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Diskutiere im Thema Darf man alles auf das AD(H)S schieben? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #11
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.785

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    ich glaub , mitunter muss man sich hier auch nur mal aus. hier schaut ja niemand erstmalig in das Forum, wenn alles im Leben glatt läuft, er sein Adhs gar nicht merkt, sondern frisch verliebt ist und alles im Griff hat und eine glänzende Karriere vor sich.

    Es kann sein, dass einer gerade in einem Tief hängt und sich hier mal ausjammert. Das heißt nicht, dass er ein Dauerjammerer ist und die nächsten 50 Jahre nur noch Wunden leckt. Mitunter ist es vielleicht auch einfach fehlende Geduld.

    Und ein Rat an die, die das Gefühl haben, dass ihr Leben versaut ist und sie sind gerade mal 27 und haben "noch immer" kein Haus, kein Auto, keine Ehe, denen rate ich zur GEduld. Und auch mal zur Überlegung, was wohl das größere Handicap im Leben sein kann: ein Adhs oder die Einstellung, schon ganz zu Beginn des Lebens "dass ihr Leben versaut ist". ich rate da zu mehr Geduld, ihr seid erst am Anfang Eures Weges.

    ich glaub, darauf will Aggi hinaus. Es gibt Menschen, die leben im Rollstuhl und werden das auch alles nicht erreichen. Die können hingehen und ihr Leben abschreiben, weil ein Unfall ihnen ihr Leben versaut hat oder sie können einfach weitermachen. im Extremfall sogar bei den Paralympics.

    Es gibt in der Psychologie die "selfullfilling prophecy", die selbsterfüllende Prophezeiung.

    Niemand sagt, dass es leicht wird, aber es steht nirgendswo geschrieben, dass euer Leben versaut sein wird. In 5 oder 10 Jahren kann alles wieder anders aussehen. Gebt nicht zu BEginn des Rennens schon auf. Kommt ruhig her und jammert und heult und tut euch selbst leid. SO lange es nur ein Augenblick oder eine kurze Phase währt. Aber dann ergreift ihr wieder die Initiative und jedes kleine Fitzelchen Trotz und Energie , welches ihr in euch finden könnt und dann macht was draus. Das muss kein Eigenheim und keine NObelkarosse werden, das kann auch ein euch ausfüllendes Ehrenamt oder eine Leben für den Sport werden aber findet einen Weg, in eurem Leben zufrieden und glücklich zu werden. vielleicht nicht mehr dieses Jahr, vielleicht auch nicht nächstes Jahr. aber irgendwann.

  2. #12
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    luftkopf33 schreibt:

    Die Probleme,für die die ADHS direkt (auch ganz ohne Komorbiditäten) verantwortlich ist,muss man nicht "auf sie schieben". Man darf jedoch aus dem,was man an Stärken hat, das Beste machen. Was sehr viel einfacher ist,wenn man weiß,was die Ursache der Schwierigkeiten ist und Wege findet,damit umzugehen.
    Ob (m)ein Leben durch ADHS verpfuscht wurde,entscheidet sich wohl erst am Ende desselben.
    LG v. Luftkopf
    Ne dass entscheidet sich nicht erst am Ende, denn es entscheidet sich eigentlich nie.

    Ist ADS Teil von einem, ist es das, da erblich, von Geburt an. Dh das Leben kann nicht durch ADS verpfuscht werden, es ist ein Leben mit ADS.

    Entscheiden oder beeinflussen kann ich alleine meine Haltung dazu. Für mich ist auch weniger der Umstand wichtig ADS irgendwie als Ursache zu sehen, sondern zu sehen, wie genau ist die Ausprägung bei mir. Wo zeigen sich bei mir Besonderheiten, wie kann ich sie beobachten und ggf. wandeln und entwickeln.

    Auch bei nicht ADS'lern ist das Leben kein Rosengarten. Auch sie haben im Leben ihre Erfahrungen und Grenzen. Vielleicht ist manches einfacher, aber weiss ich es? Bin ich mir sicher? Bin ich mir wirklich sicher, dass es dem jewilig anderen der mir gerade über den Weg läuft, bestimmt besser geht als mir?

    Für mich ist klar, dass es sicher ab und zu Punkte gibt wo wir anders sind als andere und auch nicht anders können. Je nach Umfeld kann es dann sinnvoll sein, dass die Umwelt um meine Besonderheit weiss. Doch wer ADS als Schild vor sich her trägt, nach innen, wie nach aussen und auf alles was er bei sich selbst damit in Verbindung sieht, mit dem Finger zeigt, der macht sich selbst zum Opfer seiner selbst, weil ADS ist ein Teil des eigenen Selbst, der eigenen Persönlichkeit.

    Ich wünsche heute an Weihnachten zum Fest des Friedens jedem seinen eigenen Frieden mit sich selbst.
    Dann kommt der Friede mit den anderen von selbst.
    Liebe Grüsse Wapi
    Geändert von Wapi (26.12.2015 um 12:33 Uhr)

  3. #13
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Was soll mir das denn sagen?

    "Wie meine Ausprägung ist" kann man nur erkennen und verstehen,wenn man herausgefunden hat,was sich da ausprägt und selbstverständlich "verpfuscht" nicht die ADHS irgendetwas,sondern die Folgen/Beeinträchtigungen können,bei entsprechender Ausprägung, dazu führen,dass ein Mensch sein (bisheriges) Leben so wahrnimmt. Was allerdings immer nur eine Momentaufnahme sein kann.

    "Es" kann sich natürlich auch nicht entscheiden,sondern ich könnte,wenn ich denn wollte,am Ende ein solches Urteil sprechen. Wozu aber die Wortklauberei?

    Für den Rest Deines Beitrags finde ich in Meinem partout keine Vorlage und möchte(unabhängig davon) auch lieber nicht näher darauf eingehen.
    Geändert von luftkopf33 (26.12.2015 um 15:00 Uhr)

  4. #14
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 5.926

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Ich sehe hier viele Kämpfer und Stehaufmännchen ... Menschen, die es immer wieder versuchen ... Die ihren Weg suchen, teilweise auch nach und nach finden und gehen und dabei noch eine Menge über sich und Menschen im Allgemeinen lernen.

    Aber es kommt sicherlich auch darauf an, wo man gerade steht. Wer gerade frisch die Diagnose hat und die Berührungspunkte vorher noch nicht so hatte, der fällt vermutlich erst einmal in ein Loch bevor die Erleichterung kommt, dass das "Kind" endlich einen Namen hat. Das ist u. U. auch der erste Schock, denn AD(H)S ist ja nun einmal nichts, was irgendwann mal wieder weggeht.

    Und dazu kommt, dass man zwischendurch auch mal kräftig Frust schieben kann, wenn mal wieder gerade so gar nichts klappt. Passiert leider immer wieder mal.

    Aber dennoch die meisten hier rappeln sich wieder auf und machen weiter ... Sie gehen eben nicht den üblichen Weg, das macht es schwerer, weil sie eben nicht auf ausgetretenen Pfaden wandeln, sie müssen sich ihren Weg erst suchen und wandern sie Strecke zum ersten Mal. Das bedeutet eben auch Rückschritte, Stehenbleiben, Verharren, aber auch nach und nach Fortschritte ... Aber dennoch habe ich hier nur ganz, ganz selten erlebt, dass einer wirklich aufgegeben hat ... Die, die hier im Forum sind und bleiben, die wollen eigentlich weitermachen und etwas verändern - deswegen sind sie hier.

    Und ich habe hier schon ganz tolle Fortschritte erlebt, für die ich mich wirklich von Herzen mit freuen konnte!

  5. #15
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen:
    Forum-Beiträge: 275

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Lieber Luftkopf33,

    Dein Beitrag bzw. eigentlich nur das Thema Entscheidung am Ende des Lebens, waren für mich ein Impuls meine eigenen Gedanken die dadurch ausgelöst wurden zu schreiben. Ich versuchte deshalb alleine in der Ich-form zu schreiben und auch das imperative "man" zu vermeiden. Ich bitte nichts davon als Kritik zu verstehen.

  6. #16
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Oh,alles klar. Da hab' ich wohl etwas überreagiert,sorry.

  7. #17
    Bin hier neu, seid lieb zu mir

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 22

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Ich sehe es auch nicht als "auf mein ADHS schieben", wenn ich mir eingestehe, dass ich etwas aufgrund dieser Erkrankung nicht so hinkriege wie andere. An zweiter Stelle muss dann jedoch sofort eine Überlegung folgen, was ich dann anders machen muss als andere, um zu einem zufrieden stellendem Ergebnis zu kommen. Was auch erstaunlich gut funktioniert, zB durch Absicherung einer zweiten Person, die am Ende noch mal drüber guckt, weil ich zu schusselig war oder Hilfsmittel aus der wunderbaren Welt der Unterhaltungselektronik.

  8. #18
    bin eine Piratin

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 51
    Forum-Beiträge: 1.785

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Normalos schauen, wenn sie sich zB für einen Beruf entscheiden nur auf ihre Stärken und Schwächen und nicht darauf, warum sie die haben oder was wäre wenn dem nicht so sei
    Ich habe Wortfindungsschwierigkeiten und bin oft unkonzentriert, aber ich bin sehr kreativ und gut im selbstmangament, weil ich es von früh auf gelernt habe.
    was kann ich damit in meinem Leben anfangen und wie gestalte ich es am besten, um meine Schwächen im Griff zu haben und meine Stärken zu nutzen.
    So gehen sie an ihr Leben ran und nicht "das Adhs in meinem Leben ist schuld daran..."

    Adhs ist ja kein Fremdkörper in euch oder eine andere Person, Adhs beschreibt zunächst einmal einfach recht umfassend einen Teil eurer Persönlichkeit.

    Nicht vergessen: die meisten von uns kennen ihre Stärken und Schwächen erst mal "ohne Begrüundung" kennen und damit umzugehen, erst später kommt meist die Diagnose hinzu, die erklärt _warum_ sie so sind wie sie sind. Ich denke, man sollte die erste Sichtweise durchaus oft beibehalten. Man erkennt natürlich mit der Diagnose seine Schwächen und Stärken besser, aber es ändert erst mal nichts unmittelbar

  9. #19
    Erklärbärchen

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 4.977

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Moselpirat schreibt:
    was kann ich damit in meinem Leben anfangen und wie gestalte ich es am besten, um meine Schwächen im Griff zu haben und meine Stärken zu nutzen.
    So gehen sie an ihr Leben ran und nicht "das Adhs in meinem Leben ist schuld daran..."
    Die haben ja auch keine ADHS.

    Moselpirat schreibt:
    Nicht vergessen: die meisten von uns kennen ihre Stärken und Schwächen erst mal "ohne Begrüundung" kennen und damit umzugehen, erst später kommt meist die Diagnose hinzu, die erklärt _warum_ sie so sind wie sie sind. Ich denke, man sollte die erste Sichtweise durchaus oft beibehalten. Man erkennt natürlich mit der Diagnose seine Schwächen und Stärken besser, aber es ändert erst mal nichts unmittelbar
    Mag für Dich stimmen. Für mich gar nicht.
    Abgesehen davon,dass ich meine Stärken vorher auch schon kannte-wirklich nutzen konnte ich sie nicht. Und ich meine "konnte". Nicht "dachte,nicht zu können" o.Ä.

    Eine Diagnose eröffnet z.B. durchaus unmittelbar Möglichkeiten,Hilfe zu erhalten,die zuvor nicht zugänglich waren. Auch gibt es Einschränkungen,mit denen effektiv umzugehen ohne ursächliche Klärung nicht möglich ist,oder sehr erschwert wird.


  10. #20
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Forum-Beiträge: 323

    AW: Darf man alles auf das AD(H)S schieben?

    Ich benutze das ADHS nicht als Entschuldigung für Fehler die ich gemacht habe.
    Aber bei Eltern von ADHSlern wird vieles mit dem ADHS entschuldigt. (Ist ja super wenn man nie selber schuld ist und immer alles auf das ADHS des Kindes abschieben kann).

    Das ist meine Sichtweise.

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