sich ständig auf das ADHS zu berufen, wenn etwas wiederholt nicht klappt (gibt es wirklich keine andere Ursache, die nichts mit ADHS zu tun hat? auch den Normales fliegt nicht alles einfach so zu), andererseits bringt es genauso wenig was, sich ständig selbst fertig zu machen, weil bestimmte Dinge eben einfach nicht funktionieren aufgrund des ADHS.

    Nicht jeder kann und soll die gleichen Anforderungen gleichermaßen zufriedenstellend erreichen.

    Ich kann mir z.B. kein Smalltalk antun, da fang ich an mich zu Tode zu langweilen,
    aber ich könnte jemanden, der einfach einen Menschen zum zuhören brauch, meine ganze Aufmerksamkeit schenken.

    Früher konnte ich Wartezimmer um's verrecken nicht ausstehen, heute sitze ich dort und 30min. sind bei mir schneller rum als man denkt.
    Nicht mehr Hyperaktiv zu sein hat seine Vorteile, dafür spielt sich bei mir so ziemlich alles im Kopf ab.

    Ich kann vieles nicht, aber nicht wegen AD(H)S, sondern weil ich es einfach nie versucht habe.

    Ich hab Koch "gelernt" (hab eigentlich nichts nennenswertes erlernt in der Zeit) kann aber mit dem Beruf nichts anfangen,
    das liegt an der Arbeitsweise und dem Tempo, nicht unbedingt an meiner Unfähigkeit, kreativ kann ich auf druck auch nicht sein.
    Am liebsten würde ich alles perfekt machen, muss aber recht schnell einsehen das die Ergebnisse nie meinen Erwartungen entsprechen.
    Das kann an AD(H)S liegen oder einfach an der Tatsache das ich als Kind einfach immer alles ohne Anstrengungen alles hinterher geworfen
    bekommen habe, nicht das ich reiche Eltern habe oder so, komm aus der unteren Mittelschicht.

    Das was ich allerdings wirklich wollte, habe ich nie bekommen!

    Man wird also dazu erzogen schnell aufzugeben, hat man dann noch AD(H)S ist das idealer Nährboden
    für alle möglichen Probleme im Leben, mangelnde Selbsteinschätzung führen zu einem geringen Selbstwertgefühl.

    Ob man AD(H)S als "ausrede" benutzen möchte muss jeder für sich selbst entscheiden.
    Ein blinder kann auch die Welt mit offenen Augen sehen oder wegschauen.

    A Bird that never learned to fly, will end up dead on the ground.

  9. #29
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.933

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Und vielleicht ist es auch an der Zeit, dass wir uns ein kleines bisschen Stolz drauf erlauben, dass wir uns zumeist jeden Tag erneut in den Ringkampf begeben, weiter suchen und an uns arbeiten?

    Ich denke zumindest auch das ist eine der Leistungen, die ich zumindest 2016 etwas mehr würdigen möchte. - Nicht, dass ich damit andere Leistungen von anderen Menschen herabsetzen möchte. Ich möchte nur einmal auch meine eigene Leistung endlich selbst mehr anerkennen. Ich empfinde das nämlich durchaus als einen positiven Zug und ich finde, das habe ich mir verdient, das auch anzuerkennen.

  10. #30
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 499

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Mistwalker schreibt:
    Am liebsten würde ich alles perfekt machen, muss aber recht schnell einsehen das die Ergebnisse nie meinen Erwartungen entsprechen.
    Das kann an AD(H)S liegen oder einfach an der Tatsache das ich als Kind einfach immer alles ohne Anstrengungen alles hinterher geworfen
    bekommen habe
    Das ist ja letztendlich genau das, was ich meine. Dass man eben oft nicht auseinanderhalten kann, was nun mit ADHS zu tun hat oder eben mit ganz anderen Dingen.

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