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Diskutiere im Thema Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein! im Forum ADS ADHS bei Erwachsenen
bei ADHS bei Erwachsenen Forum
Allgemeine Fragen, Antworten und Hilfe rund um ADHS bei Erwachsenen und ADS bei Erwachsenen
  1. #31
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Mistwalker schreibt:

    *Ah, morgen ist mir das alles wieder voll unangenehm was ich hier gepostet habe, blöde Stimmungsschwankungen!*

    Ps: Genau das habe ich jetzt gerade. Muss mich zusammenreißen das ich meine Beiträge nicht wieder entferne vor Scham :-( -- :-)

  2. #32
    Karisa

    Gast

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    EinFreund schreibt:
    Ps: Genau das habe ich jetzt gerade. Muss mich zusammenreißen das ich meine Beiträge nicht wieder entferne vor Scham :-( -- :-)
    Ich denke, dann würde Deine Beiträge hier fehlen. Da gibt es nichts zum Schämen. Es ist wie es ist und es darf so sein wie es ist. Wichtig ist, wie Moselpriat schon erwähnte, der Umgang damit. Und dafür ist es gut, so ein Thema zu schreiben und zu lesen, dass es anderen ähnlich ergangen ist oder ergeht. Es ist wichtig, denke ich, verstanden zu werden. Im Austausch bekommen wir vielleicht neue Ideen, die uns möglicherweise das Leben sehr erleichtern könnten.

    Aber gut, mach es, wenn es Dir dann besser geht.

    Ich lasse meine Beiträge da stehen, aber ich schreibe momentan nichts dazu, sondern das was noch so alles in meinem Kopf herum schwirrt, schreibe ich für mich ganz privat.

    Das Thema triggert ganz gewaltig. Ich muss auf mich aufpassen, damit es mich nicht aus der Bahn wirft und deshalb bin ich hier mal zurückhaltend, auch weil das hier ganz öffentlich ist.

  3. #33
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Karisa schreibt:
    Ich denke, dann würde Deine Beiträge hier fehlen. Da gibt es nichts zum Schämen. Es ist wie es ist und es darf so sein wie es ist. Wichtig ist, wie Moselpriat schon erwähnte, der Umgang damit. Und dafür ist es gut, so ein Thema zu schreiben und zu lesen, dass es anderen ähnlich ergangen ist oder ergeht. Es ist wichtig, denke ich, verstanden zu werden. Im Austausch bekommen wir vielleicht neue Ideen, die uns möglicherweise das Leben sehr erleichtern könnten.

    Aber gut, mach es, wenn es Dir dann besser geht.

    Ich lasse meine Beiträge da stehen, aber ich schreibe momentan nichts dazu, sondern das was noch so alles in meinem Kopf herum schwirrt, schreibe ich für mich ganz privat.

    Das Thema triggert ganz gewaltig. Ich muss auf mich aufpassen, damit es mich nicht aus der Bahn wirft und deshalb bin ich hier mal zurückhaltend, auch weil das hier ganz öffentlich ist.

    Ich lasse es stehen.

    Das Private aufschreiben bin ich leid. Ich hab ca 90 Komplett vollgeschriebene Din4 Hefte hier liegen.

    das bringt nun mir persönlich nichts mehr. Ich will meine Gedanken Teilen aber ich schäme mich dafür.

    Ich finde das das Reden die Wichtigste Funktion ist um sich weiterzuentwickeln. Es tut gut auch wenn

    die scham da ist.

    Keiner möchte dich mit dem Thema aus der Bahn werfen, entschuldige.

    Aber du sollst wissen, wenn du Reden möchtest, stehe ich gerne zur verfügung. Egal was es ist .-)


    Gruss EinFreund

  4. #34
    Karisa

    Gast

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    EinFreund schreibt:

    Keiner möchte dich mit dem Thema aus der Bahn werfen, entschuldige.

    Aber du sollst wissen, wenn du Reden möchtest, stehe ich gerne zur verfügung. Egal was es ist .-)


    Gruss EinFreund
    Vielen Dank für das Gesprächsangebot. Vielleicht, wenn Du freigeschaltet bist irgendwann (das dauert ja meist einige Zeit) dann könnten wir eine Private Gruppe eröffnen zu dem Thema.

    Ich habe auch ganz viel geschrieben, viel Material, das darauf wartet, irgendwie "verwertet" zu werden, aber da steht mir meine ADHS im Weg. Ich schaffe es nicht mal, das alles zu sortieren. Außerdem sind viele Triggerthemen dabei, mit denen ich noch nicht fertig bin. Ich muss da aufpassen...
    Hilfe dafür annehmen geht nicht, weil ich unfähig bin, mich damit jemandem anzuvertrauen.

    Da ist nichts zu entschuldigen, denn ob mich etwas aus der Bahn wirft oder nicht, unterliegt meiner Stuereung. Ich muss hier nicht lesen oder schreiben, niemand zwingt mich dazu.

  5. #35
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Karisa schreibt:
    .
    Hilfe dafür annehmen geht nicht, weil ich unfähig bin, mich damit jemandem anzuvertrauen.
    .

    Ok gerne.

    Ich müsste eigendlich heute freigeschaltet werden.

    Das mit dem Reden beziehe ich nicht nur auf dieses Thema speziell, sondern mit dem , siehe QUOTE oben,.

    Das ist genau dieser Schritt den ich gerade mache. Allerdings gibt es niemanden mit dem ich darüber reden kann.

    Ich bin alleine mit meinen Problemen.

    Also dränge ich es Quasi zur eigen-Therapie es den anderen auf.

    Dies hier ist Anonym also fällt es mir leichter. Was aber nicht wirklich leicht ist. Die Emotionen beim schreiben,

    sowie dem durchkauen meiner Vergangenheit haben Weh getan, aber ich fühle mich jetzt viel Besser.

    Ich kann dich sehr gut verstehen, darum würde ich dir im Gegensatz zu mir dir die möglichkeit geben sich mit jemanden über Sachen zu unterhalten die dir auf der Seele liegen,

    anstatt gleich an die öffentlichkeit zu gehen.

    Solltest du für dich bereit sein und es wirklich wollen, werde ich für dich da sein wenn du mich brauchst, und dir zuhören.

    Lieben Gruss Einfreund.

  6. #36
    Wohnt hier

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 40
    Forum-Beiträge: 1.008

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Unterprivilegiert, abgestempelt, vorverurteilt, stigmatisiert,... hmmm...
    Das hört sich danach an, als sei man das Opfer der Machenschaften anderer.
    Muß ich ablehnen.
    In dem Zirkus der Rollenverteilung in jedweder Gmeinschaft von Homo Sapiens spielen wir alle mit.
    Und zu jeder Rolle gibt es eine Annahme oder eine Ablehnung.
    Natürlich nicht als Veto, aber auch nicht bedeutungslos.

    Ich lebe als AD(H)Sler mit bewußt anderen Maßstäben.
    Das ist eine Tatsache, die ich genauso hinnehmen muß, wie die, daß mir keine Kiemen gewachsen sind, um unter Wasser zu atmen.
    Es ist eben einfach so.
    Dafür suche und finde ich keinen Schuldigen.
    Und es ist auch keine Schuld.
    Es ist einfach ein anderer Definitionsrahmen.
    Der ist natürlich nicht unbedingt schön, aber ich muß mit ihm leben.
    Es bleibt mir nix anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen.
    Oder - wenn sich die Möglichkeit bietet - eben diese Not zu lindern.

    Ein guter Spruch: Jammern hilft nicht!
    Und glaub mir mal eins: jammern kann ich viel.
    Es kommt halt drauf an, worüber.

    Ich versuche zu vermeiden über einen schlechten Zustand zu klagen, wenn ich nicht weiß, was ich anders haben möchte.
    Gelingt mir nicht immer, was man in vielen meiner Themen und Beiträge hier im Forum lesen kann...
    Aber wenn mir eins nicht schmeckt, ist es dieses (Selbst-)Mitleid, darüber, daß die ganze Welt ja ach so schlecht zu mir ist.

    Zugegeben: ich kann durchaus die ganze Welt verfluchen, auch weil die Dinge eben so sind, wie sie sind.
    Aber das sind Gefühlsausbrüche.
    Und die sind erfahrungsgemäß eine schlechte Basis zur Selbstdarstellung, oder?

  7. #37
    Fühlt sich hier wohl

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose seit Kindheit
    Alter: 35
    Forum-Beiträge: 423

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Karisa schreibt:
    Hilfe dafür annehmen geht nicht, weil ich unfähig bin, mich damit jemandem anzuvertrauen.
    Ich kann das sehr gut verstehen, frag mich nicht warum, die Antwort kennst du schon.

    Etwas zu schreiben ist eine Sache, mit jemanden drüber sprechen, ein ding der Unmöglichkeit!
    Gedanken eine Stimme zu verleihen ist etwas womit ich mich auch sehr schwer tue.

  8. #38
    Ist interessiert

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 97

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Bummel77 schreibt:
    Unterprivilegiert, abgestempelt, vorverurteilt, stigmatisiert,... hmmm...
    Das hört sich danach an, als sei man das Opfer der Machenschaften anderer.
    Muß ich ablehnen.
    In dem Zirkus der Rollenverteilung in jedweder Gmeinschaft von Homo Sapiens spielen wir alle mit.
    Und zu jeder Rolle gibt es eine Annahme oder eine Ablehnung.
    Natürlich nicht als Veto, aber auch nicht bedeutungslos.

    Ich lebe als AD(H)Sler mit bewußt anderen Maßstäben.
    Das ist eine Tatsache, die ich genauso hinnehmen muß, wie die, daß mir keine Kiemen gewachsen sind, um unter Wasser zu atmen.
    Es ist eben einfach so.
    Dafür suche und finde ich keinen Schuldigen.
    Und es ist auch keine Schuld.
    Es ist einfach ein anderer Definitionsrahmen.
    Der ist natürlich nicht unbedingt schön, aber ich muß mit ihm leben.
    Es bleibt mir nix anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen.
    Oder - wenn sich die Möglichkeit bietet - eben diese Not zu lindern.

    Ein guter Spruch: Jammern hilft nicht!
    Und glaub mir mal eins: jammern kann ich viel.
    Es kommt halt drauf an, worüber.

    Ich versuche zu vermeiden über einen schlechten Zustand zu klagen, wenn ich nicht weiß, was ich anders haben möchte.
    Gelingt mir nicht immer, was man in vielen meiner Themen und Beiträge hier im Forum lesen kann...
    Aber wenn mir eins nicht schmeckt, ist es dieses (Selbst-)Mitleid, darüber, daß die ganze Welt ja ach so schlecht zu mir ist.

    Zugegeben: ich kann durchaus die ganze Welt verfluchen, auch weil die Dinge eben so sind, wie sie sind.
    Aber das sind Gefühlsausbrüche.
    Und die sind erfahrungsgemäß eine schlechte Basis zur Selbstdarstellung, oder?

    Hi,

    Ich weiss garnicht wo ich anfangen soll.

    Zumal ich ehrlich sagen muss das jeder Satzabschnitt verschiedene Emotionen auslöst :-) .

    Ich teile das mal auf.

    A: Das hört sich danach an, als sei man das Opfer der Machenschaften anderer.
    Muß ich ablehnen.
    In dem Zirkus der Rollenverteilung in jedweder Gmeinschaft von Homo Sapiens spielen wir alle mit.
    Und zu jeder Rolle gibt es eine Annahme oder eine Ablehnung.
    Natürlich nicht als Veto, aber auch nicht bedeutungslos.

    zu A: Genau so ist es aber. Jeder hat eine Rolle die er zu erfüllen hat. Schafft man es nicht so gut wie es erwartet wird,

    oder macht Fehler die andere Mitarbeiter ausbaden müssen, dann ist es so. Entsprichst du nicht dem äusserlichen Bild

    der jeweiligen Mitarbeiter, dann ist es so.

    Hat man Probleme ( zB wie ich mit der Konzentration ) dann ist das so.

    Bist du Schwul zwischen intoleranten, dann ist es so.

    Bist du Dick neben den oberflächlichen dünnen, dann ist es so.

    Trägt man eine Burka als Friseurin, dann ist das so.

    Hier geht es um Tatsachen, tatsachen die wir alle erleben. Der unterschied liegt nur darin ob man selber

    bereit ist bzw es zulässt sich in die Rolle des Opfers drücken zu lassen aufgrunde an Mangel am Selbstbewusstsein.

    Möchte man dies dementieren , muss man auch Mobbing bzw Diskriminierung dementieren.

    Und Diskriminieren ist ja die Intoleranz gegenüber andere Ansichten, Meinungen, Religionen und Verhalten- und Lebensweisen.

    Bedenke das dies ja nichts Direkt mit ADHS / ADS zutun hat, den die anderen Wissen es ja meist überhaupt nicht.


    Oder stelle dir einfach mal folgende fragen: Aus welchen Gründen werden Schwule, Dicke, Nicht Hübsche Menschen, Ausländer, Hochbegabte und und und

    Diskiminiert ?

    Warum machen andere Menschen mit, obwohl sie eigendlich garnicht so sind ? ( Mitläufer ). Warum sind Menschen so einfach zu Hetzen ?

    Dies sind sehr schwierige Fragen die sich nicht in Minuten und Stunden für sich selber aussreichend geklärt werden kann.

    B: Ich lebe als AD(H)Sler mit bewußt anderen Maßstäben.
    Das ist eine Tatsache, die ich genauso hinnehmen muß, wie die, daß mir keine Kiemen gewachsen sind, um unter Wasser zu atmen.
    Es ist eben einfach so.
    Dafür suche und finde ich keinen Schuldigen.
    Und es ist auch keine Schuld.
    Es ist einfach ein anderer Definitionsrahmen.
    Der ist natürlich nicht unbedingt schön, aber ich muß mit ihm leben.
    Es bleibt mir nix anderes übrig, als aus der Not eine Tugend zu machen.
    Oder - wenn sich die Möglichkeit bietet - eben diese Not zu lindern.


    zu B: Wir alle Leben gezwungender Weise mit anderen Masstäben. Ist ja nicht das wir ne Wahl hätten.

    Aber ich sehe es auch nicht als etwas abwertendes sondern suche das Gute darin. Optimismus ist Gas, Pessimismus die Bremse.

    Also stimme ich dir hier zu.


    C: Aber wenn mir eins nicht schmeckt, ist es dieses (Selbst-)Mitleid, darüber, daß die ganze Welt ja ach so schlecht zu mir ist.


    zu C: Verwechsel Selbst-Mitleid nicht mit Trauer, Verständnisslosigkeit und Diskiminierung und der Analyse der Mitmenschen.

    Werde ich Diskriminiert und das zieht mich runter, dann kannste doch schlecht zu mir sagen " Hörf auf mit deinem Selbst-Mitleid ".

    Und wenn irgendwann das Fass voll ist kommt es zum Tief, den Depressionen und Selbstmitleid.

    Aber darum geht es ja nicht hier. Ich mag auch kein Selbstmitleid bei mir, versteh es aber bei anderen solange es nachvollziebar ist.

    :WIKIPEDIA:
    ( Unter Selbstmitleid wird ein Verhalten verstanden, auf Missgeschicke, eigenes Versagen und Unfähigkeit negativ zu reagieren (im Extrem: „alles hat sich gegen mich
    verschworen“). Mangelnde Selbstkritik und die Weigerung, übergeordnete Gesichtspunkte einschließlich der Häufung von ungünstigen Zufällen nüchtern einzubeziehen,
    kommen hinzu. )


    D: Zugegeben: ich kann durchaus die ganze Welt verfluchen, auch weil die Dinge eben so sind, wie sie sind.

    Aber das sind Gefühlsausbrüche.

    Und die sind erfahrungsgemäß eine schlechte Basis zur Selbstdarstellung, oder?


    zu D: Wenn wir bereit sind alle Dinge wie sie sind zu Akzeptieren, werden wir zu einem Zombie. Wir verkaufen unsere Seele.

    Ich kann nicht Intoleranz, Ignoranz, Hetzerei, Diskriminierung und Gefühlslosigkeit Akzeptieren obwohl das unsere Welt wiederspiegelt.

    Siehe Aktuelle Europäische und Globale Lage.

    Ich kann Persönlich nicht Akzeptieren das die Welt so ist wie sie ist. Es passt nicht in mein "Guter Mensch Logik Verstand".


    Puh, wahrscheinlich werde ich den Beitrag noch 70 mal bearbeiten weil mir das gerade zu anstrengend war. :-) , entschuldige.
    Mein Sohn möchte Basteln..-)


    Gruss EinFreund.
    Geändert von EinFreund ( 9.12.2015 um 16:28 Uhr)

  9. #39
    Forum-Mitglied (nicht vorgestellt)

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Alter: 46
    Forum-Beiträge: 201

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    Das War auch mein erster Gedanke, wiso nur "Handwerk" ?
    Ich hab zuerst auch ein Handwerk gelernt, wenn es nach meiner Mutter gegangen wäre hätte ich Hauswirtschafterin werden sollen. O-Ton das kannst zumindest gebrauchen, was anderes schaffst du eh nicht! Un doch hab ich es geschafft, bin Gesellig. Hab danach ne 2te Ausbildung gemacht wieder mit dem Hinweis meiner Mutter lass das lieber, das schaffst du sowieso nicht!
    Und auch die hab ich abgeschlossen, sogar vorgezogen, Zeugnis 1 Prüfung 2+. Aber es kam immer noch lass mal lieber deine Schwester mit dem Arzt reden, du verstehst da eh nix von! (meine Schwester ist Lehrerin, ich Arzthelferin)!
    Das Gefühl des Versagens kenne ich seit meiner Kindheit, der Satz:das kannst du sowieso nicht! Ist in meinem Kopf eingebrannt, und hindert mich immer wieder!

  10. #40
    Ist hier zuhause

    Bezug zu ADS / ADHS bei Erwachsenen: ADS / ADHS Diagnose als Erwachsene (r)
    Forum-Beiträge: 6.847

    AW: Das Gefühl als unterprivilegiert abgestempelt zu sein!

    @ EinFreund

    Es ist aber nicht jeder Mensch diskriminierend, erst recht nicht in jedem Bereich. Von Diskriminierung kannst du dich sicherlich auch nicht 100% freisprechen. Irgendwo muss man, wenn man einigermaßen klar kommen will, auch bestimmte Dinge als gegeben hinnehmen, das heisst ja nicht, das man alles akzeptieren oder gar für gut heissen muss.

    Es ist übrigens keine Diskriminierung, wenn man auf Arbeit zu Lasten der Firma oder Angestellten nicht den Anforderungen entspricht, und deswegen Ärger etc bekommt, das ist schlicht und einfach wirtschaftliches und auch soziales Denken und Handeln. Die Rolle musst du ja nicht erfüllen, es ist ja immer noch deine Entscheidung, ob du dich dem Anforderungsprofil des AG gewachsen fühlst. Du bewirbst dich ja auch nicht als Astronaut und sagst dann das die Gesellschaft so schlecht ist, weil du die Anforderungen nicht erfüllst oder?

    Das Problem ist nicht die Gesellschaft, das Problem bist IN DEM FALL nunmal du selbst. Klingt ganz hart, aber das ist eben das Los was man als Mensch hat, der in dem Bereich in dem Leistung gefordert wird, eingeschränkt ist.

    Das nun mit Diskriminierung von Hautfarben, Körperstatur, sexuelle Orientierung etc zu vergleichen ist wirklich übertrieben und unangebracht, denn du bekommst für deine Arbeit einen Lohn, es wird also für deine festgesetzte Gegenleistung auch Leistung (berechtigterweise) erwartet.

    Wenn der Hässliche sich ausschliesslich in einem Umfeld bewegt, was sich hauptsächlich über Äusserlichkeiten definiert, dann sollte er sein Umfeld überdenken, Alternativen gibt es milliardenfach auf unserem Planeten. Er würde somit das Beste aus seiner Situation machen. Und nicht immer ist auch die vorhandene Situation die beste. Damit würde er aber Mobbing und Diskriminierung nicht allgemein dementieren, nicht mal in seinem Umfeld, er nimmt "nur" das was ihm entgegenkommt nicht mehr an. In dem Fall hat er ja die Wahl.



    Sich abgrenzen, um sich selbst (seine Seele) relativ stabil zu halten, heisst auch nicht, das man alles akzeptiert, das kann unter Umständen heissen, das man Kraft für seine kleine Welt hat. Du vorverurteilst nämlich die, die zu vielen Themen vielleicht nichts sagen, weil sie weder die Nerven, noch den Sinn haben, sich um globale Dinge zu kümmern, geschweige denn um den Mob nebenan, weil sie einen schwerstbehinderten Angehörigen Tag und Nacht pflegen, weil sie jeden Tag nach der Arbeit ehrenamtlich im Tierheim, im Altenheim, in der Arche etc helfen, oder auch nur, weil sie ihren Kräften entsprechend die streunende Katze vor der Haustür im Winter füttern.

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