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Diskutiere im Thema Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern? im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
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Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #51
    ellipirelli

    Gast

    AW: Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern?

    wenn das DEIN Weg ist und er dir hilft, sei er dir gegönnt (Dir helfen ja auch Energietropfen gegen ADHS..... )

    Aber Verzeihen macht NICHTS geschehenes ungeschehen--- und ich bin absolut allergisch gegen dies "Verzeihen-Geseier"..

  2. #52
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern?

    Thorwald schreibt:
    Mit den Eltern „abschliessen“ heißt für mich in erster Linie,
    Mir ist völlig egal, was das für dich heißt. Dein Missionierungsdrang kommt bei mir nicht an!

  3. #53
    Kennt sich hier aus

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Forum-Beiträge: 998

    AW: Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern?

    Hirnverleih schreibt:
    Jetzt würde mich mal interessieren, wie du mit dem Alltag zurechtgekommen bist. Also wie hast du ab da die Sachen erledigt, die bis dahin deine Mutter gemacht hat (Wäsche machen, Essen)?
    naja! meine mutter war mir als mensch sehr wichtig (unabhängig von wäsche machen oder kochen). ich wollte damit nur ausdrücken, dass es ein sehr enges verhältnis war, das aus gegenseitigkeit beruht (dafür habe ich für meine mutter viele andere dinge erledigt, wofür die ebenso wie ich dankbar war ((der gegenseitige hilfe)).

    ich komme sehr gut ohne meine mutter aus was wäsche und kochen anbelangt. dennoch vermisse ich sie und würde ein teil meines lebens geben damit sie wieder hier ist. sie konnte mir gesellschaftlich nie viel bieten und war eine einfache frau (gesellschaftlich gesehen - für mich selbst war sie die größte und wird es immer bleiben).

    sie hat mir mehr werte beigebracht als so mancher "angesehender" dieser gesellschaft.

    über 50 jahre gearbeitet, nebenbei eine großfamilie aufgezogen - wo es immer eine anständige wohnung gab und anständiges zu essen. keinen cent unterschlagen. dennoch mussten ich / wir am ende ihres lebens zur beerdigung etwas beitragen, damit sie halbwegs anständig beerdigt wird. ich habe es gerne getan und meiner mutter letzten wunsch erfüllt.

    es ist keine "schande", wenn die mutter einen gerne das essen und die wäsche macht (nach einen langen arbeitstag) und man sich gegenseitig unterstützt. sie hat es gerne getan. dafür war ich immer für sie da, wenn sie mich gebraucht hat (selbst wenn sie meine wäsche und essen nicht gemacht hätte).
    Geändert von spacetime (14.01.2016 um 22:32 Uhr)

  4. #54
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Forum-Beiträge: 85

    AW: Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern?

    Hirnverleih schreibt:
    Mir ist völlig egal, was das für dich heißt. Dein Missionierungsdrang kommt bei mir nicht an!
    Verzeiht, ich wollte niemand zu nahe treten. Ich fühle mich ja sehr zurückgestoßen
    Ich verstehe, wenn man sich noch so stark verletzt fühlt kann man (auch sich selbst) noch nicht verzeihen.
    Wie auch immer: für Frieden mit sich selbst "missionieren" - das kann nur nobel sein.

  5. #55
    Ist öfter hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Interessiert/Eigenverdacht auf ADHS / ADS
    Alter: 41
    Forum-Beiträge: 106

    AW: Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern?

    Thorwald schreibt:
    Verzeiht, ich wollte niemand zu nahe treten. Ich fühle mich ja sehr zurückgestoßen
    Ich sehe da eine Ursache für dein Gefühl, zurückgestoßen zu werden: Du willst nicht akzeptieren, dass es neben deinem Weg noch einen anderen Weg gegen kann oder dass dein Weg für andere nicht gangbar ist.

    So eine Einstellung hatte ich auch mal. Wenn ich eine Lösung gesehen hatte, dann mussten alle anderen diese Lösung auch als richtig anerkennen. Alternativen konnte es nicht geben, weil ich schon die richtige Lösung hatte, DIE Lösung.
    Thorwald schreibt:
    Ich verstehe, ...
    Tust du nicht! Du hast noch nicht verstanden, dass anders Menschen anders sind als du.

    Du hast FÜR DICH einen Weg gefunden, der es DIR ermöglicht, mit DEINEN Eltern ins Reine zu kommen. Das heißt aber noch lange nicht, dass der gleiche Weg auch bei anderen funktioniert.
    Thorwald schreibt:
    wenn man sich noch so stark verletzt fühlt kann man (auch sich selbst) noch nicht verzeihen.
    Die Ursache, die du nennst, mag bei dir gegolten haben oder gelten, das heißt aber noch lange nicht, dass sie auch für andere Personen Gültigkeit hat. Und weil du das nicht erkennst, machst du hier einen auf Missionar und versuchst suggestiv zu arbeiten. Du willst hier anderen einreden, dass es so ist wie du das für richtig hälst.

  6. #56
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: Ärztliche Verdachtsdiagnose auf ADHS /ADS
    Alter: 32
    Forum-Beiträge: 9

    AW: Wieviel Kontakt habt ihr zu euren Eltern?

    Hallo Susilein

    Deine Beitrag zu lesen war traurig und erleichternd zugleich.

    ich weiss, dass ich nicht die Einzige da draussen bin, die in einer disharmonischen Familie aufgewachsen ist, aber trotzdem dachte und denke ich immer wieder: "What the hell??"

    Ich bin als Einzelkind aufgewachsen. Meine Mutter trennte sich von meinem Vater als ich ca. 9 Monate alt war. Die beiden waren nicht verheiratet - wollten beide nicht, hat auch so gepasst. Mich stört es auch nicht.
    Meinen Dad hatte ich das letzte Mal mit ca. 4 Jahren gesehen, danach nie wieder. Ich wünsche mir nichts mehr als ihn mindestens noch 1x in meinem Leben sehen zu dürfen, denn ich möchte ihn wirklich gerne wiedersehen und einen Neustart mit ihm machen. Ob er das will ist die andere Frage, aber das ist eine andere Geschichte...

    Meine Mam liebe ich über alles. Und ich weiss auch, dass sie mich über alles liebt. Sie war stets für mich da und hat mir so einige Male den A* gerettet. Und sie hat mir vieles ermöglicht. Dafür werde ich ihr auch für immer unendlich dankbar sein.
    Dennoch ist das Verhältnis zwischen uns recht Zwiespältig. Meine Mam war einst schwere Alkoholikerin. Heute hat sie den Alk viel besser im Griff als früher, aber auch heute greift sie, wenn sie mal wieder einen Wutanfall gehabt hat, sofort zu einem Glas whatever. In dieser Hinsicht bin ich wohl völlig "gestört", oder, um es milder auszudrücken, so was wie traumatisiert. Warum? Von Klein auf ging ich regelmässig durch die Hölle - meine Mam war alleinerziehend, z.T. völlig überfordert und verbale sowie physische Gewalt wurden zu einem "normalen" Bestandteil meines Alltags. Seit ich denken konnte hatte ich vor meiner Mutter Angst. Das blieb bis fast Ende zwanzig so. Ja, klingt verrückt, aber es ist so.

    Meine Mam war einerseits immer total offen und easy, andererseits hielt sie mich in einem Käfig gefangen: Liebesentzug, mich mit Geschenken überhäufen, um das "Zuwendungs-Defizit" zu "füllen", und ein fast tägliches Szenario von "Zuckerbrot und Peitsche."

    Meine ADS und Hochsensibilität wurde gerade mal vor ca. 1 Jahr offiiziell diagnostiziert. Da war ich 29 jahre alt. Ich ging fast meine ganzes Leben lang durch die Hölle, was die Eigenetwicklung anging, denn meine Mutter bevormundete mich permanent, regelte meistens alles selbst, weil sie keine Nerven hatte mir Dinge beizubringen, oder mich mal machen zu lassen.

    Sie tut das heute noch... Ich bin seit den letzten 1.5 Jahren 2-3x nacheinander für ein paar Monate nicht mehr zu ihr und ihrem WG-Mitbewohner gefahren, weil ich es einfach so satt hatte. So dermassen satt. Die beiden haben sich in mein Leben eingemischt noch und nöcher. 2013 bin ich von zu Hause wortwörtlich davongerannt: damals packte ich das Allernötigste zusammen und bin mit meinem damaligen Freund in eine Wohnung gezogen. Mir war egal wo, hauptsache weg von zu Hause. Ich hielt das nicht mehr aus: Diese ständige Ausquetscherei, Bevormundung und Intoleranz sowie Respektlosigkeit gegenüber mir und meiner Art zu leben, und der Person, die ich bin machte mich kaputt. Es ging soweit, dass ich 2014 in die psychiatrische Klinik eingewiesen wurde. Ich konnte einfach nicht mehr. Der ständige Druck auf Arbeit, dann die Hölle zu Hause und von allen anderen Seiten auch noch ertrug ich einfach nicht mehr. Es gab sogar eine Zeit, da wollte ich einfach nicht mehr leben. Ich hätte mir nie was antun können, aber der Wunsch einfach nicht mehr zu SEIN war sehr stark gewesen... Lieber im Himmel als hier in dieser Hölle, dachte ich damals...

    Ich weiss noch als ich meiner Mutter vorsichtig über meine Diagnose erzählen wollte. Ich werde ihre Aussage nie vergessen: "Das ist Blödsinn. Du hast nicht dieses...AD-dingsbums: du hattest einfach bloss eine katastrophale Kindheit und Jugend - für das übernheme ich die Verantwortung, weil ich mehr damit beschäftig war zu saufen statt zu kucken, wie es meiner Tochter geht. Ich hätte dich nie so oft ausgehen lassen sollen: mein ganzer Kontrollverlust (!!!) führte dazu, dass du schlampig warst in der Schule und es zu nichts gebracht hattest. Diese "Diagnose" ist nur wieder eine Ausrede - du wolltest einfach nicht und willst auch jetzt nicht. Du bist nicht "krank" (!!), mit dir ist alles in Ordnung (!!!!!!). Du lässt dich ständig von anderen manipulieren (!!!!!!!!!!!!!!!) und lässt dir so ne Sch*e einreden."

    Das war mein erster und letzer Versuch. Und einer meiner letzten Besuche für ne lange, lange Zeit. Ich wurde 2015 30 Jahre alt und werde z.T. immer noch behandelt wie ein kleines Mädchen. Mittlerweile hat sich das zwar alles schon sehr viel gebessert, aber meine Mam hat heute noch diese Schübe. Und die sind immer so übelst anstrengend...

    Dass sie ihre Perspektiven ändern muss wurde ihr erst nach und nach und sehr langsam klar - als es dann aber einschlug redete sie plötzlich über alles Mögliche mit mir. Unter Tränen. Sie bat auch immer wieder um Verzeihung.

    Wie gesagt: Ich kenne die Güte, die in meiner Mam innewohnt, aber die Bevormundung, das Alkproblem und das restliche Gedöns hat im Grunde genommen mit mir persönlich nichts zu tun. Ich habe erkannt, dass sie alles immer auf mich abgewälzt hatte, weil meine Mam niemanden hatte. Seit meinem Dad keinen Partner mehr hatte, keine wirklichen Freunde. Ich musste alles "ersetzen" und als ich mich dann nicht ihren Wünschen nach entwickelte und später völlig aus der Reihe tanzte ging wohl alles mit ihr durch. Sie "bestrafte" mich für etwas wofür ich nie etwas konnte, sah nur meine Fehltritte und Schwächen und verstand mich einfach nicht - wie denn, wenn das Kind neurologisch völlig anders "tickt." Man hätte meine ADS schon als Kind diagnostizieren können, aber meine Mutter wollte nie auf irgendjemanden hören...

    Sorry für den ellenlangen Text, aber es sprudelte einfach aus mir heraus...

    Diese Abnabelung findet auch bei mir statt und ist ein schwieriger Prozess, da ich unbewusst auf Koabhängigkeit "gedrillt" wurde. Ausserdem erfahre ich teilweise extreme Widerstände seitens meiner Mam und das macht es nicht gerade einfacher. Aber es muss sein und ich will das auch ganz durchziehen. Es ist MEIN Leben - darüber entscheide ICH und nicht sie. Dir geht es wahrscheinlich ähnlich.

    Meine wenigen Ex-Freunde, die ich an meiner Seit hatte, mochten meine Mam, aber kamen auch eher selten mit mir mit, denn es gab keinen Mann an meiner Seite an dem meine Mutter mal etwas nicht auszusezten hatte. Sie sagte es ihnen nie persönlich - aber ich überbrachte die "Nachricht", weil ich sowas nicht für mich behalten wollte&konnte. Das ist auch der Grund warum ich meinen künftigen Partner nicht mehr ankündigen werde. Weder gross darüber sprechen werde, noch wirklich vorstellen werde. Weil ich es einfach satt habe... Meine Mam nimmt Beziehungen auch nicht ernst: auch ein Produkt von ihrem Verlust und hat -erneut- nichts mit mir zu tun...

    Wie gesagt: die Abnabelung ist ein harter Prozess, aber es haben sich mittlerweile schon einige Blockaden gelöst seit ich das durchziehe... Das Verhältnis zu meiner Mam wird wohl immer "gespalten" bleiben, aber ich weiss auch die schönen und harmonischen Momente zu schätzen und versuche zu den anderen Sachen den gesunden Abstand zu finden. All das braucht Zeit und Geduld...

    Wünsche dir viel Kraft - mach dein Ding, lass dich nicht unterkriegen. Wir schaffen das!

    Liebe Grüsse.

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